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Wir möchten Kinderarbeit stoppen und das Recht auf Bildung durchsetzen.
Wir möchten Kinderarbeit stoppen und das Recht auf Bildung für alle Kinder durchsetzen.

Helfen Sie Kinderarbeit zu bekämpfen

Weltweit arbeiten viele Kinder, um ihre Familie finanziell zu unterstützen. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gibt es weltweit 152 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren, die arbeiten müssen. Plan sorgt dafür, dass sie nicht arbeiten müssen und ermöglicht ihnen ihr Recht auf Bildung und Kindheit. Doch ab wann spricht man eigentlich von Kinderarbeit? Und was sind die verschiedenen Erscheinungsformen der Kinderarbeit?

Kinderarbeit ist bittere Realität.Helfen Sie mit der Übernahme einer Patenschaft!

Definition Kinderarbeit

Laut UN-Kinderrechtskonvention und ILO bezeichnet Kinderarbeit jegliche Art von Arbeit von Minderjährigen, die negative Folgen für ihre geistige, soziale und gesundheitliche Entwicklung hat und die die Grundrechte der Kinder auf Bildung, Gesundheit, Schutz und Beteiligung verletzt. Dazu gehört nicht nur ausbeuterische oder gefährliche Arbeit, sondern auch extrem schwere Arbeit im familiären Umfeld.

Einfach erklärt: Kinderarbeit

Die International Labour Organization (kurz: ILO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die ihr Handeln nach bestimmten Grundprinzipien ausrichtet. Diese sind unter anderem die Beseitigung der Zwangsarbeit, Abschaffung der Kinderarbeit und das Verbot der Diskriminierung im Beruf. Insgesamt besteht die Organisation aus 187 Mitgliedsstaaten.

In der ILO-Konvention 138 aus dem Jahr 1973 definierte die International Labour Organization die Grundlagen für den Begriff Kinderarbeit und legte Altersbegrenzungen fest. Diese Konvention haben bis heute 180 Staaten unterschrieben. Sie verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, die Abschaffung von Kinderarbeit sicherzustellen. Doch wo liegen die Altersbegrenzungen? Und welche Formen gibt es?



Ja, ich möchte Kinder vor Kinderarbeit schützen!



Wo arbeiten Kinder?

Kinderarbeit in Zahlen: Obwohl es weltweit einen Rückgang bei den Zahlen von Kinderarbeit gibt, sind immer noch 152 Millionen Mädchen und Jungen unter 18 Jahren weltweit betroffen. Davon sind 114 Millionen zwischen 5 und 14 Jahre alt. 73 Millionen Mädchen und Jungen sind schlimmsten Formen der Kinderarbeit ausgesetzt, die das körperliche, sittliche oder seelische Wohl von Kindern gefährden. Dazu gehören alle Arbeiten, die Kinder physisch krank machen oder sexuellem Missbrauch aussetzen, beispielsweise die Beschäftigung mit gefährlichen Maschinen oder Werkzeugen und über lange Stunden.

Kinderarbeit weltweit: Regionale Schätzungen der ILO gehen davon aus, dass über 72 Millionen Mädchen und Jungen in Afrikasüdlich der Sahara arbeiten müssen, gefolgt von 62 Millionen Kindern in Asien und im pazifischen Raum und 11 Millionen in Lateinamerika. Fast die Hälfte der arbeitenden Kinder ist zwischen 5 und 11 Jahren alt. In Indien beispielsweise müssen laut UNICEF-Report 12,6 Millionen Kinder gefährliche Arbeiten verrichten. Häufig haben sie lange Arbeitszeiten und verbringen bis zu 16 Stunden am Tag damit, zu arbeiten. Die Beschäftigung ist in vielen Fällen Ausbeutung sehr ähnlich.

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Die Bereiche, in denen arbeitende Kinder zu finden sind, sind vielfältig, jedoch arbeiten viele der betroffenen Kinder unter gefährlichen Bedingungen: Die Mehrheit arbeitet in der Landwirtschaft, zum Beispiel auf Kakao-und Kaffeefeldern in vielen Ländern Afrikas. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation sind das fast 71 Prozent der Kinder und Jugendlichen. Dort kommen sie täglich mit giftigen Chemikalien in Kontakt, die für den Schutz der Pflanzen verwendet werden.

Zudem sind arbeitende Mädchen und Jungen in vielen Ländern der Welt in exportorientierten Bereichen tätig. In Bangladesch beispielsweise arbeiten viele Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen bei der Produktion von Uhren, Textilien und Schuhen, in den Philippinen sind sie häufig bei der Produktion von Tabak und Modeaccessoires beteiligt. Bei all diesen Beschäftigungen sind die Kinder menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen ausgesetzt, die ihrer Gesundheit schaden. Faire Arbeitsbedingungen gibt es selten.

Auch im Service-Bereich gibt es viele arbeitende Mädchen und Jungen. Sie kochen, putzen und passen auf ihre Geschwister auf. Fremde Familien liehen sich Kinder aus, damit diese in ihrem Haushalt arbeiten. Die Jugendlichen sind meistens völlig überfordert und werden Opfer von Gewalt. Häufig werden sie auf der Straße ausgesetzt und finden nicht mehr den Weg zurück nach Hause.

Ausbeutung: Warum arbeiten Kinder?

Die Ursachen für Kinderarbeit in unserer Welt sind vielfältig. Wirtschaftliche Armut, mangelnde Bildung sowie diskriminierende Traditionen spielen eine große Rolle. Kinderarbeit spiegelt aber auch gesellschaftliches Denken wider. Sie ist in Gesellschaften anzutreffen, in denen Kindheit, Kinderrechte und Schulbildungnicht als wichtig erachtet werden und in denen es eine große Nachfrage nach billigen Arbeitskräften gibt. Oftmals spricht man in diesem Zusammenhang auch von moderner Sklaverei.

In den meisten Entwicklungsländern herrscht Arbeitslosigkeit, ungerechte Landverteilung und Verschuldung. Auch die negative Entwicklung der Weltwirtschaft, die einen Preisverfall von Rohstoffen, fehlende soziale Absicherungen und Kürzungen der Sozialausgaben zur Folge hat, ist eng mit Kinderarbeit verbunden. Der globale Welthandel baut auf Rohstoffe und Billiglohnarbeit vieler Entwicklungsländer. Arbeitende Kinder verstärken den Kreislauf der Armut oft noch. Für die Arbeitgeber sind sie noch billigere Arbeitskräfte als die Erwachsenen.

Armut zählt somit zu den häufigsten Gründen für Kinderarbeit. Besonders in ländlichen Regionen sind viele Menschen von Armut betroffen. Auch für die Eltern ist es schwer, eine bezahlte Arbeit zu finden. Somit sehen viele Mädchen und Jungen die Arbeit als Möglichkeit an, die arme Familie zu unterstützen. In Tansania beispielsweise leben 68 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut und sind auf die Mitarbeit ihrer Kinder angewiesen.

Weitere Infos: Familieneinkommen sichern

Viele arbeitende Kinder können nicht zur Schule gehen. Sie bleiben Analphabeten oder haben nur einen geringen Bildungsstand, weil sie die Schule frühzeitig abgebrochen haben. Schulbildung bereitet Mädchen und Jungen nicht nur auf ihr späteres Berufsleben vor. Sie stärkt vor allem junge Menschen in der physischen und seelischen Entwicklung ihrer sozialen Kompetenz und Persönlichkeit. Ohne Bildung können sie als Erwachsene nur einfache und damit sehr schlecht bezahlte Arbeiten ausüben. Die Arbeitslosenquote ehemalig arbeitender Kinder ist meist deutlich höher, als die allgemeine Quote im jeweiligen Land.

Wenn die Erwachsenen in ihrer Kindheit kaum die Schule besucht haben, ist die Gefahr für ihre Kinder besonders groß, von Kinderarbeit betroffen zu sein. Ein gefährlicher Kreislauf entsteht. Zudem sind viele Bildungseinrichtungen in ländlichen Regionen zu weit entfernt und die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht ausreichend. Weitere Infos: Schulbesuch ermöglichen

Bewaffnete Konflikte sind vor allem in einigen afrikanischen Ländern Gründe für Kinderarbeit. Viele Minderjährige verlieren ihre Familie und sind auf sich alleine gestellt. So sind sie bewaffneten Gruppen hilflos ausgeliefert und werden zum Teil als Kindersoldaten rekrutiert.


Ja, ich möchte Kinder vor Ausbeutung schützen!


Welche Formen von Kinderarbeit gibt es?

Kinderarbeit wird in drei Stufen eingeteilt: leichte, allgemeine und gefährliche Arbeit.

Leichte Arbeit schadet den Kindern weder physisch noch psychisch. Sie hindert die Kinder nicht daran, z.B. die Schule zu besuchen. Die Mädchen und Jungen arbeiten in der Regel wenige Stunden in der Woche. Diese Beschäftigung ist für 13 - 15-jährige angemessen. 

Für die allgemeine Arbeit liegt das Mindestalter bei 15 Jahren. Dabei muss die Arbeit mit dem Ende der Schulpflicht zusammen passen. Denn nur, wenn Mädchen und Jungen eine schulische Grundbildung erhalten haben, können sie gut vorbereitet ins Arbeitsleben starten.

Die Konvention 138 wurde durch die Konvention Nr. 182 ergänzt, in der die schlimmsten Formen der Kinderarbeit definiert werden - gefährliche Arbeiten. Dazu gehören alle Tätigkeiten, die Kinder physischem, psychischem oder sexuellem Missbrauch aussetzen. Das sind Arbeiten, die in gefährlichem Umfeld stattfinden, wo Mädchen und Jungen zum Beispiel mit gefährlichen Maschinen oder Werkzeugen arbeiten. Dazu gehören alle Faktoren, die die Gesundheit des Kindes schädigen können, zum Beispiel eine bestimmte Lautstärke oder das Tragen schwerer Lasten.

Auch das Arbeiten über viele Stunden oder Nachtarbeit sowie jegliche Form von Zwangsarbeit wie Prostitution,  Kinderhandel und der Einsatz von Kindersoldaten. All diese Tätigkeiten wirken sich schädlich auf die Sicherheit, die körperliche und seelische Gesundheit sowie die Entwicklung des Kindes aus. Deswegen setzt die Internationale Arbeitsorganisation weltweit ein Mindestalter von 18 Jahren für gefährliche Arbeit fest.

Kinderarbeit verhindert, dass Kinder zur Schule gehen können. Infolge körperlich schwerer Arbeit und durch die psychische Belastung werden viele Kinder chronisch krank. So können sie später keiner bezahlten Tätigkeit mehr nachgehen - der Kreislauf der Armut schließt sich.

Schwere körperliche Arbeit geht nicht spurlos an den Kindern vorüber: Gebrochene Arme oder Beine, Rückenschmerzen, Verbrennungen, Hauterkrankungen, Blindheit, Taubheit, Atemnot, Kopf- oder Magenschmerzen sind häufige Folgen. Luftmangel in den Schächten der Minen, Staub auf den Feldern oder bei Straßenarbeiten und die Fasern der Baumwolle beim Teppichknüpfen schädigen die Lungen der Kinder. Viele sterben an den Folgen von Tuberkulose, Asthma oder Verätzungen durch Chemikalien. Neben den verschiedenen körperlichen Schäden sind viele auch traumatisiert und mutlos. Da viele von ihnen kaum lesen und schreiben können, bleiben sie in diesen Arbeitsverhältnissen oder werden arbeitslos.

Das Übereinkommen der ILO enthält jedoch kein Verbot gegen Kinderarbeit. Es verpflichtet aber die Mitgliedstaaten dazu, eine nationale Politik und entsprechende Maßnahmen zu verfolgen, die eine tatsächliche Abschaffung von gefährlicher Kinderarbeit sicherstellen sollen. Zur Unterstützung der Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung dieser Konventionen hat die ILO ein Programm zur Beseitigung der Kinderarbeit (IPEC) ins Leben gerufen.


So engagiert sich Plan International

Wir als Kinderhilfsorganisation nehmen die UN-Kinderrechtskonvention als Basis für unsere Programmarbeit. Wir setzen uns für die Umsetzung der Kinderrechte auf der ganzen Welt ein. Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung und darauf, gesund und geschützt aufzuwachsen. Ebenso haben sie ein Recht auf Freizeit, um sich entfalten und regenerieren zu können. Besonders arbeitende Kinder und Jugendliche sollen eine Chance haben, ihre Rechte wahrzunehmen.

Gemeinsam mit den Mädchen und Jungen, ihren Familien und Gemeinden setzen wir uns für die Umsetzung der Kinderrechte ein. Wir möchten erreichen, dass Eltern auf die Mitarbeit ihrer Kinder verzichten können, weil sie selbst genug verdienen, um sich und ihre Kinder gut versorgen zu können. Die Millionen Kinder, die arbeiten, sollen Zugang zu BildungGesundheitSchutz und Freizeit erhalten.

Dafür organisieren wir beispielsweise Aufklärungskampagnen über negativen Auswirkungen von Kinderarbeit und verbessern den Zugang zu Bildung und Ausbildung. Zudem lernen Lehrende, Eltern, Gemeindemitglieder und Kinder die Kinderrechte kennen.

Wir unterstützen:

  • Aufklärungskampagnen über die Folgen von Kinderarbeit und über die Rechte der Kinder auf Bildung und Freizeit
  • alternative Erwerbsquellen, bessere Arbeitsbedingungen und Kleinkredit-Programme, damit die Familien über ein ausreichendes Einkommen verfügen und ihre Kinder keine gefährliche Arbeit ausüben müssen
  • Gesundheits- und Bildungsangebote für arbeitende Kinder
  • den Zugang zu Bildung und Ausbildung für Waisen und die Bestärkung in ihren Rechten
  • die Ausstellung von Geburtsurkunden, um Minderjährige zu schützen und ihre Identität zu sichern.
Mit diesem Projekt setzen wir uns für ein Ende der Kinderarbeit und der Gewalt gegen Kinder in Geita ein. @Plan International
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Helfen Sie mit der Übernahme einer Patenschaft!



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