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Wir möchten Kinderarbeit stoppen und das Recht auf Bildung durchsetzen.
Wir möchten Kinderarbeit stoppen und das Recht auf Bildung für alle Kinder durchsetzen.

Helfen Sie Kinderarbeit zu bekämpfen

Weltweit arbeiten viele Kinder, um ihre Familie finanziell zu unterstützen. Plan sorgt dafür, dass sie nicht arbeiten müssen und ermöglicht ihnen ihr Recht auf Bildung und Kindheit. Doch ab wann spricht man eigentlich von Kinderarbeit? Und was sind die verschiedenen Erscheinungsformen der Kinderarbeit?

Kinderarbeit ist bittere Realität. Helfen Sie mit der Übernahme einer Patenschaft!

Definition Kinderarbeit

Laut UN-Kinderrechtskonvention und ILO bezeichnet Kinderarbeit jegliche Art von Arbeit von Minderjährigen, die negative Folgen für ihre geistige, soziale und gesundheitliche Entwicklung hat und die die Grundrechte der Kinder auf Bildung, Gesundheit, Schutz und Beteiligung verletzt. Dazu gehört nicht nur ausbeuterische oder gefährliche Arbeit, sondern auch extrem schwere Arbeit im familiären Umfeld.

Die International Labour Organization (kurz: ILO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die ihr Handeln nach bestimmten Grundprinzipien ausrichtet. Diese sind unter anderem die Beseitigung der Zwangsarbeit, Abschaffung der Kinderarbeit und das Verbot der Diskriminierung im Beruf. Insgesamt besteht die Organisation aus 187 Mitgliedsstaaten.

In der ILO-Konvention 138 aus dem Jahr 1973 definierte die ILO die Grundlagen für den Begriff Kinderarbeit und legte Altersbegrenzungen fest. Diese Konvention haben bis heute 180 Staaten unterschrieben. Sie verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, die Abschaffung von Kinderarbeit sicherzustellen. Doch wo liegen die Altersbegrenzungen bei Kinderarbeit? Und welche Formen gibt es?



Ja, ich möchte Kinder vor Kinderarbeit schützen!



Wo arbeiten Kinder?

Kinderarbeit in Zahlen: Nach Schätzungen der ILO sind etwa 152 Millionen Mädchen und Jungen unter 18 Jahren weltweit von Kinderarbeit betroffen. Davon sind 114 Millionen zwischen 5 und 14 Jahre alt. 73 Millionen Mädchen und Jungen sind schlimmsten Formen der Kinderarbeit ausgesetzt, die das körperliche, sittliche oder seelische Wohl von Kindern gefährden.

Kinderarbeit weltweit: Regionale Schätzungen der ILO gehen davon aus, dass über 72 Millionen Mädchen und Jungen in Afrika südlich der Sahara arbeiten müssen, gefolgt von 62 Millionen Kindern in Asien und im pazifischen Raum und 11 Millionen in Lateinamerika.

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Die Mehrheit der Millionen Mädchen und Jungen, die gefährliche Arbeiten verrichten, arbeitet in der Landwirtschaft, zum Beispiel auf Kakao-und Kaffeefeldern. Dort kommen sie täglich mit giftigen Chemikalien in Kontakt, die für den Schutz der Pflanzen verwendet werden. Ebenso ist Kinderarbeit in der Teppichproduktion oder in Steinbrüchen keine Seltenheit. Auch bei diesen schweren Tätigkeiten sind die Kinder menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen ausgesetzt, die ihrer Gesundheit schaden.

Meist haben die Kinder keine andere Möglichkeit, als bei diesen gefährlichen Arbeiten ihr Leben zu riskieren. Armut ist einer der Gründe dafür. Das Einkommen der Eltern reicht oftmals nicht aus, sodass die Kinder ihre Familie unterstützen. Dass sie dadurch die Möglichkeit auf Bildung und soziale Entwicklung nicht wahrnehmen können, ist vielen nicht bewusst.

Ausbeutung: Warum arbeiten Kinder?

Die Ursachen für Kinderarbeit sind vielfältig. Wirtschaftliche Armut, mangelnde Bildung sowie diskriminierende Traditionen spielen eine große Rolle. Kinderarbeit spiegelt aber auch gesellschaftliches Denken wider. Sie ist in Gesellschaften anzutreffen, in denen Kindheit, Kinderrechte und Schulbildung nicht als wichtig erachtet werden und in denen es eine große Nachfrage nach billigen Arbeitskräften gibt. 

In den meisten Entwicklungsländern herrscht Arbeitslosigkeit, ungerechte Landverteilung und Verschuldung. Auch die negative Entwicklung der Weltwirtschaft, die einen Preisverfall von Rohstoffen, fehlende soziale Absicherungen und Kürzungen der Sozialausgaben zur Folge hat, ist eng mit Kinderarbeit verbunden. Der globale Welthandel baut auf Rohstoffe und Billiglohnarbeit vieler Entwicklungsländer. Arbeitende Kinder verstärken den Kreislauf der Armut oft noch. Für die Arbeitgeber sind sie noch billigere Arbeitskräfte als die Erwachsenen. Weitere Infos: Familieneinkommen sichern

Viele arbeitende Kinder können nicht zur Schule gehen. Sie können ihr Recht auf Bildung nicht wahrnehmen und bleiben Analphabeten oder haben nur einen geringen Bildungsstand, weil sie die Schule frühzeitig abgebrochen haben. Schulbildung bereitet Mädchen und Jungen nicht nur auf ihr späteres Berufsleben vor. Sie stärkt sie in der Entwicklung ihrer sozialen Kompetenz und Persönlichkeit. Ohne Bildung können sie als Erwachsene nur einfache und damit sehr schlecht bezahlte Arbeiten ausüben. Die Arbeitslosenquote ehemalig arbeitender Kinder ist meist deutlich höher, als die allgemeine Quote im jeweiligen Land. Die meisten arbeitenden Kinder sind auch nicht in der Lage, sich für ihre Rechte einzusetzen. Kinderarbeit ist daher selbst eine Ursache von Armut. Weitere Infos: Schulbesuch ermöglichen


Ja, ich möchte Kinder vor Ausbeutung schützen!


Welche Formen von Kinderarbeit gibt es?

Kinderarbeit wird in drei Stufen eingeteilt: leichte, allgemeine und gefährliche Arbeit.

Leichte Arbeit schadet den Kindern weder physisch noch psychisch. Sie hindert die Kinder nicht daran, ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen. Die Kinder arbeiten in der Regel wenige Stunden in der Woche. Diese Beschäftigung ist für 13 - 15-jährige angemessen. 

Für die allgemeine Arbeit liegt das Mindestalter bei 15 Jahren. Dabei muss die Arbeit mit dem Ende der Schulpflicht zusammen passen. Denn nur, wenn Kinder eine schulische Grundbildung erhalten haben, können sie gut vorbereitet ins Arbeitsleben starten.

Die Konvention 138 wurde durch die Konvention Nr. 182 ergänzt, in der die schlimmsten Formen der Kinderarbeit definiert werden - gefährliche Arbeiten. Dazu gehören alle Tätigkeiten, die Kinder physischem, psychischem oder sexuellem Missbrauch aussetzen. Das sind Arbeiten, die in gefährlichem Umfeld stattfinden, wo die Kinder zum Beispiel mit gefährlichen Maschinen oder Werkzeugen arbeiten. Dazu gehören alle Faktoren, die die Gesundheit des Kindes schädigen können, zum Beispiel eine bestimmte Lautstärke oder das Tragen schwerer Lasten.

Auch das Arbeiten über viele Stunden oder Nachtarbeit sowie jegliche Form von Zwangsarbeit wie Prostitution,  Kinderhandel und der Einsatz von Kindersoldaten. All diese Tätigkeiten wirken sich schädlich auf die Sicherheit, die körperliche und seelische Gesundheit sowie die Entwicklung des Kindes aus. Deswegen setzt die Internationale Arbeitsorganisation weltweit ein Mindestalter von 18 Jahren für gefährliche Arbeit fest.

Kinderarbeit verhindert, dass Kinder zur Schule gehen können. Infolge körperlich schwerer Arbeit und durch die psychische Belastung werden viele Kinder chronisch krank. So können sie später keiner bezahlten Tätigkeit mehr nachgehen - der Kreislauf der Armut schließt sich.

Schwere körperliche Arbeit geht nicht spurlos an den Kindern vorüber: Gebrochene Arme oder Beine, Rückenschmerzen, Verbrennungen, Hauterkrankungen, Blindheit, Taubheit, Atemnot, Kopf- oder Magenschmerzen sind häufige Folgen. Luftmangel in den Schächten der Minen, Staub auf den Feldern oder bei Straßenarbeiten und die Fasern der Baumwolle beim Teppichknüpfen schädigen die Lungen der Kinder. Viele Kinder sterben an den Folgen von Tuberkulose, Asthma oder Verätzungen durch Chemikalien. Neben den verschiedenen körperlichen Schäden sind viele Kinder traumatisiert und mutlos. Da viele arbeitende Kinder kaum lesen und schreiben können, bleiben sie in diesen Arbeitsverhältnissen oder werden arbeitslos.

Das Übereinkommen der ILO enthält jedoch kein Verbot gegen Kinderarbeit. Es verpflichtet aber die Mitgliedstaaten dazu, eine nationale Politik und entsprechende Maßnahmen zu verfolgen, die eine tatsächliche Abschaffung von gefährlicher Kinderarbeit sicherstellen sollen. Zur Unterstützung der Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung dieser Konventionen hat die ILO ein Programm zur Beseitigung der Kinderarbeit (IPEC) ins Leben gerufen.


So engagiert sich Plan International

Die UN-Kinderrechtskonvention ist die Basis unserer Programmarbeit. Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung und darauf, gesund und geschützt aufzuwachsen. Ebenso haben sie ein Recht auf Freizeit, um sich entfalten und regenerieren zu können. Dies gilt selbstverständlich auch für arbeitende Kinder und Jugendliche.

Gemeinsam mit den Mädchen und Jungen, ihren Familien und Gemeinden setzen wir uns für die Umsetzung der Kinderrechte ein. Unser oberstes Ziel ist, die Eltern in die Lage zu versetzen, auf die Mitarbeit ihrer Kinder weitestgehend verzichten zu können. Dort, wo dies nicht möglich ist, muss das Recht auf Bildung, Gesundheit, Schutz und Freizeit auch für arbeitende Kinder gewährt werden. Die Arbeitspflichten müssen auf ein dem Alter der Kinder angemessenes Niveau reduziert werden. Der Zugang zu Bildung muss sichergestellt sein.

Wir unterstützen:

  • Aufklärungskampagnen über die Folgen von Kinderarbeit und über die Rechte der Kinder auf Bildung und Freizeit
  • alternative Erwerbsquellen und Kleinkredit-Programme, damit die Familien über ein ausreichendes Einkommen verfügen und ihre Kinder keine bezahlte Arbeit ausüben müssen
  • Gesundheits- und Bildungsangebote für arbeitende Kinder
  • den Zugang zu Bildung und Ausbildung für Waisen und die Bestärkung in ihren Rechten

Unsere Projekte dazu:

Mit diesem Projekt setzen wir uns für ein Ende der Kinderarbeit und der Gewalt gegen Kinder in Geita ein. @Plan International
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Unterstützen Sie mit Ihrer Spende unsere aktuellen Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Helfen Sie uns dabei, eine Welt zu schaffen, in...

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