Wir möchten Kinderarbeit stoppen und das Recht auf Bildung durchsetzen.
Wir möchten Kinderarbeit stoppen und das Recht auf Bildung für alle Kinder durchsetzen.

Helfen Sie Kinderarbeit zu bekämpfen

Weltweit übernehmen Kinder jeden Tag kleine Aufgaben. Sie helfen im Haushalt oder verrichten für ihr Alter angemessene Arbeiten nach der Schule. Diese Tätigkeiten stärken ihre persönliche Kompetenz und lehren sie Verantwortung zu tragen. Millionen von Kindern jedoch leisten schwere und gefährliche Arbeit, weil sie zum Familienunterhalt beitragen müssen. Sie können nicht zur Schule gehen und viele von ihnen werden ausgebeutet und misshandelt. Grundlegende Rechte auf Bildung, Gesundheit, Schutz und Beteiligung werden ihnen verwehrt. Durch die körperlich schwere Arbeit und psychische Belastung werden viele Kinder chronisch krank. So können sie später keiner bezahlten Tätigkeit mehr nachgehen - der Kreislauf der Armut schließt sich.

Kinderarbeit ist bittere Realität. Helfen Sie mit der Übernahme einer Patenschaft!

Was ist Kinderarbeit?

Laut UN-Kinderrechtskonvention und ILO bezeichnet Kinderarbeit jegliche Art von Arbeit von Minderjährigen, die negative Folgen für ihre geistige, soziale und gesundheitliche Entwicklung hat und die die Grundrechte der Kinder auf Bildung, Gesundheit, Schutz und Beteiligung verletzt. Dazu gehört nicht nur ausbeuterische oder gefährliche Arbeit, sondern auch extrem schwere Arbeit im familiären Umfeld.

Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF definiert Kinderarbeit als schädlich und ausbeuterisch bei:

  • zu vielen Arbeitsstunden pro Tag
  • unzureichender Bezahlung
  • Arbeiten in gefährlicher Umgebung
  • Arbeiten mit zu großer Verantwortung
  • Arbeiten, die körperlich und seelisch belastend sind
  • Arbeiten, die die Würde und das Selbstwertgefühl der Kinder untergraben
  • Arbeiten, die den Schulbesuch verhindern 

Wo ist die Grenze?

... zwischen Hilfe im Haushalt und Kinderarbeit?

Weltweit verrichten Kinder jeden Tag kleine Arbeiten. Sie helfen ihren Eltern im Haushalt oder führen kleine Nebentätigkeiten nach der Schule aus. Diese Tätigkeiten stärken ihre persönliche Kompetenz und lehren sie Verantwortung zu tragen.
In vielen Ländern jedoch leistet die Mehrheit der Kinder schwere und gefährliche Arbeit, weil sie zum Familienunterhalt beitragen müssen. Sie können nicht zur Schule gehen und werden häufig ausgebeutet und misshandelt. Grundlegende Rechte auf Bildung, Gesundheit, Schutz und Beteiligung werden ihnen verwehrt.

Internationaler Tag gegen Kinderarbeit:

12. Juni




Ja, ich möchte Kinder vor Kinderarbeit schützen!



Ausbeutung: Warum arbeiten Kinder?

Die Ursachen für Kinderarbeit sind vielfältig. Wirtschaftliche Armut, mangelnde Bildung sowie diskriminierende Traditionen spielen eine große Rolle. Kinderarbeit spiegelt aber auch gesellschaftliches Denken wider. Sie ist in Gesellschaften anzutreffen, in denen Kindheit, Kinderrechte und Schulbildung nicht als wichtig erachtet werden und in denen es eine große Nachfrage nach billigen Arbeitskräften gibt. 

Wirtschaftliche Armut

In den meisten Entwicklungsländern herrscht Arbeitslosigkeit, ungerechte Landverteilung und Verschuldung. Auch die negative Entwicklung der Weltwirtschaft, die einen Preisverfall von Rohstoffen, fehlende soziale Absicherungen und Kürzungen der Sozialausgaben zur Folge hat, ist eng mit Kinderarbeit verbunden. Der globale Welthandel baut auf Rohstoffe und Billiglohnarbeit vieler Entwicklungsländer. Arbeitende Kinder verstärken den Kreislauf der Armut oft noch. Für die Arbeitgeber sind sie noch billigere Arbeitskräfte als die Erwachsenen, was dazuführt dass mehr Erwachsene arbeitslos sind. Weitere Infos: Familieneinkommen sichern

Mangelnde Bildung

Viele arbeitende Kinder können nicht zur Schule gehen. Sie können ihr Recht auf Bildung nicht wahrnehmen und bleiben Analphabeten oder haben nur einen geringen Bildungsstand, weil sie die Schule frühzeitig abgebrochen haben. Schulbildung bereitet Mädchen und Jungen nicht nur auf ihr späteres Berufsleben vor. Sie stärkt sie in der Entwicklung ihrer sozialen Kompetenz und Persönlichkeit. Ohne Bildung können sie als Erwachsene nur einfache und damit sehr schlecht bezahlte Arbeiten ausüben. Die Arbeitslosenquote ehemalig arbeitender Kinder ist meist deutlich höher, als die allgemeine Quote im jeweiligen Land. Die meisten arbeitenden Kinder sind auch nicht in der Lage, sich für ihre Rechte einzusetzen. Kinderarbeit ist daher selbst eine Ursache von Armut. Weitere Infos: Schulbesuch ermöglichen

Wie viele Kinderarbeiter gibt es und wo arbeiten sie?

Kinderarbeit in Zahlen: Nach Schätzungen der ILO sind etwa 152 Millionen Mädchen und Jungen unter 18 Jahren weltweit von Kinderarbeit betroffen. Davon sind 114 Millionen zwischen 5 und 14 Jahre alt. 73 Millionen Mädchen und Jungen sind schlimmsten Formen der Kinderarbeit ausgesetzt. Darunter werden Tätigkeiten verstanden, die das körperliche, sittliche oder seelische Wohl von Kindern gefährden.

Kinderarbeit weltweit: Regionale Schätzungen der ILO gehen davon aus, dass über 72 Millionen Mädchen und Jungen in Afrika südlich der Sahara arbeiten müssen, gefolgt von 62 Millionen Kindern in Asien und im pazifischen Raum und 11 Millionen in Lateinamerika.


Ja, ich möchte Kinder vor Ausbeutung schützen!


Welche Formen von Kinderarbeit gibt es?

Die Mehrheit der Mädchen und Jungen arbeiten im privaten Umfeld, beispielsweise in Haushalten und in der Landwirtschaft, aber auch in der eigenen Familie. Sie betreuen Geschwister oder müssen Wasser holen. Negative Auswirkungen haben diese Arbeiten, wenn die Kinder körperlich zu sehr beansprucht werden oder zu wenig oder kaum Zeit zum Spielen oder für die Schule haben. 

Zehn Prozent der schwer arbeitenden Mädchen und Jungen sind in exportorientierten Bereichen unter menschenverachtenden Arbeitsbedingungen tätig: Sie knüpfen zum Beispiel Teppiche, arbeiten in Steinbrüchen und Bergwerken oder ernten Kakao oder Kaffee. 

In der schlimmsten Form von Kinderarbeit werden Mädchen und Jungen extrem ausgebeutet oder geschädigt. Dazu gehören sämtliche Formen der Zwangsarbeit, wie Schuldknechtschaft, Prostitution, Pornografie, Kinderhandel sowie der Einsatz von Kindern für kriminelle Aktivitäten und als Kindersoldaten.

Schuldknechtschaft hat soziokulturelle Ursachen und wird hauptsächlich in Indien, Nepal und Pakistan praktiziert. Bei dieser ausbeuterischen Form von Kinderarbeit arbeiten Kinder - oft ein Leben lang - die Schulden ihrer Eltern ab, die vielfach durch Wucherzinsen eines Kredits entstanden sind. Dabei ist ein Ende der „Zinszahlung“ meist offen.

Was sind die Folgen von Kinderarbeit ?

Kinderarbeit verhindert, dass Kinder zur Schule gehen können. Infolge körperlich schwerer Arbeit und durch die psychische Belastung werden viele Kinder chronisch krank. So können sie später keiner bezahlten Tätigkeit mehr nachgehen - der Kreislauf der Armut schließt sich.

Schwere körperliche Arbeit geht nicht spurlos an den Kindern vorüber: Gebrochene Arme oder Beine, Rückenschmerzen, Verbrennungen, Hauterkrankungen, Blindheit, Taubheit, Atemnot, Kopf- oder Magenschmerzen sind häufige Folgen. Luftmangel in den Schächten der Minen, Staub auf den Feldern oder bei Straßenarbeiten und die Fasern der Baumwolle beim Teppichknüpfen schädigen die Lungen der Kinder. Viele Kinder sterben an den Folgen von Tuberkulose, Asthma oder Verätzungen durch Chemikalien. Neben den verschiedenen körperlichen Schäden sind viele Kinder traumatisiert und mutlos. Da viele arbeitende Kinder kaum lesen und schreiben können, bleiben sie in diesen Arbeitsverhältnissen oder werden arbeitslos.

Themen zur Kinderarbeit:


Wir setzen uns gegen Kinderarbeit ein

Die UN-Kinderrechtskonvention ist die Basis unserer Programmarbeit. Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung und darauf, gesund und geschützt aufzuwachsen. Ebenso haben sie ein Recht auf Freizeit, um sich entfalten und regenerieren zu können. Dies gilt selbstverständlich auch für arbeitende Kinder und Jugendliche.

Gemeinsam mit den Mädchen und Jungen, ihren Familien und Gemeinden setzen wir uns für die Umsetzung der Kinderrechte ein. Unser oberstes Ziel ist, die Eltern in die Lage zu versetzen, auf die Mitarbeit ihrer Kinder weitestgehend verzichten zu können. Dort, wo dies nicht möglich ist, muss das Recht auf Bildung, Gesundheit, Schutz und Freizeit auch für arbeitende Kinder gewährt werden. Die Arbeitspflichten müssen auf ein dem Alter der Kinder angemessenes Niveau reduziert werden. Der Zugang zu Bildung muss sichergestellt sein.

Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika
Aktuelle Hilfsprojekte

Unterstützen Sie mit Ihrer Spende unsere aktuellen Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Aktuelle Hilfsprojekte

Plan International unterstützt:

  • Aufklärungskampagnen über die Folgen von Kinderarbeit und über die Rechte der Kinder auf Bildung und Freizeit
  • alternative Erwerbsquellen und Kleinkredit-Programme, damit die Familien über ein ausreichendes Einkommen verfügen und ihre Kinder keine bezahlte Arbeit ausüben müssen
  • Gesundheits- und Bildungsangebote für arbeitende Kinder
  • den Zugang zu Bildung und Ausbildung für Waisen und die Bestärkung in ihren Rechten
  • Verbesserung der Bildungssysteme


Helfen Sie mit der Übernahme einer Patenschaft!



Weiterführende Themen

Eine Kinderpatenschaft schenkt Zukunft
Patenschaft

Mit der Übernahme einer Kinderpatenschaft geben Sie Ihrem Patenkind die Chance auf eine selbstbestimmte Kindheit und eine bessere Zukunft. Und Sie...

Weiterlesen
Kinder schützen und ihre Rechts stärken
Kinderschutz

Kinder sollen ihr volles Potenzial ausschöpfen können – dazu haben wir von Plan International uns verpflichtet. Wir wollen ihr allgemeines Wohlergehen...

Weiterlesen
Wir verringern Kinderarmut ein. © Plan / Elias Asmare
Kinderarmut

Viele Kinder müssen in Armut leben, da das Geld, das ihre Familien verdienen nicht zum Leben reicht. Wir von Plan International wollen dies ändern und...

Weiterlesen
Interessant? Weitersagen: