Wir ermöglichen Kindern in Entwicklungsländern den Schulbesuch. © Plan / James Stone
Wir ermöglichen Kindern in Entwicklungsländern den Schulbesuch. © Plan / James Stone

Bildung für Kinder und Jugendliche

Wir von Plan International investieren in Bildungsprogramme mehr als in jeden anderen Entwicklungsbereich, denn Bildung ist der Schlüssel für den Weg aus der Armut.

Mit Hilfe unserer Bildungsprogramme entstehen kinderfreundliche Schulen mit entsprechender Ausstattung und kindgerechten Partizipationsstrukturen. Alphabetisierungskurse und Berufsausbildungen kombiniert mit Mikrofinanzierungs-Programmen tragen überdies dazu bei, Jugendlichen und jungen Erwachsenen berufliche Perspektiven zu bieten.

Bildung für Alle

Jedes Kind hat ein Recht auf gute Bildung. Bildung ist der Schlüssel für den Weg aus der Armut. In den letzten 15 Jahren hat sich die Bildungssituation erheblich verbessert. 84 Millionen mehr Kinder und Jugendliche besuchen die Schule, davon sind 52 Millionen Mädchen. Zwei Drittel mehr Kinder besuchen eine Vorschule. Neben diesen Erfolgen gibt es aber noch viel zu tun. Erst in der Hälfte aller Länder werden alle Kinder eingeschult. In einem Drittel der Länder ist noch keine Geschlechterparität im Grundschulbereich erreicht, in der Hälfte der Länder noch nicht in der weiterführenden Bildung. Mädchen gehen immer noch seltener als Jungen zur Schule, wenn sie aus ärmeren Familien kommen noch seltener. In Guinea und Niger haben im Jahr 2010 70 Prozent der ärmsten Mädchen keine Grundschule besucht, verglichen mit 20 Prozent der Jungen aus den reichsten Elternhäusern.

Mädchen, Kinder mit Behinderungen und Kinder, die ethnischen Minderheiten angehören sowie solche, die in armen und ländlichen Gebieten leben, sind oft von Bildung ausgeschlossen und haben bisher am wenigsten von Verbesserungen profitiert. Die ärmsten Kinder gehen viermal weniger zur Schule und die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Schule abschließen ist fünfmal geringer im Vergleich zu den reichsten Kindern. Kinder, die in von Konflikten betroffenen Gegenden wohnen, können oft ihre Bildung nicht weiterführen. Hier ist die Zahl der Kinder, die nicht zur Schule gehen, seit dem Jahr 2000 sogar um sechs auf 36 Prozent gestiegen.

Kinder sind nicht die einzigen, denen Bildung verwehrt bleibt. Etwa 781 Millionen Erwachsenen wird ihr Recht auf Alphabetisierung verweigert, davon sind zwei Drittel Frauen. Das hat sich kaum geändert in Laufe der letzten zehn Jahre. In Afrika südlich der Sahara fehlen der Hälfte der Frauen Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen.

Berücksichtigt werden muss auch, dass die Einschulungsrate ein unzureichendes Instrument ist, um Bildungschancen zu messen. Sie sagt nichts darüber aus, ob die Mädchen und Jungen tatsächlich regelmäßig zur Schule gehen und ob sie dort auch genügend lernen. 250 Millionen Kinder haben keine grundlegenden Lese- und Schreibkenntnisse, obwohl etwa die Hälfte vier Jahre zur Schule gegangen ist.



Ja, ich möchte Kindern helfen!



Plans Globale Bildungsstrategie

Bildung ist ein Menschenrecht und als Grundrecht in Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie in der UN-Kinderrechtskonvention festgehalten. Unsere Ziele und Strategien im Bildungsbereich basieren auf diesen Konventionen. Im Rahmen unseres Arbeitsansatzes der kindorientierten Gemeindeentwicklung stellen wir das Thema Bildung in den Mittelpunkt.

Wir verfolgen in der Bildungsstrategie einen ganzheitlichen Ansatz: Mädchen und Jungen soll der Zugang zu Bildung vom Kindergarten bis zum Abschluss der Sekundarschule ermöglicht werden. Nach unserem Verständnis, beginnt Bildung mit der Geburt und umfasst die schulische und außerschulische Bildung bis hin zur Erwachsenenund beruflichen Bildung. Die Strategie misst auch der Bildung besonders benachteiligter Kinder einen hohen Stellenwert im Rahmen der inklusiven Bildung zu.

Die Strategie steht auf zwei Säulen:

  1. Die Anwaltschaftsarbeit, die sich dafür einsetzt, dass Politiken und Gesetze Bildungssysteme stärken, insbesondere in den Bereichen Inklusion und Gleichberechtigung.

  2. Bildungsprogramme, die die Gemeinden darin stärken, Kinder in ihrem Lernen zu unterstützen und sich dafür einzusetzen dass das Bildungssystem seitens der Regierung verbessert wird. Dieser Ansatz erkennt an, dass Bildung als Teil eines demokratischen Prozesses in den Gemeinden verstanden werden muss, der zu sozialem Wandel beiträgt.

Weiterführende Themen: Globale Bildungskampagne

„Bildung ist ein Menschenrecht, aber sie ist für viele Frauen und Mädchen noch keine Realität. Bildung trägt eine Botschaft - eine Botschaft von Vertrauen und Hoffnung. Sie sagt dem Kind: Du hast eine Zukunft, was du denkst, hat Bedeutung.“

(Globale Initiative des UN-Generalsekretärs zu Bildung 2012)

Kindern weltweit den Schulbesuch ermöglichen
Schulbesuch

Bildung ist der Schlüssel für den Weg aus der Armut. Viele Kinder in den Programmländern von Plan International lernen erst spät lesen und schreiben. Wir setzen uns dafür ein, allen Mädchen und Jungen in den Projektgebieten den Zugang zu einer Grundbildung zu ermöglichen.

Weitere Infos: Schulbesuch
Alphabetisierung weltweit zu fördern
Alphabetisierung

Weltweit können viele Menschen nicht lesen und schreiben. Dadurch entstehen für sie Nachteile im Alltag, die ihnen den Weg aus der Armut verwehren können. Wir von Plan International engagieren uns für mehr Bildungsgerechtigkeit und tragen dazu bei, die Alphabetisierung weltweit zu fördern.

Mehr Infos: Alphabetisierung


Ja, ich möchte Bildung fördern!



Bildung und Gleichberechtigung

Mädchen stoßen aufgrund ihres Geschlechts auf zusätzliche Barrieren. In vielen Regionen der Welt verwehren hauptsächlich drei Faktoren Mädchen den Zugang zu Bildung: Sie sind arm, sie leben im ländlichen Raum oder sie gehören Minderheiten an, die diskriminiert oder ausgegrenzt werden. Dem entgegenzuwirken ist eine große Herausforderung.

Gerade im Jugendalter sind Mädchen gezwungen, die Schule zu verlassen. Oft schätzen Familien den Wert einer Schulbildung nicht genügend und lassen ihre Töchter lieber zu Hause mitarbeiten. In Guinea-Bissau hat eine unserer Untersuchungen ergeben, dass Mädchen durchschnittlich acht Stunden täglich im Haushalt arbeiten. Müdigkeit und Zeitmangel wurden als Konsequenzen dieser Belastung genannt. Der direkte Nutzen von Mädchen als Haushaltskraft, ihr Wert als Braut oder ihr Beitrag als Arbeitskraft wird in der Regel höher gewertet, als der zunächst unklare Nutzen von Bildung, die zudem eine langfristige Investition erfordert.

Außerdem besteht ein hohes Risiko, dass Mädchen ungewollt schwanger werden und dann heiraten müssen. Viele erfahren sexualisierte Gewalt in der Schule, auch von Lehrkräften. Ist die Schule weit vom Elternhaus entfernt, fürchten viele Eltern, dass ihren Töchtern auf dem Weg dorthin etwas zustoßen könnte und schicken sie deshalb gar nicht erst hin. Mehr Infos: Gleichberechtigung fördern

Because I am a Girl

Seit 2003 machen wir von Plan International mit ‚Because I am a Girl‘ auf die besondere Situation von Mädchen aufmerksam und setzen uns dafür ein, dass Mädchen die gleichen Chancen wie Jungen erhalten. Von 2007 bis 2015 haben wir jährlich Berichte zur Situation der Mädchen in der Welt herausgegeben.

Im Jahr 2012 haben wir bei den Vereinten Nationen die Anerkennung des Welt-Mädchentages am 11. Oktober erreicht, der jedes Jahr auf die Situation der Mädchen in der Welt aufmerksam macht. 2012 startete auch die globale Kampagne ‚Because I am a Girl‘, die ab 2016 zu einer weltweiten Bewegung aller Plan-Länder wurde.

Mehr Informationen über "Because I am a Girl" und Möglichkeiten zum Mitmachen unter www.biaag.de

Bildung in Afrika: "Mädchen stärken in Äthiopien"

Ein Film von Antje Büll.



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Unsere Bildungsprojekte

Mit unserem Projekt unterstützen wir junge Frauen und Mädchen dabei, den Kreislauf aus Armut, Frühverheiratung und finanzieller Abhängigkeit zu durchbrechen.
Projekt: Arbeit

Simbabwe - In Simbabwe haben Jugendliche nur wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Frühverheiratung, frühe Schwangerschaften und ein traditionelles...

Weiterlesen
Ein Schulabschluss bietet Mädchen in Guatemala neue Zukunftsperspektiven.
Projekt: Tele-Unterricht

Guatemala - Besonders Mädchen und Frauen wird ihr Recht auf Bildung in Guatemala häufig verwehrt, denn traditionell schicken Eltern mit begrenzten finanziellen...

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Junge Mütter wissen oft nicht, wie sie für ihre Gesundheit und die ihrer Kinder sorgen können.
Projekt: Frühschwangerschaft

Benin - Wenn Mädchen schwanger werden, endet ihre Kindheit. Sie müssen die Schule vorzeitig abbrechen und haben kaum noch Aussichten auf ein selbstbestimmtes...

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Mit unserem Projekt wollen wir von Plan Kindern die Chance auf eine bessere Bildung und ein gesundes Aufwachsen geben. ©Plan/ Alice Clements
Projekt: Schutz und Bildung

Sri Lanka - In Sri Lanka sind Bildungsmöglichkeiten und Gesundheitsversorgung geographisch sehr ungleich verteilt: Im Norden und Osten des Landes profitieren die...

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Eine Ausbildung in ökologischer Landwirtschaft bietet jungen Frauen gute Einkommensmöglichkeiten.
Projekt: Grüne Jobs

Indonesien - Basierend auf seinen langjährigen Erfahrungen in der Region sowie einer eigens durchgeführten Studie hat Plan International ein Berufsbildungsprojekt...

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In der Projektregion Geita ist die Arbeit von Kindern im Goldbergbau verbreitet.
Projekt: Kinderarbeit

Tansania - In und um die Goldminen von Geita arbeiten viele Kinder im Kleinbergbau - manchmal bis zu 14 Stunden am Tag. Sie können nicht zur Schule gehen und...

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Plan analysierte in einer Genderstudie die besonderen beruflichen Hindernisse für Frauen. Bild stammt aus einem ähnlichen Projekt in Bolivien.
Projekt: Arbeit sichern

Bolivien - In Bolivien ist Armut vor allem unter jungen Menschen ein zentrales Problem. Gerade in ländlichen Regionen wie im Department Tarija sind die...

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