Wir ermöglichen Kindern in Entwicklungsländern den Schulbesuch. © Plan / James Stone
Wir ermöglichen Kindern in Entwicklungsländern den Schulbesuch. © Plan / James Stone

Bildung für Kinder und Jugendliche

Wir von Plan International investieren in Bildungsprogramme mehr als in jeden anderen Entwicklungsbereich, denn Bildung ist der Schlüssel für den Weg aus der Armut.

Wir fördern kinderfreundliche und gewaltfreie Schulen durch kindgerechte Ausstattung, Fortbildung der Lehrkräfte in modernen Unterrichtsmethoden und die Einführung von Partizipationsstrukturen. Alphabetisierungskurse und Berufsausbildung kombiniert mit Mikrofinanz-Programmen bieten Jugendlichen und Erwachsenen berufliche Perspektiven.

Bildung für Alle

Jedes Kind hat ein Recht auf hochwertige Bildung. Wir von Plan International sind davon überzeugt, dass sie ein wichtiger Schlüssel für den Weg aus der Armut ist. In den letzten 15 Jahren hat sich die Bildungssituation zwar erheblich verbessert – 84 Millionen mehr Kinder und Jugendliche besuchen die Schule, davon sind 52 Millionen Mädchen. Trotzdem gibt es noch viel zu tun. Denn erst in der Hälfte aller Länder werden alle Kinder eingeschult. Mädchen gehen immer noch seltener als Jungen zur Schule, insbesondere wenn sie aus ärmeren Familien kommen. Ein Großteil (70 Prozent) aller Kinder und Jugendlichen, die weltweit nicht zur Schule gehen, leben in Subsahara Afrika und Südasien.

Mädchen, Kinder mit Behinderungen und Kinder, die ethnischen Minderheiten angehören sowie solche, die in armen und ländlichen Gebieten leben, sind oft von Bildung ausgeschlossen und haben bisher am wenigsten von den Verbesserungen profitiert.

Die Einschulungsrate allein reicht nicht aus, um Bildungschancen zu messen. Sie sagt nichts darüber aus, ob die Mädchen und Jungen tatsächlich regelmäßig zur Schule gehen und ob sie dort auch genügend lernen. Zum Beispiel erreichten laut UNESCO ganze 230 Millionen Kinder der unteren Sekundarstufe nicht die Mindestanforderungen im Bereich Lesen.

Kinder sind jedoch nicht die einzigen, denen Bildung verwehrt bleibt. Etwa 750 Millionen Erwachsene gelten laut UNESCO als Analphabeten, davon sind zwei Drittel Frauen. Daran hat sich im Lauf der letzten zehn Jahre kaum etwas geändert.



Ja, ich möchte Kindern helfen!



Plans Globale Bildungsstrategie

Bildung ist ein Menschenrecht und als Grundrecht in Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie in der UN-Kinderrechtskonvention festgehalten. Unsere Ziele und Strategien im Bildungsbereich basieren auf diesen Konventionen sowie den nachhaltigen Entwicklungszielen der Agenda 2030. Im Rahmen unseres Arbeitsansatzes der kindorientierten Gemeindeentwicklung stellen wir das Thema Bildung in den Mittelpunkt.

Wir verfolgen in der Bildungsstrategie einen ganzheitlichen Ansatz: Mädchen und Jungen soll der Zugang zu Bildung vom Kindergarten bis zum Abschluss der Sekundarschule ermöglicht werden. Nach unserem Verständnis, beginnt Bildung mit der Geburt und umfasst die schulische und außerschulische Bildung bis hin zur Erwachsenen- und beruflichen Bildung. Inklusive Bildung, also die Bildung besonders benachteiligter Kinder hat für uns dabei einen hohen Stellenwert.

Die Strategie steht auf zwei Säulen:

  1. Die Anwaltschaftsarbeit, in der wir uns bei Regierungen dafür einsetzen, dass Politiken und Gesetze die Bildungssysteme stärken, insbesondere in den Bereichen Inklusion und Gleichberechtigung.

  2. Bildungsprogramme, die die Gemeinden darin stärken, Kinder in ihrem Lernen zu unterstützen und sich dafür einzusetzen, dass das staatliche Bildungssystem verbessert wird. Wir wollen dazu beitragen, dass die Gemeinden Bildung als Teil eines demokratischen Prozesses zu sozialem Wandel verstehen.

    Weiterführende Themen: Globale Bildungskampagne

    „Bildung ist ein Menschenrecht, aber sie ist für viele Frauen und Mädchen noch keine Realität. Bildung trägt eine Botschaft - eine Botschaft von Vertrauen und Hoffnung. Sie sagt dem Kind: Du hast eine Zukunft, was du denkst, hat Bedeutung.“

    (Globale Initiative des UN-Generalsekretärs zu Bildung 2012)

    Kindern weltweit den Schulbesuch ermöglichen
    Schulbesuch

    Bildung ist der Schlüssel für den Weg aus der Armut. Viele Kinder in den Programmländern von Plan International lernen erst spät lesen und schreiben. Wir setzen uns dafür ein, allen Mädchen und Jungen in den Projektgebieten den Zugang zu einer Grundbildung zu ermöglichen.

    Weitere Infos: Schulbesuch
    Alphabetisierung weltweit zu fördern
    Alphabetisierung

    Weltweit können viele Menschen nicht lesen und schreiben. Dadurch entstehen für sie Nachteile im Alltag, die ihnen den Weg aus der Armut verwehren können. Wir von Plan International engagieren uns für mehr Bildungsgerechtigkeit und tragen dazu bei, die Alphabetisierung weltweit zu fördern.

    Mehr Infos: Alphabetisierung


    Ja, ich möchte Bildung fördern!



    Bildung und Gleichberechtigung

    Mädchen stoßen aufgrund ihres Geschlechts auf zusätzliche Barrieren. In vielen Regionen der Welt verwehren hauptsächlich drei Faktoren Mädchen den Zugang zu Bildung: Sie sind arm, sie leben im ländlichen Raum oder sie gehören Minderheiten an, die diskriminiert oder ausgegrenzt werden. Dem entgegenzuwirken ist eine große Herausforderung.

    Wenn Mädchen viel im Haushalt mithelfen müssen, fehlt ihnen oft die Zeit und Energie, regelmäßig zu lernen. Im Unterricht sind sie müde oder bleiben ihm fern, so dass ihre Leistungen für den weiteren Schulbesuch nicht mehr ausreichen und sie die Schule abbrechen. Oft schätzen Eltern den Wert der Schulbildung für ihre Töchter nicht genügend und lassen sie lieber zu Hause mitarbeiten, insbesondere, wenn der Schulweg weit und gefährlich ist. Viele Mädchen erfahren sexualisierte Gewalt in der Schule, auch von Lehrkräften.

    Gerade im Pubertätsalter sind viele Mädchen gezwungen, die Schule zu verlassen. Es besteht ein hohes Risiko, dass Mädchen ungewollt schwanger werden. Auch um das Ansehen der Familie zu wahren, verheiraten die Eltern ihre Töchter schon bevor sie 18 Jahre alt sind. Frühe Heirat ist sehr weit verbreitet und eines der größten Bildungshindernisse für Mädchen. Wenn Mädchen im Teenageralter verheiratet werden, können sie in der Regel ihre Schulbildung nicht mehr fortsetzen. Mehr Infos: Gleichberechtigung fördern

    Because I am a Girl

    Seit 2003 machen wir mit Because I am a Girl auf die besondere Situation von Mädchen aufmerksam und setzen uns dafür ein, dass Mädchen die gleichen Chancen erhalten wie Jungen. Seit 2007 werden jährlich Berichte zur Situation der Mädchen in der Welt herausgegeben.Im Jahr 2012 erreichte Plan International bei den Vereinten Nationen die Anerkennung des Welt-Mädchentages am 11. Oktober, der jedes Jahr auf die Situation der Mädchen in der Welt aufmerksam macht. Inzwischen ist Because I am a Girl eine weltweite Bewegung.

    Mehr Informationen über die Bewegung Because I am a Girl und Möglichkeiten zum Mitmachen unter www.biaag.de

    Bildung in Afrika: "Mädchen stärken in Äthiopien"

    Ein Film von Antje Büll.



    Ja, ich möchte Kindern helfen!



    Unsere Bildungsprojekte

    Projekt Ausbildung für Jugendliche Afrika Sudan
    Projekt: Ausbildung

    Sudan - Knapp die Hälfte der Bevölkerung im Sudan lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und Jugendliche haben es schwer,...

    Weiterlesen
    Kinder früh fördern und vor Armut schützen.
    Projekt: Kinder fördern

    Ecuador - In Ecuador leiden 25 Prozent der Kinder unter fünf Jahren an chronischer Mangelernährung. Nur wenige besuchen Angebote zur frühkindlichen Förderung...

    Weiterlesen
    Schulbildung für Kinder in Malawi
    Projekt: Schulbildung

    Malawi - An den beiden Grundschulen Mkoma und Malika in Zentral-Malawi fehlen nicht nur Klassenzimmer. Die beiden Schulen haben viel zu wenig Ausstattung, um...

    Weiterlesen
    Mit unserem Projekt unterstützen wir junge Frauen und Mädchen dabei, den Kreislauf aus Armut, Frühverheiratung und finanzieller Abhängigkeit zu durchbrechen.
    Projekt: Arbeit

    Simbabwe - In Simbabwe haben Jugendliche nur wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Frühverheiratung, frühe Schwangerschaften und ein traditionelles...

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    Ein Schulabschluss bietet Mädchen in Guatemala neue Zukunftsperspektiven.
    Projekt: Tele-Unterricht

    Guatemala - Besonders Mädchen und Frauen wird ihr Recht auf Bildung in Guatemala häufig verwehrt, denn traditionell schicken Eltern mit begrenzten finanziellen...

    Weiterlesen
    Eine Ausbildung in ökologischer Landwirtschaft bietet jungen Frauen gute Einkommensmöglichkeiten.
    Projekt: Grüne Jobs

    Indonesien - Basierend auf seinen langjährigen Erfahrungen in der Region sowie einer eigens durchgeführten Studie hat Plan International ein Berufsbildungsprojekt...

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    In der Projektregion Geita ist die Arbeit von Kindern im Goldbergbau verbreitet.
    Projekt: Kinderarbeit

    Tansania - In und um die Goldminen von Geita arbeiten viele Kinder im Kleinbergbau – manchmal bis zu 14 Stunden am Tag. Sie können nicht zur Schule gehen und...

    Weiterlesen
    Plan analysierte in einer Genderstudie die besonderen beruflichen Hindernisse für Frauen. Bild stammt aus einem ähnlichen Projekt in Bolivien.
    Projekt: Arbeit sichern

    Bolivien - In Bolivien ist Armut vor allem unter jungen Menschen ein zentrales Problem. Gerade in ländlichen Regionen wie im Department Tarija sind die...

    Weiterlesen

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