Ein junger Mann und eine junge Frau, beide gekleidet in professionelle weiße Kochjacken, stehen nebeneinander und halten jeweils Lebensmittelverpackungen in den Händen. Sie wirken stolz und selbstbewusst, als würden sie ihre Produkte auf einer Messe oder Ausstellung präsentieren

Zukunftsperspektiven in Ecuador

Eine Wirtschaftskrise und die Coronapandemie haben Ecuador hart getroffen. Viele junge Menschen sind arbeitslos. Es fehlen Berufs- und Bildungsangebote, damit Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen können. In unserem Projekt unterstützen wir junge Frauen und Männer beim Start in die Selbstständigkeit. Mit unternehmerischem Wissen, fachlichen Schulungen und Startkapital helfen wir ihnen, eigene Unternehmen zu gründen.

Projektlaufzeit Juli 2023 - Juni 2026

Ziele
  1. Soziale und wirtschaftliche Teilhabe junger Menschen
  2. Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern
Maßnahmen
  1. Unternehmerische Schulungen für 220 Jugendliche und junge Erwachsene
  2. Startkapital und Unterstützung für die Unternehmensgründung
  3. Bewerbungstrainings und Mentoring für 125 Jugendliche auf Arbeitssuche
  4. Errichtung von zwei Kompetenzzentren für digitale Bildung
  5. Gesundheitsleistungen für 400 Schwangere und Mütter mit Kleinkindern
  6. Workshops für 300 Väter zu aktiver Vaterschaft

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Was uns in Ecuador erwartet

Jeder fünfte junge Mensch in Ecuador geht weder einer Ausbildung noch einer Arbeit nach. Aufgrund einer traditionellen Rollenverteilung müssen sich Frauen oft um die Hausarbeit, die Erziehung der Kinder oder die Pflege von Angehörigen kümmern. Deshalb haben sie seltener eine bezahlte Arbeitsstelle und können nicht zum Einkommen ihrer Familien beitragen. Eine große Herausforderung für junge Frauen und  Männer ist der Mangel an Berufs- und Bildungsmöglichkeiten. Viele würden sich gerne selbstständig machen, oft fehlen ihnen dafür aber die notwendigen Kenntnisse und finanziellen Mittel.
 

Was wir erreichen wollen

Mit diesem Projekt wollen wir jungen Menschen im ländlichen Raum die Möglichkeit geben, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. 125 junge Frauen und Männer nehmen dazu an Trainings teil, in denen sie ihre Soft Skills stärken und lernen, wie sie einen Lebenslauf schreiben und Bewerbungsgespräche meistern. Außerdem richten wir digitale Kompetenzzentren ein, damit die Jugendlichen dort ihre digitalen Fähigkeiten erweitern können. 220 Jugendliche und junge Erwachsene besuchen Schulungen, in denen sie berufliche und unternehmerische Fähigkeiten erwerben. Zusätzlich unterstützen wir sie mit Startkapital bei der Gründung eigener Unternehmen und helfen ihnen, diese am Markt zu etablieren.
 

Was wir bisher erreicht haben

Das Projekt konnte 20 neu gegründete Unternehmen erfolgreich unterstützen, indem die Jungunternehmer:innen Fortbildungen erhielten und ihre Vermarktungsmöglichkeiten durch Marketingstrategien und Social-Media-Präsenz deutlich verbessert wurden. 90 Jugendliche haben ihre Zertifizierung für eine sichere Beschäftigung erhalten und Bewerbungstrainings führten bereits zu vielen Jobzusagen. Außerdem wurden 680 Menschen in den Gemeinden zu finanzieller Bildung geschult, während Kampagnen zur wirtschaftlichen Stärkung von Frauen Hunderttausende erreichten. Im Bereich Mutter-Kind-Gesundheit wurden über 6.600 Lebensmittelkits verteilt und 593 Männer für eine gleichberechtigte Verteilung der Care-Arbeit sensibilisiert.

Karte von Ecuador mit den Projektregionen von Plan International: Quito (Länderbüro), Manabí, Cotopaxi, Chimborazo, Bolívar, Guayas, Los Ríos, Santa Elena und Loja.

Projektaktivitäten Juli 2025 - Dezember 2025

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Geschäft oder Verkaufsstand. Sie präsentieren Produkte wie T-Shirts und Werbebanner, die zu einer Marke gehören. Im Hintergrund sind Motorräder und geschlossene Läden sichtbar.
Mit Schildern, Shirts und weiteren Materialien unterstützen wir die Unternehmen, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen.
  • Wir haben Workshops angeboten, um Jungunternehmer:innen unter anderem in Verwaltung, Ernährungstechniken, Rezeptentwicklung und Vermarktung ihrer Produkte zu schulen.
  • Damit die Unternehmer:innen ihre Produkte besser vermarkten können, wurden Materialien wie Schilder und Verkaufsstände organisiert und Social-Media-Kampagnen durchgeführt.
  • 14 Unternehmen konnten erfolgreich registriert werden und erhielten Hygienzertifikate sowie Steuernummern, um ihre Produkte sicher und vertrauenswürdig anzubieten.
  • Die Unternehmer:innen nahmen an vier Messen teil, um ihre Produkte einem breiten Publikum vorzustellen und ihre Sichtbarkeit zu erhöhen.
Mehrere Personen sind in einem Produktionsraum mit Haarnetzen und Schutzkleidung zu sehen. Sie verpacken gelbe Chips an einem Edelstahltisch. Die Szene zeigt ein Arbeitsteam bei der Lebensmittelverarbeitung.
Ein kleines Unternehmen hat sich zur Aufgabe gemacht, Bananenchips zu produzieren.
  • 22 Jugendliche erhielten berufliche Zertifikate und Bewerbungstrainings, um ihre Chancen auf langfristige Arbeitsplätze zu verbessern.
  • Berufliche Weiterbildung umfasste Workshops zu Radioredaktion, Grafikdesign und Bauwesen, die vielseitige Karrieremöglichkeiten eröffneten.
  • Eine Informationskampagne zur wirtschaftlichen Stärkung von Frauen und Jugendlichen erreichte fast 600.000 Menschen online.
  • 488 Gemeindemitglieder wurden in Workshops zu finanzieller Bildung und familiärer Verantwortung geschult, um die wirtschaftliche Sicherheit zu fördern.
Eine Frau hält ein Kleinkind in einem ärztlichen Untersuchungsraum, während eine Ärztin mit einem Stethoskop das Kind untersucht.
Vorsorgeuntersuchungen von Babys und Kleinkindern sind ein wichtiger Baustein zur gesunden Entwicklung.
  • 118 Frauen erhielten medizinische Vorsorgeuntersuchungen während ihrer Schwangerschaft, und bei 200 Säuglingen und Kleinkindern wurden ärztliche Gesundheitschecks durchgeführt.
  • In zwölf Gruppenberatungen für 205 Frauen wurden Themen wie Schwangerschaftsvorsorge, gesunde Ernährung, Hygiene, Wasserzugang und mentale Gesundheit behandelt, dabei wurden 1.200 Ernährungskits verteilt.
  • Eine Sensibilisierungskampagne zur Bekämpfung von chronischer Unterernährung bei Kindern erreichte über soziale Netzwerke 66.215 Menschen mit Videos und Informationen in Quechua und Spanisch.
  • Events zu gesunder Ernährung, Schwangerschaftsvor- und Nachsorge sowie Gewaltprävention haben insgesamt 953 Menschen erreicht.
Eine Gruppe von Männern steht nebeneinander in einem Innenraum. Jede Person hält eine blaue Tasche und Pflegepakete, möglicherweise in einer Verteilungs- oder Hilfsaktion. Im Hintergrund sind Plakate und eine Flagge sichtbar.
Wir unterstützen Väter dabei, sich aktiv an der Erziehung ihrer Kinder zu beteiligen. Die Lebensmittelpakete helfen den Familien, besser zurechtzukommen.
  • 200 Väter wurden in Workshops zu aktiver Vaterschaft, Rollenbildern, Care-Arbeit und gewaltfreier Konfliktlösung geschult.
  • Eine Informationskampagne zu aktiver Vaterschaft erreichte über soziale Medien 409.189 Menschen.
  • In Santa Elena fanden sieben zusätzliche Informationsveranstaltungen zum Thema gleichberechtigte Partnerschaft statt.

 

Prüfung und Bewertung der Projektaktivitäten

Icon eines Reports.

Zu Beginn des Projektes wird eine Grunddatenerhebung durchgeführt. Darin erfassen wir die Situation am Arbeitsmarkt und zur Mutter-Kind-Gesundheit und legen  entsprechende Indikatoren für die Erfolgskontrolle fest. Nach der Hälfte der Projektlaufzeit findet eine zweite Datenerhebung statt. Die Ergebnisse werden anschließend in einem Reflexionsworkshop diskutiert.

In der Endevaluierung nach Abschluss der Aktivitäten wird das Projekt im Hinblick auf seine Wirkung, Nachhaltigkeit, Effizienz und Effektivität hin untersucht und die Erkenntnisse für mögliche Folgevorhaben festgehalten. Auch hier werden die Ergebnisse in einem Workshop besprochen. Durch halbjährliche Berichte und Monitoringbesuche im Projektgebiet stellen wir zudem sicher, dass die Mittel ordnungsgemäß eingesetzt und die Aktivitäten wie geplant umgesetzt werden.

Exemplarische Projektkosten

70 EUR
kostet die Jahreslizenz für eine Software für ein digitales Kompetenzzentrum

101 EUR
werden für eine Gruppenberatung zum Thema Gesundheit während und nach der Schwangerschaft benötigt

250 EUR
kosten Werbematerial, Logos und Etiketten für ein Unternehmen


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Meinungen unserer Pat:innen und Spender:innen

Nachhaltige Hilfe, die ankommt

Ihre Hilfe kommt an

Für uns als Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland e.V. ist Transparenz besonders wichtig: Pat:innen, Förder:innen, Spender:innen sollen erfahren, was mit ihrer Spende geschieht. Um dies zu garantieren, hält sich Plan International an verbindliche Regularien.

Die Ausgaben von Plan International belaufen sich 2025 wie folgt: 83,37% verwenden wir für Projektausgaben. 11,56% sind Werbeaufwendungen. Die restlichen 5,07% sind Verwaltungsaufwendungen.

Geprüfte Transparenz

Unter anderem verpflichten wir uns dazu, transparent zu arbeiten, sparsam zu wirtschaften und sachlich zu informieren. Dafür bekommen wir vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) das Spendensiegel zuerkannt.

Geprüfte Transparenz

Wir sind ausgezeichnet

Bei der Prüfung der Kundenzufriedenheit von TÜV NORD erhält Plan International Deutschland eine Weiterempfehlungsquote von 97%.

Zudem ist Plan International Deutschland mit dem eKomi Siegel ausgezeichnet mit einer Bewertung von 4,9 von 5 Sternen.

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