Plan - Globale-Bildungskampagne - Weltklasse! Bildung darf nicht warten - 2017 - Bildung in Krisen und Konflikten
Weltklasse! Bildung darf nicht warten - Bildung in Krisen und Konflikten

Globale Bildungskampagne

Jedes Jahr gibt es ein neues, spannendes Thema für unsere Weltklasse!-Schulaktionswochen. 2017: Bildung in Krisen und Konflikten.

Weltklasse! Bildung darf nicht warten

Bildung in Krisen und Konflikten

75 Millionen Kinder und Jugendliche in Krisen- und Konfliktgebieten gehen nicht zur Schule. Mit unserer Aktion Weltklasse! Bildung darf nicht warten wollen wir auf die Bildungssituation nach einer Naturkatastrophe oder während und nach eines bewaffneten Konflikts aufmerksam machen. Was passiert mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen, die zwangsweise auf unbestimmte Zeit Schulfrei haben? Welche weiteren Folgen hat dies für diese Mädchen und Jungen? Gemeinsam mit Ihnen und Ihren Schülerinnen und Schülern wollen wir politisch Verantwortliche zum Handeln auffordern. Sie müssen dafür sorgen, dass Bildung in Krisen und Konflikten in der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik einen hören Stellenwert erhält. Machen Sie mit!

Zur diesjährigen Aktion bieten wir Unterrichtsmaterial, das Sie sich unten kostenlos herunterladen oder als Broschüre bestellen können. Die Broschüre enthält Hintergrundinformationen, spannende Ideen und Anregungen für den Unterricht und zur Teilnahme an unserer Aktion. Für jüngere Klassen bieten wir ein Aktionsposter an, mit dem Sie leicht die Auswirkungen von Krisen und Konflikten auf die Bildungschancen von Kindern verdeutlichen können. Außerdem kann es Sie hervorragend dabei unterstützen, mit Ihren Schülerinnen und Schülern über die Bedeutung von Bildung zu diskutieren.

Aktionsstart vor dem Bundestag am 25. April

Weltklasse! Zuflucht Bildung

 

Für das Recht auf Bildung auf der Flucht

Weltklasse! Zuflucht Bildung - so lautete das Motto der Schulaktion 2016 der Globalen Bildungskampagne. Vom 25. bis 29. April haben wir gemeinsam mit Hunderten von Schulen in Deutschland ein Zeichen für die Millionen Kinder und Jugendlichen gesetzt, die ihr Recht auf Bildung nicht wahrnehmen können, weil sie vor Krieg, Gewalt oder politischer Verfolgung fliehen müssen.
Unter den mehr als 120 Millionen Kindern und Jugendlichen weltweit, die nicht zur Schule gehen können, sind allein ein Drittel aufgrund von Konflikten nicht in der Schule. Häufig leben sie als Vertriebene innerhalb ihres Heimatlandes oder im Ausland - in Flüchtlingslagern in einem Nachbarland oder in Europa. Auf der Flucht haben diese Kinder und Jugendlichen meist keine Chance, ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen. Das liegt häufig daran, dass es in Flüchtlingslagern nicht ausreichend Schulen oder Lehrkräfte gibt oder sie die Unterrichtssprache nicht verstehen. Dabei ist es sehr wichtig, gerade für diese Mädchen und Jungen gute Schulbildung zu ermöglichen. Sie schafft ein Stück Normalität und schenkt Hoffnung.

Auf die Situation dieser Kinder und Jugendlichen haben wir gemeinsam mit Ihnen während der Weltklasse!-Aktionswoche aufmerksam gemacht. Über 1.300 Mal wurde unser Unterrichtmaterial bestellt oder heruntergeladen, um das Thema im Unterricht zu behandeln. In den Materialien gab es auch Anregungen für eine Aufforderung an die Bundesregierung, sich mehr für das Menschenrecht auf Bildung einzusetzen. Die uns zugesandten Botschaften haben wir am 18. Mai Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller übergeben. Verbunden war die Übergabe mit der Aufforderung, sich mehr dafür einzusetzen, dass Kinder auch auf der Flucht ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können.

Die Unterrichtsmaterialien können Sie weiterhin oben auf dieser Seite im Bereich Unterrichtsmaterialien als PDF herunterladen. Unser Schulpaket enthält Informationen zur Bildungssituation von Flüchtlingen, Einstiegsübungen und Geschichten von Kindern.

Weltklasse! Bildung macht Zukunft

So lautete das Motto der Aktionswochen 2015 der Globalen Bildungskampagne.

In diesem Jahr drehte sich alles um die Bedeutung von Bildung in unserer globalisierten Welt. Welche Kompetenzen und welches Wissen brauchen wir, um in einer sich rasch wandelnden Welt zurechtzukommen? Wie können wir dem Klimawandel und dem immer größer werdenden Unterschied zwischen Arm und Reich entgegentreten? Was sollten wir in der Schule rund um den Globus – egal ob in Berlin, Addis Abeba, Mumbai oder Lima – lernen, um verantwortungsbewusste Menschen zu werden und uns unsere Träume erfüllen zu können? Was muss Bildung jetzt und in Zukunft leisten?

Im Jahr 2000 hatten sich fast alle Länder der Welt vorgenommen, dass bis Ende 2015 alle Mädchen und Jungen weltweit zur Schule gehen können. Leider wird dieses Ziel nicht erreicht: Mehr als 120 Millionen Kinder und Jugendliche können laut UNESCO nicht zur Schule gehen. Weitere 130 Millionen Kinder können weder lesen, schreiben noch rechnen, obwohl sie eine Schule besuchen. Im September werden sich die Vereinten Nationen in New York neue globale Ziele für die nächsten 15 Jahre setzen.

640 Schulen haben sich 2015 an den Aktionswochen beteiligt und die Bedeutung von Bildung ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Sie haben Politikerinnen und Politiker aufgefordert, sich im Rahmen der Verhandlungen um die neuen globalen Entwicklungsziele stärker dafür einzusetzen, dass jedes Mädchen und jeder Junge sein Recht auf gute Bildung wahrnehmen kann.

Die Weltklasse!-Aktion

Mehr als 260 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit können nicht zur Schule gehen, obwohl sie ein Recht darauf haben. Das ist nicht nur unfair, sondern auch eine Menschenrechtsverletzung.

Mit der Weltklasse!-Aktion machen wir gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen, Lehrer*innen und Bildungsbegeisterten bundesweit auf die globale Bildungssituation aufmerksam und erinnern Politikerinnen und Politiker an ihre Versprechen. Das ist notwendig, denn sonst besteht die Gefahr, dass den großen Ankündigungen nur kleine oder sogar keine Taten folgen.

Die internationale Gemeinschaft hat 2015 ehrgeizige globale Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet, die sogenannte Agenda 2030 (SDGs). Darin steht unter Ziel 4, dass alle Kinder und Jugendliche bis 2030 Zugang zu guter, gebührenfreier, inklusiver, öffentlicher Primar- und Sekundarbildung haben sollen. Das klingt ganz schön ambitioniert, ist aber machbar, wenn die Verantwortlichen mehr dafür tun, um dieses Ziel zu erreichen – viel, viel mehr! Sie müssen zum Beispiel passende Gesetze erlassen und den Staatshaushalt so gestalten, dass ausreichend Geld für Bildung zur Verfügung steht. Ganz wichtig ist auch, dass die reichen Länder den ärmsten Ländern dabei helfen, gute, öffentliche, inklusive Bildungssysteme aufzubauen. Dafür setzen wir uns ein.

Deswegen gilt: Je mehr Menschen bei unseren Weltklasse!-Aktionen mitmachen und sich für das Menschenrecht auf Bildung einsetzen, desto eher wird die Bundesregierung überzeugt, sich im Rahmen ihrer internationalen Beziehungen für Bildung einzusetzen. Momentan reicht ihr Engagement nicht, um das Bildungsziel der Agenda 2030 zu erreichen.

Die Globale Bildungskampagne

Die Globale Bildungskampagne ist die deutsche Koalition der Global Campaign for Education, einem weltumspannenden Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen und Bildungsgewerkschaften. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass jeder Mensch sein Recht auf eine gute Bildung wahrnehmen kann.

Dabei fordern wir vor allem, dass Regierungen weltweit ihre Versprechen einhalten, die sie im Jahr 2000 unter anderem im Rahmen der Millennium-Entwicklungsziele gegeben haben.

Die Beeinflussung der Politik durch parlamentarische Veranstaltungen, Treffen mit Abgeordneten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BMZ sowie Öffentlichkeitsarbeit und die Recherche und Erstellung von Studien und Informationsmaterialien gehören zu unseren Arbeitsschwerpunkten.

Jährlich finden unsere Weltklasse!-Schulaktionswochen zu wechselnden Themenschwerpunkten statt. Plan International engagiert sich seit 2003 in der Globalen Bildungskampagne.

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