Kinder vor Missbrauch schützen
Kinder lernen in Myanmar mehr über ihre Rechte und wie sie sich vor Gewalt und Missbrauch schützen können. © Plan International

Kindesmissbrauch und Gewalt stoppen

Täglich werden Kinder Opfer von Missbrauch und Gewalt. Wir von Plan International setzen uns für den Schutz von Mädchen und Jungen ein. Mit intensiver Aufklärungsarbeit informieren wir Kinder, ihre Familien und Gemeinden über die Rechte von Kindern und über Maßnahmen zu ihrem Schutz. Zum Beispiel bauen wir Meldesysteme auf oder stärken bereits vorhandene. Auch wirken wir mit Lobby- und Kampagnenarbeit auf die regionale Politik ein, damit sie Kinder besser schützt.

Gewalt und Missbrauch weltweit stoppen

Unser Ziel ist es sexuelle und gewaltsame Übergriffe auf Kinder und Frauen zu stoppen. So arbeiten wir mit Ihrer Unterstützung dafür, dass die Rechte der Kinder umgesetzt und eingehalten werden. Durch Aufklärung in Schulen zum Beispiel lernen Mädchen und Jungen, welche Rechte sie überhaupt haben. Dabei erfahren sie auch, wie sie sich vor Missbrauch schützen können und wo sie Hilfe erhalten. Wir prüfen Meldesysteme, ob sie für Kinder leicht zugänglich sind, damit sie professionelle Hilfe anfordern können. Diese Anlaufstellen sollten auch in der Lage sein, Erwachsene kompetent zu beraten und Fälle schwerer Kindeswohlgefährdung an die Polizei weiterleiten. Sollte ein solches System nicht ausreichend vorhanden sein, bauen wir es gemeinsam mit den Gemeinden und Partnern neu auf. Dafür müssen Eltern, Lehrkräfte oder Polizisten über die Kinderrechte und verschiedenen Formen der Gewalt aufgeklärt werden, damit sie Verstöße erkennen – und gegebenenfalls einschreiten – oder ihr eigenes Handeln überdenken können.

Gewalt und ihr Ausmaß

Allgemein konzentrieren wir uns auf die folgenden Formen von Gewalt:

  • Physische Gewalt - dazu zählen unter anderem Ohrfeigen, Treten, Schlagen mit der Faust oder Objekten sowie Gewalt mit Waffen.
  • Psychische oder Emotionale Gewalt - dazu zählen Liebesentzug, systematische Erniedrigung, Kontrolle des Verhaltens, entwürdigende Behandlung sowie Androhung von Gewalt, Mobbing, (Cyber-)Bullying.
  • Sexualisierte Gewalt - dazu zählt alles von sexueller Belästigung bis zu erzwungenem Geschlechtsverkehr
  • Geschlechtsspezifische Gewalt als konkrete Form der sexualisierten Gewalt richtet sich in den meisten Fällen gegen Mädchen und Frauen. Die Täter sind fast ausschließlich Jungen und Männer. So hat zum Beispiel eine Umfrage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ergeben, dass 70 Prozent der Frauen in Äthiopien und Peru physische und/ oder sexuelle Gewalt seitens ihres Partners erleben.
  • Strukturelle Gewalt - dazu zählt der Missbrauch von Machtpositionen, um eine Person zu kontrollieren oder zu unterdrücken.

In Peru beispielsweise setzen wir uns in Familien, Schulen und Gemeinden gegen Gewalt und Missbrauch an Mädchen und Frauen ein. Oftmals ist den Betroffenen gar nicht bewusst, dass ihnen Unrecht geschieht, da Gewalt für sie zum Alltag gehört und gesellschaftlich akzeptiert ist. Gerade Kinder neigen dazu, die Gewalt gegen sie als begründet anzusehen. Die Mädchen und Jungen wissen nicht, dass sie Rechte haben, unter anderem das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung.

Rechte von Mädchen und Frauen fördern

Mädchen in Entwicklungsländern müssen vielfach Gewalt und Missbrauch ertragen. Sie können sich nicht frei bewegen und haben große Angst vor sexueller Belästigung, und Übergriffen. Häufig fühlen sie sich bedroht. Ein Grund für diese verbreiteten Übergriffe ist die geringe Achtung gegenüber Mädchen und Frauen. Mädchen gelten meist weniger als Jungen und werden deshalb öfter vernachlässigt oder gedemütigt.

Obwohl Gesetze und Richtlinien zum Schutz von Frauen vor Gewalt in vielen Staaten vorhanden sind, bieten sie bisher immer noch keinen ausreichenden Schutz. Das liegt auch daran, wie Rechtssysteme Gewalt gegen Frauen auslegen. So gilt Vergewaltigung in der Ehe in vielen Gesellschaften nicht als Verbrechen. Auch fehlen Gesetze, die sexuelle Belästigung verbieten. Vielen Frauen ist nicht bewusst, dass sie ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt haben.

Im Rahmen unserer Anwaltschaftsarbeit setzen wir von Plan International uns dafür ein, dass Reformen beim Rechtsschutz sowie im Bildungs- und Gesundheitssektor durchgeführt und umgesetzt werden. So fordern wir von den Regierungen die Einrichtung effektiver Maßnahmen, die geschlechtsspezifische Gewaltdelikte vorbeugen und ahnden. Wir bieten Fortbildungen für medizinisches Personal an, damit diese Misshandlungen erkennen und einen sensiblen Umgang mit Gewaltopfern führen und sie gegebenenfalls ermutigen und unterstützen, rechtliche Schritte einzuleiten.



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