Kinder haben das Recht auf Bildung.
Kinder haben das Recht auf Bildung. Wir setzen uns für ihre Rechte ein. Helfen auch Sie.

Schulbesuch in Entwicklungsländern

Bildung ist der Schlüssel für den Weg aus der Armut. Viele Kinder in den Programmländern von Plan International lernen erst spät lesen und schreiben. Wir setzen uns dafür ein, allen Mädchen und Jungen in den Projektgebieten den Zugang zu einer Grundbildung zu ermöglichen.

Wir ermöglichen Kindern den Schulbesuch. Fördern auch Sie den Zugang zu Bildung.

Kindern den Schulbesuch ermöglichen

Unsere Bildungsarbeit ist vielfältig und richtet sich nach den individuellen Gegebenheiten im jeweiligen Gebiet. Dieses kann in einem Programmland bedeuten, dass wir mit dem Schulbau beginnen, bevor wir uns um die Unterrichtsqualität und die Schulverwaltung kümmern.

In einem anderen Land bestehen bereits genügend Schulgebäude, dafür mangelt es an ausgebildeten Lehrkräften. Der Blick auf die Kinderrechte und auf die jeweiligen Bedürfnisse eines Programmlandes ist der Grund dafür, dass sich unsere Arbeit von Land zu Land unterscheidet. Unser Ziel ist klar, doch Entwicklung braucht Zeit.

Aktuelle Bildungsmaßnahmen von Plan International

  • wir unterstützen die Gemeinden bei der Renovierung oder dem Neubau von Schulen
  • Tische, Bänke und Tafeln werden gekauft und Unterrichtsmaterialien entwickelt und verteilt
  • Schulbrunnen und nach Geschlecht getrennte Latrinen werden gebaut und mit initiierten Komitees auf deren Instandhaltung geachtet sowie Hygiene-Trainings für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte durchgeführt
  • mit modernen Unterrichtsmethoden wie dem aktiven Unterricht wird das Lernniveau verbessert
  • wir fördern Lehrerfortbildungen und schulen die Lehrkräfte zu Kinderrechten
  • in der Schülerschaft selber helfen wir bei der Gründung von Kinderrechtegruppen
  • gemeinsam mit den Ministerien arbeiten wir an der Verbesserung der Lehrpläne und setzen uns für die Inklusion von Kindern mit Behinderung ein


Ja, ich möchte Kindern helfen!



Arbeit statt Schule: die Situation der Kinder zu Hause

Die meisten Kinder in unseren Programmländern sind in die tägliche Hausarbeit der Familie eingebunden. Gerade Mädchen haben viele Aufgaben: Reinigung des Hauses, Wasserholen und Essenszubereitung. Jungen hüten das Vieh. All dies erledigen die Kinder vor und nach der Schule. Einige brechen die Schule ab und arbeiten ausschließlich zu Hause mit, wenn die doppelte Belastung für sie zu viel wird. Auch stehen einige Eltern der Schulbildung ihrer Kinder skeptisch gegenüber. Das Bewusstsein für eine Schulbildung kann gerade dann fehlen, wenn sie selbst nie eine Schule besucht haben.

Die oft sehr langen Schulwege sind gefahrvoll, insbesondere für Mädchen. Wenn ein Kind zur Schule geht, fehlt aber auch eine Arbeitskraft und Aufsicht für kleinere Geschwister im Haus, während die Eltern arbeiten. Manchmal können Familien es sich nicht leisten, all ihren Kindern gleichzeitig einen Schulbesuch zu ermöglichen. So werden traditionell begründet eher Mädchen zu Hause gelassen.

Grundschulen erheben meist keine Schulgebühren, jedoch kostet der Schulbesuch der Kinder trotzdem viel Geld. Es müssen Materialien, Schuluniformen oder der Schulbus bezahlt werden. Arbeiten die Eltern als Erntehelfer, verlassen sie für einige Monate im Jahr die Gemeinde, um anderswo zu arbeiten. Die Kinder ziehen meist mit den Eltern und können in dieser Zeit nicht zur Schule gehen. 

So ermöglicht Plan International den Schulbesuch

Wir sorgen in unseren Programmgebieten für den Bau von Schulen mit kindgerechter Ausstattung und tragen dazu bei, dass Schulbücher und weitere Materialien für den Unterricht bereit stehen. Auch organisieren wir auf dem Schulgelände den Bau von nach Geschlechtern getrennten Sanitäranlagen und bilden das Lehrpersonal in kindgerechten Unterrichtsmethoden weiter.

Inklusion ist uns bei unserer Projektarbeit wichtig. In Ägypten beispielsweise setzen wir uns für inklusive Vorschulen ein, bieten Kurse zur Unterstützung der Eltern an und bilden das Lehrpersonal in inklusiven Lehrmethoden fort.

Um allen Kindern in unseren Programmgebieten den Schulbesuch zu ermöglichen, leisten wir von Plan International überdies Überzeugungsarbeit bei den Eltern, um die Notwendigkeit der Schulbildung ihrer Kinder, insbesondere die der Mädchen, zu vermitteln.

Wir engagieren uns für besondere Bildungsmaßnahmen, beispielsweise Schreibkurse für ältere Kinder oder Erwachsene sowie außerschulischen oder praxisbezogenen Unterricht. Mit diesen Maßnahmen verändern wir die Einstellungen der Familien langfristig und erreichen so, dass sie ihre Kinder dauerhaft zur Schule schicken. 

Zwei Projekt-Beispiele:

Um den Kindern den Zugang zu Bildung zu erleichtern und die Lernbedingungen zu verbessern, haben wir in unserem Programmgebiet Kita-Kourou in MaliPatenschaft Mali zum Beispiel Räume für Grundschulen, Kindergärten und Kantinen für die Betreuung, Förderung und Verpflegung von Kleinkindern gebaut und ausgestattet. Diese Maßnahmen haben die Lehr- und Lernbedingungen verbessert und ermöglichen circa 2.000 Grundschulkindern und 514 Vorschulkindern, von den Schulmahlzeiten zu profitieren. Die Zentren für die Betreuung und Förderung von Kleinkindern haben außerdem Spielzeuge, Spielgeräte, Lehrmaterialien und Stühle erhalten.  

Im Programmgebiet Maharajganj in Indien haben etwa 2.400 Personen, darunter Kinder, Jugendliche und Erwachsene, an der Kampagne zum „Gesetz über das Recht auf Bildung” teilgenommen. Dieses Gesetz wurde von der indischen Regierung zur Förderung einer kostenlosen und obligatorischen Schulbildung für Kinder bis 14 Jahre erlassen. Von der Kindergruppe wurde ein Straßentheater über die Wichtigkeit von Bildung aufgeführt. Wegen dieses Ein-satzes wurden 305 Kinder aus dem Zielgebiet in reguläre Schulen eingeschult.




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