Aufklärungsarbeit
Wir klären Jugendliche über sexuell übertragbare Krankheiten auf.

Sexuelle und reproduktive Gesundheit & Rechte

Wenn wir die sexuellen und reproduktiven Rechte von Jugendlichen stärken, verringert sich die geschlechtsbasierte Gewalt und der Gesundheitszustand der Jugendlichen verbessert sich deutlich – davon sind wir überzeugt. Viele junge Leute kennen diese Rechte aber nicht. Sie brauchen dringend Zugang zu diesen wichtigen Informationen, damit sie selbstbestimmt fundierte Entscheidungen treffen können.

Eltern, Betreuende und Schulen sind häufig nicht in der Lage, den Kindern und Jugendlichen die Informationen und Unterstützung zu geben, die sie in den unterschiedlichen Phasen ihrer Sexualentwicklung benötigen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Zum Beispiel fehlt es an Bewusstsein oder Fähigkeiten, dieses Thema bei den jungen Leuten sinnvoll anzusprechen. Das soziale Machtgefälle spielt ebenfalls eine Rolle, genauso wie fehlende Ressourcen.

Jugendliche und ihre Probleme ernst nehmen

Kern unserer Arbeit in diesem Gebiet ist, mit jungen Leuten und ihren Gemeinden partnerschaftlich zusammenzuarbeiten. Dabei legen wir einen Schwerpunkt darauf, mit ihnen gemeinsame Aufklärungsinitiativen zu starten, sowohl in Schulen als auch außerhalb. Wir unterstützen Jugendorganisationen, die sich für eine bessere sexuelle Gesundheitsversorgung einsetzen und beziehen sie in die Planungen zur Verbesserung der Gesundheitsdienste ein.

Die jungen Leute stehen oft vor diversen Hindernissen, bevor sie sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen können. Dies hängt häufig von der Verfügbarkeit und Qualität der angebotenen Dienste ab. So kann der Zugang zu Dienstleistungen und Verhütungsmitteln gesetzlich beschränkt sein. Gesundheitszentren kann beispielsweise nur erlaubt sein, sich um die Belange von verheirateten Frauen zu kümmern. Ein weiteres Hindernis für Jugendliche kann eine Bestimmung sein, dass sie nur mit Zustimmung von Dritten Dienste der sexuellen und reproduktiven Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen können.

Jugendgerechte Gesundheitsdienste

Im Zusammenschluss mit Jugendlichen, anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Regierungen arbeiten wir daran, Dienstleistungen für sexuelle und reproduktive Gesundheit anzubieten, die konkret auf die Bedürfnisse der jungen Leute eingehen. Das schließt Sexualaufklärung und Informationsveranstaltungen zum Thema Familienplanung ein. Wir ermöglichen mit unseren Programmen Mädchen und Jungen den Zugang zu Gesundheitsdiensten, die jugendgerechte Informationen über sexuelle und reproduktive Rechte und moderne Verhütungsmethoden anbieten sowie HIV- und Schwangerschaftstests bereithalten. Wir stellen auch sicher, dass die Mitglieder der Gemeinde ausreichend darüber informiert sind, wie die Gesundheitsdienste Kindern und Jugendlichen helfen können und verpflichten sie, die Bereitstellung solcher Dienste zu unterstützen.

Gewalt und schädliche traditionelle Praktiken beenden

Frühe Heirat, weibliche Genitalverstümmelung (FGM) und sexualisierte Gewalt sind Verletzungen der sexuellen Gesundheitsrechte von Mädchen und Jungen. Diese haben nicht selten schwerwiegende und negative Auswirkungen auf das physische und psychologische Wohlergehen, das Selbstwertgefühl und die Entwicklung der betroffenen Kinder und Jugendlichen.

Wir von Plan International mobilisieren Eltern, Gemeindevorstehende, Regierungsbehörden und organisierte Kinder- und Jugendgruppen, um die schädlichen Praktiken und die sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen zu identifizieren, analysieren, verstehen und zu beenden.

Zusammen plädieren wir dafür, gesetzliche Rahmenbedingungen zu verbessern und sicherzustellen, dass sie effektiv umgesetzt werden. Das Schlüsselelement unseres Ansatzes ist, jungen Menschen in diesem Prozess eine Stimme zu geben und sie aktiv daran zu beteiligen – insbesondere Mädchen – damit sie genügend Selbstvertrauen entwickeln, um ihre Rechte für ein selbstbestimmtes und erfüllendes Leben einzufordern.

Weibliche Beschneidung stoppen
Gemeinsam gegen weibliche Beschneidung

Wir von Plan International setzen uns sowohl in den Herkunftsländern als auch in Deutschland für die Abschaffung weiblicher Genitalverstümmelung ein.

Mehr Infos: Weibliche Genitalverstümmelung

Mehr als 30 Prozent der Mädchen in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen heiraten vor ihrem 18. Geburtstag, 14 Prozent bevor sie 15 Jahre alt sind.

(Weltgesundheitsorganisation (WHO) Faktenblatt, 2014)

Jedes Jahr bringen rund 16 Millionen Mädchen  zwischen 15 und 19 Jahren ein Kind zur Welt – und eine Million Mädchen unter 15 Jahren.

(Weltgesundheitsorganisation (WHO) Faktenblatt, 2014)


Informationen zu HIV und Aids

HIV- und Aids-Prävention

Viele Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika infizieren sich bereits im Jugendalter mit HIV. Deshalb initiieren wir von Plan International in unseren Programmländern Projekte, die über sexuelle Gesundheit und die Infizierung mit dem HI-Virus aufklären. Wir sorgen unter anderem für Begegnungszentren, fördern den Dialog mit Betroffenen und gründen HIV-Aktionsgruppen. Insbesondere Jugendliche versuchen wir mit Aufklärungskampagnen über HIV und Aids zu erreichen.


Mutter-Kind-Übertragung

Wir von Plan International tragen dazu bei, die Zahl der HIV-Übertragung von der Mutter auf ihr Kind vor und während der Geburt zu reduzieren. Dafür unterstützen wir das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene PMTCT-Programm (Prevention of Mother to Child Transmission). Dieses Programm ermöglicht den mit HIV infizierten Frauen während den Schwangerschaften eine Therapie und nach der Geburt eine medizinische Betreuung.


Versorgung von HIV- und Aids-Patienten

In unseren Programmregionen errichten wir Gesundheitsstationen und versorgen diese mit einer Grundausstattung wie Fieberthermometer, Medikamenten und HIV-Tests, sodass dort zukünftig von HIV und Aids Betroffene qualifiziert versorgt werden können. Um die Öffentlichkeit für dieses Angebot zu sensibilisieren, starten wir in den Programmgebieten mediale Gesundheitskampagnen, die über die Behandlungsmöglichkeiten in den Gesundheitsstationen informieren.


Sexuelle Gesundheit - unsere Projekte

Mutter-Kind-Gesundheit stärken
Projekt: Gesundheit

Uganda - Malaria, Durchfallerkrankungen und Lungenentzündungen zählen in Uganda zu den häufigsten Todesursachen bei Kleinkindern. Vor allem in ländlichen...

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In alternativen Initiationsriten geben die Mütter ihr Wissen an ihre Töchter weiter.
Schutz vor Beschneidung

Guinea - Guinea gehört zu den Ländern mit der höchsten Rate weiblicher Beschneidungsopfer weltweit: Laut offizieller nationaler Erhebungen sind 96 Prozent der...

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Junge Mütter wissen oft nicht, wie sie für ihre Gesundheit und die ihrer Kinder sorgen können.
Projekt: Frühschwangerschaft

Benin - Wenn Mädchen schwanger werden, endet ihre Kindheit. Sie müssen die Schule vorzeitig abbrechen und haben kaum noch Aussichten auf ein selbstbestimmtes...

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Jugendliche erarbeiten Aufführungen zu den Themen: Gleichberechtigung, Auklärung und Sexualität.© Plan/Luis Tobar
Projekt: Aufklärung

El Salvador - Sexuelle Rechte und Selbstbestimmung sind in El Salvador stark eingeschränkt: Gewalt und Missbrauch werden oft toleriert und nur selten strafrechtlich...

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Jugendliche nehmen an Aufklärungsveranstaltungen teil. © Plan/Sandra Gätke. Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt in Thailand.
Projekt: HIV/Aids stoppen

Thailand - Mit sexueller Aufklärung setzen wir von Plan International uns in Thailand gegen die Ausbreitung von HIV/Aids ein und unterstützen betroffene Kinder....

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