In eigener Sache
In eigener Sache
30.10.2017

Programmarbeit in Sierra Leone

Seit 1976 arbeiten wir von Plan International in Sierra Leone. Die Bevölkerung des westafrikanischen Landes bekommt noch immer die Folgen eines Bürgerkriegs und extremer Armut aufgrund hoher Arbeitslosigkeit zu spüren. Als Kinderhilfswerk setzen wir uns für die Bildung, die Gesundheit und die Stärkung von Kindern und Jugendlichen ein und sorgen damit für neue Perspektiven. In den vergangenen Jahren haben Plan International und die Patinnen und Paten mehr als 700.000 Kinder in 1.126 Gemeinden in Sierra Leone unterstützt. Ihre Patenschaften und Ihre Beiträge haben viele Kinder und ihre Familien in den Gemeinden in die Lage versetzt, ihr Umfeld und ihr Leben nachhaltig zu verbessern.

Im April 2016 führte Plan International in Sierra Leone eine Revision seiner Aktivitäten mit einer externen Prüfungsgesellschaft durch. Sie ergab, dass Mittel von Mitarbeitenden des Plan-Büros und von Partnerorganisationen, mit denen wir in der Programmarbeit zusammenarbeiten, veruntreut wurden. Die mit den Gemeinden verabredeten Projektvorhaben konnten dennoch erreicht werden, die Patenkinder profitierten wie vorgesehen von unseren Maßnahmen.

Aus dem deutschen Plan-Büro sind Patenschaftsgelder in einer Gesamtsumme von 74.801 Euro betroffen. Wir verfolgen aktiv jede Option zur Rückforderung der betroffenen Gelder, einschließlich rechtlicher Schritte gegen die Täter. Plan International ist gegen derartige Vermögensschäden versichert und arbeitet daran, einen Anteil über unseren Versicherungsschutz zurückzuerhalten. 

Unser höchstes Gut als Kinderhilfsorganisation ist das Vertrauen unserer Spenderinnen und Spender. Damit Sie sicher sein können, dass Ihre Spendengelder wirksam zum Einsatz kommen und wir Risiken angemessen begegnen, haben wir ein Risiko-Management System installiert: Plan International verfügt bei seiner weltweiten Arbeit über ein starkes Rahmenwerk an Kontrollmechanismen, das anerkannten globalen Standards zur Rechnungslegung und „Good Governance“ entspricht (Norm ISO 31000). Die Wirksamkeit des Systems wird vierteljährlich kontrolliert.

2016 wurde die Whistle-Blowing-Policy der internationalen Plan -Büros vereinheitlicht. Sie ruft Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu auf, jeden Verdacht eines Betrugs oder eines Fehlverhaltens aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang ist es uns wichtig zu betonen, dass Plan International eine Politik der Null-Toleranz gegenüber Betrug sowie anderen vorsätzlichen Zuwiderhandlungen verfolgt. Welche dies sind, haben wir in unserem „Code of Conduct“ festgeschrieben, der für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt. Für unsere Antikorruptionsrichtlinie berücksichtigen wir unter anderem die Stellungnahmen der Organisation „Transparency International“, die Prinzipien zur Korruptionsvorbeugung für Nichtregierungsorganisationen empfiehlt.

Wir werden weiterhin alles dafür tun, Millionen Kinder sowie ihre Familien und Gemeinden in 52 Partnerländern wirkungsvoll zu unterstützen.


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