Plan International Deutschland e.V. https://www.plan.de Plan Deutschland de-DE Plan International Deutschland e.V. Fri, 27 May 2022 13:22:13 +0000 Fri, 27 May 2022 13:22:13 +0000 Plan International Deutschland e.V. | TYPO3 news-2313 Fri, 01 Apr 2022 09:04:06 +0000 Weltkindermaltag 2022 von STAEDTLER gestartet: „Wir entdecken die Natur – in der Luft“ https://www.plan.de/news/detail/weltkindermaltag-2022-von-staedtler-gestartet-wir-entdecken-die-natur-in-der-luft.html Was fliegt denn dort am Himmel? Das zu entdecken und auf Papier zu bringen, gilt es beim diesjährigen Weltkindermaltag und dem damit verbundenen Malwettbewerb von STAEDTLER. Alle Kinder zwischen 3 bis 12 Jahren sind aufgerufen, die Nase in die Luft zu recken und sich mit den Phänomenen der Natur zu beschäftigen. Ein Vogel, ein Schmetterling oder eine Wolke, alles kann in kreativen Bildern festgehalten werden.

Vom 01. April bis 30. Juni geht der erfolgreiche Weltkindermaltag von STAEDTLER zugunsten von Plan International in die nächste Runde. Auch in diesem Jahr möchte das Unternehmen gleich drei gute Ideen wieder kombinieren: Die Kreativität der Kinder anregen, ihnen die Natur und Artenvielfalt nahebringen – und ihnen die Möglichkeit geben, andere Kinder in Peru zu unterstützen. Denn für jedes eingesendete Bild unterstützt STAEDTLER ein ausgewähltes Projekt mit 1 Euro.

Das bewährte Konzept hat in den vergangenen Jahren viel Resonanz erfahren. In Schulen und Kitas sowie auf Veranstaltungen oder in Einkaufszentren, aber auch Zuhause wurde beobachtet, gemalt und gebastelt. Seit 2018 veranstaltet STAEDTLER anlässlich des Weltkindermaltags am 06. Mai den Aktionstag in mehreren Ländern – zugunsten von Plan International. Auf diese Weise können die Kinder sich auch mit dem Leben der Kinder aus den Projektländern beschäftigen. Zum zweiten Mal wird ein Projekt in Peru unterstützt, in dem Kindern ebenfalls die Natur und deren Schutz nahegebracht wird. Im Fokus steht zudem die Bekämpfung der Mangelernährung bei Kindern und die finanzielle Absicherung der Eltern durch einen ökologischen Gemüseanbau.

STAEDTLER setzt in Kooperation und enger Zusammenarbeit mit Plan International sein Kernanliegen als Unternehmen um: Menschen zur Kreativität zu animieren. Gleichzeitig leistet es einen wesentlichen Beitrag im Bereich der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit.

Alle Kinder sind herzlich eingeladen, mitzumachen und mit einem farbenfrohen Bild die Kinder in Peru zu unterstützen.

Mehr Informationen sowie den Teilnahmeflyer finden Sie hier: plan.de/weltkindermaltag

]]>
news-2239 Thu, 27 Jan 2022 09:53:00 +0000 Engelhard spendet 5.000 Euro für den Nothilfe-Fonds https://www.plan.de/news/detail/engelhard-spendet-5000-euro-fuer-den-nothilfe-fonds.html Das international agierende Familien-Unternehmen Engelhard spendete als langjähriger Partner von Plan International zum Jahresbeginn für Kinder in Notsituationen. Weltweit nimmt die Zahl der Naturkatastrophen zu. Erdbeben, Tropenstürme oder Flutkatastrophen treffen vor allem die Schwächsten. Um Kindern und ihren Familien weltweit in diesen Notsituationen schnell und unbürokratisch helfen zu können, hat sich das Pharmaunternehmen Engelhard für eine Spende von 5.000 Euro an den Nothilfe-Fonds von Plan entschieden.

„Fürsorge ist für uns ein zentrales Thema - nicht nur im Hinblick auf verantwortungsvolle Medizin gegenüber unseren Patienten, sondern auch, indem wir der Gesellschaft etwas zurückgeben. Wir wol­len die­je­ni­gen un­ter­stüt­zen, die sich für die Kleinsten in unserer Gesellschaft stark machen“, sagt Geschäftsführer Richard Engelhard. „Denn nur ge­mein­sam kön­nen wir et­was be­we­gen.“ Die Partnerschaft mit Plan besteht schon seit mehr als 12 Jahren.

Mit dem Nothilfe-Fonds können Trinkwasser, Nahrungsmittel, Notunterkünfte und Sanitäranlagen, aber auch Decken, Planen und Hygieneartikel kurzfristig bereitgestellt und verteilt werden. Plans Katastrophenhilfe konzentriert sich dabei auf die Unterstützung betroffener Kinder. Im Mittelpunkt steht dabei für uns die Versorgung von Kindern mit benötigten Hilfsgütern. Außerdem schützt Plan sie vor sexueller Gewalt und Vernachlässigung und unterstützt sie bei der Verarbeitung belastender Erlebnisse.

Für 5.000 Euro können beispielsweise Notfall-Schul-Kits für 300 Kinder bereitgestellt werden, die ihnen den Wiedereinstieg in den Unterricht ermöglichen. Die Notfall-Schul-Kits, bestehen aus Ranzen, Stiften, Schreibblock und Aufgabenheft, damit Mädchen und Jungen an ihrem neuen oder vorübergehenden Zufluchtsort wieder zur Schule gehen können.

Mehr über den Nothilfe-Fonds von Plan erfahren.

]]>
news-2186 Thu, 18 Nov 2021 00:00:00 +0000 Koalitionsverhandlungen: Plan International fordert die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz https://www.plan.de/news/detail/koalitionsverhandlungen-plan-international-fordert-die-aufnahme-der-kinderrechte-ins-grundgesetz.html Anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte am 20. November fordert Plan International Deutschland die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz. „Nachdem es in der vergangenen Legislaturperiode nicht gelungen ist, eine Einigung zu erzielen, muss nun zügig ein Gesetzentwurf vorgelegt werden“, sagt Kathrin Hartkopf, Sprecherin der Geschäftsführung der Kinderrechtsorganisation. „Es ist eine große Chance vertan worden. Das Vorhaben darf nicht noch einmal scheitern.“ Die Umsetzung der UN-Kinderrechte sei in Deutschland ohne die Verankerung im Grundgesetz nicht ausreichend sichergestellt. Nur auf diese Weise könnten die Kinderrechte über den Bundesgesetzen stehen und den Vorrang des Kindeswohl in allen Bereichen absichern. Der Appell, das Vorhaben voranzutreiben, richtet sich in erster Linie an die künftige Bundesregierung. In ihrem Sondierungspapier haben sich alle an den derzeitigen Koalitionsverhandlungen beteiligten Parteien eindeutig zu einer Grundgesetzänderung bekannt. „Nach einer erfolgreichen Regierungsbildung muss diese zügig angegangen werden“, so Kathrin Hartkopf weiter. „Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass die Belange und Interessen der Kinder zu oft übergangen werden. Die neue Regierung hat die Chance, diesen historischen Schritt zu gehen und die Rechte von Kindern nachhaltig zu stärken.“

Die UN-Kinderrechtskonvention hat in Deutschland bislang nur den Rang eines einfachen Bundesgesetzes und steht damit unterhalb der Verfassung. Wenn es zu Konflikten zwischen der UN-Kinderrechtskonvention und dem Grundgesetz kommt, hat das Grundgesetz demnach Vorrang. Daher ist es aus Sicht von Plan International Deutschland wichtig, einen bereichsübergreifenden Kindeswohlvorrang sowie die Beteiligungsrechte von Kindern in das Grundgesetz aufzunehmen. Kinder sind demnach gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft, eigenständige Persönlichkeiten mit eigener Würde und Anspruch auf Anerkennung ihrer Individualität.

Die Bundesregierung hatte Anfang dieses Jahres einen Gesetzentwurf zur Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz auf den Weg gebracht. Für eine Änderung des Grundgesetzes wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat erforderlich gewesen. Das Vorhaben war in der abschließenden Verhandlungsrunde mit den Bundestagsfraktionen gescheitert.

 

Weitere Informationen:
Plan International Deutschland e.V., Kommunikation, Bramfelder Str. 70, 22305 Hamburg

  • Alexandra Tschacher, Teamleiterin Media Relations, Tel. 040 607716-278
  • Sascha Balasko, Referent Media Relations, Tel. 040 607716-146, presse(at)plan.de

 

]]>
news-2170 Mon, 15 Nov 2021 08:41:16 +0000 Kathrin Hartkopf besucht Elbkinder Vereinigung Hamburger Kitas https://www.plan.de/news/detail/kathrin-hartkopf-besucht-elbkinder.html Kathrin Hartkopf, Sprecherin der Geschäftsführung von Plan International Deutschland, hat das langjährige Engagement der Mitarbeitenden der Elbkinder-Kitas für die Kinderrechtsorganisation gewürdigt. „Wir freuen uns sehr, im nächsten Jahr bereits das 10-jährige Bestehen unserer Kooperation mit den Elbkindern zu feiern. Dank dem großartigen Engagement der Elbkinder-Belegschaft können wir Mädchen und Jungen in Tansania aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen in Goldminen und in der Fischerei befreien und ihnen die Chance auf eine bessere Zukunft geben“, sagte sie auf der digitalen Fachkonferenz des städtischen Kita-Trägers zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Der Fachtag richtete sich an pädagogische Fach- und Führungskräfte der rund 200 Elbkinder-Kitas in Hamburg und Umgebung.

Kathrin Hartkopf sprach zudem über Plan Internationals Engagement für Mädchen, die Erfahrungen im Bildungsbereich und berichtete von ihren Erfahrungen in den Programmländern. Mit auf dem Podium saßen Dr. Dirka Grießhaber (Geschäftsführerin von S.O.F. – Save Our Future Umweltstiftung), Ulrike Muß (Pädagogische Geschäftsführerin der Elbkinder), Ralf Behrens (Leiter des Referats Umweltbildung, Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft) und Jessica Latzenberger (Leiterin der Elbkinder-Kita Zeiseweg).

Mehr als 160 Zuschauer:innen haben sich die Podiumsdiskussion angesehen und sich mit ihren Fragen an die Referent:innen eingebracht. Die Teilnehmer:innen des Fachtags konnten sich außerdem über Plan Internationals Arbeit informieren.

Die Kooperation zwischen den Elbkindern und Plan International besteht seit rund zehn Jahren. Über eine Rest-Cent-Aktion unterstützt die Belegschaft des Kita-Trägers wechselnde Projekte. Im Rahmen des Engagements spenden derzeit mehr als 1.000 Mitarbeiter:innen monatlich den Rest-Cent-Betrag ihres Gehalts (oder mehr) für ein Projekt gegen Kinderarbeit in Tansania.

]]>
news-2018 Tue, 09 Nov 2021 11:27:00 +0000 Geburtenhilfe und Mutter-Kind-Gesundheit in Laos https://www.plan.de/news/detail/geburtenhilfe-und-mutter-kind-gesundheit-in-laos.html Das “True Friend” Projekt von Plan International unterstützt die Ausbildung von Gesundheitsarbeiter:innen in der Oudomaxy Provinz in Laos. Mit gezielten Programmen werden Kliniken freundlicher gestaltet und junge Mütter und Schwangere dazu ermutigt, die medizinischen Dienstleistungen für eine bessere Mutter-Kind-Gesundheit wahrzunehmen. Vanny (28) arbeitet als Hebamme in einem Gesundheitszentrum im Houn Distrikt in Laos, das von Plan International ins Leben gerufen wurde. „Ich bin seit der Gründung des Centers vor 13 Jahren im "True Friend"-Projekt aktiv. Zweimal im Jahr nehme ich an Fortbildungen mit 20 anderen Gesundheitsarbeiter:innen aus dem Distrikt teil,“ erzählt sie.

Das über die Jahre von Plan International voll ausgestattete Zentrum wurde im Februar 2019 der Gemeinde übergeben, die sich verpflichtet hat, allen Bürger:innen den Zugang zu den angebotenen Diensten zu ermöglichen. Dazu gehört auch, Vertrauen in der Bevölkerung aufzubauen. Deshalb bietet das "True Friend"-Projekt den Mitarbeiter:innen Seminare an, in denen sie lernen, wie sie Patient:innen während des Besuchs das Gefühl geben können, gut aufgehoben zu sein und die Klinik als freundlichen und sicheren Ort wahrzunehmen.

]]>
news-2035 Sun, 07 Nov 2021 08:51:00 +0000 Gründungstrainings in Bolivien: Wie aus Kreativität Unternehmertum wird https://www.plan.de/news/detail/gruendungstrainings-in-bolivien-wie-aus-kreativitaet-unternehmertum-wird.html Die 21jährige Amitai hat während der COVID-19 Pandemie ihr eigenes Fashion Label – mi estilo – gegründet. Sie vertreibt ihre Kollektion vor allem über ihre Kanäle in den sozialen Medien und hat sich damit inzwischen ein eigenes Monatseinkommen aufgebaut. Auf die Frage, wie sie ihren Stil beschreiben würde, sagt Amitai: „Eine Farbexplosion, die uns Bolivianerinnen scheinen lässt.“ Als Mitglied im Jugendrat ihrer Stadt Santa Cruz glaubt Amitai, dass es für die Stadt wichtig ist, Unternehmensgründungen zu unterstützen, damit junge Menschen und ihre innovativen Ideen in der Region bleiben. Sie selbst hat an einem von Plan International organisierten Workshop zum Ausbau unternehmerischer Fähigkeiten teilgenommen. Kurz darauf hat sie ihre eigene Geschäftsidee entwickelt und erfolgreich umgesetzt.

Jetzt sucht Amitai nach Wegen, wie sie ihre Verkäufe weiter ausbauen kann. Inzwischen verkauft sie ihre Produkte nicht nur über die sozialen Medien, sondern auch in lokalen Geschäften. Als nächstes möchte die 21jährige ihren eigenen Online Shop aufmachen, um ihre Kleidung zu Kund:innen im ganzen Land versenden zu können.
„Meine Kanäle auf den Social Media Plattformen haben mir geholfen, mein Geschäft bekannt zu machen. Ich konnte zeigen, wie kreativ ich bin und habe viele positive Reaktionen bekommen,“ erzählt Amitai.

Obwohl die COVID-19 Pandemie Amitai und ihre Familie hart getroffen hat, bleibt die junge Frau optimistisch und schaut mit viel Hoffnung auf die Zukunft: “Die Pandemie hat zwar unser bisheriges Einkommen so gut wie wegfallen lassen aber für meine Kollektionen hatte der mit der Pandemie verbundene Lockdown den genau umgekehrten Effekt. Die Leute haben viel mehr im Internet gekauft. Ich konnte also viel Erfahrung im Verkauf auf den sozialen Plattformen sammeln. Und diese Erfahrung hilft mir jetzt sehr beim Aufbau meines Online-Shops,“ sagt Amitai.

Die 21jährige plant sogar noch weitere Projekte. Amitai möchte eine Online-Messe organisieren, wo junge Unternehmer:innen wie sie die Chance haben, trotz der anhaltenden Kontaktbeschränkungen ihre Waren zu präsentieren. Als Studentin an der Staatsuniversität in Santa Cruz nimmt Amitai regelmäßig an von Plan International organisierten Aktivitäten teil. Dazu zählen unter anderem Veranstaltungen zu Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Gewaltprävention aber auch Weiterbildungen und berufsvorbereitende Seminare. Außerdem hat sie sich in der Girls Takeovers Kampagne engagiert, wo Amitai in den Medienunternehmen El Deber und Red Uno für einen Tag das Kommando übernahm.

Die junge Frau weiß, wie wichtig es ist, dass eigene Potential in sich zu entdecken und den Mut aufzubringen, etwas damit anzufangen. Da die Geschäftswelt auch in Bolivien noch immer eine von Männern dominierte Sphäre ist, will sie ein Vorbild für andere junge Mädchen mit großen Ideen sein: „Du musst positiv bleiben und an das glauben, was du tust. Wenn du dir keine Limits setzt, dann kann sie dir auch niemand sonst aufzwingen,“ sagt Amitai.

]]>
news-2139 Tue, 02 Nov 2021 07:52:29 +0000 happybrush weitet Engagement aus https://www.plan.de/news/detail/happybrush-weitet-engagement-aus.html Ab November 2021 unterstützt das Mundpflegeunternehmen happybrush mit seiner Kampagne #brushforwater mit „Kinder vor Klimakrise schützen“ in Malawi ein weiteres Plan-Projekt. Plan International Deutschland und das Mundpflegeunternehmen happybrush weiten ihre Zusammenarbeit aus. Ab November unterstützt das Münchner Unternehmen ein weiteres Plan-Projekt: „Kinder vor Klimakrise schützen“ in Malawi. Darin geht es konkret um die zwei ländlichen Projektbezirke Mulanje und Machinga, welche besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind. Nachdem die Gebiete 2019 durch den Zyklon Idai verwüstet wurden, gefährden nun auch die steigenden Temperaturen und anhaltenden Dürren die Nahrungsmittelsicherheit sowie den Zugang zu sauberem Wasser der hiesigen Bevölkerung. Um die Trinkwasserversorgung für rund 12.500 Bewohner:innen sicherzustellen, saniert Plan International dort 20 brachliegende Bohrlöcher und Brunnen.

Mit seiner Kampagne #brushforwater beteiligt sich happybrush künftig an diesem Vorhaben. Kund:innen von happybrush unterstützen mit dem Kauf eines entsprechenden Produktes das Plan-Projekt in Malawi und ermöglichen Kindern, ihren Familien und Gemeinden den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mit diesem Projekt führt happybrush sein Engagement für Plan International Deutschland ab November nahtlos fort. Von Mai 2020 bis Oktober 2021 hatte das Unternehmen bereits das Plan-Projekt „Sauberes Wasser“ in Ghana mit mehr als 56.000€ unterstützt.

Mit der Ausweitung ihres Engagements bei Plan International Deutschland unterstreichen die Gründer von happybrush ihr Unternehmensziele Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen. Sie übernehmen soziale Verantwortung mit der Absicht, „die Welt so ein kleines bisschen besser zu machen“.

]]>
news-1682 Mon, 01 Nov 2021 12:06:00 +0000 Agrar-Skills für eine nachhaltige Nahrungssicherung in Burkina Faso https://www.plan.de/news/detail/agrar-skills-fuer-eine-nachhaltige-nahrungssicherung-in-burkina-faso.html In Burkina Faso leben momentan mehr als 23.000 geflüchtete Menschen in verschiedenen Camps in der Sahel Zone. Lange Zeit war vor allem die konstante Nahrungsversorgung in der trockenen Region ein ständiges Problem. Um die Lage von malischen Geflüchteten im Goudebou Camp und Gemeinden in der umliegenden Seno Provinz zu stabilisieren, hat Plan International das SEWOH-SENO Projekt ins Leben gerufen, das den Menschen Getreidesamen, Werkzeug und Nutztiere aber auch das notwendige Wissen für eine nachhaltige Bewirtschaftung eigener Felder zur Verfügung stellt. Familienvater Abdoul lebte bis 2012 in der Landgemeinde Tessit, die zur Gao Region im Osten Malis gehört. „Ich war ein Hirte und konnte meine Familie immer gut ernähren“ erzählt er. Als der Konflikt mit den Tuareg Rebellen im Norden des Landes eskalierte, floh Abdoul mit seiner Familie in das benachbarte Burkina Faso.

„Die Krise und die zunehmende Gewalt haben uns aus Mali vertrieben. Als wir nach dem Grenzübergang in der Stadt Dori in Burkina Faso ankamen, waren all unsere Vorräte aufgebraucht. Außerdem hatten wir wenig Mittel, um uns im Stadtleben anzupassen. Weder ich noch meine Frau haben einen Berufsabschluss und die Arbeit für nicht ausreichend ausgebildete Kräfte war in Dori sehr knapp. Oft hatten wir einfach nichts zu essen,“ berichtet Abdoul.

Im Rahmen des SEWOH-SENO Projekts hat Abdoul im vergangenen Jahr an verschieden Workshops teilgenommen. „Ich habe ein Training zu nachhaltiger Tierzucht besucht und anschließend vier Ziegen zum Aufbau meiner eigenen Viehhaltung bekommen. In unseren Gruppen haben wir auch an unterschiedlichen Seminaren zu landwirtschaftlichen Techniken wie einer guten Wasser- und Bodenerhaltung teilgenommen. Auch hier gab man uns im Nachhinein Saatgut und Werkzeuge, damit wir unsere neuen Fertigkeiten gleich in die Tat umsetzen konnten,“ sagt Abdoul und fügt hinzu: „Heute lebe ich von der Landwirtschaft und kann meine Familie wieder gut ernähren. Außerdem helfe ich regelmäßig bei den Workshops für neu angekommene Geflüchtete aus. Es ist ein großartiges Gefühl, dass ich mein Wissen jetzt sogar weitergeben und anderen helfen kann, die in derselben Situation sind, in der ich damals war.“

Das SEWOH-SENO Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Deutschland unterstützt und hat in Kooperation mit seinem französischen Gegenstück, der Association pour la Gestion de l’Environnement et le Développement (AGED), die Umsetzung der Fördermaßnahmen bis Ende September 2021 gesichert.

Insgesamt konnten seit Beginn des Programms 520 Familien mit und ohne Fluchthintergrund in Burkina Faso von der Förderung profitieren. Plan International setzt sich für eine Verlängerung des Projekts ein, um eine nachhaltige Agrarwirtschaft in der Region zu fördern, Nahrungsknappheit zu bekämpfen und die Abhängigkeit von externen Geldern auf lange Sicht abzubauen.

]]>
news-2105 Wed, 27 Oct 2021 00:45:00 +0000 Kinderfreundliche Unterkünfte für geflüchtete Mädchen und Jungen https://www.plan.de/news/detail/kinderfreundliche-unterkuenfte-fuer-gefluechtete-maedchen-und-jungen.html Heute findet in Hamburg ein digitaler Fachtag zur Verbesserung des Kinderschutzes in der öffentlich-rechtlichen Unterbringung statt, an dem auch Plan International beteiligt ist. Im Fokus: Kinderfreundliche Unterkünfte, die geflüchteten Mädchen und Jungen ein gesundes Aufwachsen ermöglichen. Die Bedingungen, unter denen Kinder nach ihrer Flucht leben, haben einen ganz entscheidenden Einfluss darauf, ob und wie gut sie traumatische Erlebnisse verarbeiten können. Wenn sie möglichst zeitnah wieder Alltag und Familienleben in einem geschützten Rahmen erfahren dürfen, haben sie bessere Chancen, sich gesund zu entwickeln.  

Wie Unterkünfte gestaltet werden sollten, um geflüchteten Mädchen und Jungen die bestmöglichen Bedingungen für ein gesundes Aufwachsen bieten zu können, das ist das Thema des digitalen Fachtages am 27. Oktober 2021. Mehr dazu gibt es hier.

Die Fachtagung richtet sich an Fachkräfte des Unterkunfts- und Sozialmanagements und ist eine Kooperationsveranstaltung der Hamburger Sozialbehörde, dem Bezirksamt Altona und Plan International Deutschland. Eröffnet wird die Veranstaltung von Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg. 

In Workshops setzen sich die rund 250 Teilnehmenden intensiv damit auseinander, wie Unterkünfte kinderfreundlich gestaltet werden können. Auch Mitarbeiterinnen von Plan International sind aktiv an der Durchführung einzelner Workshops beteiligt: Jasmina Feldmann als Moderatorin und Vanessa Janssen als Referentin. Vorgestellt wird u.a. Plans Projektkonzept „Kinderfreundliche Unterkunft – für ein gesundes Aufwachsen von Kindern“.

]]>
news-2103 Wed, 27 Oct 2021 00:35:00 +0000 Nichtregierungsorganisationen fordern verlässliche Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit https://www.plan.de/news/detail/nichtregierungsorganisationen-fordern-verlaessliche-finanzierung-der-entwicklungszusammenarbeit.html Anlässlich der heutigen Koalitionsverhandlungen haben 13 Entwicklungsorganisationen die Verhandler:innen mit einer öffentlichen Protestaktion zu mehr Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe aufgefordert. Als Ampeln verkleidet machten Mitarbeiter:innen der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unter dem Motto „Koalitionspartner:innen gesucht“ vor dem Willy-Brandt-Haus auf ihre Ziele aufmerksam. „Wir fordern das Ampelbündnis dazu auf, sich mit einer zuverlässigen Entwicklungsfinanzierung und starker multilateraler Zusammenarbeit für das Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele einzusetzen. Wir möchten uns an der Seite der neuen Bundesregierung für mehr globale Gerechtigkeit stark machen, aber dafür braucht es ausreichend Mittel. Aufgrund der Covid-19-Pandemie besteht akuter Handlungsbedarf für die zukünftige Bundesregierung“, erklären die Entwicklungsorganisationen.
Die zentrale Forderung der NGOs ist das Erfüllen der sogenannten ODA-Quote (Official Development Assistance, also öffentliche Entwicklungsausgaben): Deutschland muss sein Versprechen aus dem Jahr 1970 halten, jährlich mindestens 0,7 Prozent der eigenen Wirtschaftsleistung dauerhaft in öffentliche Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu investieren. Dieses 0,7-Prozent-Ziel erreichte Deutschland 2020 dank der umfassenden Sonderprogramme der Bundesregierung zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Zuvor war die Quote erst einmal im Jahr 2016 erreicht worden, und das auch nur durch die Anrechnung der Kosten für Geflüchtete im Inland. Gleichzeitig fordern die Entwicklungsorganisationen, dass der Etat des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) nicht unter das aktuelle Niveau von 12,43 Milliarden Euro fällt.

SPD, Grüne und FDP waren sich im Sondierungspapier einig: Als mögliche Ampel-Regierung möchten sie die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen vorantreiben. „Solange die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung hat und Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt strukturell in ihren Rechten benachteiligt werden, sind reiche Länder wie Deutschland in der Pflicht, diese Missstände durch finanzielle Hilfe anzugehen. Unsere Forderung ist daher ganz klar: Möchte sich die Ampel-Koalition für mehr globale Gerechtigkeit einsetzen, dann muss sie eine feste Zusage zum 0,7-Prozent-Ziel im Koalitionsvertrag verankern“, so die Entwicklungsorganisationen.

Die Aktion der Entwicklungsorganisationen vor dem Willy-Brandt-Haus, die von einer mobilen Plakataktion im Berliner Regierungsviertel begleitet wurde, ist Teil der von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) initiierten Kampagne #ZusammenWeiterEntwickeln. Unterstützt wird sie von diesen Entwicklungsorganisationen: Aktionsbündnis gegen AIDS, CARE Deutschland, CBM Christoffel-Blindenmission, Friends of the Global Fund Europe, die Stiftung Gesunde Erde - Gesunde Menschen, Global Citizen, ONE Deutschland, Oxfam, Plan International Deutschland, Save the Children Deutschland, SOS-Kinderdörfer weltweit und World Vision Deutschland. Weitere Elemente der Kampagne sind z.B. ein Kampagnenfilm und eine starke Kommunikation in den sozialen Medien unter dem Hashtag #ZusammenWeiterEntwickeln.

Hier gehts zur Kampagne

]]>
news-2102 Tue, 26 Oct 2021 14:45:44 +0000 Klimakrise in Sambia und Simbabwe trifft Mädchen und junge Frauen besonders stark https://www.plan.de/news/detail/klimakrise-in-sambia-und-simbabwe-trifft-maedchen-und-junge-frauen-besonders-stark.html Abbruch der Schule, viel zu frühe Heirat, Zunahme sexueller Übergriffe: Die Folgen des Klimawandels verschärfen bestehende Geschlechterungleichheiten und drohen wichtige Entwicklungserfolge für Mädchen und Frauen zunichte zu machen. Das verdeutlicht der Bericht „Heranwachsende Mädchen in der Klimakrise“. news-1681 Mon, 25 Oct 2021 11:02:00 +0000 Bildungsgerechtigkeit für Mädchen im Bidi Bidi Camp https://www.plan.de/news/detail/bildungsgerechtigkeit-fuer-maedchen-im-bidi-bidi-camp.html Das Bidi Bidi Camp im Nordwesten Ugandas ist eines der größten Geflüchtetenlager der Welt. So groß wie eine Stadt, beheimatet es inzwischen über 250.000 Menschen. 61 Prozent der Bewohner:innen sind noch minderjährig, weshalb Bildungsprogramme für Kinder und junge Erwachsene eines der zentralsten Themen der Projekte im Camp ausmachen. Der gleichberechtigte Zugang zu diesen Programmen für Mädchen und junge Frauen stellt jedoch nach wie vor eine Herausforderung dar. Als sie sieben Jahre alt war, floh die heute 15-jährige Jackline zusammen mit ihrer Familie vor dem Bürgerkrieg im Südsudan. Seitdem lebt sie im Bidi Bidi Camp, einer Unterkunft für Geflüchtete in Uganda. Obwohl sie nun schon fast ihr halbes Leben fort ist, erinnert sie sich ich noch gut an das alte Zuhause. Sie war glücklich dort mit ihren Eltern – bis der Bürgerkrieg auch in ihre Region kam. 

“Wir konnten nicht bleiben. Um uns herum versank alles in Chaos und Gewalt. In Uganda ist es dagegen ruhig und friedlich. Ich hoffe, dass ich hier meine Schulbildung abschließen kann. Vielleicht kann ich sogar Anwältin werden – das wäre mein Traum,” erzählt Jackline.

Plan International Uganda ist im Bidi Bidi Camp aktiv und macht Bildungsangebote für geflüchtete Kinder und Jugendliche ein. Traditionelle Rollenbilder und Familienmodelle, die Mädchen und junge Frauen in Abhängigkeitsbeziehungen drängen, stellen dabei eine große Herausforderung dar - Mädchen und Frauen werden häufig als weniger Wert angesehen, ihr Platz liegt traditionell in der Familie als Hausfrau und Mutter - Rollen, für die sie in den Augen vieler Eltern keine Schulbildung brauchen, weshalb sie seltener in die Schule geschickt werden. Dadurch haben die Mädchen aber selten die Chance auf einen guten Beruf, ein eigenes Einkommen und sind deshalb ihr Leben lang von ihren Ehemännern abhängig - ein Umstand, den Plan International verhindern möchte. Ein zentraler Punkt der Projektarbeit im Camp liegt deshalb darin, die geschlechtsspezifischen Hürden zu erkennen, die Mädchen und junge Frauen von einem erfolgreichen Schulbesuch abhalten und mit gezielten Programmen das Recht auf Bildung und Chancengleichheit zu fördern.

In diesem Sinne sind die Girl’s Education Movement Clubs (GEM) (dt.: Mädchen-Bildungsbewegungsvereine) entstanden – Arbeitsgruppen, in denen Mädchen und junge Frauen sich über ihre Erfahrungen austauschen und gemeinsam Lösungsstrategien erarbeiten, wie sie ihr Recht auf Bildung einfordern aber auch mitgestalten können. 

Jackline ist als langjähriges Mitglied in einem GEM-Club überzeugt, dass ihr Einsatz bereits Früchte trägt. “Ich habe eine Menge zum Thema Gleichberechtigung gelernt und fühle mich in vielen Bereichen selbstbewusster als vorher. Ich weiß, dass ich als Mädchen nicht weniger wert bin und dass ich alles tun und werden kann, was Jungs auch können,” erzählt sie.

“Außerdem habe ich gelernt, wie ich mit Menschen umgehen kann, die meinen, dass ich mit der Schule nur meine Zeit verschwende und doch lieber mehr im Haushalt helfen solle. Meine Eltern finden es gut, dass ich mich so auf das Lernen konzentriere. Diese positive Unterstützung möchte ich weitergeben. Immer wenn ich ein Mädchen treffe, das die Schule abgebrochen hat, bestärke ich sie, wieder zurückzukommen,” sagt Jackline.

Die Girl’s Education Movement Clubs (GEM) im Bidi Bidi Camp haben schon viele Forderungen ausgearbeitet und auch umgesetzt. Dazu zählen zum Beispiel die Einführung von getrennten Toiletten für Mädchen und Jungen, die kostenlose Verteilung von wiederverwendbaren Damenbinden, Workshops für Lehrer:innen zum geschlechtergerechten Lernen und Lehren sowie Informationsveranstaltungen und Gesundheitsleistungen für jugendliche Schülerinnen im Bereich reproduktiver Gesundheit und Rechte. 

Gillian (10), Sakirah (14) und Christine berichten von ihren Erfahrungen mit den von den GEM Clubs und Plan International bewirkten Veränderungen.

]]>
news-2100 Fri, 15 Oct 2021 00:01:00 +0000 Deutschland in Pink: Rekord zum Welt-Mädchentag https://www.plan.de/news/detail/deutschland-in-pink-rekord-zum-welt-maedchentag.html Dank Initiative der Plan-Aktionsgruppen und weiterer Unterstützer:innen haben dieses Jahr zum Welt-Mädchentag rund 40 Städte an der Beleuchtungsaktion von Plan International teilgenommen. news-2099 Thu, 14 Oct 2021 00:31:00 +0000 Schlimmste Hungerkrise seit Jahrzehnten bedroht Leben von Millionen Kindern https://www.plan.de/news/detail/schlimmste-hungerkrise-seit-jahrzehnten-bedroht-leben-von-millionen-kindern.html Konflikte, die Corona-Pandemie, die Klimakrise und wirtschaftliche Turbulenzen haben zu einem steilen Anstieg des Hungers in der Welt geführt. 41 Millionen Menschen stehen kurz vor einer Hungersnot. Kinder und Frauen sind am stärksten betroffen. Die Welt steht vor einer der größten Hungerkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Etwa 41 Millionen Menschen sind akut von einer Hungersnot bedroht. Gründe für die Krise sind Konflikte, die Corona-Pandemie und die Klimakrise. Bewaffnete Auseinandersetzungen sind die Hauptursache akuter Ernährungsunsicherheit. So zerstörten etwa langwierige Kämpfe Mali über Syrien bis Mosambik die Lebensgrundlagen vieler Menschen und zwangen Familien zur Flucht. Die Folge: Millionen Kinder sind vom Hungerstod bedroht. Außerdem ist es für humanitäre Organisationen äußerst gefährlich geworden, die bedürftigen Gemeinschaften zu erreichen. Schätzungen zufolge benötigen allein in den zentralen Sahelländern Mali, Burkina Faso und Niger über 14 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe.

Die Corona-Pandemie hat weltweit zu einem starken Anstieg von Armut und Ungleichheit geführt, da die Pandemiebeschränkungen und Ausgangssperren in vielen Ländern zu einer Unterbrechung der Nahrungsmittelversorgung. Mädchen und Frauen machen 70 Prozent der Hungernden aus. Denn wenn das Essen knapp ist, essen sie oft weniger und zuletzt. Und wenn Familien unter Druck geraten, werden Mädchen häufiger als Jungen von der Schule genommen und sind dem Risiko von Kinder-, Früh- und Zwangsheirat, geschlechtsspezifischer Gewalt, sexueller Ausbeutung und ungewollter Schwangerschaft ausgesetzt.
 

Die Zeit zum Handeln ist jetzt

Rüdiger Schöch, Teamleiter der Humanitären Hilfe von Plan International Deutschland, sagt: „Einer von acht Menschen hungert weltweit. Und allein in den letzten sechs Monaten hat sich die Zahl der Menschen, die vom Hungerstod betroffen sind, vervierfacht. Dieser enorme Anstieg und unzureichende Ernährungssysteme erfordern ein entschlossenes Handeln. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Finanzmittel für lebensrettende humanitäre Hilfe – einschließlich Nahrung, Bildung, Kinderschutz und Unterstützung des Lebensunterhalts – dringend aufgestockt werden. Wir können es uns nicht leisten, zu warten. Kinder sterben bereits an Hunger.“

Plan International ist in zahlreichen Ländern, die die Hauptlast dieser globalen Nahrungsmittelkrise tragen, mit Hilfsprogrammen tätig. Rüdiger Schöch: „Wir weiten Programme wie Bargeld- und Gutscheinhilfe, Essensverteilung, Kinderschutz und Schulmahlzeiten zügig aus. Wir benötigen dringend Unterstützung, damit wir noch mehr Mädchen und ihre Familien erreichen können, die von Nahrungsmittelknappheit betroffen sind.“

Unterstützen Sie jetzt unsere Nothilfe.

]]>
news-2096 Wed, 13 Oct 2021 11:14:00 +0000 Ausstellung „Mission 2030“ lädt zur Zukunftsplanung ein https://www.plan.de/news/detail/ausstellung-mission-2030-laedt-zur-zukunftsplanung-ein.html Das Publikum im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg entscheidet bis zum 18. April 2022, welche Weichenstellungen zum Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele und für die Zukunft der Weltgemeinschaft die besten sind. Unsere Mitmachausstellung „Mission 2030 – Globale Ziele erleben“ bringt die Sustainable Development Goals (SDGs) in der niedersächsischen Stadt zur Diskussion. Besucher:innen schlüpfen in die Rollen von Delegierten einer internationalen Konferenz und begeben sich an interaktiven Stationen zu den Schauplätzen realer Projektbeispiele in Ägypten, Ghana, Guatemala, Kambodscha, Kolumbien und Timor-Leste sowie in zwei deutschen Großstädten.

Authentische Einblicke

Neun multimediale Module veranschaulichen die Bedeutung von ausgeglichenen Lebensverhältnissen, Chancengleichheit sowie einem schonenden Umgang mit Ressourcen. Die meist jungen Protagonist:innen sind reale Personen und stellen ihren Alltag und ihr Engagement vor. Damit ermöglicht die Erlebnisausstellung einen authentischen Einblick in die jeweilige Situation vor Ort. „Mission 2030“ zeigt Lösungsmöglichkeiten für unterschiedliche Herausforderungen auf, die zur Erreichung der SDGs wichtig sind. Die interaktive Schau richtet sich insbesondere auch an Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.

Lehrreiche Weltreise

„Alle UN-Mitgliedsstaaten haben den nachhaltigen Entwicklungszielen zugestimmt – nun müssen wir sie gemeinsam bis 2030 umsetzen“, sagt Dr. Werner Bauch, Vorstandsvorsitzender von Plan International Deutschland. „Wir laden daher alle ein, sich mit unserer Ausstellung, Mission 2030‘ auf eine lehrreiche Weltreise zu begeben. Auf spielerische Weise lernt das Publikum die SDGs kennen und kann selbst aktiv werden. Wir leben alle auf einem Globus – den gilt es, nachhaltig zu erhalten und gerecht zu gestalten.“

Dr. Christina Barilaro, stellvertretende Direktorin vom Landesmuseum Natur und Mensch, sagt: „Wie wir 2030 leben, ist eng mit unserem Handeln heute verknüpft. Chancengleichheit und Nachhaltigkeit sind damit auch unsere Kernthemen. Die interaktive Ausstellung von Plan International wendet sich insbesondere auch an jüngeres Publikum und bietet uns neue Anknüpfungspunkte, um den Austausch zu verstärken.“

Begleitprogramm

Im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg wird die Erlebnisausstellung um regionale Perspektiven von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ergänzt. Verschiedene Projekte haben sich parallel zu „Mission 2030“ mit den Nachhaltigkeitszielen „Weniger Ungleichheiten“, „Leben unter Wasser“ und „Leben an Land“ auseinandergesetzt. Von Künstler:innen begleitet, haben rund 150 junge Menschen kreativ gearbeitet. Die dabei entstandenen Werke sind ebenfalls bis zum 18. April 2022 zu sehen. Darüber hinaus erwarten das Publikum Vorträge und anstatt von Führungen, gibt es regelmäßig sonntags zwischen 15:00 Uhr und 16:00 Uhr die Gelegenheit, Guides in der Ausstellung anzusprechen, um Fragen zu den Themen zu stellen.

Mehr Informationen zum Begleitprogramm sowie Anmeldungen für Gruppen beim Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg, Tel. +49 (0)441 40570-300 oder auf der Website.

]]>
news-2097 Tue, 12 Oct 2021 13:57:00 +0000 Das war unser Kilometerzähler für Gleichberechtigung https://www.plan.de/news/detail/das-war-unser-kilometerzaehler-fuer-gleichberechtigung.html Mitmachaktion von Plan International zum Welt-Mädchentag großer Erfolg Geschafft: Rund 52.000 Kilometer wurden innerhalb der letzten vier Wochen im Rahmen der Mitmachaktion Kilometerzähler für Gleichberechtigung gemeinsam gelaufen, geradelt, gewandert, gerudert oder geschwommen. Dabei sind insgesamt über 18.500 Euro Spenden zusammengekommen. Die Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland hatte dazu aufgerufen, vom 12. September an bis zum Welt-Mädchentag am 11. Oktober mit vereinten Kräften symbolisch die Welt zu umrunden und Spenden für den Mädchen-Fonds von Plan zu sammeln. Das anvisierte Ziel von 40.075 Kilometern entspricht der Strecke einmal um den Äquator, es wurde bereits einige Tage vor dem Welt-Mädchentag erreicht.

„Eine rundum gelungene Aktion und ein ganz starkes Signal für die Gleichberechtigung“, sagt Kathrin Hartkopf, Sprecherin der Geschäftsführung von Plan International Deutschland, „Mädchen sind in vielen Regionen dieser Welt von Geburt an benachteiligt. Damit sie die gleichen Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben haben wie Jungen, legen wir einen besonderen Fokus auf ihre Belange. Mit der Aktion Kilometerzähler ist es nun tatsächlich gelungen, gemeinsam symbolisch die Welt zu umrunden. Jeder Kilometer – ob zu Fuß, auf dem Rad oder im Wasser – hat dazu beigetragen! Ein großes Dankeschön an alle, die zusammen mit Plan International für die Rechte von Mädchen Strecke gemacht, den Aufruf geteilt und gespendet haben.“

Die Aktion Kilometerzähler für Gleichberechtigung wurde von vielen prominenten Sportler:innen unterstützt, die sich als Botschafter:innen für die Arbeit von Plan International engagieren. Unter anderem von der Biathlon Vize-Weltmeisterin Vanessa Hinz mit über 682 Kilometern, vom Marathon-Profi Philipp Pflieger mit rund 350 Kilometern und vom Handball-weltmeister Dominik Klein, der über 60 Mädchen in einem Girlscamp ein Handballtraining gab – und statt Teilnahmegebühren um Spenden für die Aktion warb. Ebenso waren der Deutsche Handballbund (DHB) und dessen Partner sowie die deutsche Skisprung-Nationalmannschaft der Damen mit von der Partie.  

Auch die ehrenamtlichen Unterstützer:innen engagierten sich mit hohem Einsatz: Einzeln und in der Gruppe sorgten sie dafür, dass der Kilometer- und Spendenstand jeden Tag beträchtlich wuchs. Die meisten Kilometer sammelt die Plan-Aktionsgruppe Lübeck mit über 5.913 Kilometern, die meisten Spenden die Plan-Aktionsgruppe Hamburg mit 2.515 Euro. Dass der Teamgeist beim Kilometerzähler für Gleichberechtigung besonders ausgeprägt war, zeigen unter anderem auch die Internatswanderung des Kolleg St. Blasien mit über 3.618 Kilometern und die Radtour der neunten Klasse der Freien Waldorfschule Lübeck mit über 2.000 Kilometern.  

Der Spendenerlös in Höhe von über 17.500 Euro fließt zu 100 Prozent in den Mädchenfonds, mit dem Plan International weltweit Projekte unterstützt, die Mädchen gezielt fördern.

Mehr Infos zum Kilometerzähler

 

]]>
news-2025 Mon, 11 Oct 2021 16:12:00 +0000 Mit gutem Beispiel voran: So wird Feminist Leadership in Togo gelebt https://www.plan.de/news/detail/mit-gutem-beispiel-voran-so-wird-feminist-leadership-in-togo-gelebt.html Die 14jährige Ilétou lebt mit ihrer Familie in der Küstenregion im Süden Togos. In den ländlichen Regionen rund um die Landeshauptstadt Lomé sind Geschlechternormen, die Mädchen und jungen Frauen eine untergeordnete gesellschaftliche Position zuweisen, weit verbreitet – ein Problem, das sich während der COVID-19 Pandemie weiter verschärft hat. Wie viele andere Länder rief auch Togo als Reaktion auf die COVID-19 Pandemie den nationalen Notstand aus. Seit einem Jahr lebt die Bevölkerung schon mit den erlassenen Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionsraten. Schulen und Kirchen sind geschlossen sowie alle anderen öffentlichen Orte, an denen sich Menschen versammeln könnten.

Besonders hart – aber oft unbemerkt – haben Mädchen und junge Frauen mit der Situation zu kämpfen. Anstatt von zu Hause aus lernen zu können, werden sie oft stärker in die Hausarbeit eingespannt oder müssen arbeiten gehen, um zum Einkommen ihrer Familien beizutragen. Viele Mädchen brechen in diesen Situationen die Schule ab. Die 14jährige Ilétou ist aber trotz aller Schwierigkeiten fest entschlossen, ihren Abschluss zu machen und Medizin zu studieren. Sie weiß, was eine gute Bildung bedeutet und möchte ein Vorbild für andere für Mädchen und junge Frauen in ihrer Gemeinde sein. 

Um das Thema der Geschlechtergerechtigkeit weiter voranzubringen, nahm Ilétou am internationalen Frauentag am 8. März 2021 an einem von Plan International und UNFPA organisierten generationsübergreifenden Dialog teil. Im Laufe der Veranstaltung diskutierten junge Mädchen aus lokalen Gemeinden mit weiblichen Führungspersönlichkeiten aus Regierungsministerien, dem Parlament und UN-Vertreterinnen.

Ilétou freute sich über die Gelegenheit über das Thema Feminist Leadership mit Frauen sprechen zu können, die sich schon viele Jahre für Geschlechtergerechtigkeit in Togo einsetzen. „Es war für mich das erste Mal, dass ich so viele weibliche Führungspersönlichkeiten kennengelernt habe. Es war toll mit ihnen zu sprechen und Erfahrungen austauschen zu können. Sie haben nicht nur Vorträge gehalten, sondern waren auch daran interessiert, unsere Perspektiven auf das Thema zu erfahren. Das war sehr inspirierend und hat mich motiviert, mich weiter für Mädchen in meiner Gemeinde zu engagieren,“ erzählt Ilétou.

Die Jugendliche hat bereits in verschiedenen Projekten Verantwortung übernommen. Nach ihrem 15. Geburtstag dieses Jahr wird Ilétou dem Jugendbeirat von Plan International Togo beitreten, um sich weiter für die Belange von Mädchen und jungen Frauen einzusetzen. Dafür hat sie bereits einige Ideen parat. „Ich möchte, dass es mehr generationsübergreifende Dialoge gibt. Es wäre aber gut, wenn dann auch männliche Minister oder Parlamentsabgeordnete teilnehmen würden. Nur wenn wir das Thema der Geschlechtergerechtigkeit als etwas wahrnehmen, das uns alle etwas angeht, kann sich etwas ändern,“ sagt Ilétou.

]]>
news-1710 Thu, 07 Oct 2021 13:08:00 +0000 Sumaiyas Masken-Challenge https://www.plan.de/news/detail/sumaiyas-masken-challenge.html Da Sumaiya in ihrer ländlich gelegenen Gemeinde in Bangladesch keinen Zugang zu nationalen Nachrichtenkanälen hatte, erfuhr sie von der Covid-19 Pandemie erst durch die von Plan International organisierten Safe Schools Initiative. Seitdem setzt sich die Schülerin für mehr Aufklärung zum Umgang mit der Krankheit und der Prävention von Infektionen ein. Das Safe Schools Programm von Plan International ist eine globale Initiative, die sich gemeinsam mit lokalen Partnern dafür einsetzt, Schulen zu sicheren Orten zu machen, an denen Kinder und Jugendliche in einem positiven Umfeld lernen können. Sie sollen dort ihre Rechte kennen- und einfordern lernen. Seit dem Beginn der Covid-19 Krise leistet das Programm auch vermehrt Aufklärungsarbeit zur Bekämpfung der Pandemie und der Prävention von Ansteckungen.

“Ich habe gelernt, wie viel Maßnahmen wie das Tragen einer Gesichtsmaske, Social Distancing und das regelmäßige Händewaschen ausmachen,” erzählt Sumaiya.

Als die Schülerin merkte, dass sich viele Menschen in ihrer Gemeinde in Bangladesch die teuren Wegwerfmasken nicht leisten konnten, entschied Sumaiya, gemeinsam mit ihren Mitschüler:innen selbst welche herzustellen. „Ich habe mitbekommen, dass die meisten meiner Nachbar:innen und Bekannten nicht genug Geld hatten, um sich immer wieder neue Masken zu kaufen. Ich hatte eine Nähmaschine zu Hause und habe eines Tages angefangen, selbst Masken aus Stoff zu nähen und sie in unserer Nachbarschaft zu verteilen,“ erklärt Sumaiya.

Wie sie die selbstgenähten Stoffmasken herstellen kann, hat die Schülerin in einem Workshop der Safe Schools Initiative gelernt, die sich streng an die empfohlenen Guidelines der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält. Mit dem im Workshop erworbenen Wissen fing Sumaiya an, aus alten Stoffresten, die in der Schneiderei ihrer Mutter übrig blieben, Masken für ihre Familie, Freund:innen und Nachbar:innen zu nähen.

Als sie ihre erste selbstgenähte Ladung an Masken verteilte, wurden auch andere Menschen in ihrem Viertel auf sie aufmerksam. Schon bald erhielt Sumaiya Anfragen von einer Gruppe von Rikschafahrer:innen, die den ganzen Tag viele verschiedene Menschen transportieren und die Masken gut gebrauchen konnten.

In den von Safe Schools organisierten Gruppentreffen teilte Sumaiya ihre Erfahrung und schlug vor, ein eigenes Projekt zu starten. Die Gruppe erhielt eine Förderung, um das nötige Material besorgen zu können. Sumaiya und ihre Mitschüler:innen konnten daraufhin insgesamt 1.200 wiederverwendbare Masken herstellen, die sie in ihrer Gemeinde verteilten.

Anfangs waren viele Menschen noch skeptisch, aber Sumaiya und ihre Safe Schools Gruppe nahmen sich bei jeder Verteilungsaktion viel Zeit, um über die Bedeutung des Maskentragens und andere Hygienemaßnahmen aufzuklären. 

„Sumaiya ist in unserer Gemeinde zu einem Vorbild geworden,“ sagt Abed Ali, Besitzer eines Teegeschäfts auf dem Wochenmarkt. „Wir vertrauen ihr. Sie und die anderen haben viel Zeit investiert, um alles Wichtige über die neue Krankheit zu lernen. Momentan gibt es in unsere Gemeinde keinen einzigen Covid-19 Fall mehr,“ fügt Abed Ali hinzu.

]]>
news-2089 Fri, 01 Oct 2021 06:54:29 +0000 FRoSTA verlängert Engagement in Ecuador um weitere zwei Jahre https://www.plan.de/news/detail/frosta-verlaengert-engagement-in-ecuador-um-weitere-zwei-jahre.html Die FRoSTA AG und Plan International setzen ab Oktober 2021 ihr nun insgesamt drittes gemeinsames Projekt in der Region Cotopaxi in Ecuador um.

Mit diesem zweijährigen Projekt wollen wir Jugendliche, insbesondere junge Frauen, in neun Gemeinden dabei unterstützen, sich nachhaltige Einkommensquellen zu erschließen, mit denen sie ihren Lebensunterhalt sichern können.

180 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren, darunter 108 Mädchen, nehmen dafür an Workshops teil, in denen sie finanzielle und unternehmerische Kenntnisse erwerben. Darüber hinaus bauen wir insgesamt fünf Zentren für sicheren Internetzugang. Besonders in der Covid-19-Pandemie wurde die dringende Notwendigkeit einer guten und sicheren Internetverbindung deutlich. Internetzugang und digitale Fähigkeiten sind jedoch nicht nur während einer Pandemie Grundbedarf, sondern heutzutage auch ausschlaggebend auf dem Arbeitsmarkt. Insgesamt erreichen wir mit den Zentren 405 Jugendliche in neun Gemeinden und stärken sie in ihrem Grundrecht auf Bildung.

Seit 2017 arbeiten wir mit dem Tiefkühlkosthersteller aus Bremerhaven in einem Individualprojekt in Ecuador zusammen. Besonders der nachhaltige Ansatz des Engagements in der Region ist dabei hervorzuheben: Bisher wurden in den Projekten insgesamt vier Bäckereien und 27 Gemüsebaubetriebe mit Tierzucht gegründet und es sind 209 Jobs für junge Menschen entstanden.

]]>
news-2086 Tue, 28 Sep 2021 09:24:23 +0000 Neue Bundesregierung: NGOs fordern ausreichende Finanzierung für Entwicklungszusammenarbeit https://www.plan.de/news/detail/neue-bundesregierung-ngos-fordern-ausreichende-finanzierung-fuer-entwicklungszusammenarbeit.html Nach der Bundestagswahl setzen sich 13 Entwicklungsorganisationen dafür ein, dass die künftigen Koalitionspartner:innen sich zu mehr globaler Gerechtigkeit bekennen Unter dem Motto „Koalitionspartner:innen gesucht!” rufen 13 Entwicklungsorganisationen die Parteien dazu auf, sich in den anstehenden Gesprächen für mehr globale Gerechtigkeit einzusetzen. Sie fordern ein klares Bekenntnis zu einer verlässlichen und ausreichenden Finanzierung für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe im Koalitionsvertrag.

Im Rahmen ihrer Kampagne #ZusammenWeiterEntwickeln wollen die NGOs mit den künftigen Koalitionspartner*innen an gemeinsame Erfolge anknüpfen und sich für mehr globale Gerechtigkeit sowie ein Ende der extremen Armut einsetzen. „Wir fordern eine nachhaltige Entwicklungspolitik für alle Menschen im Sinne der Agenda 2030. Die künftige Bundesregierung muss ihrer internationalen Verantwortung gerecht werden und sich zu mehr Solidarität, einer starken multilateralen Zusammenarbeit und einer verlässlichen Finanzierung verpflichten“, erklären die NGOs.

Die zentrale Forderung der Organisationen ist die Erfüllung der sogenannten ODA-Quote (Official Development Assistance, ODA): Deutschland muss sein Versprechen aus dem Jahr 1970 halten, mindestens 0,7 Prozent der eigenen Wirtschaftsleistung dauerhaft in öffentliche Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu investieren. Dieses 0,7-Prozent-Ziel erreichte Deutschland 2020 dank der umfassenden Sonderprogramme der Bundesregierung zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Zuvor war die Quote erst einmal im Jahr 2016 erreicht worden, und das auch nur durch die Anrechnung der Kosten für Geflüchtete im Inland.

Gleichzeitig fordern die NGOs, dass der Etat des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) nicht unter das aktuelle Niveau von 12,43 Mrd. Euro fällt. „Das BMZ muss als Ministerium eine viel exponiertere Rolle in der neuen Regierung einnehmen. Nur so kann die zukünftige Bundesregierung zusammen mit der Zivilgesellschaft die Entwicklungszusammenarbeit spürbar beeinflussen und die Länder des globalen Südens dabei unterstützen, die nachhaltigen Entwicklungsziele zu erreichen“, sagt Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). „Eine ausreichende Finanzierung ist das Fundament dafür, bessere und gerechtere Lebensbedingungen für alle Menschen auf der Welt zu schaffen, extreme Armut und Hunger zu beenden und die Folgen der Corona-Pandemie insbesondere im globalen Süden abzufedern”, erklärt Kreutzberg weiter.

Teil der von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) initiierten Kampagne sind diese NGOs: Aktionsbündnis gegen AIDS, CARE Deutschland, CBM Christoffel-Blindenmission, Friends of the Global Fund Europe, die Stiftung Gesunde Erde - Gesunde Menschen, Global Citizen, ONE Deutschland, Oxfam, Plan International Deutschland, Save the Children Deutschland, SOS-Kinderdörfer weltweit und World Vision. Mit verschiedenen Aktionen, wie einem Kampagnenfilm, einer starken Kommunikation in den sozialen Medien unter dem Hashtag #ZusammenWeiterEntwickeln und einer mobilen Plakataktion im Berliner Regierungsviertel machen die NGOs auf ihre Kampagne aufmerksam und suchen einen konstruktiven Austausch mit der Politik.

Weitere Informationen
Kampagnenwebsite: https://www.dsw.org/zusammen-weiter-entwickeln/
Kampagne auf Twitter: https://twitter.com/hashtag/ZusammenWeiterEntwickeln
Kampagnenfilm: https://youtu.be/YCvdNN9a5fc

 

]]>
news-1611 Mon, 27 Sep 2021 08:47:00 +0000 Ökologische Landwirtschaft bietet Frauen Zukunftsperspektiven https://www.plan.de/news/detail/oekologische-landwirtschaft-bietet-frauen-zukunftsperspektiven.html So wie Covid-19 aktuell unsere Gesellschaft verändert, werden viele Menschen noch jahrelang mit den wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen haben. Um sicherzustellen, dass junge Frauen weiterhin ein Einkommen haben, vermittelt Plan Internationals „Green Skills“-Projekt in Indonesien den Teilnehmerinnen unternehmerische und praktische Fähigkeiten in ökologischer Landwirtschaft. Junge Frauen in Indonesien sind besonders stark von Arbeitslosigkeit betroffen, bedingt durch eingeschränkten Zugang zu Bildung und den Druck traditioneller Rollenbilder. Von ihnen wird erwartet, eine gute Hausfrau, Ehefrau und Mutter zu sein. Viele werden davon abgehalten, außerhalb des Hauses zu arbeiten, weshalb es für sie schwer ist, die nötigen Fähigkeiten und Qualifikationen zu erlangen, um ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben zu führen.

Das „Green Skills“-Projekt wurde ins Leben gerufen, um diese Umstände zu ändern. Es versorgt 2.000 junge Menschen in den Soe und Kefa Provinzen mit Arbeitsplätzen und Ausbildungsmöglichkeiten. Teilnehmer:innen lernen alles über ökologische Landwirtschaft: von der Vorbereitung des Bodens und der Instandhaltung der Saat über die Ernte und bis hin zum Finanz-Management. Viele reichen das erlernte Wissen dann weiter, wenn neue Menschen angestellt werden.

Die 28-jährige Damaris ist seit 2015 Teilnehmerin des „Green Skills“-Projektes. Bevor sie dem Programm beigetreten ist, waren sie und ihre Familie auf das Einkommen ihres Mannes angewiesen. Das hat nicht immer ausgereicht. Sie wollte auch arbeiten, aber wusste nicht, was sie tun konnte, weil sie das Gefühl hatte, keine Ausbildung und keine Fähigkeiten zu haben.

]]>
news-2030 Thu, 23 Sep 2021 15:40:00 +0000 Berufsausblidung trotz Konflikt: Wie sich Binnenvertriebene in Kamerun ein neues Leben aufbauen https://www.plan.de/news/detail/berufsausblidung-trotz-konflikt-wie-sich-binnenvertriebene-in-kamerun-ein-neues-leben-aufbauen.html “Ich kann den Klang der Pistolenschüsse nicht vergessen. Immer wieder mussten wir uns verstecken – ich hatte schreckliche Angst”, erzählt die 16-jährige Theresia, die aus ihrem Heimatort im Nordwesten Kameruns fliehen musste als bewaffnete Gruppen ihre Nachbarschaft angriffen. Gemeinsam mit ihrer Mutter und sieben Geschwistern floh Theresia in ein nahegelegendes Krankenhaus, das als einer der letzten sicheren Orte galt. Als kurz darauf auch das Krankenhaus attackiert wurde, war die Familie gezwungen ihre Heimatregion ganz zu verlassen.

Die ansteigende Gewalt in Kameruns nordwest- und südwestlichen Gebieten hat die lokalen Gemeinden hart getroffen. Seitdem Separationsbewegungen den Konflikt seit 2016 immer weiter eskalieren lassen, haben auch extremistische Gruppen das politische Vakuum ausgenutzt und sind neben weiteren kriminellen Banden in der Region aktiv. Zwischen den Fronten steht die Bevölkerung, der inmitten der willkürlich stattfindenden Angriffe, die auch Schulen und Krankenhäuser ins Visier nehmen, nichts anderes übrig bleibt, als ihre Heimat zu verlassen. Etwa eine viertel Million Binnenvertriebene hat der Konflikt bisher hervorgebracht. 

In den noch als sicher geltenden Städten im Rest des Landes ist der Wohnraum knapp. Theresia teilt sich heute mit ihrer Mutter und sieben Mitbewohner:innen eine Zwei-Zimmer-Wohnung. Auch der Arbeitsmarkt bietet nicht genug Möglichkeiten für die vielen Menschen, die auf einmal in die Städte drängen. Theresias Mutter Mónica hat kein Einkommen und erhält auch keine finanzielle Unterstützung von der Regierung. Als sie nicht mehr für ihre gesamte Familie sorgen konnte, gab sie sechs ihrer sieben Kinder in ein Kinderheim – nur Theresia ist ihr geblieben.  

Durch das Erlebte war Theresia traumatisiert. Sie leidete oft an Angstzuständen und machte sich ständig Sorgen, dass sie auch von ihrer Mutter getrennt werden könnte. “Ich habe mir große Sorgen um meine Zukunft gemacht. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass überhaupt noch irgendetwas aus mir werden könnte,” erzählt sie.

Nach einiger Zeit kam Theresia mit dem Friendly Places Programm von Plan International in Kontakt, das sich dafür einsetzt, sichere und kinderfreundliche Orte zu schaffen, an denen Kinder und Jugendliche traumatische Erfahrungen verarbeiten und neue Perspektiven für ihre Zukunft entwickeln können. Zuerst fiel es ihr schwer, sich mit ihren Gefühlen zu beschäftigen und über das Erlebte zu sprechen. Aber mit der Zeit nahm Theresia immer mehr Beratungsangebote war und fing an sich während der psychosozialen Betreuung für neue Aktivitäten zu interessieren. 

Schließlich nahm die 16-jährige an einem berufsvorbereitenden Kurs teil und entschied sich, eine Ausbildung als Schneiderin zu beginnen. Nachdem Theresia ihr Training abgeschlossen hatte, erhielt sie von Plan International eine Nähmaschine, Stoffe und anderes Nähmaterial als Grundausstattung. Die Unterstützung hat ihr nicht nur dabei geholfen, ihr eigenes Einkommen zu verdienen – mit der einhergehenden Anerkennung hat sich auch Theresias Selbstbewusstsein verändert. “Ich freue mich wieder darauf, was die Zukunft bringt. Meine Ausbildung gibt mir das Gefühl, dass ich gebraucht werde. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich gut bin, in dem was ich tue und dass ich damit mein eigenes Geld verdienen kann – das fühlt sich einfach großartig an,” sagt Theresia.

Eines Tages möchte Theresia auch selbst Workshops und Trainingskurse anbieten. Ihr ist es wichtig, gerade Mädchen und jungen Frauen, die in derselben Situation sind, in der sie einmal war, eine Perspektive zu bieten. Und wenn es nach ihren ehemaligen Betreuer:innen im Friendly Places Programm geht, ist das Engagement der Jugendlichen mehr als willkommen. "Theresia lernt sehr schnell, sie war eine der besten Auszubildenden in ihrem Jahrgang,” erzählt Estella, eine der Kursleiterinnen. Und Ferdinand, der als Sozialarbeiter im Programm aktiv ist, fügt hinzu: “Sie ist sehr fleißig und verantwortungsbewusst. Wir freuen uns sehr, dass Theresia sich für andere Jugendliche einsetzen möchte, die aufgrund des Konflikts vertrieben wurden und mit vielen finanziellen aber auch sozialen Hürden zu kämpfen haben.

Das Friendly Spaces Projekt, an dem Theresia teilgenommen hat, ist eine gemeinsame Initiative von Plan International und der schwedischen Agentur für internationale Zusammenarbeit (SIDA). In der dritten Projektphase, die zwischen Mai 2020 und April 2021 stattgefunden hat, konnte das Programm mehr als 9.000 Menschen erreichen, die aufgrund des innerstaatlichen Konflikts im Nordwesten und Südwesten des Landes vertrieben wurden. Davon konnten 359 Jugendliche und junge Erwachsenen berufsvorbereitende Seminare besuchen und bei ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt werden.

]]>
news-2082 Wed, 22 Sep 2021 00:00:00 +0000 Abgeordnete und Prominente unterstützen Plan International Deutschlands Forderung nach mehr Gleichstellung in den Außenbeziehungen https://www.plan.de/news/detail/abgeordnete-und-prominente-unterstuetzen-plan-international-deutschlands-forderung-nach-mehr-gleichstellung-in-den-aussenbeziehungen.html Politiker:innen von CDU, SPD, FDP, DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen fordern, dass die nächste Bundesregierung Mädchen und junge Frauen in den Mittelpunkt der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik nimmt. Rund 36 Abgeordnete des Deutschen Bundestags, Kandidierende sowie Prominente und Aktivist:innen haben sich anlässlich der Bundestagswahl am 26. September der Forderung von Plan International Deutschland angeschlossen, Gleichstellung ins Zentrum der Außen- und Entwicklungspolitik zu stellen. Darunter sind Vertreter:innen der CDU, SPD, FDP, DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen. Laut des Mädchenberichts der Kinderrechtsorganisation nimmt die Bundesregierung die Gleichstellung von Mädchen und jungen Frauen zu wenig in den Fokus ihrer Außen- und Entwicklungspolitik. Dabei lässt sich Armut nur langfristig und nachhaltig bekämpfen, wenn Mädchen und Frauen in den Mittelpunkt der Außenbeziehungen gestellt werden. So halten Friedensabkommen länger und es gibt mehr Wohlstand für alle, wenn Frauen an den Entscheidungsprozessen beteiligt sind. 

„Es braucht eine mutige feministische Innen- und Außenpolitik“, sagt etwa Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags. „Eine Politik, die bei uns selbst anfängt und zugleich global gerechte Strukturen schafft - für ein Leben ohne Gewalt und in voller Würde für alle! Eine ambitionierte Politik zur Bekämpfung der Klimakrise, zur Wahrung der Menschenrechte aller auf unserem geteilten Planeten.“ Markus Lanz, ZDF-Moderator, sagt: „Wir brauchen Gleichstellung in der Außen- und Entwicklungspolitik - für mehr Frieden und Wohlstand weltweit. Dafür setze ich mich ein!“

Die Vize-Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Nadine Schön setzt sich „dafür ein, dass die Stimmen von Frauen und Mädchen weltweit gehört werden und dass das, was sie sagen, in politischen Entscheidungen Gewicht hat. Die Gleichstellung von Frauen und Mädchen muss zur Grundlage der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe werden.“ Dr. Bärbel Kofler (SPD), Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, sagt, sie setze sich für die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen an politischen Prozessen ein und sei aus „Überzeugung gerne Botschafterin“ für Geschlechtergleichstellung in der internationalen Politik. „Die Perspektive von Frauen immer mitdenken, feministische Ansätze in der Politik umsetzen, Frauen gleichgestellt einbinden – das wird in vielen politischen Bereichen auch heute leider immer noch nicht umgesetzt. In der Außen- und Entwicklungspolitik ist der Aufholbedarf weiterhin sehr groß.“

Für Kristina Lunz, Aktivistin und Mitgründerin des Center for Feminist Foreign Policy, ist klar: „Ohne Feminismus kein Frieden.“ Schauspielerin Wolke Hegenbarth sagt, dass die Perspektive von über der Hälfte der Weltbevölkerung stärker berücksichtigt werden müsse. „Diesen Fokus brauchen wir für Deutschland in der Außen- und Entwicklungspolitik, wie es Länder wie Kanada oder Schweden vormachen.“ Und der Journalist und Autor Ulrich Wickert sagt: „Was fehlt in der deutschen Entwicklungs- und Außenpolitik? Die Perspektive von über der Hälfte der Weltbevölkerung. Deshalb brauchen wir JETZT eine Außen- und Entwicklungspolitik für Deutschland, die eine besondere Beachtung auf die Lage der Frauen im globalen Süden und insbesondere in Kriegs- und Krisengebieten legt.“ Die komplette Liste aller Unterstützer:innen gibt es auf unserer Website.

]]>
news-2076 Wed, 15 Sep 2021 10:21:00 +0000 WeltRisikoBericht 2021: Soziale Sicherung elementar für Katastrophenvorsorge https://www.plan.de/news/detail/weltrisikobericht-2021-soziale-sicherung-elementar-fuer-katastrophenvorsorge.html Mit dem Fokus Soziale Sicherung erscheint der neue WeltRisikoBericht, der heute von Bündnis Entwicklung Hilft und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum (IFHV) präsentiert wird. Corona-Pandemie, Waldbrände und Überflutungen haben zuletzt deutlich gemacht, wie elementar eine soziale Absicherung gegen existenzielle Risiken ist. Soziale Sicherungssysteme helfen die Folgen von extremen Naturereignissen abzumildern und Gesellschaften krisenfester zu machen. Neben formellen, oftmals staatlichen, Sicherungssystemen leisten informelle Sicherungssysteme einen wichtigen Beitrag. Peter Mucke, Projektleiter WeltRisikoBericht und Geschäftsführer von Bündnis Entwicklung Hilft betont: „Von der Kranken- und Unfallversicherung bis zur Nachbarschaftshilfe – die verfügbaren Mechanismen der sozialen Sicherung sind vielfältig. Wie wichtig Absicherungen sind, wird uns oft erst dann bewusst, wenn bei Krisen dramatische Folgen drohen. Bisher hat jedoch nur eine Minderheit der Weltbevölkerung Zugang zu sozialen Sicherungssystemen – das muss sich dringend ändern.“ Über den direkten Schutz vor Katastrophen hinaus wirken sich soziale Sicherungssysteme positiv auf andere gesellschaftliche Herausforderungen aus. „Soziale Sicherung und der Kampf gegen Hunger, Armut, soziale Ungleichheit und Klimawandel gehören zusammen. Die zukünftige deutsche Regierung muss soziale Sicherung verstärkt in den Blick nehmen und eine internationale Vorreiterrolle übernehmen, wenn sie in Zeiten von Pandemien und zunehmenden Wetterextremen ernst genommen werden will“, so Peter Mucke.

Wie Plan International agiert

Plan International arbeitet in der Regel mit integrierten Programmansätzen, die langfristig zu einem Wandel von Normen und Werten beitragen sollen, um unter anderem soziale Barrieren zu Sicherungssystemen abzubauen. Solche Programmansätze beinhalten neben der Grundsicherung Komponenten aus den Bereichen Kinderschutz, sexuelle und reproduktive Gesundheit, psychosoziale Beratung, Bildung und Berufsbildung und zielen auf eine Stärkung von Mädchen und Frauen ab, die es ihnen erlaubt sich eigenständig abzusichern. Opfern von Gewalt bietet Plan International spezielle Versorgungs- und Beratungsdienste an und stärkt entsprechende Organisationen, um die besonderen Bedarfe nach sozialer Sicherung der Betroffenen zu adressieren und geschützte Räume zu gewähren. Der soziale Zusammenhalt innerhalb einer funktionierenden Gemeinde ist der Grundpfeiler sozialer Sicherung für ihre Mitglieder – insbesondere in Krisen oder bei fehlenden staatlichen Systemen.

Der WeltRisikoIndex

Zentraler Bestandteil des WeltRisikoBerichts ist der WeltRisikoIndex, der seit 2018 vom IFHV berechnet wird. Der Index gibt für 181 Länder das Risiko an, dass ein extremes Naturereignis zu einer Katastrophe führt. Das höchste Katastrophenrisiko hat der tropische Inselstaat Vanuatu, gefolgt von den Salomonen und Tonga. „Die Folgen des Klimawandels sind für Inselstaaten enorm bedrohlich. Neben den zunehmenden Wetterextremen treibt der Anstieg des Meeresspiegels ihr Risiko nach oben“, sagt Dr. Katrin Radtke, wissenschaftliche Leiterin des Berichts. Unter den 15 Ländern mit dem höchsten Katastrophenrisiko sind insgesamt zehn Inselstaaten vertreten. Deutschland liegt mit einem sehr geringen Katastrophenrisiko auf Rang 161. In die Berechnung des WeltRisikoIndex werden die Gefährdung durch extreme Naturereignisse und die gesellschaftliche Verwundbarkeit einbezogen.

Als extreme Naturereignisse berücksichtigt der WeltRisikoIndex Erdbeben, Wirbelstürme, Dürren, Überschwemmungen und den Meeresspiegelanstieg. In der Analyse der Länder sind knapp 99 Prozent der Weltbevölkerung erfasst. In diesem Jahr enthält der Bericht ergänzend zum WeltRisikoIndex einen Index zur sozialen Sicherung für Hochrisikoländer. Dr. Katrin Radtke erläutert: „Besonders in Westafrika zeigen sich große Defizite bei der sozialen Sicherung und großer Handlungsbedarf. Menschen mit besonderem Schutzbedarf wie Kinder, alte Menschen oder Menschen mit Behinderungen haben selten Zugang zu staatlicher Unterstützung. Dadurch sind sie auch besonders vulnerabel gegenüber extremen Naturereignissen.“
 

]]>
news-2078 Wed, 15 Sep 2021 07:30:28 +0000 Neuberger Gebäudeautomation GmbH: Mitarbeitende spenden für Kinder in Ruanda https://www.plan.de/news/detail/neuberger-gebaeudeautomation-gmbh-mitarbeitende-spenden-fuer-kinder-in-ruanda-1.html Seit 2019 unterstützt die Firma Neuberger Gebäudeautomation GmbH aus Rothenburg o.d.T. mit ihren Mitarbeitenden wechselnde Projekte von Plan International. Fast 50 % der Belegschaft spendeten dabei monatlich 1 Euro ihres Gehalts für Kinder in Ruanda. Der Spendenbetrag wurde vom Unternehmen verdoppelt. Rund 20.000 Euro sind so für das Projekt „Gute Bildung für Kinder“ zusammengekommen.

In diesem Projekt verbessert Plan die Lernbedingungen in 20 Grund- und Sekundarschulen in Ruanda, indem wir Lehrkräfte fortbilden und neues Unterrichtsmaterial bereitstellen. Darüber hinaus unterstützen wir 25 Kindergärten mit rund 5.250 Kleinkindern durch frühkindliche Förderung als Vorbereitungen auf die Schule.

Die Spendenaktion bei Neuberger war ein voller Erfolg: Monatlich stieg die Zahl der Mitarbeitenden, die sich beteiligten und durch regelmäßige Beiträge im Unternehmens-Intranet zum Projektfortschritt informieren konnten.

]]>