Marion Kracht engagiert sich für Plans Kampagne „Because I am a Girl“. ©SCHROEWIG/Eva Oertig
Marion Kracht engagiert sich für Plans Kampagne „Because I am a Girl“. ©SCHROEWIG/Eva Oertig

Marion Kracht

Schauspielerin Marion Kracht ist aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken. In unzähligen TV- und Kinofilmen wirkte die Plan-Patin zweier Mädchen in Guatemala und Kambodscha mit. Seit vielen Jahren unterstützt sie die „Because I am a Girl“-Kampagne von Plan International und engagiert sich seit 2009 im Kuratorium von Plan International Deutschland. Ende 2011 besichtigte sie verschiedene Projekte von Plan International in Äthiopien, im Dezember 2014 schließlich nutzte sie die Gelegenheit mit ihrer Familie ihr Patenkind Orn in Siem Reap in Kambodscha zu besuchen.

Von Beginn an unterstützen Sie den Welt-Mädchentag, welche Bedeutung hat dieser?

Ein internationaler Mädchentag macht die Situation der Mädchen auf dieser Welt noch mehr sichtbar. Der 11. Oktober wirft ein Schlaglicht darauf, was Mädchen vor allem in den Entwicklungsländern noch immer durchmachen müssen. Ich habe mich sehr gefreut, dass Plan den Welt-Mädchentag bei der Uno und zuvor bei den deutschen Parlamentariern so erfolgreich durchsetzen konnte.

Warum ist die Förderung von Mädchen so wichtig?

Bildung von Mädchen ist der Schlüssel zu ganz vielen Problemen. Plan sorgt dafür, dass sie über Bildungsprogramme bessere Rahmenbedingung für den Start ins Arbeitsleben erhalten, zum Beispiel indem ihnen der Besuch einer weiterführenden Schule ermöglicht wird. Das habe ich jetzt auch wieder in Kambodscha erlebt. Die Mutter meines Patenkindes Orn ist eine alleinerziehende Reisbäuerin, deren Arbeit auf dem Feld zu wenig für die Familie abwirft. Ihre beiden älteren Töchter müssen mangels Bildung im Nachbarland Thailand schwerer körperlicher Arbeit nachgehen, um zum Familieneinkommen beitragen zu können. Orns Mutter möchte, dass Orn bessere Chancen für ihr Leben bekommt, um diesen Kreislauf zu durchbrechen. Sie setzt alles daran, dass Orn eine weiterführende Schule besuchen kann.     

Was hat Sie in Kambodscha und Äthiopien noch beeindruckt?

In beiden Ländern habe ich erlebt, welche Bedeutung für die Gemeinden der Zugang zu sauberem Trinkwasser hat: Wenn die Mädchen nicht mehr so viele Stunden damit beschäftigt sind, Wasser zu holen, haben sie mehr Zeit für die Schule. Wie sehr der Ausbau der Wasserversorgung das Leben der Äthiopier nachhaltig verändern kann, habe ich in Lalibela erfahren. Das dort von Plan installierte Brunnensystem versorgt mehr als 17.500 Menschen in unmittelbarer Nähe mit sauberem Wasser. Kinder und auch Erwachsene erkranken nicht mehr an lebensgefährlichem Durchfall und die Menschen bauen Gemüse an, das sie auf dem Markt verkaufen können.  

 

 

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