Zyklon Seroja hat ganze Straßen zerstört und geflutet.  ©Plan International
Zyklon Seroja hat ganze Straßen zerstört und geflutet. ©Plan International
06.04.2021 - von Antje Schröder

Schwere Überschwemmungen in Indonesien und Timor-Leste

Zyklon Seroja hat im Osten Indonesiens und in Timor-Leste Sturzfluten und Erdrutsche ausgelöst. Mehr als 100 Menschen wurden getötet, Dutzende werden noch vermisst. Plan International wird Kinder und ihre Familien mit Hilfsgütern versorgen.

Der tropische Wirbelsturm Seroja hat mit sintflutartigen Regenfällen die indonesische Provinz Ost-Nusa Tenggara heimgesucht. In der abgelegenen Region, die aus circa 550 Inseln besteht, sind mehr als hundert Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche zu Tode gekommen, Rettungsteams suchen nach Vermissten. Plan International ist auf der Insel Lembata seit 2016 in zahlreichen Dörfern mit Patenschaftsprogrammen aktiv.

Ein Nothilfe-Team der Kinderhilfsorganisation hat umgehend den Bedarf an Hilfsmaßnahmen ermittelt und über 100 Hilfspakete mit Matten und Decken sowie Hygieneartikel in Notunterkünften verteilt.

Dini Widiastuti, Geschäftsführerin von Plan International Indonesien, sagte: "Kinder sind am meisten gefährdet, wenn eine Katastrophe eintritt. In Abstimmung mit dem indonesischen Katastrophenschutz und den zuständigen Behörden haben wir die Bedürfnisse betroffener Kinder, insbesondere aus marginalisierten Familien, erfasst und Hilfsgüter verteilt. So konnten wir sicherstellen, dass sie inmitten dieser Katastrophe lebensnotwendige Dinge erhalten."

In dem südostasiatischen Land kommt es in der Regenzeit zwischen Oktober und April immer wieder zu Naturkatastrophen. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde leben etwa 125 Millionen Indonesier in erdrutschgefährdeten Gebieten. Dies entspricht fast der Hälfte der Bevölkerung des Inselstaats.

Auch in Timor-Leste leistet Plan International bereits humanitäre Hilfe und hat Reis und Hygieneartikel an Patenkinder und ihre Familien verteilt. In dem kleinen Nachbarstaat Indonesiens gab es mindestens 34 Tote. 3.500 Menschen sind von den Überschwemmungen in der Hauptstadt Dili und sieben Dörfern der Umgebung betroffen. Die Sturzfluten verursachten große Schäden an Häusern und der öffentlichen Infrastruktur. Das nationale medizinische Lager SAMES wurde ebenfalls schwer überflutet, wobei viele medizinische Vorräte, auch für die laufende COVID-19-Bekämpfung, beschädigt wurden und verloren gingen.

Nothilfe-Maßnahmen in Indonesien und Timor-Leste sowie anderen Plan-Programmländern werden über den Nothilfe-Fonds finanziert.

Sie können den Nothilfe-Fonds unterstützen:
Plan International Deutschland e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE92 2512 0510 0009 4449 33
BIC: BFSW DE 33 HAN
Stichwort: Nothilfe-Fonds

Oder online.

Sollten uns konkrete Informationen zu Patenkindern und ihren Familien vorliegen, setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung. Danke für Ihr Verständnis.


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