Seit 2001 setzen wir von Plan uns für die Rechte der Kinder in Timor-Leste ein. Helfen auch Sie mit einer Patenschaft! © Plan/Glenn Daniels

Patenschaft für Kinder in Timor-Leste

Die südostasiatische Republik Timor-Leste umfasst den östlichen Teil der Insel Timor, die zum indonesischen Archipel gehört. Timor-Leste ist eines der ärmsten Länder Asiens Eine wachsende Herausforderung im Land ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Plan International stärkt Kinder und Jugendlichen im Land und trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung ihrer Chancen bei.

Unser Engagement in Timor-Leste

Die Länderstrategie von Plan International in Timor-Leste bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern:

  • Programmarbeit seit 2001
  • 2015 mehr als 12.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Wasser und Hygiene, Bildung, Kinderschutz, wirtschaftliche Sicherheit

Ja, ich möchte in Timor-Leste helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Timor-Leste?

Plan International ist seit 2001 in Timor-Leste tätig. Im Jahr 2015 erreichte das Kinderhilfswerk mit seiner Arbeit das Umfeld von über 12.000 Patenkindern und ihren Familien. Die ländlich geprägten Programmgebiete von Plan International liegen südlich der Hauptstadt Díli. 

In Timor-Leste konzentrieren wir von Plan International unsere Arbeit auf ländliche Regionen in den Bergen, in denen ein Großteil der Bevölkerung in Armut lebt. Wir unterstützen gezielt Familien, die durch politische Unruhen vertrieben wurden, und arbeiten daran, den Kindern bessere Zukunftsperspektiven zu ermöglichen. Dafür stärken wir Gesundheitsdienste und sorgen für saubere Trinkwasserquellen. Wir unterstützen den Aufbau eines kinderfreundlichen Bildungswesens und klären über Kinderrechte auf. Zudem wollen wir Jugendlichen durch unsere Arbeit Perspektiven für ein erfolgreiches Berufsleben ermöglichen.

Die Übernahme einer Kinderpatenschaft hilft uns dabei, unsere Projekte in Timor-Leste erfolgreich umzusetzen. Im Folgenden haben wir unsere Projekte im Land für Sie zusammengefasst.

Das Recht auf Schutz

Unter den sozialen und politischen Unruhen der vergangenen Jahrzehnte litten besonders die Kinder. Generell besteht in Staaten in der Zeit nach einer Krise ein höheres Konflikt- und Gewaltpotential. Auch im familiären Umfeld und in der Gemeinde ist Gewalt gegen Kinder weit verbreitet. Mädchen und junge Frauen sind besonders von sexualisierter Gewalt betroffen. Fast 20 Prozent der Mädchen werden verheiraten, bevor sie 18 Jahre alt sind.

Ziel des Programmes ist, dass Mädchen und Jungen in einem sicheren Umfeld aufwachsen können. Hierfür ist es wichtig, dass sie ihre Ansichten frei ausdrücken können, ein Mitspracherecht bei Projekten haben und in Entscheidungsfindungsprozessen zum Thema Kinderschutz gehört werden. Deswegen unterstützen wir die Gründung und Stärkung von Kindernetzwerken. Wir von Plan International schulen Eltern, Lehrpersonal, Gemeinderäte und lokale Behörden zu Kinderrechten, Schutz und Partizipation. Auch die Kinder und Jugendlichen selbst erfahren mehr über ihre Rechte und lernen, wie sie sich stärker beteiligen, für ihre Anliegen eintreten, verhandeln und Führungsaufgaben übernehmen können.

Jugendliche nachhaltig stärken

Jugendarbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gehören zu den enormen Herausforderungen Timor-Lestes. Jedes Jahr strömen 15.000 junge Menschen auf den Arbeitsmarkt, aber nur schätzungsweise 400 neue Arbeitsplätze werden geschaffen. Zwar gibt es eine Anzahl von Berufsbildungsinstitutionen, doch selbst mit einer Ausbildung ist es für junge Leute schwierig, eine Beschäftigung zu finden oder sich selbstständig zu machen. Auf der Suche nach Arbeit ziehen viele junge Leute vom Land nach Díli.

Plan International führt Maßnahmen durch, um Jugendliche zu befähigen, ein Einkommen für sich und ihre Familien zu erzielen. Wir wollen erreichen, dass Mädchen und Jungen Zugang zu Berufsbildungskursen erhalten und durch selbstständige Arbeit oder eine angemessene Beschäftigung ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Das Recht auf einen gesunden Lebensstart

Die Gesundheitssituation in Timor-Leste ist besonders für Kleinkinder alarmierend. Über die Hälfte der Kleinkinder ist mangelernährt, das macht sie anfällig für Krankheiten, wie Lungenentzündung, Malaria und Masern. Durchfallerkrankungen, hervorgerufen durch verunreinigtes Wasser, mangelnde Hygiene und die schlechte sanitäre Versorgung, sind noch immer einer der Hauptgründe für die hohe Säuglings- und Kindersterblichkeit.

Die frühkindliche Förderung gehört zu den Schwerpunkten von unserer Arbeit. Das Kinderhilfswerk bietet qualifizierte Angebote zur frühkindlichen Betreuung und Förderung, Gesundheitsfürsorge, sauberes Trinkwasser und eine angemessene sanitäre Versorgung. In Elterngruppen werden Mütter und Väter zu Themen wie frühkindliche Erziehung, Wasser- und Sanitärversorgung, Ernährung und Katastrophenvorsorge geschult. Schwangere werden darin bestärkt, zur Entbindung ein Gesundheitszentrum aufzusuchen sowie ihre Kinder zu stillen und impfen zu lassen.

Timor-Leste im Überblick

Das Staatsgebiet von Timor-Leste, im Deutschen auch als Osttimor bezeichnet, liegt in Südostasien und umfasst den östlichen Teil der Insel Timor. West-Timor gehört zu Indonesien. Das Land besteht größtenteils aus Gebirgen. Das Klima ist tropisch. Die Regenzeit dauert von Dezember bis April. Aufgrund seiner geografischen Lage ist Timor-Leste stark erdbebengefährdet.

Einwohner 1,1 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 69 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 55 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 3.580 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 79 %, Männer 80 %
Landesfläche 18.889 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Díli
Landessprachen Portugiesisch, Tetum, Indonesisch, Englisch
Religion Christentum
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Geschichte

Seit 1520 stand die Insel Timor unter portugiesischer Herrschaft. 1914 entschied der Internationale Gerichtshof über ihre Teilung. Der Osten, das heutige Timor-Leste, blieb portugiesisch, der Westen, Teil des heutigen Indonesiens, wurde Niederländisch-Indien angeschlossen. Wenige Tage nach der Unabhängigkeit von Portugal im Jahr 1975 wurde Timor-Leste von Indonesien besetzt. Es folgte eine 24-jährige Besatzungszeit, die von Menschenrechtsverletzungen an der timoresischen Bevölkerung geprägt war. Nachdem 1999 die Unabhängigkeit Timor-Lestes entschieden wurde, verwüsteten indonesische Milizen weite Teile des Landes. Die Vereinten Nationen übernahmen vorübergehend die Verwaltung, bis 2002 endgültig der Staat Timor-Leste gegründet wurde.

Situation heute

2006 schlugen Proteste von ehemaligen Soldaten in Gewalt um. Hunderttausende Menschen flüchteten und suchten Schutz in Notunterkünften. Die UNO verstärkte daraufhin ihre Präsenz in Timor-Leste. Inzwischen ist die UN-Mission abgeschlossen und die innenpolitische Lage hat sich beruhigt. Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen von 2012 verliefen friedlich. Staatsoberhaupt ist seitdem Taur Matan Ruak, Regierungschef ist Kay Rala Xanana Gusmão. Timor-Leste ist eines der ärmsten Länder Asiens. Über 60 Prozent der Bevölkerung sind unter 25 Jahre alt. Eine wachsende Herausforderung ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Die Wirtschaft ist schwach und die Mehrheit der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft.

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Prominente Unterstützer

Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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