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  1. Kinderschutzprogramm in Deutschland
Kinderarbeit einfach erklärt

Kinderarbeit einfach erklärt

Kinderarbeit gibt es in vielen Ländern auf der Welt, doch besonders in armen Ländern in Afrika, Asien sowie in Mittel- und Südamerika.

Bei Kinderarbeit arbeiten Kinder unter 18 Jahren und bekommen dafür Geld. Meistens sind es Arbeiten, für die die Kinder noch zu jung sind oder die besonders gefährlich sind und schlimme Folgen für die Entwicklung der Kinder haben. Es gibt besonders viel Kinderarbeit in Afrika, Asien und Lateinamerika.

In Deutschland und in Europa ist diese Form von Kinderarbeit daher nicht erlaubt.

Kinder dürfen natürlich manche Aufgaben übernehmen, die ihnen nicht schaden. Denn gewisse Aufgaben helfen den Kindern dabei, sich zu entwickeln und zu lernen. Diese Aufgaben dürfen aber gewisse Grenzen nicht überschreiten. Erlaubt sind zum Beispiel allgemeine Aufgaben im Haushalt, wie aufräumen, abwaschen oder den Müll rausbringen.

Oft können Kinder durch ihre Arbeit nicht zur Schule gehen und haben kaum Zeit, sich auszuruhen oder zu spielen – obwohl das ein Kinderrecht ist.

Die Kinderrechte wurden von fast allen Ländern auf der Welt anerkannt und in einem Vertrag aufgeschrieben. Der Vertrag heißt Übereinkommen über die Rechte der Kinder, auch Kinderrechtskonvention genannt.

Alle Länder versprechen mit ihrer Unterschrift auf diesem Vertrag, dass sie sich für die Umsetzung und für den Schutz der Kinderrechte einsetzen.

Viele Kinder müssen auf dem Feld arbeiten. Dort arbeiten sie manchmal bis zu 14 Stunden am Tag. Das ist für sie sehr anstrengend. Manche Kinder müssen den ganzen Tag in Minen unter der Erde arbeiten – sie sehen am Tag nicht einmal die Sonne.

Diese Arbeiten können schlimme Folgen für ihre Gesundheit haben. Denn oft tragen sie schwere Lasten, atmen gefährlichen Staub ein oder kommen mit giftigen Stoffen in Berührung. Dadurch werden sie zum Beispiel öfter und länger krank.

Warum arbeiten Kinder?

Infografik

Es gibt einen großen Grund für Kinderarbeit: Armut. Armut allgemein bedeutet, nicht genug von etwas zu haben. Zum Beispiel nicht genug Geld oder nicht genug Essen. Viele Kinder arbeiten, weil ihre Eltern nicht genug Geld verdienen, um die Familie zu ernähren.  

Kinder, die arbeiten müssen, können nur selten eine Schule besuchen. Das hat schlimme Folgen: Die Kinder können nicht lesen, nicht schreiben und nicht rechnen.

So werden sie später keinen guten Beruf finden, um mehr Geld zu verdienen.

Wenn sie erwachsen sind und Kinder bekommen, sind sie dort, wo ihre Eltern waren: Sie haben zu wenig Geld, um für sich und ihre Kinder Essen zu kaufen oder Kleidung. Dann müssen ihre Kinder auch wieder arbeiten. Und so wiederholt es sich und diese Menschen bleiben immer arm. Es ist ein gefährlicher Kreislauf

Kriege und Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Waldbrände machen die Situation für Familien noch schlimmer.

Was kann ich tun?

Wenn man etwas gegen Kinderarbeit tun will, muss man allen Erwachsenen klarmachen, dass Schule sehr wichtig ist. Dort können die Kinder etwas lernen und so später einen guten Beruf ausüben. 

Wir von Plan International zeigen Kindern und Erwachsenen, wie wichtig der Schulbesuch für Kinder ist. Außerdem klären wir darüber auf, wie gefährlich Kinderarbeit für die Gesundheit ist. Den Eltern helfen wir, damit sie mehr Geld verdienen. Dann brauchen die Kinder nicht arbeiten und können in die Schule gehen und lernen. So möchten wir Kinder vor Kinderarbeit schützen und deutlich machen, wie gefährlich Kinderarbeit ist. 

Unsere Arbeit in Bildern: