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  1. Kinderschutzprogramm in Deutschland
Eine Gemeinde in Kenia ist besonders vom Klimawandel betroffen: Die Dürre beeinflusst die gesamte Lebensgrundlage der Familien.
Eine Gemeinde in Kenia ist besonders vom Klimawandel betroffen: Die Dürre beeinflusst die gesamte Lebensgrundlage der Familien.

Warum ist Klimaschutz auch Kinderschutz?

Klimaschutz ist Kinderschutz, denn bei konstant steigenden Treibhausgasen wird es in Zukunft immer wärmer. Die Folgen werden sich besonders auf die Gesundheit von Kindern auswirken.

Die Klimafolgen werden weltweit spürbar sein. Am meisten betroffen werden jedoch die Menschen und vor allem die Kinder in Entwicklungsländern sein, denn sie haben die geringsten Möglichkeiten, sich vor dem Klimawandel zu schützen.

Das Risiko von Krankheiten betroffen zu sein, die durch Hitze verursacht werden (wie zum Beispiel Malaria) kann durch die Klimaveränderung um bis zu 50 Prozent steigen. Auch die Zahl der Kinder mit unbehandelten, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wird sich durch den Klimawandel erhöhen.

Warum ist Klimaschutz Kinderrecht?

Eine Mutter aus Vietnam mit ihrer kleinen Tochter in einem Hilfszentrum, um wichtige Lebensmittel und gesundheitliche Untersuchungen zu bekommen.
Eine Mutter aus Vietnam mit ihrer kleinen Tochter in einem Hilfszentrum, um wichtige Lebensmittel und gesundheitliche Untersuchungen zu bekommen.

Klimaschutz ist ein Kinderrecht, denn Mädchen und Jungen haben ein Recht auf eine lebenswerte Umwelt. Sie sind besonders empfindlich gegenüber Umweltbelastungen, denn ihr Körper ist noch nicht vollständig entwickelt.

Somit beeinflusst der Klimawandel die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder und kann sie langfristig schädigen. Die Mädchen und Jungen sind zudem anfälliger für Krankheiten und Erkrankungen, die durch Umweltbelastungen verursacht werden.

Durch den Klimawandel verlieren viele Kinder und Jugendliche ihr zu Hause, haben weniger Zugang zu Nahrung und sauberem Trinkwasser, und verlieren auch die Chance auf eine gesunde Entwicklung.

Trotzdem werden sie in politischen Verhandlungen über die Klimakrise nicht angemessen berücksichtigt. Sie haben keine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, kein Geld und ihre Stimme wird nur selten gehört. Dabei sind Mädchen und Jungen diejenigen, die mit den Folgen der Klimakrise leben müssen.

Mojib Latif
© Plan International / J. Steffen GEOMAR

"Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Katastrophen, die durch den Klimawandel ausgelöst werden, können jederzeit und überall auf der Welt passieren. Wir können mit der Natur nicht verhandeln, wenn das CO2 innerhalb der Amtosphäre immer weiter zunimmt, wird es auch immer wärmer und dann werden auch Wetterextreme immer weiter zunehmen. Und dafür müssen wir die Menschen und besonders die Mädchen und Jungen schützen, damit sie noch eine Zukunft haben." sagt Mojib Latif, Klimaforscher und zu Gast in unserem Livestream Wasser für alle

Das Klimaschutzabkommen von Paris

Das Klimaschutzabkommen von Paris gilt als das bisher wichtigste internationale Abkommen für den Klimaschutz. Es sieht vor, dass die Weltgemeinschaft die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad begrenzen will.

Die Länder, die dieses Abkommen verabschiedet haben, haben sich deshalb dazu verpflichtet, die Erderwärmung auf höchstens 2 Grad zu begrenzen. Das Abkommen ist ein wichtiger Schritt hin zu einem besseren Klima, in dem die Zukunft der Kinder gesichert ist. Doch das Abkommen von Paris ist noch nicht richtig in Kraft.

Klimawandel
Die Herausforderungen bei Klimazielen

Es braucht weiterhin viel Anstrengungen und die Einhaltung diverser Verpflichtungen. Alle Länder müssen hierbei an einem Strang ziehen.

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Die Herausforderungen bei Klimazielen

Seit Jahren werden die Klimaziele wiederholt verfehlt. Die erforderliche Verringerung der Treibhausgasemissionen, die von den Vertragsstaaten zugesichert wurden, wurde nicht erreicht.

Es ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, das Klimaschutzabkommen von Paris in die Tat umzusetzen. Alle Beteiligten müssen noch viel mehr tun, um die Klimaziele zu erreichen.

Klimaschutzprojekte von Plan International

Klimaschutzprojekte von Plan International sind in den letzten Jahren um bis zu 50 Prozent gestiegen. So haben wir in den letzten Jahren immer wieder positive Erfahrungen und Ergebnisse aus unseren lokalen Projektgemeinden erhalten.

Der Klimawandel betrifft vor allem die Zukunft und Lebensgrundlage von Kindern. Daher konzentrieren wir uns darauf, für Mädchen und Jungen eine lebenswerte Zukunft zu gestalten, die an den Klimawandel angepasst ist.
Der Klimawandel betrifft vor allem die Zukunft und Lebensgrundlage von Kindern. Daher konzentrieren wir uns darauf, für Mädchen und Jungen eine lebenswerte Zukunft zu gestalten, die an den Klimawandel angepasst ist.

Wir haben zum Beispiel Projekte in Ägypten, Kambodscha, Tansania und in den Philippinen realisiert und konnten die Gemeinden vor Ort gut auf die Veränderungen durch den Klimawandel anpassen.

Auch in diesem Jahr stehen Projekte für den Klimaschutz auf unserem Plan: In Malawi und Sambia konzentrieren wir uns besonders auf die Anpassung der Gemeinden an den Klimawandel, in Guatemala legen wir den Fokus auf die gesunde Ernährung der Kinder im Zusammenhang mit nachhaltiger Landwirtschaft, die auch in Zeiten von Klimakatastrophen bestehen bleibt.

Unsere Projekte zum Klimawandel & Klimaschutz

Kinder vor der Klimakrise schützen

Auch in Malawi ändert sich das Klima und wird immer extremer. Anzahl und Ausmaß von Dürren und Überschwemmungen haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen und vernichten ganze Ernten. Die Folgen: Familien verlieren ihre Lebensgrundlage und Nahrungsmittel werden knapp. Dies wirkt sich vor allem negativ auf die Ernährungslage von Kindern aus. In unseren Projektregionen Mulanje und Machinga stärken wir deshalb die Widerstandfähigkeit von 2.500 Haushalten gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels, indem wir sie zu nachhaltiger Landwirtschaft schulen, die Wasserversorgung verbessern und dürreresistentes Saatgut bereitstellen.

Menschen vor Klimawandel schützen

Nachhaltige Landwirtschaft, Aufforstung und die Gründung von grünen Unternehmen sind die Kernelemente dieses Projektes. Gemeinsam mit mehr als 3.600 jungen Menschen wollen wir die Lebensgrundlagen in der Region Chisamba sichern, die schwer unter den Folgen des Klimawandels leidet.

Gesunde Kinder trotz Klimawandel

In Guatemala hat der Klimawandel gravierende Auswirkungen auf die Lebensgrundlagen der Bevölkerung. In den Projektregionen Baja Verapaz und Quiché haben lange Trockenzeiten die Ernährungslage verschärft. Vor allem viele Kinder sind von Mangelernährung betroffen. In diesem Projekt wollen wir ihnen ein gesundes Aufwachsen ermöglichen und die Gemeinden unterstützen, sich an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. 700 junge Frauen und Mütter lernen im Projekt, wie sie „grüne Unternehmen“ gründen.

Plan International setzt drei Schwerpunkte für den Klimaschutz

Ausbau von nachhaltiger Energie

Ausbau von nachhaltiger Energie, wie zum Beispiel Solar-Panels, und Verbesserung der allgemeinen Energieversorgung in den Gemeinden.

Aufklärung in wichtigen Bereichen mit allen Beteiligten

Umsetzung von Aufklärungs- und Klimaschutzprogrammen in wichtigen Einrichtungen wie Schulen, Universitäten aber auch in Krankenhäusern und Arztpraxen.

Aufklärung

Sensibilisierung aller Beteiligten, wie Gemeindeautoritäten, Lehrer:innen, Eltern und Kinder für Klimaschutz und gemeinsames Erarbeiten gemeinsamer Maßnahmen zur Anpassung der Gemeinde an den Klimawandel.

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