Die Schauspielerin Nina Kronjäger ist Plan-Patin. ©Christine Fenzl
Die Schauspielerin Nina Kronjäger ist Plan-Patin. ©Christine Fenzl

Nina Kronjäger

Seit 1993 ist sie Patin bei Plan International: die Schauspielerin Nina Kronjäger aus Berlin. Derzeit hat sie eine Patenschaft für ein Mädchen aus Guatemala. Nina Kronjäger ist selbst Mutter von Zwillingen – einem Mädchen und einem Jungen.

Frau Kronjäger, was war der allererste Schritt in Ihrer Laufbahn? 

Mein Elternhaus war intellektuell. Nur den Kopf zu benutzen, füllte mich schon als Kind nicht aus, ich bin eher praktisch und musisch orientiert, enorm ungeduldig und muss mich viel bewegen. Für eine Tanz-Ausbildung fehlte das Geld. Da kam die Idee einer Freundin recht, es mit der Schauspielerei zu probieren. Und die Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule konnte gar nicht schnell genug gehen. Mit 22 war ich am Theater und konnte endlich loslegen.

Sie haben in Filmen wieAbgeschminkt oderElementarteilchen gespielt. Gibt es eine Rolle, die Ihnen besonders am Herzen liegt?

Ich habe in letzter Zeit das Glück gehabt, einige exzentrischere und schwierigere Charaktere zu spielen. Oder mit Tieren zu arbeiten ... für mich ist immer das gesamte Paket reizvoll – oder eben nicht. Für das Independent-ProjektAthen sind wir als Schauspieler in Griechenland mit extrem kleinem Team teilweise spontan wie Journalisten an Leute herangegangen und haben gedreht. Das ist so die Richtung, wie es weitergehen kann.

Sie sind Mutter von Zwillingen. Wie hat sich Ihr Leben verändert, seit die Kinder auf der Welt sind?

Die Kinder werden mit elf Jahren selbständiger, also gibt es auch wieder mehr Zeit für mich und Kreativität. Übrigens genieße ich immer sehr die Zeit mit den Kindern. Schlimm sind eigentlich die Institutionen, die einen bestimmen. Dass man in Berlin Kinder mit fünf einschulen musste zum Beispiel! Diese blöde Regel wurde gerade wieder abgeschafft.

Wie sind Sie auf Plan International gekommen?

Vor 20 Jahren war ich noch nicht so weit, eigene Kinder zu wollen. Irgendwann später vielleicht. So überlegte ich mir, wenigstens die Patenschaft für ein Kind aus einem Entwicklungsland zu übernehmen, meine Entscheidung fiel damals auf Plan. Daran hat sich auch mit meinen eigenen Kindern nichts geändert. Ich finde Plan macht prima Arbeit.

Ihr jetziges Patenkind und alle früheren Patenkinder leben alle in Lateinamerika – gibt es dafür einen besonderen Grund?

Das ist Zufall. Mein erstes Patenkind war ein Junge aus Ecuador. Das war ein Vorschlag von Plan. Ich war da überhaupt nicht festgelegt, es hätte auch ein Kind aus Afrika oder Asien sein können. Nun ist es ein Mädchen aus Guatemala.

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