Die Schauspielerin Christine Neubauer im Klassenzimmer ihres Patenkindes. ©José Campos
Die Schauspielerin Christine Neubauer im Klassenzimmer ihres Patenkindes. ©José Campos

Christine Neubauer

Seit 1999 ist die Schauspielerin Christine Neubauer Patin und unterstützt die Arbeit von Plan International auf mehreren Ebenen. So hat sie in den vergangenen Jahren nicht nur die Patenschaften für Kinder in Paraguay, Kambodscha und Indien übernommen, sondern auch mehr als 35.000 Euro bei verschiedenen TV-Shows für Projekte von Plan International erspielt. Beim vom „Bund der Löwinnen“ ausgerichteten Schulwettbewerb „Lernen ohne Angst - Schulen machen Theater“ wirkte sie als Jury-Mitglied mit.

Anfang 2014 haben Sie Ihr Patenkind Mera in Siem Reap in Kambodscha besucht. Was waren Ihre ersten Eindrücke?

Mera lebt in einer Hütte auf Stelzen. Auf dem Bretterboden mit Ritzen und Löchern standen ein paar Säcke Reis. Daneben befand sich eine Feuerstelle: die Küche. Weiter hinten lagen Matten mit Moskitonetzen: die Betten. Das Dach ist aus Stroh und an vielen Stellen undicht. Als wir Mera besuchten, lebte sie gerade bei ihrer Tante Mao. Ihre Eltern waren für mehrere Monate in Thailand, um als Tagelöhner auf den Zuckerrohrplantagen Geld zu verdienen. Die Reisernte von Meras Eltern reicht nicht, um die Familie zu ernähren und den Kredit für einen neuen Pflug abbezahlen zu können.

Hatten Sie denn den Eindruck, dass die Menschen in dem Dorf wegen all dieser Widrigkeiten verzweifelt waren?

Nein. Ganz im Gegenteil: Die Menschen waren in einer Aufbruchsstimmung, voller Zuversicht und Energie. Der Großvater von Mera fischte stundenlang im Moderwasser eines Tümpels, um ein paar kleine Fische für die Abendmahlzeit der Familie beizusteuern. Dennoch machte er einen so tatkräftigen Eindruck, als könne er gleich noch ein ganzes Haus hochziehen. Plan hat der Familie unter anderem Baumaterial und Anweisungen für den Bau einer eigenen Toilette zukommen lassen. Die ist wichtig für jeden Haushalt, denn Hygiene verhindert viele Krankheiten.

Für viele Mädchen in Entwicklungsländern ist es keine Selbstverständlichkeit, zur Schule zu gehen. Hat Mera die Möglichkeit, zu lernen?

Ja. Mera geht zur Schule und lernt sehr gerne. Ich war beeindruckt, wie gut Mera mit ihren neun Jahren schon lesen und schreiben konnte. Sie möchte später selber einmal Lehrerin werden. Das schafft sie bestimmt und ich werde sie bei ihrem Traum gerne unterstützen.

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