Mädchen wäscht ihre Hände vor den neu gebauten Mädchentoiletten.

Infos zum Thema Ebola

Bereits im Jahr 2014 erklärte die WHO die Ebola-Epidemie in Westafrika zum internationalen Gesundheitsnotfall. Seit Mai 2026 ist nun das Plan-Partnerland Uganda in Ostafrika von einem Ebola-Ausbruch betroffen – insbesondere die Grenzregionen sowie Geflüchtetensiedlungen im Südwesten und Westen des Landes. Auch die Lage in der Demokratischen Republik Kongo verschärft sich durch regelmäßig hinzukommende Ebola-Fälle.

Was ist Ebola?

Icon eines Fragezeichens.

Ebola ist ein Virus, welches den Körper sowie das Immunsystem angreift und ein sogenanntes hämorrhagisches Fieber auslöst. Dies führt zu starken, zum Teil inneren Blutungen und Nierenversagen. Unbehandelt stirbt ein großer Anteil der erkrankten Menschen. Die Sterblichkeit liegt bei durchschnittlich 50 Prozent. Insbesondere Kinder und Frauen sind gefährdet

Wie breitet sich die Krankheit aus?

Ebola überträgt sich durch direkten Kontakt mit infizierten Personen über deren Körperflüssigkeiten wie zum Beispiel Blut, Speichel, Urin, Kot, Schweiß oder Sperma. Auch Tiere können Menschen mit dem Virus anstecken. Risikotiere sind Affen, Fledermäuse (vor allem Flughunde) und Antilopen. Ebola überträgt sich nicht, wie zum Beispiel Grippe, durch die Luft. Die Ausbreitung wird durch eine teilweise eingeschränkte medizinische Versorgung sowie den intensiven grenzüberschreitenden Austausch in der Region begünstigt.

Wie kann man sich vor Ebola schützen?

Vorbeugung und Wissen sind der beste Schutz. Das Ebola-Virus wird, wie beschrieben, durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen sowie durch ungeschützten Umgang mit Verstorbenen oder infizierten Tieren übertragen. Um sich zu schützen, sollte man direkten Kontakt mit an Ebola erkrankten Menschen vermeiden und strenge Hygienemaßnahmen einhalten. Erkrankte Personen müssen isoliert und medizinisch versorgt werden, um eine weitere Ansteckung zu verhindern. Außerdem sind Impfstoffe gegen Ebola zugelassen, die einen präventiven Schutz bieten können.

Sind Plan-Partnerländer betroffen?

Südsudan, Äthiopien, Kenia, Tansania, Sambia, Rwanda und Uganda sind Plan-Partnerländer. Während frühere Ebola-Ausbrüche in diesen Ländern die Programmarbeit zeitweise eingeschränkt haben, ist aktuell (2026) insbesondere Uganda betroffen, wo mehrere Distrikte als Hochrisikogebiete gelten. Südsudan, Äthiopien, Kenia, Tansania, Sambia, Rwanda sind derzeit noch nicht betroffen. In Uganda ist die Programmarbeit von Plan International entsprechend eingeschränkt. Es gelten verstärkte Hygienemaßnahmen sowie angepasste Abläufe und Zugangsbeschränkungen zu betroffenen Regionen.

Icon von drei Personen mit dem Plan-Logo auf dem Shirt. Es steht für das Plan Team.

Wie arbeitet Plan im Kampf gegen Ebola?

Neben der Behandlung von Kranken ist die Aufklärung der Bevölkerung über Ebola das Wichtigste. Die Menschen wissen zu wenig über die Krankheit und die Ansteckungswege. Deshalb unterstützt Plan International in Uganda die Gesundheitsbehörden auf lokaler Ebene im Rahmen nationaler Ebola-Notfallpläne.

Plan International organisiert Aufklärungskampagnen, die gezielt über Prävention, Symptome und Meldewege informieren. Diese laufen über Radio, TV und digitale Kanäle sowie durch Kampagnen in Schulen, Poster, in den Gemeinden und lokale Meinungsführer. Zusätzlich werden Handwasch- und Hygiene-Stationen in Geflüchtetencamps, Schulen und Gesundheitszentren eingerichtet sowie Desinfektionsmittel und Schutzausrüstungen verteilt.

Darüber hinaus schult Plan lokale Gesundheitshelfer:innen und leistet psychosoziale Unterstützung sowie Kinderschutzarbeit, insbesondere für Frauen und Mädchen oder organisiert Notfallbetreuung von Kindern bei möglichen Schulschließungen. Zudem klären Plan-Mitarbeitende darüber auf, dass Menschen nach einer Genesung nicht mehr ansteckend sind und unterstützen so deren Wiederaufnahme in den Gemeinden.

Wie kann ich helfen?

Die Nothilfe-Maßnahmen in Uganda sowie Plan-Partnerländern werden über einen Nothilfe-Fonds finanziert. Diesen können Sie hier mit einer Spende unterstützen.

Zum Nothilfe-Fonds