In der Region Mopti (Mali) haben sich Plan-Aktivistinnen zusammengeschlossen, um die Menschen über das Coronavirus und über Präventivmaßnahmen zu informieren. ©Plan International
In der Region Mopti (Mali) haben sich Plan-Aktivistinnen zusammengeschlossen, um die Menschen über das Coronavirus und über Präventivmaßnahmen zu informieren. ©Plan International
24.11.2020 - von Anne Rütten

Corona-Krise global: Schwerpunkt Afrika

Von der Covid-19-Pandemie sind auch die 25 afrikanischen Länder betroffen, in denen Plan International arbeitet. Welche Maßnahmen die Länderbüros treffen, um die Menschen in den Gemeinden zu unterstützen, lesen Sie hier.

In vielen der Plan-Programmländer Afrikas sind die offiziellen Fallzahlen der Coronavirus-Infektionen noch immer verhältnismäßig moderat und sinken teilweise, in einigen Ländern steigen sie jedoch tendenziell an. Wie in anderen Teilen der Welt ist zudem die Dunkelziffer potenziell sehr hoch, da Testmöglichkeiten nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen.

Viele Regierungen in der Region verhängten frühzeitig strenge Ausgangsbeschränkungen, was die Ausbreitung von Covid-19 vermutlich erheblich bremste. Vermehrt wurde der Schulbetrieb wieder aufgenommen, sowohl als Präsenzunterricht als auch über Online-Lernangebote. Der fehlende Zugang zu Wasser und Seife für Schüler:innen und Lehrer:innen in vielen Schulen stellt dabei weiterhin eine Herausforderung dar. Auch die empfohlenen Präventivmaßnahmen, wie soziale Distanzierung und das Tragen von Masken, werden nach wie vor nicht durchgehend umgesetzt. Dies erhöht das Infektionsrisiko enorm.

Die verhängten Beschränkungen haben Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage und Lebensumstände besonders der ärmeren Bevölkerung. Kinder, insbesondere Mädchen, müssen während der Krise noch mehr Haushaltsaufgaben übernehmen als sonst. Dies birgt stets das Risiko, dass Familien auch nach Schulöffnung die Wichtigkeit von Schulbildung vernachlässigen. Außerdem sind Mädchen in dieser Situation verstärkt dem Risiko schwerer Kinderrechtsverletzungen, wie (sexualisierter) Gewalt, Genitalverstümmelung und Kinderheirat, ausgesetzt. In einigen Gegenden Westafrikas, wie etwa in der Tschadsee-Region, herrscht zudem noch immer eine schlechte Sicherheitslage aufgrund der Aktivität von Terrororganisationen oder politischen Konflikten.


Plan International hat mit seinen Nothilfeprogrammen bisher rund 27,6 Mio. Menschen im westlichen und zentralen Afrika, sowie 7,6 Mio. Menschen im östlichen und südlichen Afrika erreicht. Im Folgenden sind einige Highlights aus den Projektländern aufgezählt.

  • Kenia:Im Rahmen der Covid-19-Präventions- und Reaktionsinitiative der Joining Forces Alliance, Kenia, wurden Sitzungen mit Mitarbeiter:innen und eine Analyse der Ansichten der Kinder zu den verschiedenen Interventionen durchgeführt, die im Land als Reaktion auf die Corona-Krise von unterschiedlichen Interessengruppen und der Regierung stattgefunden haben.Gesundheitszentren und Boda-Boda Fahrer (Fahrrad- und Motorrad-Taxis) wurden mit Handdesinfektionsmittel ausgestattet. Zudem wurden über 2.000 Stangen Seifen und mehr als 5.000 Packungen Menstruationsbinden an Patenkinder in den Programmgebieten Bondo, Kisumu und Homabay verteilt.
  • Ghana: Plan International Ghana organisierte eine zweitägige Orientierung über sexuelle Gesundheit und Rechte für 203 heranwachsende Mädchen in der Zentral-, Ost- und Volta-Region. Die Teilnehmerinnen erhielten im Anschluss an die Veranstaltung Pakete mit Menstruation-Hygiene-Sets (mit insgesamt 400 Damenbinden, 300 Damenhosen, 200 Stück Waschseife, 100 Mund-Nasen-Schutzmasken und 100 Stück Antiseptika). In 40 Gemeinden wurde Informationsmaterial zur Prävention und zum Schutz von Kindern im Rahmen von Covid-19 verteilt. Die Aktion erreichte über 8.000 Personen. Zudem erhielten Mädchen und junge Frauen, die infolge von Covid-19 arbeitslos geworden sind, Unterstützung beim Erwerb von berufsqualifizierenden Fertigkeiten wie dem Nähen von Gesichtsmasken und wiederverwendbaren Damenbinden. In 8 Gemeinden erhielten Mädchen sogenannte Dignity-Kits, Diese enthalten neben Hygieneprodukte wie Seife und Desinfektionsmittel, auch Menstruationsprodukte. Präventionsmaßnahmen zu Covid-19 erreichten in 28 Gemeinden mit Hilfe eines Infodienstwagens in Sissala West und Ost 4.200 Menschen (1.400 Mädchen, 900 Jungen, 1.200 Frauen, 700 Männer).
  • Benin: Plan International Benin stellte in Agbangnizoun, Zakpota und Djidja Handwaschgeräte mit lokalen Materialien für 107 Haushalte her, die 617 Menschen (198 Mädchen, 145 Jungen, 191 Frauen, 83 Männern) zu Gute kamen. 
    In Adjohoun, Zakpota und Djidja erreichte eine Sensibilisierungskampagne für Covid-19 1.474 Personen (834 Frauen, 640 Männer). In Zusammenarbeit mit dem Global Fonds wurden 2.000 Ernährungspakete an Frauen und Kinder, die mit HIV leben, ausgeteilt. Zudem haben Vermittler:innen landesweit Informationsveranstaltungen durchgeführt, um über Präventionsmaßnahmen und den Umgang mit der weltweiten Corona-Pandemie zu informieren. Die Aktionen erreichten insgesamt 6.545 Menschen (65 Mädchen, 53 Jungen, 4.452 Frauen, 1.975 Männer).
  • Burkina Faso: Im Rahmen des Konzepts "Anti-Covid-19-Brigade" konnten 2.458 Personen (1291 Frauen, 1167 Männer) zu Corona-Präventionsmaßnahmen sensibilisiert werden. Die Kampagne erreichte auch 800 Talibés (männliche Madrassaschüler). 80 Personen (67 Frauen, 13 Männer) erhielten Workshops zur endogenen Gestaltung von Sanitärlösungen und 24 junge weibliche Freiwillige erlangten Kenntnisse zur Herstellung von Flüssigseife. Im Zuge der Aktion wurden bereits 1000 Liter Seife in der Provinz Kadiogo produziert. 
  • Kamerun:Plan International Kamerun verteilte 3.388 WASH-Kits (je 1 Kanister und 10 Seifenstücke) an 1.948 Frauen und 1.440 Männer in den Stadtbezirken Belo, Njinikom und Fundong. Zudem wurden 213 pädagogische Gesprächsrunden mit 3.651 Teilnehmer:innen in den Divisionen Mayo Sava, Logone & Chari und Mayo Tsanaga in der Region Far North über die "neue Realität von Covid-19" organisiert. Freiwillige, die im Rahmen des "4Girl"-Plan geschult wurden, führten Sensibilisierungsmaßnahmen zu Covid-19 durch. Insgesamt konnten bis Juli in 60 Gemeinden in Lagdo und Tcheboa 21.302 Menschen erreicht werden (943 Mädchen, 473 Jungen, 10.728 Frauen, 9.158 Männer).
  • Guinea:Mithilfe von KFW-Mitteln konnten Hygiene-Kits zum Schutz vor Covid-19 an 79 Schulen in Faranah, Mamou und Kissidougou verteilt werden. Zudem verteilte Plan International Guinea bis Juli an Gemeindemitarbeiter:innen und Peer Educators 5.847 Seifen, 1.149 hydroalkoholische Gels und 12.007 Gesichtsmasken. In Schulen in der Präfektur Guéckédou konnte mit gemeinsamen Mitteln der irischen Entwicklungshilfe der Unterricht wieder aufgenommen werden. Es wurden 10.000 Gesichtsmasken und Schulrevisionskits verteilt. 512 Schüler:innen konnten die Sekundarschulprüfung ablegen.
  • Guinea Bissau: Plan International Guinea Bissau hat eine Geschichte darüber produziert, wie sich die Eindämmungsmaßnahmen des Coronavirus‘, insbesondere die Schließung von Schulen, auf Mädchen auswirkt. Außerdem wurde Covid-19 Präventionsmaterial in 326 Gemeinden in den Regionen Bafata und Gabu (Seife, Bleichmittel und Reis) verteilt, das über 20.000 Patenkinder zu Gute kam. In Partnerschaft mit dem UNFPA wurden 26 Peer Educators (17 Jungen, 9 Mädchen) zu den Themen reproduktive sexuelle Gesundheit, weibliche Genitalverstümmelung, HIV und sexuell übertragbaren Krankheiten ausgebildet.
  • Liberia: Plan International Liberia arbeitet gemeinsam mit dem liberianischen Bildungsministerium an der Einführung von Aspekten des Safe School Protokolls zu geschlechtsspezifischer Gewalt in 40 Gemeinden. In Kooperation mit der NGO Child Rights Coalition arbeitet Plan International Liberia an einem Bericht über die Situation des Kinderschutzes in Liberia, der dem AU-Expertenausschuss vorgelegt werden soll. In 6 Distrikten wurden bis Juli 8.016 Stück Wäscheseifen und 8.028 Badeseifen an 2.009 stillende Mütter verteilt. Mit der Hilfe von Plan International konnten Community Health Assistants (CHAs) und Community Health Service Supervisors 10.028 Haushalte (8.026 Frauen) über Präventionsmaßnahmen in Zusammenhang mit Covid-19 informieren.
  • Mali:In partnerschaftlichem Engagement mit dem Nationalen Jugendrat (CNJ) in Mopti und der Association La Lecture Vivante in Timbuktu setzt sich Plan Intrenational Mali für die sichere Wiedereröffnung von Schulen ein und fördert die Fortsetzung von Sensibilisierungs- und Ausbildungsaktivitäten für Frauenverbände. In 67 Dörfer konnten zudem bereits bis August Hygiene-Kits (Seifen und Handwaschstationen) an 15.165 Mädchen, 13.640 Jungen, 24.184 Frauen und 21.765 Männern verteilt werden.
  • Niger: Um Informationen über die Corona-Pandemie, Präventionsmaßnahmen, Kinderschutz und geschlechtsspezifischer Gewalt in der Region Diffa bereitzustellen, wurden gemeinsam mit norwegischen MFA-Mitteln Gelder für den Kauf von 30 Radios, 40 USB-Sticks, Kommunikationskrediten für 30 Jugendliche und die Gemeinde (15 Frauen, 15 Männer) bereitgestellt. Zudem installierte Plan International Niger 80 Handwaschstationen für 24.289 Schüler:innen; 3.651 Jungen, 4.512 Mädchen in der Sekundarschule und 7.937 Jungen, 8.183 Mädchen in der Grundschule und 6 Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen (2 Mädcshen, 4 Jungen) mithilfe von ECW-Mitteln in Maradi und Tillaberi.
  • Nigeria: Plan International Nigeria sensibilisierte 265 religiöse und traditionelle Führer:innen aus Adamawa und Borno für Covid-19-Maßnahmen. 1.100 Hygiene-Kits wurden in 15 BMZ-Projektgemeinden verteilt. Darunter waren Siedlungen in Askira (234 Frauen, 52 Männer), Sabon gari, Tampul, Wamdeo, Koheli und Giwi. Michika - (640 Frauen, 174 Männer), Yamue, Warranbughe, Kuborshosho, Vi, Bazza, Kudzum, Delcim, Mbororo, Waranke und Watu. In den Bundesstaaten Adamawa und Borno fanden zudem Mentorensitzungen für 65 Vermittler:innen zu Herausforderungen beim Kinderschutz statt. 2254 Begünstigte (weiblich 2254, männlich 0) registrierten sich für die Verteilung von Hygiene-Kits und Wasserreinigern in Kaga und Mafa.
  • Senegal:An Standorten des Ernährungsstärkungsprogramms (PRN) in Kaolack erhielten Familien von 9.903 Kindern (4.994 Mädchen, 4.909 Jungen) im Alter von 6-23 Monaten angereichertes Mehl. Plan International Senegal organisierte in Dakar zwei Radiosendungen, die vom Plan-Response-Koordinator, zwei weiblichen Führungskräften und einer Partnerorganisation moderiert wurden und etwa 107.373 Personen erreichten. Der Jugendverband FORJEL produzierte mit Plan zwei Aufklärungsvideos zum Thema geschlechtsspezifischer Gewalt und Covid-19, die 10.550 Menschen in Saint-Louis erreichten. Zudem erhielten 686 Mädchen 1.000 wiederverwendbare Menstruationsbinden. Außerdem wurden 75 Pedalwaschbecken, 100 Hygiene-Sets und 2.400 Masken bereitgestellt, von denen 5.264 Schüler:innen (2.932 Jungen, 2.332 Mädchen) und 165 Lehrer:innen (120 Männer, 45 Frauen) in Kédougou profitierten.
  • Sierra Leone:In Patenschaftsgemeinden konnten 9.000 Solarradios verteilt werden, die das INO- und GEC-Übergangsprojekt für das Notfall-Lehr- und Lernprogramm für Mädchen bereitstellt. 700 junge weibliche Lehramtsstudentinnen in Port Loko profitierten ebenfalls von der Aktion. Weitere 16.000 Solarradios sollen in den kommenden Wochen verteilt werden. Plan International Sierra Leone hatte bis August bereits über 87.000 Menstruationshygiene-Kits für 870 Mädchen in Port Loko in ländlichen und städtischen Gebieten bereitgestellt.
  • Togo: Sensibilisierungsmaßnahmen zu Covid-19 Präventionsmaßnahmen erreichten 1.305 Personen (301 Mädchen, 285 Jungen, 401 Frauen, 318 Männer) in den Dörfern Adanka, Kamé, Palakoko, Kolo-Copé, Kponou, Hommagan, Katoré und Bourè. Plan International Togo verteilte zudem 45 Schachteln Flüssigseife in 24 Kanistern zu je 500 ml und 238 Kanister mit Gel zu 500 ml an die Behörden und Partner:innen in 45 Gemeinden in der Zone Kara und Savanes.
  • Malawi: Plan Malawi hat Müttergruppen aus vier Bildungseinrichtungen in Kasungu darin geschult, Damenbinden und Gesichtsmasken für Schüler:innen herzustellen. Außerdem wurden Sitzungen des Dzaleka-Kinder- und Jugendparlaments in Vorbereitung auf die Einberufung des Dowa-Kinderparlaments 2020 mobilisiert und unterstützt. Neben anderen Beratungen wurden die Auswirkungen und Risiken von Covid-19 auf Kinder diskutiert, die sich aus der Wiedereröffnung von Schulen ergeben.
  • Mosambik:Plan Mosmabik führte ein Gender Rapid Needs Assessment (Evaluation und Umsetzung von benötigten Hilfsmaßnahmen mit Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit) durch, das zeigte, dass Mädchen aufgrund von Schulschließungen und der Covid-19-Pandemie einem deutlich erhöhten Risiko ausgesetzt sind, früh verheiratet zu werden.
  • Somalia: 300 Binnenvertriebenen-Haushalte erhielten Bargeldhilfen.
  • Sudan: Das Plan International Sudan Büro Nord-Kordofan setzt sich weiterhin gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium (MoH), dem Ministerium für Arbeit und soziale Entwicklung und dem SCCW dafür ein, die Wiedervereinigung von Kindern aus Koranschulen (Khalwa) mit ihren Familien an ihrem ursprünglichen Wohnort zu unterstützen, solange die Glaubensstätten geschlossen sind. Zudem unterstützte Plan Sudan das Verteidigungsministeriums dabei, effektive Covid-19 Präventionsmaßnahmen für Schüler:innen zu gewährleisten, die im September an der sudanesischen Abiturprüfung teilgenommen haben. Die Unterstützung umfasste zum Beispiel die Verteilung von Masken und Informationsmaterialien zur Infektionsvermeidung. In Khartum leitete Plan International Sudan die PSS-Task Force und war Gastgeber von 4 Sitzungen. Zusammen mit UNICEF hat Plan International Sudan die Sammlung von Informationen über die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen abgeschlossen, die in die Aktualisierung der PSS-Richtlinien einfließen werden.
  • Tansania: Plan International Tansania hat COVID-19 Sensibilisierungssitzungen für 171 Grundschullehrer:innen im Distrikt Nyangw'ale unterstützt, wo das Projekt zur Prävention von Kinderarbeit beiträgt.
  • Jordanien: Plan International Jordanien hat eine Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne gegen Gewalt an Kindern und jungen Frauen gestartet. Diese wurde auf den lokalen Online-Plattformen verbreitet und löste eine Debatte zu diesem Thema aus. Bis zum 23. September haben diese Beiträge über 160.000 Benutzer erreicht, mit einem aktiven Engagement von über 15.000 Kommentaren. Außerdem nahm Plan Jordanien an einer Online-Podiumsdiskussion teil, die von der Royal Society for Health Awareness in Partnerschaft mit dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen und dem Higher Population Council veranstaltet wurde. Die Podiumsdiskussion befasste sich mit Themen wie der Sexualaufklärung für Jugendliche und junge Menschen und wie eine gesunde Entwicklung und das Recht auf körperliche Selbstbestimmung durch Covid-19 beeinflusst werden.

Angelehnt an den globalen Nothilfe-Plan der Vereinten Nationen hat Plan International Maßnahmen zur humanitären Hilfe in über 50 der Programmländer aufgesetzt, um die Menschen vor Ort bestmöglich zu unterstützen. Diese werden in folgenden Bereichen priorisiert umgesetzt: Gesundheit und Hygiene, einschließlich der Aufklärung zu sexueller und reproduktiver Gesundheit, Kinderschutz und geschlechterbasierte Gewalt, Bildung, Existenzsicherung, einschließlich finanzieller Unterstützung und der Verteilung von Nahrungsmitteln, Teilhabe der Kinder und Gemeinden an der Entwicklung von weiteren Maßnahmen. Gleichberechtigung, Inklusion sowie Anwaltschaft und Einflussnahme sind bereichsübergreifende Ziele und Teil aller Arbeitsbereiche von Plan – auch und gerade in Krisen.



Wie geht es weiter mit der Patenschaftsarbeit?

In vielen Plan-Programmländern ruhte die Arbeit im Patenschaftsbereich für einige Zeit. Ein Grund dafür waren die Ausgangs- und Reisebeschränkungen, die viele Regierungen verhängten, und die teilweise noch andauern. Das vielerorts sehr kritische Infektionsgeschehen sollte so unter Kontrolle gebracht werden. Da von der Corona-Pandemie und ihren Folgen alle Länder betroffen sind, in denen Plan mit Patenschaften arbeitet, erhielten zudem weltweit unsere Nothilfe-Maßnahmen Priorität.

Daher haben wir umfangreiche Schutzmaßnahmen für Mitarbeitende und ehrenamtliche Kräfte festgelegt. Der Besuch von Gemeinden war aus diesem Grund zeitweise schwierig. Allerdings führten die teils sehr guten Beziehungen zu den örtlichen Behörden dazu, dass Plan-Mitarbeitende auch in Zeiten der Ausgangssperren Nothilfe-Maßnahmen durchführen konnten. Da wir weiterhin mit den Gemeindemitgliedern direkt arbeiten, bestand auch in schwierigeren Zeiten ein guter Kontakt in die Gemeinden. Der telefonische Austausch ist in dieser Situation besonders wichtig, um den Kontakt zu Gemeindehelfer:innen sowie Patenkindern und deren Familien zu halten und wichtige Nachrichten zu teilen. Auch regelmäßige Besuche von Plan-Kolleg:innen in den Gemeinden und bei den Familien laufen unter Beachtung von Hygienemaßnahmen in immer mehr Ländern wieder an.

Durch die Schließzeiten konnten oder können viele Briefe und Geschenksendungen nicht regulär befördert oder bearbeitet werden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass der Briefaustausch wesentlich länger dauern wird als sonst. Patenkindbesuche müssen wir leider zumindest bis Ende Juni 2021 vollständig aussetzen.

Bei Fragen zur Kommunikation oder zu Ihrer Patenschaft im Allgemeinen melden Sie sich gerne bei unserer Paten- und Spenderbetreuung unter +49 (0)40 / 60 77 16 – 250


Aktuelle Informationen aus unserem digitalen Plan-Abend: Coronavirus in Afrika


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