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Mit Übungen bereiten wir Kinder auf mögliche Katastrophen vor. © Sandra Gätke / Plan International
Mit Übungen für den Katastrophenalarm bereiten wir Kinder auf mögliche Naturkatastrophen wie Erdbeben vor. © Sandra Gätke / Plan International

Katastrophenvorsorge und humanitäre Hilfe

Wir stärken unsere Partner-Gemeinden vor, während und nach Katastrophen und Krisensituationen. Dabei setzen wir uns insbesondere für das Recht auf ein menschenwürdiges Leben und den Schutz der Kinder ein.

Krisen können einen verheerenden Einfluss auf das Leben der betroffenen Kinder haben. Kinder werden über Nacht zu Waisen, von ihren Familien getrennt oder als Kindersoldaten missbraucht. Sie sind sexualisierter Gewalt und Kinderhandel ausgesetzt. Meistens sind die bereits bestehenden Anlaufstellen für Kinder in Not zerstört worden. Den Schutz der Kinder zu sichern, steht für uns an erster Stelle, denn er rettet Leben. Deshalb bauen wir gemeinsam mit den Kindern, ihren Familien und den lokalen Behörden die Schutzsysteme so schnell wie möglich wieder auf und achten darauf, dass Mädchen und Jungen gleich behandelt werden.

Unsere Katastrophenhilfe

Kommt es in unseren Programmländern zu einer Katastrophe wie einem schweren Erdbeben, versuchen wir schnellstmöglich mit Soforthilfemaßnahmen vor Ort zu sein. Im Mittelpunkt steht dabei für uns die Versorgung von Kindern mit benötigten Hilfsgütern. Darüber hinaus richten wir beispielsweise Kinderschutzzonen ein, in denen sich Kinder und Jugendliche sicher bewegen, spielen und lernen können, sodass sie ihre Traumata überwinden. Die Soforthilfe wird mit Spenden aus dem Nothilfe-Fonds finanziert.

Die Komponenten unserer humanitären Hilfe:

  • Sichere Orte schaffen, an denen Kinder lernen und spielen können (Child-friendly Spaces)
  • Gemeindebasierte psychosoziale und emotionale Unterstützung organisieren
  • Die Regierung überzeugen, den Kinderschutz als wichtige Komponente in den Katastrophenschutz einzuführen
  • Die Ernährung von Kindern und Familien sicherstellen
  • Aufbau von temporären Schulen und Organisation von Unterricht
  • Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen sicherstellen
  • Kinder, Familien und Gemeinden auf mögliche Katastrophen vorbereiten
Nothilfe für Kinder
Spenden Sie für unsere Nothilfe

Mit dem Nothilfe-Fonds wird es möglich, Kindern und ihren Familien in Notsituationen schnell und unbürokratisch mit Hilfsgütern zu helfen.

Mehr Infos: Nothilfe-Fonds

Für die Gesundheit und Entwicklung der Kinder ist eine ausreichende und ausgewogene Ernährung wichtig, auch im Fall von Krisen und Katastrophen. Wir konzentrieren uns deshalb mit unserem Ernährungsprogramm auf die Prävention von Mangelernährung bei Kindern. Die Ausgabe von Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln sowie die Schulspeisung gehören zu unserem Standard-Notfallprogramm. Wir arbeiten sehr eng mit den Gemeinden, lokalen Institutionen und internationalen Ernährungsspezialisten zusammen und sind an verschiedenen Netzwerken und Bündnissen der humanitären Hilfe beteiligt, damit wir die bestmögliche Unterstützung in den Gemeinden leisten können.

Beispiel Nepal: Ernährung für Kinder

Nach dem Erdbeben in Nepal 2015, sicherten wir von Plan International als erstes die gesunde Ernährung der Kinder. Denn für ein Land mit einer ohnehin schon hohen Rate an mangelernährten Kindern, wirkt sich die Katastrophe noch gravierender auf ihren Gesundheitszustand aus.

Zunächst verteilten wir 40.000 Lebensmittelpakete an die betroffenen Familien. Diese beinhalteten 20 Kilogramm Reis, 3 Kilogramm Hülsenfrüchte, Öl, Salz, Zucker und Gewürze. Ausreichend, um eine fünfköpfige Familie eine Woche lang mit Grundnahrungs-mitteln zu versorgen.

Viele stillende Mütter im Katastrophengebiet aßen nur unzureichend, waren durch die unhygienische sanitäre Situation häufig krank und hatten deshalb nicht genügend Muttermilch für ihre Babys. In Zusammenarbeit mit hunderten freiwilliger Gesundheitshelferinnen der Gemeinde organisierten wir monatliche Treffen von Frauengruppen und stellten dort eine verlässliche Versorgung der Frauen und Kinder mit zusätzlicher angereicherter Spezialnahrung sicher. In den Gruppen lernten die Mütter, wie sie diese und andere frische Lebensmittel nahrhaft und hygienisch zubereiten können. Die Treffen wurden auch genutzt, um die Entwicklung von Gewicht und Größe der Kinder zu kontrollieren.

Bildung ist ein fundamentales Menschenrecht, jedoch ist es in Krisen- und Notsituationen Millionen von Kindern nicht möglich, weiter zur Schule zu gehen oder einen Abschluss zu erlangen. Die Schulen werden in vielen Fällen von bewaffneten Gruppen besetzt oder als Notunterkünfte für evakuierte Familien genutzt, was einen geregelten Schulunterricht unmöglich macht.

Krisen und Konflikte können dazu führen, dass Kinder und Jugendliche langfristig keine Bildung erhalten. Dies kann sich besonders verheerend auf ihre Zukunft und die ihrer eigenen Kinder auswirken, da sie ohne qualitative Bildung deutlich geringere Chancen haben, sich aus der Armut zu befreien.

Mit unserem Programm wollen wir Mädchen und Jungen die Möglichkeit bieten, in der Schule, aber auch außerhalb, an hochwertigen Bildungsangeboten teilzunehmen, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern in humanitären Krisensituationen zugeschnitten sind.

Langanhaltende Fluchtsituationen
„Erschwerend kommt hinzu, dass die Dauer, für die Zwangsvertriebene Vertreibung und Exil ausgesetzt sind, zunimmt. Dies beeinträchtigt die Aussicht auf umfassende Lösungen zur Sicherstellung des Bildungszugangs. Im Jahr 2014 betrug die durchschnittliche Dauer von Flucht- und Exilsituationen bei 33 anhaltenden Krisen rund 25 Jahre, fast dreimal länger als noch in den frühen 1990er-Jahren. Das [Auswärtige Amt] geht davon aus, dass eine Vertreibungssituation im Durchschnitt 17 Jahre andauert. Damit steigt der Bedarf an langfristiger Planung und Lösungsansätzen, die deutlich über kurzfristige Notfallversorgung hinausgehen.“

(Globale Bildungskampagne: Bildung darf nicht warten - Analyse des deutschen Beitrags zur Förderung von Bildung in Krisen und Konflikten, 2017)

Bildung bietet für Kinder einen sicheren Ort, wo sie vor Gewalt geschützt sind. Sie erhalten nützliche, lebensrettende Informationen, zum Beispiel darüber, wie sie sich vor Krankheiten schützen können oder über gesunde Ernährung und Hygiene. Sie lernen dort auch, wie sie ihre sozialen Kompetenzen stärken und Konflikte friedlich lösen können. Toleranz, Menschenrechte, Demokratie, Umweltschutz und Katastrophenvorsorge sind weitere Themen, die im Unterricht vermittelt werden.

Das Allerwichtigste ist aber, dass der Schulunterricht Normalität in das Leben der Kinder bringt und einen therapeutischen Effekt hat, weil er ihr Wohlbefinden stärkt. Wenn sie ihre Schulbildung lückenlos fortsetzen können, haben die Mädchen und Jungen auch in der Zukunft bessere Chancen.

Eine wichtige Komponente unserer Arbeit zu Bildung in Notsituationen ist, die Menschen auf den Katastrophenfall vorzubereiten. Dazu gehört es, Lehrkräfte fortzubilden, die Gebäude katastrophensicher zu machen und Lehrpläne zu entwickeln, die sich zusätzlich auf den Unterricht im Notfall beziehen. Wir von Plan International haben bereits auf viele Katastrophen reagiert und bieten unter anderem Schulunterricht in fragilen Staaten und Flüchtlingsunterkünften an.

Nach Schätzungen des Flüchtlingshilfswerks UNHCR flohen 2015 rund 65 Millionen Menschen vor Krieg und Gewalt. Hinzu kamen Millionen Betroffene von Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen oder Erdbeben. Im Vergleich dazu waren es ein Jahr zuvor rund 60 Millionen Menschen, vor zehn Jahren 38 Millionen Menschen. Mehr als drei Viertel aller Flüchtlinge weltweit sind Kinder und Frauen.



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Anpassung an den Klimawandel

Der Klimawandel stellt in vielen Ländern der Welt eine reale Gefahr für die Rechte von Mädchen und Jungen dar. Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit den Kindern daran, das Risiko von klimabedingten Katastrophen zu reduzieren und Anpassungsmaßnahmen umzusetzen. Unser Programm „Kindorientierte Klimawandelanpassung“ wird zum Beispiel in 12 Ländern Asiens umgesetzt mit dem Ziel, den Familien aufzuzeigen, wie sie sich am besten vor Folgen des Klimawandels schützen können. Wir rufen Regierungen auf, diesen Arbeitsansatz zu unterstützen und zu finanzieren. Wir setzen uns auch dafür ein, dass sich Kinder und junge Leute sinnvoll an Entscheidungsfindungen, Umsetzung und Monitoring auf lokaler und nationaler Ebene engagieren. Weitere Infos: Klimawandel


Hilfsmaßnahmen von Plan International

Plan International kümmert sich in den Bereichen Soforthilfe und Wiederaufbau vor allem um den Schutz der Kinder, deren psychosoziale Betreuung und Bildung.

Dürre im Südsudan
Hungersnot im Südsudan

Hunger und Not im Bürgerkriegsland Südsudan werden Anfang 2017 immer dramatischer. Für den Norden wurde die Hungersnot ausgerufen.

Hungersnot im Südsudan
El Niño: Plan International fordert schnelle Hilfe für Äthiopien
Dürre in Äthiopien

2016 herrschte in Äthiopien eine schlimme Dürre. Plan International forderte die Bundesregierung auf, schnell zusätzliche Mittel für die Nothilfe zur Verfügung zu stellen.

Dürre in Äthiopien
Haiti: Rückkehr zur Normalität
Hurrikane in Haiti

Nach den starken Schäden durch den Hurrikan Matthew im Oktober 2016 standen für die Teams in den betroffen Gebieten vor allem Nothilfemaßnahmen im Vordergrund.

Hurrikane in Haiti
Erdbeben in Ecuador

Im April 2016 sorgte ein schweres Erdbeben in Ecuador für eine Katastrophe. Plan richtete vor Ort unter anderem Schutzzonen für Kinder ein.

Erdbeben in Ecuador
Wir leisten Nothilfe nach dem Erdbeben in Nepal. © Reuters / Navesh Chitraka
Erdbeben in Nepal

Das Erdbeben im April 2015 zählte zu einem der Schwersten im letzten Jahrzehnt. Wir waren umgehend vor Ort und leisteten Soforthilfe.

Erdbeben in Nepal

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Mit der Übernahme einer Kinderpatenschaft geben Sie Ihrem Patenkind die Chance auf eine selbstbestimmte Kindheit und eine bessere Zukunft.

Unsere Nothilfe fördern

Unterstützen Sie mit einer Spende in unseren Nothilfe-Fonds unsere humanitären Sofortmaßnahmen in Katastrophengebieten.