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Drei Personen stehen auf einer Bühen im Rampenlicht.
Bundesfamilienministerin Karin Prien, Siegerin Anna Kemper (ZEIT Magazin) und Stifter Ulrich Wickert © Michael Fahrig
10.09.2026

Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte zum 15. Mal verliehen

Hamburg/Berlin, 10. September 2026 – Die Sieger:innen des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte 2026 sind am Donnerstag bei einer Veranstaltung der Kinderrechtsorganisation Plan International in Berlin geehrt worden. Die Auszeichnung in der Sparte Deutschland/Österreich überreichte Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, an Anna Kemper und Hannah Knuth für ihre ZEIT-Reportage „Missbrauch im Turnen: Wenn ich dich sehe, muss ich kotzen, obwohl du kotzen müsstest“.

Der Peter Scholl-Latour Preis 2026 für die Berichterstattung aus Krisen- und Konfliktgebieten ging an Mariel Müller für ihre TV-Dokumentation „Krieg im Sudan: Die vergessene Katastrophe“. Die Korrespondentin der Deutschen Welle nahm die Trophäe von Ulrich Wickert, dem Stifter des Journalistenpreises, entgegen.

Bundesfamilienministerin Karin Prien hielt die Eröffnungsrede der Verleihung. Sie würdigte Preisträger:innen und Nominierte: „Jedes Kind verdient es, gesehen, gehört und ernst genommen zu werden. Noch immer werden weltweit die Rechte von Kindern verletzt, oft im Verborgenen. Journalistinnen und Journalisten leisten einen unverzichtbaren Beitrag, denn sie machen Missstände sichtbar und erzählen die Geschichten von Kindern, die sonst ungehört blieben. Die UN-Kinderrechtskonvention hat die Lebenssituation von Kindern weltweit in vielerlei Hinsicht verbessert. Doch längst nicht alle Mädchen und Jungen erleben diese Fortschritte in ihrem Alltag. Umso bedeutsamer sind Menschen, die uns daran erinnern. Nur wenn Kinder sich im Leben – und etwa auch in der Schule – grundsätzlich sicher und wohlfühlen, können sie auch gut lernen. Und Bildung wiederum ist der Schlüssel zu allem im Leben junger Menschen. Und für die Gesellschaft. Ich gratuliere den ausgezeichneten Journalistinnen und Journalisten des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte und danke Plan International und allen, die sich für Kinderrechte einsetzen.“

Stifter und Plan-Kuratoriumsmitglied Ulrich Wickert sagte: „Journalistinnen und Journalisten, die sich für Kinderrechte einsetzen, beweisen nicht nur Zivilcourage. Sie sind auch Sprachrohr für Mädchen und Jungen, die oft nicht selbst für sich sprechen können. Medienberichte liefern unumstößliche Fakten, die nötig sind, um Unrecht zu stoppen und das Leben von Kindern zu verbessern. Sie rütteln auf und zwingen uns zum Handeln. Es braucht Mut, hinzusehen, wo andere wegschauen. Diesen unverzichtbaren Einsatz möchten wir mit dem Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte würdigen.“

Den Preis International 2026 erhielt Catherine Tembo aus Malawi für ihre Reportage „Underaged girls caught in sex work“ (Minderjährige Mädchen verwickelt in Sexarbeit). Die Redakteurin schildert in ihrem Beitrag für die Tageszeitung „The Nation“, wie Drogen- und Alkoholmissbrauch Mädchen in ländlichen Gemeinden in die Prostitution drängt. Die 15 Moderator:innen der „Petauke Youth Bakers“ aus Sambia wurden für ihre Radiosendungen mit dem Girls LEAD Award 2026 geehrt.

129 Journalist:innen aus zehn Ländern haben 99 Medienbeiträge für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2026 eingereicht. Zur unabhängigen Jury des Journalistenpreises gehören: Susanne Amann (Der Spiegel), Dr. Werner Bauch (Vorstand Stiftung Hilfe mit Plan), Matthias Deiß (ARD-Hauptstadtstudio), Thomas Frankenfeld (Journalist und Autor), Sven Gösmann (dpa), Hannah Knuth (Die Zeit), Christoph Lanz (Thomson Foundation), Charlotte Maihoff (RTL aktuell), Sherif Rizkallah (logo! / ZDF), Dr. Andrea Rübenacker (Katholische Nachrichten-Agentur), Barbara Scherle (ProSiebenSat.1), Frank Thomsen (Vorstand Plan International Deutschland) und Ulrich Wickert. Hannah Knuth hat nicht an der Beratung und Abstimmung zum Preis Deutschland / Österreich 2026 teilgenommen, mit dem sie und Anna Kemper in diesem Jahr ausgezeichnet wurden.

Ulrich Wickert unterstützt die Projekte und Kampagnen von Plan International seit 1995 und ist ehrenamtliches Mitglied des Kuratoriums der deutschen Organisation. 2011 gründete er die Ulrich Wickert Stiftung, die den Journalistenpreis vergibt. Peter Scholl-Latour war Gründungs- und Kuratoriumsmitglied von Plan International Deutschland. Der Sonderpreis mit seinem Namen wird zu Ehren seines außerordentlichen Engagements vergeben.

Weitere Informationen und Fotos:
Plan International Deutschland e. V., Kommunikation, Bramfelder Str. 70, 22305 Hamburg
Antje Schröder, Pressereferentin, Telefon: +49 (0)40 607716-281, presse@plan.de