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Auch das Hamburger Planetarium erstrahlt in diesem Jahr wieder in leuchtendem Magenta. ©Michael Björnson
Auch das Hamburger Planetarium erstrahlt in diesem Jahr wieder in leuchtendem Magenta. ©Michael Björnson
07.10.2020 - von Barbara Wessel

Welt-Mädchentag: In Deutschland wird es pink

Plan International setzt weiteres Zeichen für Gleichberechtigung

Am kommenden Sonntag zeigen rund 30 Städte in Deutschland  Farbe: Bundesweit leuchten Rathäuser, Kirchtürme, Denkmäler und viele andere bekannte Wahrzeichen in kräftigem Magenta. Mit der Illuminierung zum Welt-Mädchentag am 11. Oktober macht die Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland auch dieses Jahr auf die fehlende Gleichberechtigung von Mädchen in vielen Regionen dieser Welt aufmerksam. Dank der Initiative der Unterstützer:innen von Plan International erstrahlen dieses Jahr unter anderem der Funkturm in Berlin, das Planetarium in Hamburg, die Seebrücke Sellin, das Riesenrad am Rheinauhafen in Köln sowie viele weitere exponierte Stätten in pink.

„Bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie sind 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule gegangen“, sagt Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland. „Jetzt besteht das Risiko, dass aufgrund der temporären Schulschließungen und Ausgangssperren weitere 11 Millionen Mädchen nicht mehr zurückkehren und der Gefahr von Frühschwangerschaft, Zwangsverheiratung und Gewalt ausgesetzt sind. Mit der Beleuchtungsaktion zum Welt-Mädchentag wollen wir deutlich machen, wie wichtig es ist, dass Mädchen überall auf der Welt die gleichen Chancen erhalten wie Jungen. Dazu gehört auch, dass sie sich frei und ohne Angst bewegen können, im realen Leben, aber auch online. Wir setzen alles daran, dass die Welt für Mädchen ein sicherer Ort wird.“

Fast 60 bekannte Gebäude, Wahrzeichen und Denkmäler werden zum Welt-Mädchentag am Abend des 11. Oktober in rund 30 deutschen Städten in kräftigem Pink erstrahlen, manche auch schon in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag. In einigen Städten leuchtet es an gleich mehreren Orten, etwa in Hamburg, Köln, Lübeck oder Wolfsburg. In vielen der beteiligten Städte finden außerdem Veranstaltungen und Aktionen zum Welt-Mädchentag statt, begleitend dazu informieren die lokalen Plan-Aktionsgruppen über die Arbeit von Plan International.

„Ein ganz starkes Signal!“ sagt Maike Röttger. „Wir freuen uns sehr, dass dieses Jahr zum Welt-Mädchentag wieder so viele Städte und Gemeinden gemeinsam mit uns ein Zeichen für die Gleichberechtigung von Mädchen setzen. Ohne unsere ehrenamtlichen und lokalen Aktionsgruppen wäre das nicht möglich. Es ist sehr beeindruckend, was sie trotz der schwierigen Voraussetzungen zum Welt-Mädchentag 2020 in Bewegung gesetzt haben.“
Auf Initiative von Plan International riefen die Vereinten Nationen (UN) den 11. Oktober als Welt-Mädchentag aus. Mit der globalen Kampagne Girls Get Equal verfolgt die Kinderhilfs-organisation das Ziel, echte Gleichberechtigung für Frauen und Männer zu erreichen. Den langen Weg dorthin zeigt der Girls‘ Report 2020 von Plan International mit dem Titel „Free to be online – Erfahrungen von Mädchen weltweit mit digitaler Gewalt“. Der diesjährige Bericht setzt sich mit den Belästigungen und Bedrohungen auseinander, die Mädchen und junge Frauen erleben, wenn sie sich im Internet und in den sozialen Medien bewegen.

In folgenden Städten wird es am 11. Oktober in Deutschland leuchten:

Im Norden:
Das Planetarium, das Rathaus Altona, das Holthusenbad und die Hauptkirche St. Petri sowie das Büro von Plan International Deutschland in Hamburg; das Holstentor, das Europäische Hansemuseum und die Musik- und Kongresshalle in Lübeck; der Großsegler „Passat“ in Travemünde; das Schloss in Schwerin (Sitz des Landtages Mecklenburg Vorpommern)
und die Seebrücke Sellin auf Rügen.

In Mitteldeutschland:  
Die Stadthalle, das Schloss und die Hochzeitsmühle „Lady Devorgilla“ in Gifhorn; das Rathaus in Lehre; die Pfarrkirche St. Christopherus, das Rathaus, das Phaeno, das Scharoun-Theater und das Kulturzentrum „Hallenbad“ in Wolfsburg; das Haus der Sozialwirtschaft (Treppe 4) in Kassel und das Alte Rathaus in Springe.

Im Osten:
Der Berliner Funkturm und die Repräsentanz der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) in Berlin; das Stadthaus und der Rote Turm in Halle; der Katharinenturm in Magdeburg sowie der Theaterkahn in Dresden.

Im Westen:
Das Historische Rathaus, das Atrium der Stadtwerke, das Musische Zentrum der Ruhr
Universität
und das Schauspielhaus in Bochum; das Wehr am Baldeneysee in Essen; die Pylone am RheinEnergieSTADION, das Reiterdenkmal am Heumarkt, das Reiterdenkmal am Rheinboulevard; das Denkmal am „Alter Markt“, das LVR- Haus, das Schokoladenmuseum und das Riesenrad am Rheinauhafen in Köln; das Frauenmuseum und die Hofgartenfassade des Hauptgebäudes der Universität in Bonn; die Redoute in Bad Godesberg; das Stadttheater, die Citykirche St. Nikolaus, der Elisenbrunnen und das Denkmal Hotmannspief in Aachen; das Alte Rathaus, das Naturkunde-Museum, das Kunstforum Hermann Stenner und der Leineweberbrunnen in Bielefeld; das Rathaus in Gütersloh; das Engels-Haus in Wuppertal; das Kurfürstliche Schloss und das Reiterstandbild am Deutschen Eck in Koblenz.

Im Süden:
Der Wasserturm in Walddorfhäslach bei Reutlingen.

 


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