Plan International Deutschlands Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Bauch und Geschäftsführerin Maike Röttger bei der Preview zur Erlebnisausstellung "Mission 2030 – Globale Ziele erleben". © Michael Fahrig
Plan International Deutschlands Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Bauch und Geschäftsführerin Maike Röttger bei der Preview zur Erlebnisausstellung "Mission 2030 – Globale Ziele erleben". © Michael Fahrig
28.01.2020 - von Sara Flieder

Plan International startet neue entwicklungspolitische Ausstellung

- Dr. Gerd Müller und Toni Garrn übernehmen Schirmherrschaft für "Mission 2030"

- Multimediale Aufbereitung soll besonders junge Menschen begeistern

 

Ausgeglichene Lebensverhältnisse, Chancengleichheit sowie ein schonender Umgang mit Ressourcen – das sind einige der nachhaltigen Entwicklungsziele, die sich die Weltgemeinschaft bis 2030 vorgenommen hat. Die neue  Erlebnisausstellung "Mission 2030 – Globale Ziele erleben" der Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland hat die sogenannten "Sustainable Development Goals" (SDGs) der Vereinten Nationen zum Thema und zeigt Besucherinnen und Besuchern mit interaktiven Modulen deren Bedeutung. Im Rahmen einer Preview-Veranstaltung im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellte die Kinderrechtsorganisation das neue Ausstellungsprojekt heute der Öffentlichkeit vor.

"Nur die wenigsten wissen, wie sehr die nachhaltigen Entwicklungsziele unser aller Leben betreffen. Das wollen wir ändern", sagt Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland. "Wir laden Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich auf eine kurzweilige und lehrreiche Weltreise zu begeben. Mit ,Mission 2030‘ können vor allem junge Besucherinnen und Besucher die SDGs spielerisch kennenlernen und selbst aktiv werden."

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller sagt: "Die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung  ist unser Leitfaden. Alle UNO-Mitglieder haben ihr zugestimmt - und nun müssen wir sie gemeinsam umsetzen. Dafür braucht es jeden! Doch auch fünf Jahre nach Verabschiedung bleiben die 17 Ziele für viele Menschen abstrakt. Plan International will das ändern und macht die Agenda 2030 insbesondere für junge Menschen anschaulich. Das ist wichtig. Denn auf sie kommt es maßgeblich an, dass wir die nachhaltigen Entwicklungsziele erreichen. Die Ausstellung Mission 2030 von Plan International hat daher unsere volle Unterstützung."
Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat zusammen mit Toni Garrn, internationales Model und Botschafterin des BMZ für die Gleichstellung der Geschlechter (SDG 5), die Schirmherrschaft für "Mission 2030" übernommen.

Die Mitmachausstellung bietet neun interaktive Stationen, an denen das Publikum die SDGs anhand von multimedialen Elementen kennenlernen kann. Gäste können unter anderem die Rolle von Delegierten übernehmen und entscheiden, welche gesellschaftlichen Entwicklungen für die Zukunft die besten sind. Besucherinnen und Besucher reisen virtuell nach Ägypten, Ghana, Guatemala, Kambodscha, Kolumbien und Timor-Leste sowie in die deutschen Großstädte Berlin und Hamburg. Dort erklären jeweils junge Protagonistinnen und Protagonisten anhand von realen Projektbeispielen die verschiedenen SDGs und ihre Umsetzung.

Erste Station der Ausstellung ist ab 1. März 2020 das "Museum am Schölerberg" in Osnabrück. Es ist als Umweltbildungszentrum anerkannt und hat sich weit über die Region hinaus einen Namen auch für entwicklungspolitische Bildungsthemen erarbeitet. In Niedersachsen wird „Mission 2030“ sechs Monate lang zu sehen sein bevor sie an einen neuen Standort weiterzieht.

Um global nachhaltige Strukturen zu schaffen, haben die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sich insgesamt 17 Ziele gesetzt, die in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung festgehalten sind: Diese sollen von allen Entwicklungs-, Schwellen- und Industriestaaten erreicht werden, sind unteilbar und bedingen einander. Die SDGs richten den Fokus auf besonders benachteiligte und diskriminierte Bevölkerungsgruppen, um die Welt gerechter, gesünder, friedlicher und sozialer zu gestalten. Plan International engagiert sich besonders für sieben der SDGs, die auch in der Ausstellung zu erleben sind – unter anderem hochwertige Bildung, Gesundheit und Wohlergehen sowie Geschlechtergleichheit.

Die Kinderrechtsorganisation Plan International hat am zivilgesellschaftlichen Prozess bei den Vereinten Nationen mitgewirkt, der 2015 zur globalen Verabschiedung der SDGs geführt hat. Zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit der Organisation gehört es auch, über die weltweiten Anstrengungen für mehr Chancengleichheit und eine gerechtere Entwicklung zu informieren.


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