Früh verheiratete Kinder schließen selten die Schule ab und werden selber zu früh Eltern – der Kreislauf der Armut dreht sich weiter. © Will Boase
Früh verheiratete Kinder schließen selten die Schule ab und werden selber zu früh Eltern – der Kreislauf der Armut dreht sich weiter. © Will Boase
11.11.2016

Projekt gegen Kinderheirat in Simbabwe und Tansania

Erst mit 18 Jahren soll der Bund fürs Leben geschlossen werden – so schreiben es die Gesetze der meisten Länder vor. Trotzdem heiraten viele Kinder als Teenager. Im Juli starteten zwei Projekte, mit denen Plan International die Zahl der Kinderehen reduziert.

Das Kinderhilfswerk stärkt in Simbabwe und Tansania Mädchen dabei, selbst zu bestimmen, ob, wen und wann sie heiraten. Das Vorhaben macht außerdem Geschwister, Eltern und Gemeindemitglieder auf die Folgen der Jugendheirat aufmerksam: lebensbedrohliche Teenager-Schwangerschaften, abgebrochene Schul- oder Berufsausbildungen und eine Verlängerung eines Lebens in Armut.

Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen zu den Kinderrechten führen die Zielgruppen an das Thema heran. Beispielsweise werden in den Projektregionen Film-, Musik- oder Sportwettbewerbe ausgerufen, die präventive Lösungen vermitteln. Für Mädchen, die der Kinderheirat entkommen oder besonders gefährdet sind, organisiert Plan International psychologische und rechtliche Unterstützung. Mädchengruppen bieten Unterstützung, damit die Betroffenen schnell wieder zur Schule gehen oder an einer Berufsberatung teilnehmen können. Zudem werden lokale Kinderschutzstrukturen aufgebaut, damit Minderjährige im Falle von Kinderrechtsverletzungen schnelle Hilfe erhalten können. Die Projekte laufen bis 2019 und werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung(BMZ) mitfinanziert.


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