Rückblick Red Hand Day

Seit 2002 findet jährlich am 12. Februar der Red Hand Day statt, der auf die Situation der geschätzten 250.000 Kindersoldaten aufmerksam macht. Das Symbol des Red Hand Days ist die Rote Hand, die überall in der Welt von vielen Organisationen benutzt wird, um NEIN zu sagen zur Rekrutierung und zum Einsatz von Kindern als Soldaten.

Red Hand Day 2012

Nicht zu übersehen: Unzählige rote Hände schmückten die Zentrale von Plan International Deutschland, leuchteten Autofahrern und Passanten schon von Weitem entgegen. Das Kinderhilfswerk in Hamburg setzte zum 10. Red Hand Day am 12. Februar ein deutliches Zeichen gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten. Parallel zur Ausstaffierung des Plan-Gebäudes produzierten am Freitag rund 50 Viertklässler der Hamburger Goldbek-Schule im Foyer von Plan International ihre eigenen roten Handabdrücke und übergaben sie an die Bundestagsabgeordnete Aydan Özoguz. Die Hamburger SPD-Politikerin ist Mitglied im Bundestagsausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ihr Schwerpunkt dort ist der Bereich Jugendschutz.

Bereits am 10.02.2012 nahmen 200 Schülerinnen und Schüler sowie diverse Lehrer der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Regensburg an der Aktion teil, die von der Plan-Aktionsgruppe Schwandorf organisiert wurde. Am 13. März wurden die gesammelten 239 roten Handabdrücke an den FDP-Bundestagsabgeordneten Horst Meierhofer zusammen mit den Forderungen der Aktion Rote Hand übergeben.

Am 6. Februar übergab die Celler Aktionsgruppe 250 rote Protesthände gegen Kindersoldaten an den Oberbürgermeister der Stadt Dirk Ullrich Mende. Insgesamt hatte die AG über 3500 solcher Hände bei vielen Aktionen seit 2008 gesammelt, unter anderem auch die des Oberbürgermeisters. Außerdem übergab die AG Herrn Mende eine Mappe mit einer Zusammenstellung der Forderungen, unter anderem die, sich gegen den Missbrauch von Kindern in bewaffneten Konflikten zu engagieren. Mende nahm die Handabdrücke und Forderungen entgegen und bedankte sich für das große Engagement der Plan-AG: „Sie machen eine tolle und wichtige Arbeit. So lange es noch Kindersoldaten auf dieser Welt gibt, muss man sich dagegen engagieren und auf allen Ebenen handeln.“

Red Hand Day 2011

Zum Red Hand Day hat das Deutsche Bündnis Kindersoldaten den Schattenbericht Kindersoldaten 2011 der Presse vorgestellt. Der Bericht kritisiert unter anderem die deutsche Bundesregierung, weil sie – entgegen der Forderung „Straight 18“ (nur über 18-Jährige dürfen laut Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention, dass auch von der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert wurde, in Armeen rekrutiert werden) – immer noch einige Hundert unter 18-jährige Freiwillige in der Bundeswehr aufnimmt und in Schulen für die Bundeswehr wirbt.
Weiter wird in dem Bericht kritisiert, dass die Bundesregierung immer noch zu wenig tut, um zu verhindern, dass aus Deutschland exportierte Kleinwaffen in die Hände von rekrutierten Kindern und Jugendlichen gelangen.

Auch Schülerinnen und Schüler und Plan-Paten waren wieder sehr engagiert. Mit Aktionen haben sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene angesprochen, sie für das Thema Kindersoldaten sensibilisiert und ihr „Nein“ gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten eingeholt. Über 6.000 Handabdrücke haben sie seit dem 12. Februar 2010 gesammelt.

Nürnberg
Mitglieder der Plan-Aktionsgruppe Erlangen-Nürnberg-Fürth haben die Roten Hände am 11. Februar symbolisch an den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Herrn Dr. Ulrich Maly, übergeben.

Leipzig
Anlässlich des Familien-SpieleFestes im Leipziger Rathaus, das in diesem Jahr auf den Red Hand Day am 12. Februar fiel, sammelte die Aktionsgruppe Leipzig 201 „rote Hände“. So hatten auch der Oberbürgermeister Burkhard Jung und der Leiter des Jugendamtes Dr. Siegfried Haller die Aktion durch einen Handabdruck unterstützt.

Freiburg
Auch die Aktionsgruppe Freiburg beteiligte sich am diesjährigen „Red Hand Day“ mit einer Aktion auf dem Bauernmarkt. Groß und Klein zeigten sich von der Aktion begeistert. So konnten in nur 4 Stunden 200 rote Handabdrücke gesammelt werden.

Waldmünchen (Bayern)
Zum zweiten Mal gab es in der Ludwig-Erhard-Schule im Ostbayerischen Waldmünchen eine Aktion zum Red Hand Day: Mit Unterstützung der Aktionsgruppe Schwandorf wurden 240 rote Handabdrücke gesammelt. Auch der Bürgermeister der Stadt Waldmünchen Markus Ackermann kam zu diesem Anlass in die Wirtschaftsschule, gab einen Handabdruck ab und diskutierte mit den Schülerinnen und Schülern über das Thema Kinder im Krieg.

Red Hand Day 2010

Außenminister Guido Westerwelle hatte am 12.02.2010 Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Bündnisses Kindersoldaten sowie Jugendliche im Auswärtigen Amt empfangen. Ihm wurden die in diesem Jahr gesammelten roten Handabdrücke mit der Forderung übergeben, sich dafür einzusetzen, dass das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention aus dem Jahr 2002 von allen Staaten ratifiziert wird.

Plan International hatte in diesem Jahr erstmalig zum Red Hand Day selbst eine Übergabe von "roten Händen" organisiert: In der Hamburger Europa Passage übergaben Miriam und Andrea aus dem Plan-Jugendforum PlanAction symbolisch 10.000 der über Plan International gesammelten "rote Hände" an den Hamburger Bundestagsabgeordneten Jürgen Klimke.

Red Hand Day 2009

Am internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten wurden die vom Deutschen Bündnis Kindersoldaten, dem auch Plan International angehört, gesammelten mehr als 100.000 roten Hände dem Bundespräsidenten Horst Köhler im Schloss Bellevue überreicht. Plan International trug zu diesem Anlass allein über 9.000 rote Hände zusammen.

Weltweit kamen rund 250.000 Handabdrücke aus 34 Ländern zusammen. In New York übergaben Jugendliche rote Hände an Ban Ki Moon, den Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Interessant? Weitersagen: