Hungersnot Südsudan | Viele Kinder im Südsudan sind unterernährt.
Viele Kinder im Südsudan sind unterernährt. © Plan / Nyani Quarmyne

Hungersnot im Südsudan

Hunger und Not im Bürgerkriegsland Südsudan werden immer dramatischer: Laut Schätzungen von UNICEF sind rund eine Million Kinder im Land von akuter Mangelernährung betroffen, 270.000 von ihnen schwer. Für den Norden wurde die Hungersnot ausgerufen.

Aktuelle Situation

  • Am 20. Februar haben die Vereinten Nationen für einzelne Bezirke des Bundesstaates Unity, im Norden des Südsudan, eine Hungersnot erklärt. Dort sind rund 100.000 Menschen akut vom Hungertod bedroht.
  • Bewaffnete Konflikte und fehlende Sicherheit gelten als Hauptgründe für die Hungersnot.
  • Verstärkend kommt die sogenannte magere Jahreszeit hinzu, in der die Menschen ihre Ernte vom Vorjahr aufgebraucht haben und es dadurch zu Versorgungslücken bis zur nächsten Ernte kommt. Bis Juli könnten deshalb rund 5,5 Mio. Menschen im Land von schwerem Nahrungsmittelmangel betroffen sein.
  • In den Konfliktregionen ist die Bevölkerung jetzt schon fast vollständig auf die Nahrungsmittel angewiesen, die von den Hilfsorganisationen verteilt werden.
  • Aufgrund der angespannten Sicherheitslage und anhaltender Kämpfe haben Hilfsorganisationen derzeit nur sehr eingeschränkten Zugang zu den Menschen in der von der Hungersnot betroffenen Region Unity.

Wer ist betroffen?

  • Im Südsudan sind 4,9 Mio. Menschen - rund 40 Prozent der Bevölkerung - von Nahrungsmangel betroffen und dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen.
  • Die Hungersnot betrifft derzeit die Bezirke Leer und Mayiendit des Bundesstaates Unity. Dort sind rund 100.000 Menschen akut vom Hungertod bedroht.
  • Schätzungen von Unicef zufolge sind dieses Jahr mehr als eine Million Kinder im Land von akuter Mangelernährung betroffen. 270.000 Kinder leiden an schwerer Mangelernährung.
  • Von Flucht und Vertreibung als Folge des Bürgerkriegs sind circa 3,5 Mio. Menschen betroffen: 1,6 Mio. Menschen sind außer Landes geflohen, 1,9 Mio. wurden innerhalb des Landes vertrieben.
  • Auch das Plan Programmgebiet Juba Lainya im Bundesstaat Central Equatoria ist betroffen. Hier gilt derzeit Stufe 3 der 5-stufigen IPC-Skala für Ernährungsunsicherheit, die Lage gilt damit als kritisch.
  • Im Bundesstaat Unity, für den eine Hungersnot (Stufe 5 der IPC-Klassifizierung) erklärt wurde, liegen keine Plan-Programmgebiete.
  • Ein Experten-Team arbeitet daran, so schnell wie möglich gesicherte Informationen über Patenkinder und ihre Familien zu erstellen.

Unsere Katastrophenhilfe im Südsudan

  • Wir sorgen für schnelle und lebensrettende Soforthilfe vor Ort
  • Wir versorgen Betroffene mit Nahrungsmitteln
  • Wir richten Kinderschutzbereiche ein und sorgen für eine psychosoziale Unterstützung
  • Wir unterstützen die Menschen durch die Verteilung von landwirtschaftlichem Gerät und Saatgut für die nächste Pflanzsaison
  • Wir stellen Übergangsklassenzimmer, Schulmaterial und Schulmahlzeiten bereit, um den Kindern die Rückkehr in den Schulalltag ermöglichen

Ja, ich unterstütze die Plan-Nothilfe im Südsudan!

Hilfe für Menschen in Notsituationen

Plan International finanziert unter anderem humanitäre Hilfe in Krisensituationen in Entwicklungsländern.


Per Überweisung an:
Plan International Deutschland e. V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE86 2512 0510 0009 4449 44
BIC: BFSWDE33HAN
Stichwort: Hungersnot Südsudan

Spendennachweis

Ihre Spende in unsere Fonds können Sie steuerlich geltend machen. Mehr Information: Spendenbeleg. Häufige Fragen zum Thema "Spenden" beantworten wir auch in unserem FAQ.

Plans Soforthilfe

  • Plan hat einen umfassenden Nothilfe-Plan entwickelt, um für die Menschen in Südsudan lebensrettende Soforthilfe zu leisten. Der Plan umfasst einen Zeitraum von 15 Monaten (März 2017 - Juni 2018) und humanitäre Unterstützung für mehr als 567.000 Menschen in den Bundesstaaten Lakes, Jonglei, Central und Eastern Equatoria.
  • Derzeit konzentriert Plan die Nothilfe auf die Bundesstaaten Lakes und Jonglei. In Partnerschaft mit dem Welternährungsprogramm der UN (WFP) unterstützt Plan die Menschen in den beiden Regionen durch die Verteilung von Nahrungsmitteln. In Lakes konnte Anfang März mit der Umsetzung therapeutischer Ernährungsprogramme für mangelernährte Kinder, Schwangere und stillende Mütter begonnen werden. Außerdem werden Schulmahlzeiten an Kinder verteilt.
  • Darüber hinaus ist Plan intensiv dabei, Nothilfemaßnahmen in den Bundesstaaten Eastern und Central Equatoria vorzubereiten.
  • In Eastern Equatoria und Lakes wird Plan zusammen mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO) die Menschen in der Landwirtschaft unterstützen, unter anderem durch die Verteilung von landwirtschaftlichem Gerät und Saatgut für die nächste Pflanzsaison Anfang April.
  • Des Weiteren sind Maßnahmen zum Schutz von Kindern, insbesondere von Mädchen, geplant, unter anderem durch Aufklärung in den Gemeinden, psychosoziale Unterstützung und die Errichtung von Kinderschutzbereichen (Child friendly spaces).
  • Die Bereitstellung von Übergangsklassenzimmern, Schulmaterial und Schulmahlzeiten soll Kindern die Rückkehr in den Schulalltag ermöglichen.
Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (81,8%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (12,8%)
  • Verwaltungsausgaben (5,4%)

Ja, ich unterstütze die Nothilfe im Südsudan!



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