Hungersnot Südsudan | Viele Kinder im Südsudan sind unterernährt.
Viele Kinder im Südsudan sind unterernährt. © Plan / Nyani Quarmyne

Hunger und Not im Südsudan

Seit Dezember 2013 herrscht im Südsudan Bürgerkrieg. Vier Millionen Menschen, ein Drittel der Bevölkerung, wurden bereits vertrieben. Die große Mehrheit von ihnen sind Frauen und Kinder. Im Februar 2017 wurde eine Hungersnot für einzelne Bezirke im Norden des Landes ausgerufen. Sie ist die Folge von Krieg und Vertreibung, massiven Preisanstiegen sowie Ernteausfällen. Rund die Hälfte der Bevölkerung ist von schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen, über eine Million Kinder von Mangelernährung.

Ja, ich möchte helfen!

Aktuelle Situation

  • Die Hungersnot, die am 20. Februar für einzelne Bezirke des Bundesstaates Unity erklärt worden war, wurde am 21. Juni von der offiziellen Warnstufe „Hungersnot“ auf „Notsituation“ heruntergestuft. Dennoch bleibt der Mangel an Nahrungsmitteln für viele Menschen lebensbedrohlich. Die Zahl der Betroffenen ist seitdem sogar weiter gestiegen von 4,9 Millionen Menschen im Februar auf insgesamt sechs Millionen im Juli 2017. 1,1 Millionen Kinder leiden unter Mangelernährung.
  • Die Zahl der Flüchtlinge und intern Vertriebenen ist auf vier Millionen angewachsen. Rund die Hälfte ist außer Landes geflohen. Zwei Millionen befinden sich innerhalb des Landes auf der Flucht.
  • Allein nach Uganda sind eine Million Menschen geflohen. Das Land benötigt inzwischen selbst dringend Unterstützung, um die Geflüchteten zu versorgen.
  • Die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder. Sie berichten von massiver Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, wie dem Niederbrennen von Häusern, während sich Menschen darin befinden, Hinrichtungen vor den Augen der Familie, Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen und der Zwangsrekrutierung von Jungen.
  • Als Folge des Konfliktes und der Hungerskrise steigt die Zahl der Frühverheiratungen. So greifen Familien immer häufiger darauf zurück, ihre Töchter zu verkaufen. Die Rechnung ist einfach: Eine Person weniger, die ernährt werden muss, kann, zusammen mit dem Erlös aus der Mitgift, das Überleben sichern.
  • Eine Cholera-Epidemie verschärft die Lage im Land zusätzlich. Mehr als 15.880 Erkrankungen und 274 Todesfälle (Stand: 20. August 2017) wurden seit Beginn des Jahres verzeichnet.

Gemeinsam gegen eine komplexe Katastrophe

„Über 23 Millionen Menschen sind derzeit am Horn von Afrika, im Jemen und in Nigeria vom Hungertod bedroht. Ich bitte Sie: Helfen Sie mit Ihrer Spende!“

(Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier)

Die Menschen im Südsudan sind von den Folgen einer sehr komplexen humanitären Katastrophe betroffen. Sie leiden unter Krieg und Gewalt, Krankheiten, Hunger und der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Ein Drittel der Bevölkerung, vier Millionen Menschen, sind bereits vor den Kampfhandlungen geflohen und haben dabei alles verloren. Sie benötigen dringend unsere Unterstützung in Form von Nahrung, Wasser und Unterkunftsmaterial - und vor allem bei der Sicherung ihrer Lebensgrundlagen.

Mehr Infos: Bundespräsident ruft zu Spenden gegen die Hungersnot auf



Ja, ich möchte für die Nothilfe im Südsudan spenden!

Wer ist betroffen?


Unsere Katastrophenhilfe im Südsudan

Unser Nothilfe-Plan für den Südsudan umfasst einen Zeitraum von 15 Monaten (März 2017 - Juni 2018) und humanitäre Unterstützung für mehr als 567.000 Menschen in vier Bundesstaaten (Lakes, Jonglei, Central und Eastern Equatoria).

Hungersnot: Helfen Sie Kindern im Südsudan mit Ihrer Spende!

Per Überweisung an:

Plan International Deutschland e. V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE86 2512 0510 0009 4449 44
BIC: BFSWDE33HAN
Stichwort: Hungersnot Südsudan

Spendennachweis

Ihre Spende in unsere Fonds können Sie steuerlich geltend machen. Mehr Information: Spendenbeleg. Häufige Fragen zum Thema "Spenden" beantworten wir auch in unserem FAQ.



Ja, ich unterstütze die Nothilfe im Südsudan!

Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (81,8%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (12,8%)
  • Verwaltungsausgaben (5,4%)

Weitere Hilfsmöglichkeiten

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