Weltweite Hilfe
Sie haben Fragen?

Mo. - Fr. erreichbar. Bitte schreiben Sie uns eine Email an patenbetreuung@plan.de.

Mutter-Kind-Gesundheit stärken

Mutter-Kind-Gesundheit stärken!

Malaria, Durchfallerkrankungen und Lungenentzündungen zählen in Uganda zu den häufigsten Todesursachen bei Kleinkindern. Vor allem in ländlichen Regionen haben die Eltern oft keinen Zugang zu Gesundheitsdiensten und es mangelt an Medikamenten und medizinischem Personal. Deshalb haben wir von Plan im Osten Ugandas ein Projekt gestartet, um 100.000 Kindern sowie Schwangeren und Müttern eine bessere Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Infos zum Projekt

Das Projekt ist erfolgreich finanziert

Dieses Projekt wurde erfolgreich eingeworben. Wir benötigen hierfür keine weiteren Spenden. Gerne können Sie uns jedoch mit der Übernahme einer Patenschaft oder einer Spende in unseren Sonderprojekt-Fonds unterstützen.


Patenschaft übernehmen

Mit der Übernahme einer Kinderpatenschaft geben Sie ihrem Patenkind die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft.

Projekte unterstützen

Fördern Sie mit einer Spende in unseren Sonderprojekte-Fonds wichtige Hilfsprojekte unseres Kinderhilfswerkes.

Was uns in Uganda erwartet

In Uganda sterben viele Kinder an behandelbaren Krankheiten, wie Durchfall, Malaria oder Lungenentzündung. Auch die Müttersterblichkeit ist hoch: Laut offiziellen Angaben liegt sie bei 440 Todesfällen auf 100.000 Geburten. 1,5 Mio. Menschen im Land sind mit HIV infiziert, unter ihnen rund 770.000 Mädchen und Frauen über 15 Jahren (lt. Unicef-Report 2016). Ohne angemessene medizinische Betreuung haben diese Frauen ein hohes Risiko, das Virus bei einer Schwangerschaft auf ihr Kind zu übertragen. Auch in den Projektregionen Kamuli und Buyende sind Frauen und Kinder hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt und haben nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung. In vielen Gemeinden mangelt es an Gesundheitseinrichtungen, Medikamenten und qualifiziertem Personal.

Das Projekt unterstützt folgende Ziele für nachhaltige Entwicklung:

SDG2
Kein Hunger
SDG3
Gesundheit und Wohlergehen
SDG5 Geschlechtergleichheit
Geschlechtergleichheit

Unsere Projektziele

Mit diesem Projekt wollen wir Kindern, Schwangeren und Müttern eine bessere Gesundheitsversorgung ermöglichen. Deshalb unterstützen wir 22 Gesundheitszentren in den Distrikten Kamuli und Buyende durch Schulungen für das Personal und je nach Bedarf durch medizinische Ausstattung und Renovierungsarbeiten. Damit auch in entlegenen ländlichen Gebieten die Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten, fördern wir ambulante Gesundheitsdienste direkt in den Gemeinden.

Rund 100.000 Kinder unter fünf Jahren und 35.000 Frauen werden direkt von der verbesserten Gesundheitsversorgung profitieren. 72 medizinische Fachkräfte sowie 572 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer nehmen an Schulungen zu integriertem Gesundheitsmanagement, HIV-/Aids-Beratung und Kindergesundheit teil. In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden sensibilisieren wir die Gemeindemitglieder zu Mutter-Kind-Gesundheit und HIV/Aids. Zudem informieren wir junge Menschen, insbesondere junge Frauen, über sexuelle und reproduktive Gesundheit und ihre Rechte und stärken sie darin, diese einzufordern.

Projektaktivitäten: November 2019 – April 2020

Um das Infektionsrisiko für Neugeborene und Mütter zu reduzieren, beschafften wir im Berichtszeitraum (November 2019 – April 2020) 400 sogenannte Mama-Kits und verteilten sie an die Gesundheitszentren in Buyende und Kamuli. Die Kits enthalten hygienische Utensilien für die Geburt, Handschuhe, Seife, eine sterile Klinge zum Durchtrennen der Nabelschnur sowie Sanitätseinlagen und Watte für die Mutter. Schwangere erhalten die Mama-Kits bei einer Vorsorgeuntersuchung im Gesundheitszentrum. Zur Geburt bringen sie dieses mit in die Gesundheitsstation. So motivieren die Kits die werdenden Mütter, für die Geburt professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Im Zeitraum November 2019 bis April 2020 errichteten wir in drei Gesundheitszentren in Buyende je einen Warteraum und eine Entbindungsstation. In einem vierten Gesundheitszentrum liefen zum Zeitpunkt der Berichterstellung noch die Baumaßnahmen für die beiden Bereiche. Für die Behandlung von Malaria, Durchfallerkrankungen und Lungenentzündung stellten wir medizinisches Material und Medikamente für die Gesundheitszentren bereit. Damit konnten im angegebenen Zeitraum 53.079 Kinder unter fünf Jahren behandelt werden. Um die Covid-19-Prävention zu unterstützen, verteilten wir 600 Stück Seife an die Gesundheitsteams verschiedener Dörfer und sensibilisierten sie für Prävention, Infektionsschutz und -kontrolle.

In schwer zugänglichen Gemeinden fanden 45 Besuche ambulanter Gesundheitsdienste statt, mit denen mehrere tausend Menschen erreicht werden konnten. Es wurden HIV-Tests und Tetanus- Impfungen durchgeführt, Entwurmungskuren ausgegeben sowie Untersuchungen für werdende Mütter und Kinder unter fünf Jahren angeboten.

Um die Gemeinden stärker für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte zu sensibilisieren, unterstützten wir fünf Aufführungen der Buluya-Theatergruppe sowie eine Veranstaltung anlässlich des Welt-Aids-Tages. Für die Theateraufführungen hatte die Gruppe ein eigenes Theaterstück eingeübt mit zentralen Themen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit. Zusätzlich verteilten Gesundheitsmitarbeitende während der Veranstaltungen Informationen zu den Angeboten der Gesundheitszentren.

Zum Thema sexuelle und reproduktive Gesundheit von Jugendlichen fanden im Berichtszeitraum zwei einstündige Radio-Talkshows statt. Bei diesen Talkshows konnten Hörer:innen anrufen und Fragen stellen, beispielsweise zu frühen Schwangerschaften oder HIV/Aids und Behandlungsmöglichkeiten. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Gesundheitsinformationen und -beratungen für Jugendliche sind und dass häufig gar nicht bekannt ist, wo diese angeboten werden. Aus diesem Grund beschlossen wir, mehr Gemeindedialoge und Veranstaltungen zu organisieren, um Informationen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit zu teilen.  

Die im Rahmen des Projektes gegründeten Männer-Aktionsgruppen organisierten zwischen November 2019 und April 2020 insgesamt 14 Gemeindedialoge, mit denen sie 909 Personen erreichten. Folgende Themen wurden diskutiert: Familienplanung, Schwangerenvorsorge, häusliche Gewalt, Teenagerschwangerschaften, Kinderheirat sowie der mangelnde Zugang zu Gesundheitsangeboten in entlegenen Regionen. Insgesamt wurden die Männer ermutigt, sich stärker für die Bedürfnisse und Rechte von Frauen und Mädchen, vor allem im Bereich der Gesundheitsversorgung, zu engagieren und sie zu unterstützen.

Eine grundlegende Säule der Sensibilisierung von Jugendlichen in Bezug auf gesundheitliche Themen stellen sogenannte Peer Educators dar. Diese geben ihr in Schulungen erworbenes Wissen an andere Jugendliche, ihre „Peers“, weiter. Zwischen November 2019 und April 2020 bildeten wir in einem fünftägigen Training 24 Jugendliche und junge Erwachsene in Buyende als Peer Educators aus. Nach Abschluss des Trainings wussten die Teilnehmer:innen, welche Rollen und Verantwortlichkeiten sie haben und wie sie sich für die Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Jugendlichen einsetzen können. Außerdem lernten sie, wie sie Aufklärungsveranstaltungen in den Gemeinden organisieren und Jugendliche ermutigen, bestehende Gesundheitsdienste in Anspruch zu nehmen. 

Beispielhafte Projektkosten

79 EUR
werden pro Jahr für die Ausstattung eines Mitarbeitenden des Gesundheitsteams benötigt

86 EUR
kostet ein Fahrrad für die Arbeit der Gesundheitshelfer:innen

124 EUR
kostet die Schulung für eine medizinische Fachkraft

ja, ich möchte helfen!

Jetzt Pate werden!

Interessant? Weitersagen: