Wir ermöglichen Kindern einen gesunden Start ins Leben.
Wir ermöglichen Kindern einen gesunden Start ins Leben. © Plan International

Gesunder Start ins Leben

Die Gesundheit von Mutter und Kind ist vor allem während der Schwangerschaft und Geburt eng miteinander verknüpft. In den entlegenen Regionen der Provinz Bokeo haben Schwangere jedoch kaum die Möglichkeit, Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen oder unter medizinischer Betreuung zu entbinden. Hinzu kommt, dass viele Schwangere und Kinder unter Mangelernährung leiden. Wir von Plan wollen die gesundheitliche Situation von Müttern und Kleinkindern in der Provinz Bokeo verbessern.

Das Projekt in der Übersicht

Projektregion:
Bokeo

Projektlaufzeit:
Juli 2016 - Juni 2019

Ziele:

  • Zugang zu Gesundheitsdiensten für Mütter und Kleinkinder
  • Verhindern von Mangelernährung
  • Verbesserte Wasser- und Sanitärversorgung

Maßnahmen:

  • Einrichtung von Mutter-Kind-Stationen in 14
    Gesundheitszentren und einem Distriktkrankenhaus
  • Ausbau der Wasser und Sanitärversorgung
  • Neubau von zwei Gesundheitszentren
  • Schulungen und Unterstützung für Geburtshelferinnen
  • Brunnenbau in 20 Gemeinden

Was uns in Laos erwartete

In der Provinz Bokeo im Nordwesten von Laos liegen weit voneinander entfernt die Projektgebiete Meung, Pha Oudom und Pak Tha. Viele Dörfer dort sind nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar. Etwa 80 Prozent der lokalen Bevölkerung gehört ethnischen Minderheiten an. In diesen entlegenen Regionen profitieren die Menschen kaum vom Wirtschaftswachstum, welches das Land in den letzten Jahren zu verzeichnen hat.

Der Zugang zu Bildungsangeboten und Gesundheitseinrichtungen ist schlecht. Nur wenige Schwangere haben die Möglichkeit unter medizinischer Betreuung zu entbinden. Eine hohe Mütter- und Kindersterblichkeit ist die Folge. Hinzu kommt, dass viele Schwangere und Kinder unter Mangelernährung leiden. Während der Schwangerschaft ernähren sich die Frauen aufgrund traditioneller Ernährungsweisen oft einseitig.

Viele Neugeborene werden sehr früh mit Reis gefüttert anstatt gestillt. So fehlen ihnen wichtige Nährstoffe, die sie für eine gesunde Entwicklung brauchen. Untersuchungen bei 200 Kindern im Projektgebiet zeigten, dass rund 20 Prozent der Kinder unter zwei Jahren an akuter Unterernährung litten. 55 Prozent der Kinder waren zu klein für ihr Alter, was auf einen chronischen Nahrungsmangel hinweist.

Die Projektziele

Mit diesem Projekt wollen wir die gesundheitliche Situation von Müttern und Kleinkindern in drei Distrikten der Provinz Bokeo verbessern. Schwangere und Mütter sollen einen leichteren Zugang zu Gesundheitsdiensten und den dort angebotenen Leistungen erhalten. Eltern lernen, wie sie ihre Kinder gesund und kindgerecht ernähren können. Um Krankheiten vorzubeugen und die Hygiene zu ver bessern, erhalten Gemeinden und Gesundheitszentren neue Wasseranschlüsse, Sanitäranlagen und Waschgelegenheiten. Von den Projektmaßnahmen profitieren 8.900 Kinder unter fünf Jahren sowie insgesamt rund 77.500 Einwohnerinnen und Einwohner aus 141 Dörfern in der Projektregion.

Was wir für den Projekterfolg tun

Im Rahmen des Projektes bauen wir 14 bestehende Gesundheitszentren und ein Distriktkrankenhaus aus und richten dort Räume zur Versorgung von Müttern und Neugeborenen ein. Die Räume werden mit Möbeln und medizinischen Instrumenten ausgestattet, die für eine qualitativ gute Versorgung rund um die Geburt nötig sind. Zudem installieren wir mit Hilfe unserer Projektpartner Wasseranschlüsse
und Filtersysteme für sauberes Trinkwasser sowie Handwaschbecken und Sanitäranlagen, um so die Hygienebedingungen zu verbessern.

In den Gemeinden Ban Mai und Chiagtong errichten wir zwei neue Gesundheitszentren inklusive Mutter-Kind-Stationen und adäquater Sanitäreinrichtungen. Der Auftrag für die Baumaßnahmen wird öffentlich ausgeschrieben, sodass sich verschiedene Unternehmen aus der Region darauf bewerben können. Darüber hinaus beteiligen sich auch Gemeindemitglieder an den Baumaßnahmen, beispielsweise durch die Bereitstellung von Material oder die Durchführung einfacher Arbeiten. Auf diese Weise identifizieren sich die Gemeinden mit dem Vorhaben, übernehmen Verantwortung und tragen so zur Nach haltigkeit des Projektes bei.

25 Geburtshelferinnen, die bereits im Rahmen eines früheren Plan-Projektes ausgebildet wurden, erhalten Motorräder, um damit Hausbesuche durchführen zu können. Die Nutzung von Motorrädern ist besonders in ländlichen Regionen von Laos üblich, sodass die Geburtshelferinnen mit deren Handhabung bereits vertraut sind. Zur Ausstattung gehören ein Helm sowie ein kleines Werkzeugset,
um einfache Reparaturen vorzunehmen. Darüber hinaus erhält auch jedes Gesundheitszentrum ein Motorrad, damit das Personal auch in abgelegen Dörfern Hausbesuche durchführen und die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung verbessern kann. Die Geburtshelferinnen führen während ihrer Hausbesuche vor allem Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangeren durch. Dabei überprüfen sie zum Beispiel die Ernährung und den Blutdruck der Frauen sowie das Wachstum und die Lage des Kindes.

Regelmäßig überprüfen die Geburtshelferinnen auch den Ernährungszustand der Kinder und Neugeborenen in den Projektgemeinden und erklären den Eltern, was sie für eine gesunde, kindgerechte Ernährung beachten müssen. So informieren sie beispielsweise über die Bedeutung des Stillens und zeigen den Eltern, wie sie aus lokal erhältlichen Lebensmitteln kindgerechte Mahlzeiten zubereiten können. Gemeinsam mit der Gesundheitsbehörde führen wir mehrtägige Trainings für die Geburtshelferinnen und das Gesundheitspersonal durch, in denen sie ihre medizinischen Kenntnisse vertiefen. Insbesondere werden dabei die Untersuchungen zur Schwangerschaftsvor- und -nachsorge, das Erkennen von Unterernährung sowie Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten thematisiert.

In enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und unseren Projektpartnern bauen wir in sechs Dörfern neue Sanitäranlagen oder setzen bereits bestehende Einrichtungen instand. Die Anlagen, die von der Gemeinde gemeinschaftlich genutzt werden und öffentlich zugänglich sind, erhalten Toiletten, Wasseranschlüsse und Waschräume. Wasserkomitees werden in der Nutzung und Wartung der Anlagen geschult, sodass sie diese bei Bedarf selbstständig reparieren können. In Abstimmung mit den Gemeinden legen sie die Regeln für die Nutzung und eine geringe Wassergebühr fest, mit der das Material für Reparaturen und Wartungsarbeiten bezahlt werden kann.

Projektbeschreibung

Exemplarische Projektkosten

375 EUR:
Eine Schulung zur Nutzung und Instandhaltung von Sanitäreinrichtungen

1.614 Euro:
Ein Motorrad für eine Hebamme für Hausbesuche

10.862 Euro:
Bau von Wassersystemen inklusive aller Rohren, Pumpen, Wasserhähnen und Auffangbecken für ein Dorf

Dieses Projekt wird unterstützt von:
Mario Götze ist Plan-Pate und fördert verschiedene Projekte mit Plan.
Mario Götze Fußball-Nationalspieler Weiterlesen
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