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Schutz der Kamalari-Mädchen in Nepal

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Das ist der Projektrahmen

Projektregion:
Dang, Kailali und Kanchanpur (Nepal)

Projektlaufzeit:
Januar 2010 – März 2016

Ziel:
Abschaffung der Kamalari-Praxis in den drei Distrikten Dang, Kailali und Kanchanpur

Maßnahmen:

  • Befreiung von Kamalari-Mädchen aus der Leibeigenschaft
  • ehemaligen Kamalari den Schulbesuch ermöglichen
  • Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung für die Abschaffung des Kamalari-Systems
  • Einkommen schaffende Maßnahmen für Familien

Was wir in Nepal erreicht haben

Seit 2006 setzen wir von Plan uns im Rahmen unserer Projektarbeit für die Abschaffung der Kamalari-Praxis ein, einer Tradition im Westen Nepals, nach der arme Familien ihre Töchter als Dienstmädchen an reiche Familien verkaufen. Diese auch als Kamaiya bekannte Tradition stellt eine Art Leibeigenschaft dar und verletzt die Rechte der Kinder erheblich. So müssen die Mädchen schon im Kindesalter schwere körperliche Arbeiten verrichten und haben zumeist keine Chance, eine Schule zu besuchen. Der Verkauf der Mädchen geht oft auch mit einer hohen Gefährdung für sexuellen Missbrauch einher.

Seit Beginn unserer Projektaktivitäten im Jahr 2006 konnten wir gemeinsam mit unseren Partnern 3.784 Kamalari-Mädchen aus dieser Form der Leibeigenschaft befreien. Von Januar 2010 bis März 2016 gelang es uns, 1.814 ehemalige Kamalari in die Klassen eins bis acht der Primarschule zu integrieren. 3.438 befreite Mädchen und ihre Familien erwarben in Schulungen grundlegende Kenntnisse in kommerzieller Landwirtschaft. 70 Prozent von ihnen bauen inzwischen Gemüse an, das sie auf dem Markt verkaufen, um so ihr Einkommen zu erhöhen. 1.240 Mädchen nahmen an beruflichen Trainings teil und 54 Prozent von ihnen gründeten Kleinstunternehmen, in denen sie das Erlernte umsetzen und so ihren Lebensunterhalt verdienen.

Unsere Projekterfolge

Die Erfolge

  • 3.784 befreite Kamalari-Mädchen
  • 1.814 ehemalige Kamalari haben die Primarschule (Klassen eins bis acht) besucht
  • Rund 2.400 befreite Mädchen verdienen inzwischen Geld mit Gemüseanbau
  • 1.240 ehemalige Kamalari haben in Schulungen ihre beruflichen Fähigkeiten verbessert
  • 662 Familien ehemaliger Kamalari führen eigene Kleinstunternehmen

Prüfung und Bewertung

Nach Beendigung des Projektes wurde eine ausführliche externe Evaluierung durchgeführt, welche die Projektergebnisse untersuchte. Dabei wurde deutlich, dass sich durch das Projekt viele neue Möglichkeiten für ehemalige Kamalari-
Mädchen ergeben haben, durch die sie ihre Fähigkeiten weiter entwickeln können. Sie setzen sich nun selbst für ihre Rechte und den Schutz von Kindern ein und nehmen aktiv am gesellschaftlichen Leben teil.

Auf der anderen Seite existiert die Kamalari-Praxis weiter. Es wird geschätzt, dass immer noch mehr als 200 Mädchen in den drei Projektregionen als Kamalari arbeiten. Einige ehemalige Kamalari-Mädchen sehen sich darüber hinaus selbst als gefährdet, wieder als Kamalari arbeiten zu müssen, sollten sie keine andere Einkommensmöglichkeit finden. Dies zeigt, wie wichtig es ist, sich weiterhin für die Bekämpfung der Armut in der Region und die Abschaffung der Kamalari-Praxis einzusetzen. Dabei haben sich die Schulungen zur Unternehmensgründung und die Arbeit der Frauenkooperativen für die ehemaligen Kamalari als sehr effektiv erwiesen, um ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften und finanziell unabhängig zu werden.

Der Abschlussbericht

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