Bildung ermöglicht es Mädchen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Bildung ermöglicht es Mädchen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. © Finbarr O’Reilly. Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt in Burkina Faso.

Projekt: Grundschulbildung für Mädchen

In Burkina Faso schicken Eltern häufig eher ihre Söhne zur Schule als ihre Töchter. Nur 50 Prozent der Mädchen besuchen eine Grundschule. Zudem gibt es nur wenig weibliche Lehrkräfte, die den Mädchen als Vorbilder dienen und ihnen zeigen, wie wichtig Bildung für ein selbstbestimmtes Leben ist. 588 jungen Frauen aus fünf Projektregionen haben wir deshalb eine Ausbildung zur Grundschullehrerin ermöglicht. Auf vielfältige Weise setzen sie sich nun dafür ein, die Bildungschancen für Mädchen zu verbessern.

Infos zum Projekt

Dieses Projekt ist erfolgreich finanziert

Dieses Projekt wurde erfolgreich eingeworben. Wir benötigen hierfür keine weiteren Spenden. Gerne können Sie uns jedoch mit der Übernahme einer Patenschaft oder einer Spende in unseren Sonderprojekt-Fonds unterstützen.


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Das Projekt in der Übersicht

Projektregion:
Bam, Kourittenga, Namentenga, Sanmatenga und South West

Projektlaufzeit:
November 2011 - Dezember 2016

Ziel

  • Bessere Bildungschancen für Mädchen
  • Erhöhung der Anzahl ausgebildeter Grundschullehrerinnen
  • Erhöhung der Unterrichtsqualität

Maßnahmen:

  • 588 junge Frauen erhalten ein Stipendium für eine Ausbildung zur Grundschullehrerin
  • Anpassung von Ausbildungsinhalten zur Verbesserung der Lehrqualität
  • Bewusstseinsbildende Maßnahmen für die Bedeutung von Bildungschancen für Mädchen

Was wir in Burkina Faso erreicht haben

Ziel dieses Projektes war es, die Bildungschancen für Mädchen in Burkina Faso zu verbessern und mehr weibliche Lehrkräfte in die Grundschulen zu bringen, damit sie den Mädchen als Ansprechpartnerinnen und Vorbilder dienen. 588 junge Frauen erhielten dafür ein Stipendium, um eine Ausbildung zur Grundschullehrerin zu absolvieren. Während ihrer zweijährigen Ausbildungszeit profitierten sie von finanzieller Unterstützung und enger sozialer Betreuung und Beratung. 288 der Stipendiatinnen werden in diesem Jahr die staatliche Abschlussprüfung absolvieren. Von den 588 jungen Frauen, die ein Stipendium erhalten haben, sind 235 bereits als Lehrerinnen an Grundschulen im ganzen Land tätig.

Die ehemaligen Stipendiatinnen organisierten sich in Alumni- Netzwerken, um mithilfe von Workshops und Informationsveranstaltungen auf die besondere Bedeutung von Bildung für die Entwicklung von Mädchen und Jungen aufmerksam zu machen. Dabei thematisierten sie auch die Hindernisse, die insbesondere Mädchen beim Zugang zu Bildung im We stehen. Tageszeitungen und Radiosender unterstützten diese Kampagnen. Auf diese Weise trugen die Stipendiatinnen dazu bei, dass sich die Einschulungsraten landesweit erhöhten. In den Jahren 2013 bis 2016 stiegen diese bei Jungen von 61 auf 70 und bei Mädchen von 56 auf 66 Prozent (laut UNICEF-Reporte 2013 und 2016).

 

Unsere Projekterfolge

Die Erfolge

  • 235 Stipendiatinnen arbeiteten zu Projektende als staatlich anerkannte Lehrerinnen, 288 standen kurz vor ihren Abschlussprüfungen.
  • 13 Netzwerke ehemaliger Stipendiatinnen setzen sich landesweit für das Recht der Kinder auf Bildung ein, Mädchen stehen dabei besonders im Fokus.
  • 108 Lehrbeauftragte der Ausbildungszentren für Grundschullehrkräfte haben kindgerechte, gendersensible, inklusive und partizipative Unterrichtsmethoden in ihren Lehrplan aufgenommen.

Prüfung und Bewertung

Die schweren politischen Unruhen in Mali beeinträchtigten bereits in den ersten beiden Projektjahren die Durchführung der Aktivitäten, sodass im Rahmen der ursprünglichen Laufzeit bis März 2015 keine erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen gewährleistet werden konnte. Dank einer Zuspende von Plan Schweiz um 150.000 US-Dollar konnten die Projektaktivitäten jedoch intensiviert und die Laufzeit um 14 Monate verlängert werden. Das Projekt wurde anschließend erneut verlängert, bis Dezember 2016. Zwischen Januar und April 2017 wurde das Projekt an Plan International Niederlande übertragen, die es in eine verlängerte Abschlussphase überführten. Dadurch konnten noch ausstehende Maßnahmen, die durch eine Endevaluierung identifiziert worden waren, umgesetzt werden. 

Der Abschlussbericht

Weitere abgeschlossene Projekte
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