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Von unserer Arbeit in der Projektregion profitieren circa 80.000 Kinder und Jugendliche.
Von unserer Arbeit in der Projektregion profitieren circa 80.000 Kinder und Jugendliche. © Mai Zamora / Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt in den Philippinen.

Helfen Sie, Kinderhandel zu stoppen

In den Philippinen werden Mädchen und Jungen, die in Armut aufwachsen, oft von ihren Familien weggegeben oder fallen Menschenhändlern zum Opfer. Zwischen 60.000 und 100.000 Kinder werden zur Prostitution gezwungen. Mit diesem Projekt stärken wir den Kinderschutz in 24 Dörfern und Städten, damit Mädchen und Jungen in Sicherheit aufwachsen und zur Schule gehen können. Mit psychologischer Unterstützung erleichtern wir betroffenen Kindern die Rückkehr in den Alltag.

Stoppt Kinderhandel! Helfen auch Sie!

Das Projekt in der Übersicht

Projektregionen:
Östliche Visayas, Mindanao und Caraga

Projektlaufzeit:
November 2017 – Oktober 2020

Ziele:

  • Wirksame Schutzstrukturen für Kinder und Jugendliche
  • Unterstützung für Kinder, die Opfer von Menschenhandel geworden sind
  • Wiedereingliederung der Kinder in die Gesellschaft

Maßnahmen:

  • Aufbau von Schutzstrukturen in den Gemeinden
  • Betreuung und Unterstützung der Opfer von Kinderhandel
  • Schulung von Jugendlichen, damit sie gegen Kinderhandel aktiv werden können

Ja, ich unterstütze dieses Projekt!

Was uns in den Philippinen erwartet

In den Philippinen lebt ein Viertel der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Die Einkommensunterschiede sind hoch und tragen dazu bei, dass 5,5 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren frühzeitig die Schule abbrechen und in ein Arbeitsverhältnis gedrängt werden. Über die Hälfte dieser Kinderarbeit findet unter gefährlichen und gesundheitsschädigenden Bedingungen statt. In vielen Fällen werden Kinder auch von ihren Familien weggegeben oder fallen Menschenhändlern zum Opfer, die sie zum Arbeiten ins Ausland oder in andere Landesteile verschleppen. Laut Studien werden zwischen 60.000 und 100.000 Kinder in den Philippinen zur Prostitution gezwungen. Besonders gefährdet sind junge Mädchen. Die Opfer kommen häufig aus Dörfern in der Nähe von großen Häfen oder Busbahnhöfen. Von dort werden sie in die großen Städte und Touristenregionen des Landes verschleppt.

Unsere Projektziele

Mit diesem Projekt stärken wir die Schutzstrukturen für Mädchen und Jungen in 24 Dörfern und Städten der Regionen Östliche Visayas, Mindanao und Caraga. Wir unterstützen von Menschenhandel betroffene Kinder und Jugendliche bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse und bieten ihnen neue Lebens- und Bildungsperspektiven, die ihnen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft erleichtern. Unser Vorhaben konzentriert sich vor allem auf die Stärkung und Sensibilisierung der Gemeinden selbst, um der Verschleppung von Kindern vorzubeugen und Opfer wieder in ihr soziales Umfeld zu integrieren. Von unserer Arbeit in der Projektregion profitieren circa 80.000 Kinder und Jugendliche. Aufgrund ihrer besonderen Gefährdung stehen Mädchen bei vielen Maßnahmen im Mittelpunkt. Für die Nachhaltigkeit des Projektes arbeiten wir eng mit lokalen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, die die Arbeit auch nach Projektende weiter fortführen.

Was wir bisher für den Projekterfolg getan haben

Im Juli 2018 konnten Angestellte der lokalen Behörden 31 Jugendliche und junge Männer aus schwersten Arbeitsverhältnissen auf einer Fischfarm im Norden der Philippinen befreien. Die betroffenen Jungen und jungen Männer wurden psychosozial betreut und in ihre Heimat Tacloban zurückgebracht. Elf der geretteten Jungen erhalten nun weitere Unterstützung. Sie besuchten ein viertägiges Life-Skills-Training und begannen anschließend Ausbildungen im Maurerhandwerk an einer staatlichen Ausbildungsstätte.

Im Tacloban Women and Children´s Center, einem Betreuungszentrum für Opfer von Missbrauch und Menschenhandel, unterstützen wir weiterhin vier Mädchen. Drei von ihnen gehen inzwischen wieder zur Schule. Das vierte Mädchen hat eine Anstellung in einem Imbiss in Tacloban gefunden.

Bei der Verfolgung von Kindesmissbrauch arbeiten wir eng mit den lokalen Behörden wie der Polizei zusammen. Im Fall der von der Fischfarm befreiten Jugendlichen wurde Anklage wegen Menschenhandels erhoben. Die zwei Beschuldigten wurden festgenommen.

Eine wichtige Voraussetzung im Kampf gegen Kinderhandel ist die Geburtenregistrierung. In neun Veranstaltungen in Mindanao und Visayas informierten wir Eltern, wie sie ihre Kinder registrieren lassen können. Seit Projektbeginn konnten wir für 22 Kinder die Ausstellung von Geburtszertifikaten erreichen. Zehn Kinder erhielten vorläufige Anerkennungen, während ihre Familien auf die finale Registrierung warten.

Zwischen Mai und Oktober 2018 veranstalteten wir Schulungen für 600 Mitglieder von Kinderschutzkomitees. Die Jugendlichen und Erwachsenen lernten dort, wie sie sensibel auf Kinder eingehen können, die von Missbrauch, Gewalt oder Kinderhandel betroffen sind. Außerdem erfuhren die Teilnehmenden, an welche Stellen und Behörden sie sich in solchen Fällen wenden können. Zusätzlich zu den Kinderschutzkomitees schulten wir 128 Personen, Jugendliche sowie Mitglieder von Behörden und Organisationen, zu den Themen Kinderhandel und sexuelle Ausbeutung im Internet.

Im August 2018 schulten wir 20 Jugendliche und junge Erwachsene zu Kinderrechten und Jugendpartizipation. Am Weltmädchentag nahmen zwei der geschulten Mädchen an der ersten Mädchenkonferenz der Philippinen in Manila teil. Insgesamt 200 Jugendliche aus dem ganzen Land setzten sich dort für die Rechte von Mädchen ein und erarbeiteten Vorschläge für die Regierung.

Im Oktober nahmen zwei der geschulten Jugendlichen am Nationalen Kongress zur Bekämpfung von sexueller Ausbeutung von Kindern im Internet teil. Zusammen mit über hundert anderen Jugendlichen unterschrieben sie zum Abschluss ein ausgearbeitetes Manifest mit Lösungen und Handlungsaufforderungen.

 

Prüfung und Bewertung der Projektaktivitäten

Von Mai bis September 2018 führten wir eine Grunddatenerhebung durch. Sie zeigte, dass sexuelle Ausbeutung im Internet in vielen Fällen nicht als Missbrauch wahrgenommen wird. Stattdessen wird sie vom Umfeld des Kindes häufig akzeptiert, ohne dass die negativen Folgen für das Kind erkannt werden. Gerade Veranstaltungen, die über die Gefahren des Missbrauchs im Internet aufklären, kommt daher eine große Bedeutung zu.

Projektberichte

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  • Projektausgaben (80,91%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (14,04%)
  • Verwaltungsausgaben (5,05%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • Beste Website des Jahres 2016 in der Kategorie Wohltätigkeitsorganisationen
  • Transparenzpreis von PricewaterhouseCoopers 2012
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