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Wir schützen Kinder vor Mangelernährung
Wir schützen Kinder vor Mangelernährung. © Plan International / José Campos

Mangelernährung verhindern

In den ländlichen Projektregionen Stung Treng und Ratanakiri weisen viele Kinder Anzeichen von Mangelernährung auf. Dies schwächt die Kinder und macht sie anfällig für Krankheiten. Rund 40 Prozent der Menschen haben zudem keinen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen. Deshalb verbessern wir die Wasser- und Sanitärversorgung, bauen Kindergärten und informieren über gesunde Ernährung. Wir schulen Eltern, Erzieherinnen und Erzieher und das Personal von Gesundheitseinrichtungen, damit Kinder bis sechs Jahren frühkindliche Förderung erhalten und gesund aufwachsen können.

Infos zum Projekt

Das Projekt ist erfolgreich finanziert

Dieses Projekt wurde erfolgreich eingeworben. Wir benötigen hierfür keine weiteren Spenden. Gerne können Sie uns jedoch mit der Übernahme einer Patenschaft oder einer Spende in unseren Sonderprojekt-Fonds unterstützen.


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Das ist der Projektrahmen

Projektregion:
Stung Treng und Ratanakiri

Projektlaufzeit:
November 2017 – Oktober 2020

Ziele:

  • Frühkindliche Förderung von Kindern bis sechs Jahre
  • Schutz vor Mangelernährung
  • Verbesserte Wasserversorgung, Hygiene und Sanitäranlagen

    Maßnahmen:

    • Neubau bzw. Ausbau und Renovierung von 14 Kindergärten
    • Einrichten von Wasserversorgungssystemen und Sanitäranlagen
    • Schulungen zu frühkindlicher Förderung, Hygiene und gesunder Ernährung
    • Prävention und Behandlung von Mangelernährung

      Was uns in Kambodscha erwartet

      Die ersten Lebensjahre haben einen entscheidenden Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung eines Kindes. In den ländlichen Projektregionen Stung Treng und Ratanakiri weisen jedoch viele Kinder Anzeichen von Mangelernährung auf. Oft wissen die Eltern nicht, wie wichtig eine gesunde Ernährung und frühe Förderung gerade in den ersten Lebensjahren ist.

      Aufgrund der täglichen Feldarbeit sind sie meist nicht in der Lage, sich ausreichend um ihre Kinder zu kümmern. Für 60 bis 70 Prozent der Mädchen und Jungen in den Projektregionen fehlen Angebote zur frühkindlichen Betreuung und Förderung. Rund 40 Prozent der Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Anlagen und Waschgelegenheiten. So gefährden fehlende Hygiene und Mangelernährung das gesunde Aufwachsen der Mädchen und Jungen.

      Das Projekt unterstützt folgende Ziele für nachhaltige Entwicklung:

      SDG2
      Kein Hunger
      SDG3
      Gesundheit und Wohlergehen
      Hochwertige Bildung
      Hochwertige Bildung
      SDG6
      Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

      Unsere Projektziele

      In diesem Projekt wollen wir Kindern in Stung Treng und Ratanakiri ein gesundes Aufwachsen und frühkindliche Förderung ermöglichen. Dafür bauen und renovieren wir 14 Kindergärten. Das Betreuungspersonal und die Eltern schulen wir zu frühkindlicher Entwicklung und Förderung. Aber auch Hygiene und Krankheitsprävention, gesunde Ernährung und Kinderschutz werden in den Schulungen thematisiert. Mehr als 4.000 Kinder profitieren direkt von diesen Maßnahmen. Weil rund 40 Prozent der Menschen in den Projektregionen keinen Zugang zu sauberem Wasser und Toiletten haben, verbessern wir zusammen mit den Gemeinden die Wasser- und Sanitärversorgung. Rund 600 Haushalte und 1.000 Schulkinder profitieren davon. Außerdem unterstützen wir lokale Gesundheitsdienste und schulen das Personal, damit Mangelernährung bei Kindern und Schwangeren frühzeitig erkannt und behandelt werden kann.

      Projektaktivitäten: Mai – Oktober 2019

      An zehn Grundschulen der Provinz Stung Treng installierten wir im Berichtszeitraum Wassersysteme, Pumpen und  Handwaschstationen. So konnten wir die Hygienesituation von mehr als 2.770 Schulkindern verbessern. Außerdem wurden vier neue Schullatrinen mit insgesamt 12 Toilettenräumen gebaut, darunter ein Raum für Kinder mit Behinderungen.

      „Früher mussten die Schülerinnen und Schüler mindestens einen Liter Wasser täglich von Zuhause mitbringen, weil wir nicht genügend Wasser an der Schule hatten“, erzählt der stellvertretende Schulleiter einer Grundschule.

      Dank der neuen Wassersysteme haben die Kinder nun einen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser und können sich regelmäßig die Hände waschen. Auch die Bewässerung der Schulgärten wird durch die verbesserte Wasserversorgung erleichtert. Zur Aufklärung über Hygiene und Sanitärmöglichkeiten in den Dörfern organisierten wir Veranstaltungen in 29 Gemeinden. 1.080 Frauen, Männer und Kinder nahmen daran teil. 612 Familien erklärten anschließend, dass sie innerhalb der nächsten drei Monate eigene Latrinen bauen wollen. 557 Haushalte in den Projektgemeinden haben bereits Latrinen errichtet, dadurch haben 2.395 Menschen Zugang zu Sanitäranlagen.

      Angehörige der Elterngruppen nutzten im Berichtszeitraum 23 Dorffeste, um in einem zwanglosen Rahmen über Ernährung und spielerisches Lernen zu informieren. Dabei erfuhren die Anwesenden zum Beispiel, wie sie aus lokal erhältlichen Materialien Spielzeug für ihre Kinder anfertigen. In Rollen spielen und Geschichten thematisierten die Elterngruppen gesunde und kindgerechte Ernährung. Insgesamt wurden auf diese Weise 1.332 Gemeindemitglieder erreicht.

      Seit Oktober 2018 haben 153 Haushalte Training und finanzielle Unterstützung für das Anlegen von Gemüsegärten erhalten. 37 Familien bauen bereits ihr eigenes Gemüse an. Sechs Haushalte haben so viel produziert, dass sie Teile ihrer Ernte verkaufen und so ihr Einkommen steigern konnten. In einem Trainingsbuch wurden Anleitungen sowohl für das Anlegen der Gärten als auch für die Hühnerzucht festgehalten. 300 Kopien werden nun durch Mitarbeitende der lokalen Behörden verteilt.

      In der Region Ratanakiri führten wir für 37 Angehörige vom Gemeinderäten und Behörden einen Workshop zur Bedeutung von frühkindlicher Bildung durch. Der Workshop verbesserte das Verständnis der Teilnehmenden zum Thema sowie zu ihren eigenen Verantwortlichkeiten. Dabei ging es auch darum, wie die frühkindliche Förderung durch die Gemeinden finanziert werden kann. Anschließend entwarfen die Teilnehmenden Aktionspläne, um die frühkindliche Bildung für Kinder bis sechs Jahre in ihren Gemeinden zu unterstützen.

      Zurzeit sind es meist Mütter und weibliche Erziehungsberechtigte, die an den Projektaktivitäten teilnehmen. Denn viele Männer gehen tagsüber ihrer Arbeit nach. Um eine höhere Beteiligung von Vätern zu erreichen, möchten wir mehrere Aktivitäten in den Abend legen. Durch diese Anpassung soll die Teilnahme der Männer erhöht werden, da sie eine wichtige Rolle bei der Erziehung ihrer Kinder und damit verbundenen Entscheidungsprozessen spielen. 

      Ein Platz für die neue Vorschule

      Mr. Chanmin ist Farmer und lebt mit seinen zwei Töchtern und zwei Söhnen im Dorf Kamphun in der Provinz Stung Treng.

      „Mein Schwiegervater ist Gemeindevorsteher bei uns im Dorf“, erzählt Mr. Chanmin. „Eines Tages kam er zu uns und berichtete von dem Projekt. Er sagte, dass eine Vorschule in unserem Dorf gebaut werden solle, aber dass es kein öffentliches Land dafür gäbe. Daraufhin diskutierten meine Frau und ich und wir beschlossen, unser eigenes Land zur Verfügung zu stellen. Denn wir wollten, dass die Kinder eine Vorschule bekommen – mit einem Brunnen, Latrinen und einem Spielplatz, damit sie dort eine altersgerechte Förderung erhalten.“

      Auch beim Bau der Vorschule engagierte sich Mr. Chanmin. Er half, den Spielplatz zu bauen und die Klassenräume einzurichten. Heute sieht er, wie die Kinder sich freuen, wenn sie die Schule besuchen, und dass sie keinen Tag verpassen wollen.

      Exemplarische Projektkosten

      4 Euro:
      kostet das Informationsmaterial für eine Mutter oder einen Vater zur Aufklärung über gesunde, kindgerechte Ernährung

      200 Euro:
      benötigen wir, um einen Spielplatz zu bauen

      665 Euro:
      kostet eine Brunnensanierung

      1.900 Euro:
      brauchen wir, um einen neuen Brunnen zu bauen.

      Ihre Hilfe kommt an!
      • Projektausgaben (81,22 %)
      • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (13,65 %)
      • Verwaltungsausgaben (5,13 %)
      • DZI Spendensiegel
      • TÜV NORD
      • eKomi Kundenauszeichnung in Gold
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