In der Projektregion Geita ist die Arbeit von Kindern im Goldbergbau verbreitet. © Erik Thallaug/Plan

Projekt: Mädchen und Jungen vor Kinderarbeit schützen

In und um die Goldminen von Geita arbeiten viele Kinder im Kleinbergbau - manchmal bis zu 14 Stunden am Tag. Sie können nicht zur Schule gehen und sind einem besonders hohen Risiko von Gewalt und Missbrauch ausgesetzt. Für die Kinder in Geita bedeutet dieses Leben einen Teufelskreis aus Armut und fehlender Bildung, dem sie kaum entkommen können. Wir von Plan International geben Mädchen und Jungen die Chance, wieder zur Schule zu gehen oder eine Ausbildung zu machen.

Aufbau eines Kinderschutzsystems

Plan International errichtet ein Netzwerk aus verschiedenen staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen für den Kinderschutz und unterstützt dieses dabei, Mädchen und Jungen vor gefährlicher Kinderarbeit zu schützen. Gemeinsam werden Mechanismen entwickelt, um Fälle von Kinderrechtsverletzungen künftig besser verfolgen und ahnden zu können. Zudem leisten wir Aufklärungsarbeit bei den Betreibern der Kleinminen in Geita. Bei gemeinsamen Treffen thematisieren wir die arbeitsrechtlichen Vorschriften im Bergbau und die nationalen Bestimmungen zum Kindesschutz. Des Weiteren finden Fortbildungen in Umweltschutz und Sicherheitsmaßnahmen statt.

Psychosoziale Unterstützung für die Kinder

Viele Mädchen und Jungen haben während ihrer Zeit in den Minen traumatische Erfahrungen gemacht und waren schweren psychischen Belastungen ausgesetzt. Gewalt und Missbrauch, Kriminalität und Prostitution zählen dazu. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter unterstützen diese Kinder, damit sie die schlimmen Erlebnisse verarbeiten und so die Chance nutzen können, wieder zur Schule zu gehen. Plan International richtet Beratungsstellen in der Projektregion ein, in denen die Kinder Schutz und Hilfe finden.

Schulische und berufliche Möglichkeiten eröffnen

Rund 4.000 Mädchen und Jungen zwischen fünf und 13 Jahren werden dabei unterstützt, ihren Schulbesuch fortzusetzen. Plan International stellt für sie Schul- und Lernmaterialien bereit. Außerdem fördern wir die Arbeit von vorschulischen Einrichtungen und unterstützen diese durch Fortbildungen, Lehr- und Spielmaterialien. 182 Jugendliche sollen im Rahmen des Projektes die Möglichkeit erhalten, eine Berufsausbildung in ihrer Gemeinde zu absolvieren. Um die finanzielle Situation der Familien zu verbessern, werden Frauen und Männer in Einkommen schaffenden Maßnahmen geschult.

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