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In Ghana fördern wir von Plan International Projekte zu Verbesserung der Wasserversorgung.

Sauberes Wasser für Ghana

In den ländlichen Regionen Ghanas haben nur 66 Prozent der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser. So führen verschmutztes Wasser, mangelnde Hygiene und das Fehlen von Sanitäranlagen häufig zu Krankheiten, die vor allem für Kinder lebensbedrohlich sein können. In diesem Projekt verbessern wir die Wasser- und Sanitärversorgung in 36 Gemeinden. Wir bauen Brunnen, renovieren Wasserversorgungsstellen und unterstützen die Bevölkerung, Sanitäranlagen zu errichten. Rund 12.000 Schulkinder erhalten neue Toiletten und Waschräume.

Infos zum Projekt

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Was uns in Ghana erwartet

Ghana - unsere Programmgebiete

Obwohl Ghana in den vergangenen Jahren deutliche Erfolge im Bereich der Wirtschaft verzeichnen konnte, bleiben die Lebensbedingungen vielerorts hinter diesem Fortschritt zurück. Vor allem in ländlichen Regionen profitieren die Menschen kaum. Dort haben nur 66 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Trinkwasser und nur 9 Prozent verfügen über Sanitäranlagen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass die meisten Fälle von Mangelernährung auf Durchfall oder Wurminfektionen zurückzuführen sind. Diese wiederum haben ihre Ursachen in unsauberem Wasser, mangelnder Hygiene und einer schlechten Sanitärsituation. 

Auch in den Schulen ist die Wasser- und Sanitärversorgung unzureichend: 35 Prozent der Schulen in Ghana haben keine gesicherte Trinkwasserversorgung und in 31 Prozent der Schulen fehlen Sanitäranlagen. Vor allem bei Mädchen führt dieser Umstand häufig zu Fehlzeiten, da es ihnen besonders während der Menstruation an Hygienemöglichkeiten und Privatsphäre in den Schulen mangelt.

Unsere Projektziele

Ziel dieses Projektes ist es, die Sanitär- und Hygienesituation sowie die Trinkwasserversorgung in 36 Projektgemeinden zu verbessern. Rund 32.000 Gemeindemitglieder sollen Zugang zu sauberem, bezahlbarem Wasser und Sanitäranlagen erhalten. Zu diesem Zweck bauen wir 20 neue Wasserversorgungsstellen in den Gemeinden und renovieren oder erneuern 16 weitere Wasserzugänge in Schulen, Gemeinden und Gesundheitsstationen.In den Projektgemeinden fördern wir das Verständnis für die Zusammenhänge von Hygiene, Sanitärversorgung und Krankheitsprävention. 300 Gemeindemitglieder nehmen hierzu an Schulungen teil. Außerdem fördern wir den Bau lokal angepasster Sanitäranlagen. An 36 Projektschulen profitieren rund 12.000 Kinder von neuen Toiletten und Waschräumen.

Sauberes Wasser für Ghana mithilfe von nachhaltiger Wasserversorgung

Im Berichtszeitraum wurden vier weitere Wasserversorgungssysteme gebaut. Damit hat sich die Anzahl der Wasserzugänge in den Projektgemeinden auf insgesamt 40 erhöht.

Um die Qualität des Trinkwassers regelmäßig zu überprüfen, haben wir erneut an allen Brunnen Wasserqualitätsanalysen durchgeführt. Da bei der letzten Überprüfung in fünf  Gemeinden eine zu hohe Eisenkonzentration und Cyanid im Wasser festgestellt wurden, haben wir dort Anlagen installiert, um das Wasser zu reinigen. Diese Maßnahme zeigte  bereits Wirkung: So konnte in den aktuellen Analysen kein Eisen und Cyanid mehr nachgewiesen werden. Allerdings überschritten zwei Brunnen in anderen Bereichen die  zulässigen Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation für Trinkwasser, weshalb die Reinigungsanlagen dort bis zur nächsten Überprüfung weiter genutzt werden.

In zwei Projektgemeinden stießen wir bei Bohrungen auf trockenen Boden, weshalb dort andere Möglichkeiten zur Wasserversorgung gefunden werden mussten. Durch die Installation von Rohrverlängerungen konnten die Gemeinden an bestehende Wassersysteme angeschlossen werden, sodass sie nun auch über einen sicheren Zugang zu  Trinkwasser verfügen. Um auch zukünftig die Funktionalität der Wassersysteme sicherzustellen, führten wir den „Pay as you fetch“-Ansatz ein. Dabei zahlt jede Person die  Wasser holt einen festgelegten Preis pro gesammeltem Wasserbehälter, sodass das Geld für die Instandhaltung der Systeme verwendet werden kann.

Zwischen September und Oktober 2020 veranstalteten wir erneut Auffrischungskurse für die Arbeitsgruppen zu nachhaltigem Wassermanagement. Damit die Kurse trotz der Corona-Pandemie  stattfinden konnten, wurde die Zahl der Teilnehmer:innen auf 96 reduziert. Dadurch war ausreichend Platz im Schulungssaal, sodass die Abstandsregelungen eingehalten  werden konnten. Ziel dieser Aktivität ist es, die Mitglieder der Arbeitsgruppen so zu schulen, dass sie die Wasserversorgungssysteme selbst instand halten und einfache Reparaturen durchführen können. Auf diese Weise soll die Nachhaltigkeit der Wasserversorgung in den Gemeinden gewährleistet werden. An den Kursen nahmen auch einige traditionelle Autoritäten aus den Projektgemeinden teil, die gemeinsam mit den Wassermanagementteams den Betrieb und die Wartung der Anlagen koordinieren.

Eines der Hauptziele des Projektes ist es, die offene Defäkation in allen 36 Projektgemeinden zu beenden. Von den 33 geprüften Gemeinden erhielten bisher 25 diesen Status. Im  Rahmen einer kleinen Gemeindeversammlung wurden ihnen Urkunden überreicht. Da in den anderen acht Gemeinden einige Latrinen nicht ordnungsgemäß gewartet und  Fäkalien teilweise nicht richtig entsorgt wurden, konnten diese nicht zertifiziert werden. Wir beauftragten jedoch lokale Partnerorganisationen und unser Projektteam vor Ort, dieses Problem zu untersuchen und Maßnahmen umzusetzen, damit die Gemeinden ebenfalls schnellstmöglich den Status frei von offener Defäkation erhalten.

Im Berichtszeitraum wurden weitere sieben mädchenfreundliche Sanitäranlagen fertiggestellt, sodass nun alle 36 Projektschulen über neue und nach Geschlechtern getrennte  Toiletten verfügen. Nach der langen Schulschließung bedingt durch die Corona-Pandemie, wurden die Schulen im Januar 2021 wieder geöffnet. Durch die neuen Sanitäranlagen  können die Mädchen nun auch während ihrer Menstruation die Schule besuchen und haben dort die Möglichkeit, ihre Menstruationshygiene sicher und würdevoll zu meistern. Zudem verteilten wir 2.000 Sets mit Artikeln für die Menstruationshygiene an Schülerinnen. Diese enthalten beispielsweise wiederverwendbare Binden, Unterwäsche und Seife.

Anlässlich des Internationalen Hände-Waschtags am 15. Oktober 2020 und des Welttoilettentags am 19. November 2020 organisierten wir verschiedene Aufklärungskampagnen in den Gemeinden. In diesem Zusammenhang informierten wir etwa im Rahmen von Radiosendungen über die Bedeutung des Händewaschens und  den Zusammenhang von Hygiene und Krankheitsprävention. Auch wurden Ausschnitte der Veranstaltung zum Internationalen Tag des Händewaschens im nationalen Fernsehen ausgestrahlt, um auch die Menschen außerhalb der Projektregionen über die Projektaktivitäten zu informieren.

Da das Händewaschen auch besonders zum Schutz vor Corona ein wichtiges Mittel  darstellt, haben wir anlässlich des Internationalen Hände-Waschtags außerdem 192 Handwaschstationen an den ghanaischen Bildungs- und Gesundheitsdienst übergeben. Die  Anlagen wurden später an Schulen und Gesundheitszentren verteilt und erreichen schätzungsweise 12.145 Schulkinder.

Exemplarische Projektkosten

124 EUR:
Öffentlichkeitsarbeit für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene in einer Schule

4.631 Euro:
Bau von Schultoiletten für Mädchen an einer Schule

7.034 Euro:
Bohrung einer Wasserentnahmestelle pro Gemeinde

Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (82,95 %)
  • Werbeaufwendungen (12,22 %)
  • Verwaltungsaufwendungen (4,83 %)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold
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