Ihre Patenschaft hilft: Seit 1978 setzen wir uns in Guatemala für eine bessere Gesundheit von Kindern ein. © Plan

Patenschaft für Kinder in Guatemala

Ein Großteil der Guatemalteken lebt in Armut, auch viele Kinder sind betroffen. Denn bislang konnten die schwerwiegenden strukturellen Probleme des Landes nicht bewältigt werden. Der Großteil der Agrarwirtschaft aber auch des Bankwesens und des Handels konzentriert sich in den Händen einer kleinen und politisch sehr einflussreichen Elite. Wir von Plan International setzen uns dafür ein, dass sich die Lebensbedingungen in Guatemala für alle nachhaltig verbessern.

Unser Engagement in Guatemala

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1978
  • 2015 mehr als 36.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Hygiene, Bildung, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern und Frauen, Katastrophenvorsorge

Ja, ich möchte in Guatemala helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Guatemala?

Seit 1978 arbeitet Plan International in Guatemala und erreichte im Jahr 2015 das Umfeld von über 36.000 Patenkindern und ihren Familien. Das Kinderhilfswerk arbeitet hauptsächlich in ländlichen Gebieten, wo die Mehrheit der indigenen Bevölkerung lebt. Sie sind besonders arm, haben kaum Zugang zu Bildungseinrichtungen und werden ausgegrenzt. Dabei legt Plan International besonderen Wert auf die Stärkung von Frauen und Mädchen, die meist diskriminiert werden und häufig Gewalt ausgesetzt sind. In einem der strukturschwächsten Gebiete des Bezirkes Alta Verapaz wird Plan International seine Arbeit intensivieren. Hier leben zum Großteil Mayas.

In Guatemala arbeiten wir von Plan International hauptsächlich in ländlichen Gebieten, in denen indigene Bevölkerungsgruppen leben. Dort engagieren wir uns unter anderem für den Ausbau des Gesundheitswesens und für bessere Bildungsangebote, die Mädchen und Jungen Perspektiven für ihre Zukunft ermöglichen sollen. Zudem setzen wir uns für die gesellschaftliche Teilhabe der Kinder ein. Dabei legen wir besonderen Wert auf die Stärkung von Frauen und Mädchen, die meist diskriminiert werden und häufig Gewalt ausgesetzt sind. Außerdem sind wir im Katastrophenschutz aktiv.

Seitdem wir von Plan International in Guatemala agieren, konnten wir bereits einige Projekte mit Ihrer Hilfe erfolgreich realisieren. Erfahren Sie hier, wie Ihre Spende verwendet wird und lesen Sie mehr über unsere aktuellen Programme im Land.

Entwicklung und Förderung von Kindern

Nach wie vor ist die Kinder- und Müttersterblichkeitsrate in Guatemala hoch. Die medizinische Versorgung während und nach der Schwangerschaft sowie die hygienischen Standards sind unzureichend. In den ländlichen Regionen entbinden viele indigene Frauen ohne jegliche medizinische Betreuung. Etwa zehn Prozent aller Kinder werden nicht in ein Geburtenregister eingetragen. Die desolate wirtschaftliche Situation vieler Familien hat gravierende Folgen: In keinem anderen südamerikanischen Land leiden mehr Kinder an Mangel- und Unterernährung als in Guatemala.

Mit seinem ganzheitlichen Ansatz fördert Plan International die Entwicklung der Kinder von der Zeit der Schwangerschaft bis zum Schulalter. Das Kinderhilfswerk arbeitet mit dem Gesundheitsministerium zusammen, um das lokale Gesundheitswesen zu stärken und die medizinische Versorgung von Müttern und Kindern zu verbessern. Plan International klärt über Hygiene auf, informiert darüber, wie ansteckende Krankheiten zu vermeiden sind und führt Maßnahmen durch, um die Wasserqualität zu verbessern. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist es, Kinder in ein Geburtenregister einzutragen.

Die gesellschaftliche Teilhabe stärken

Trotz Demokratie ist es der breiten Bevölkerung kaum möglich, auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung des Landes Einfluss zu nehmen. Die politischen Parteien sind sehr von Einzelpersonen geprägt und entbehren einer breiten gesellschaftlichen Basis.

Mit dem Ziel, die strukturelle Entwicklung ländlicher Gemeinden zu fördern, stärkt Plan International die Kompetenzen lokaler Behörden und unterstützt sie bei der Umsetzung von kommunalen Politiken. Dabei kümmert sich Plan International vor allem um Kinderrechtsfragen.

Kindorientierte Katastrophenvorsorge und -hilfe

Die Bevölkerung von Guatemala ist einer Vielzahl von Katastrophen ausgesetzt. Neben Erdbeben und Vulkanausbrüchen, ziehen auch tropische Stürme und Dürren das Land regelmäßig in Mitleidenschaft. Armut und der Mangel an staatlichen Schutzmaßnahmen bedingen die fortschreitende Zerstörung der ursprünglichen Naturräume Guatemalas, was die Auswirkung von Unwettern verstärkt. Nicht zuletzt aufgrund der geographischen Lage zwischen zwei Weltmeeren wäre das Land von den Effekten einer möglichen Klimaerwärmung besonders schwer betroffen

Plan International unterstützt die Gemeinden darin, Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen und Schutzmechanismen zu entwickeln, um die Risiken in den Gemeinden zu minimieren und bestmöglich auf drohende Gefahren vorbereitet zu sein. Außerdem werden konkrete Notfallpläne für verschiedene Katastrophenszenarien erarbeitet. Die Kinder sind dabei aktiv beteiligt.

Bildung von Kindern und Stärkung von Jugendlichen

Die Bildungsqualität an den Schulen in Guatemala ist gering und die kulturellen Unterschiede innerhalb der Bevölkerung werden im Unterricht nicht berücksichtigt. Besonders problematisch ist, dass viele indigene Kinder die Unterrichtssprache Spanisch nicht beherrschen und kein mehrsprachiger Unterricht angeboten wird.

Im Grundschulbereich setzt sich Plan International besonders dafür ein, indigene Mädchen, die bislang gänzlich von Bildungsangeboten ausgeschlossen worden sind, in das Schulsystem zu integrieren. Plan International kooperiert mit dem Bildungsministerium, um zu erreichen, dass Grundschulen zweisprachigen Unterricht anbieten.

Guatemala im Überblick

Guatemala ist ein vulkanisches Hochgebirgsland in Mittelamerika und hat sowohl einen Zugang zur Karibischen See als auch zum Pazifik. Entlang der Pazifikküste erstreckt sich ein 60 Kilometer breiter, fruchtbarer Schwemmlandstreifen, während das karibische Tiefland meist von Regenwald bewachsen ist. Temperatur und Niederschlag sind höhenabhängig. Hauptregion für Siedlung und Wirtschaft ist das Hochland im Nordosten. Unter anderem kommt es immer wieder zu Überschwemmungen und Erdbeben.

Einwohner 15,5 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 72 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 31 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 3.340 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 92 %, Männer 95 %
Landesfläche 108.889 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Guatemala-Stadt
Landessprachen Spanisch, mehr als 50 indigene Sprachen
Religion Christentum
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Bis zur Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert war Guatemala ein Zentrum der Maya. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts vergrößerte sich der Einfluss der USA in Guatemala: 1901 wurden erste Verträge mit der „United Fruit Company" über den Export von Bananen geschlossen. Danach bestimmten Putsche, Diktaturen und Verfassungsänderungen die Staatspolitik und Guerillaverbände bekämpften die jeweiligen Regierungen. Der Bürgerkrieg, der 36 Jahre lang zwischen Guerilla-Gruppen und der Regierung ausgetragen wurde, konnte 1996 durch einen Friedensvertrag beendet werden.

Die heutige Situation in Guatemala

Erst seit 1985 gibt es in Guatemala eine demokratisch gewählte Regierung. Die Präsidentschaftswahlen 2011 gewann der ehemalige General Otto Pérez Molina von der Patriotischen Partei. Guatemala weist eine große ethnische und kulturelle Vielfalt auf. 41 Prozent der Bevölkerung sind indigener
Abstammung. Bis heute konzentriert sich ein Großteil der Agrarwirtschaft und des Bankwesens in den Händen einer kleinen und politisch einflussreichen Elite, die tiefgreifende Reformen verhindert. Knapp 75 Prozent der indigenen Bevölkerung leben in Armut.

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Prominente Unterstützer

Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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