Besuchsberichte unserer Patinnen und Paten

Es ist immer ein ganz besonderes Erlebnis, wenn unsere Patinnen und Paten ihre Patenkinder in den Projektgebieten besuchen. Auch wenn man vorher bereits geschrieben und sich etwas ausgetauscht hat, ist es für viele ein Highlight, alles vor Ort zu sehen und hautnah zu erleben. Die ganze Gemeinde freut sich über den Besuch und so erleben unsere Patinnen und Paten gemeinsam mit ihren Patenkindern und deren Familien eine unvergessliche Zeit. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Stöbern durch die Patenbesuchsberichte.

 

Patenkindbesuch bei Patricia in Uganda

Geschrieben am 05.06.2026 von Gisela D.


Freudige Erwartungen…

Patricia

Mein Patenkind ist ein Mädchen in Norduganda, in einer ländlich geprägten Region an der Grenze zum Südsudan. Patricia ist sechzehn Jahre alt und ein ernsthaftes Mädchen mit Freude an naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern. Ich begleite sie seit vier Jahren mit Briefen und kleinen Geschenken, erhalte ebenfalls Briefe (leider ausschließlich von Verwandten und Betreuern geschrieben), Fotos und allgemeine Berichte über die Situation in Norduganda. Auf den Bildern sehe ich, wie sie sich verändert, wie aus einem Kind ein Teenager wurde und parallel dazu wuchs mein Wunsch, das Mädchen, ihre Familie und ihre Lebensumstände kennenzulernen. Da ich inzwischen siebzig Jahre alt bin und bis vor kurzem keine Afrikaerfahrung hatte, gab es in meiner Familie und in meinem Freundeskreis mehr als eine Stimme, die sagte: Lass‘ das sein, das ist verrückt und viel zu gefährlich!
Ich blieb trotz dieser Warnungen bei meinem Entschluss. Im vergangenen Jahr nahm das Vorhaben Gestalt an und ich beschloss, im März/April 2026 für drei Wochen nach Uganda zu fliegen. Ich hatte ein Quartier in Mukono, einem kleinen Ort in der Nähe der Hautstadt Kampala gebucht. Von dort, so hatte ich mir vorgenommen, wollte ich nach Norduganda fahren und Patricia besuchen. Einen Tag Fahrt für knapp vierhundert Kilometer, einen weiteren Tag für das Treffen und für die Besichtigung der Schule und einen Tag für die Rückfahrt nach Mukono.
Wow, . . . Damit hatte ich nicht gerechnet. Nur mit Unterstützung durch die Mitarbeiter des Plan-Büros in Kampala hatte ich eine Chance, mein Projekt zu verwirklichen. Das stand fest.


Nachhaltige Erlebnisse…

In der dritten Woche meines Aufenthalts in Uganda wurde ich abgeholt. Der Rover trug das vertraute blaue Plan-Logo. Ich machte es mir samt Rucksack auf der Rückbank bequem und während wir auf staubigen Straßen durch Dörfer und kleinere Ortschaften nach Norden fuhren, unterhielt ich mich mit der Plan-Mitarbeiterin und dem Fahrer. Für mich war alles neu und interessant. Gleichzeitig bekam ich bei unserem Gespräch eine Vorstellung davon, wie Plan in Uganda arbeitet und welche Dimensionen die Projekte in dem afrikanischen Land haben. Das hatte ich mir so nicht vorgestellt. Ich fragte und schaute, vergaß die zunehmende Hitze und meine vom langen Sitzen schmerzenden Beine und wurde immer gespannter auf unser Ziel: Lira, die Hauptstadt des Distrikts „Northern“ und Heimat meines Patenkinds. Nach sieben Stunden Fahrt kamen wir an und ich war gespannt auf den nächsten Tag.
Der Morgen begann mit einem straffen Programm. Als erstes stand Einkaufen auf dem Plan. Wir kauften eine Menge Seife für Haut und Wäsche, große Töpfe Vaseline für die Hautpflege, Zucker und Öl für die Familie meines Patenkindes und ohne die Beratung meiner Begleiterin hätte ich vermutlich ganz andere und wesentlich unnützere Dinge ausgewählt. Beladen mit zwei großen Plastiktüten ging die Fahrt weiter zum Plan-Regionalbüro. Ich wurde freundlich begrüßt und mit so vielen Fakten „gefüttert“, bis mein Kopf „rauchte“ und ich um eine Pause bitten musste. So erfuhr ich, dass im Plan-Regionalbüro in Lira achtzehn MitarbeiterInnen damit beschäftigt sind, mehr als siebentausend Schulkinder in mehreren Schulen des Distrikts zu betreuen. Unterdessen wurde auf dem Hof bereits ein weiteres Fahrzeug startklar gemacht. Noch ein paar Informationen, noch ein bisschen Smalltalk und weiter ging es Richtung Norden, hinaus aus der Stadt.

Patricia

Gewonnene Erkenntnisse…

Patricia

Unterwegs wurde unsere kleine Karawane von FeldarbeiterInnen und Kindern bestaunt. Mehr als eine Stunde fuhren wir auf rotstaubigen, unbefestigten Wegen durch savannenartiges Gelände, vorbei an Bananenpflanzungen, Maniok-, Mais- und Süßkartoffelfeldern, bis wir schließlich unter einer Baumgruppe Halt machten. In Sichtweite befand sich ein parkähnliches Gelände mit mehreren Flachbauten. Am Eingang stand ein Schild mit der Aufschrift: AJIA Primary School. Wir waren an der Schule meines Patenkinds Patricia angekommen. Unsere Besichtigungstour dauerte lange und meine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Wann endlich würde ich Patricia treffen? Ich fragte, schaute in verschmitzt lächelnde Gesichter und wurde auf eine große Wiese geschickt. In einiger Entfernung sah ich sechs Personen unter einer Kokospalme sitzen. Es war so weit. Das Warten hatte ein Ende. Ich lief los. Zwei ältere Frauen kamen mir mit kehligen Begrüßungsrufen entgegen. Ein hübsches, großgewachsenes junges Mädchen rannte auf mich zu und umarmte mich und mir kam kurz der Gedanke, dass zwischen Deutschland und Uganda fast neuntausend Kilometer Entfernung liegen.


Bleibende Erinnerungen…

Patricias gesamte Familie war gekommen. Ihr Vater, seine erste Frau und die Großmutter. Seine zweiten Frau, Patricias Mutter, schätzte ich auf etwa vierzig Jahre. Sie gab mir mit ihrer warmherzigen Art vom ersten Augenblick an das Gefühl, irgendwie zur Familie zu gehören und auch die ernsthafte Aufmerksamkeit des Vaters beeindruckte mich. Er trug seinen besten und sicher einzigen Anzug und beantwortete meine Fragen nach seiner Arbeit als Farmer und nach dem Leben der Familie so ausführlich er konnte. Die folgenden drei Stunden vergingen wie im Flug. Ich erfuhr, dass die Familie einigermaßen gut vom Ertrag des Feldbaus leben konnte. Ob und wieviel Patricia bei der Haus- und Feldarbeit mithelfen musste, beantwortete sie mit einem verlegenen Schulterzucken. Sie sei immer schon sehr früh in der Schule, lange vor Beginn und werde im nächsten Jahr in die Secundary School versetzt. Weiter in die Zukunft schien niemand zu planen, auch Patricia nicht. Ihr Bruder Gilbert, ein munter dreinschauendes Bürschchen von zwölf Jahren saß mit in der Runde und schien sich zu langweilen. Als es hieß, die Familie hätte ein Geschenk für mich, rannte er los, quer über die Wiese. Als er zurückkam, setzte er mir einen Hahn vor die Füße und alle schauten mich erwartungsvoll an. Es dauerte ein paar Sekunden, bis ich begriff: Der Hahn war mein Geschenk und sicher etwas Wertvolles, von dem die Familie sich trennte. Ich war sprach- und ratlos und fragte mich, was ich tun sollte. Schließlich kam mir eine Idee. Ich verkündete, dass ich mich sehr freue, das Tier aber lieber dort lassen wolle, wo es am besten aufgehoben sei. Es solle Willi heißen und mir gehören, auch wenn es in Uganda bliebe. Niemand schien beleidigt zu sein. Der Abschied war herzlich und ohne Traurigkeit. Wir wussten, wir hatten ein Band zwischen Deutschland und Patricias Heimat geknüpft, dass nicht so schnell wieder reißen würde.

Patricia
Kontakt zum Patenkind

Eine Plan-Patenschaft zu übernehmen, bedeutet weit mehr als die Unterstützung unserer Projektarbeit. Als Pat:in haben Sie die Möglichkeit, sich mit Ihrem Patenkind persönlich auszutauschen und eine persönliche Verbindung aufzubauen.

Plan Pate aus Deutschland und Familie aus Vietnam lächeln in Kamera.
Patenkind besuchen als Pat:in bei Plan International

Ihr Patenkind zu treffen - haben Sie auch schon einmal daran gedacht? Möchten Sie einmal in das Land Ihres Patenkindes reisen und dies mit einem Besuch in der Gemeinde der Familie verbinden? Möchten Sie Ihr Patenkind kennenlernen - und zwar von Angesicht zu Angesicht?

Patenkindbesuch in Kenia
Patenschaft mit Plan - Zukunft schenken

Als Kind in einem Land mit niedrigem Einkommen geboren zu werden, bedeutet für die meisten von ihnen lebenslange Armut und Chancenlosigkeit. Mit der Übernahme einer Kinderpatenschaft für eines dieser Kinder schenken Sie ihm die Chance auf eine selbstbestimmte Kindheit und bessere Zukunft. Vor allem Mädchen sind in vielen Kulturen oft benachteiligt und brauchen unsere Unterstützung. Mit einer Patenschaft für ein Kind erhöhen Sie gerade für Mädchen die Chance, gut ausgebildet und besser versorgt zu werden. Werden auch Sie Pat:in!

Patenschaft für ein Kind

Fragen und Antworten zur Patenschaft

FAQ Patenschaft

Eine Patenschaft bei Plan International zu übernehmen heißt, eine Verbindung zu schaffen, und geht weit über die finanzielle Unterstützung hinaus. Pat:innen bauen eine Brücke zwischen Kulturen und der persönliche Austausch mit dem Patenkind stärkt dessen Selbstbewusstsein, schenkt Mut und eröffnet neue Perspektiven. Studien zeigen: Patenschaften verbessern den Zugang zu Bildung.

Der monatliche Beitrag ermöglicht nachhaltige Selbsthilfeprojekte in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, sauberes Wasser, Einkommensförderung und Kinderschutz. Davon profitiert nicht nur das Patenkind, sondern die gesamte Gemeinde. Geldzahlungen an Einzelpersonen gibt es bewusst nicht, denn gemeinschaftliche Entwicklung stärkt Eigenverantwortung, statt Abhängigkeiten zu schaffen. Die Projekte werden gemeinsam mit den Menschen im Partnerland geplant und von lokalen Mitarbeiter:innen umgesetzt – dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden. So ist eine flexible Reaktion auf unterschiedliche Herausforderungen möglich. Je mehr Pat:innen ein Land unterstützen, desto mehr Mittel stehen für Projekte zur Verfügung.

Eine Patenschaft bei Plan International kann jede Person übernehmen, die im Sinne der Kinderrechte handelt und sich für Kinder einsetzen möchte. Auch Unternehmen, Schulen oder Schulklassen haben die Möglichkeit, sich mit einer Patenschaft zu engagieren. Machen Sie Ihren Freund:innen oder Verwandten eine besondere Freude – mit einer Patenschaft als Geschenk

Außerdem können Sie einer anderen Person eine Vollmacht erteilen, damit sie in Ihrem Namen eine Patenschaft übernimmt. Dasselbe gilt für Änderungen Ihrer Daten oder die Kündigung Ihrer Patenschaft. In diesen Fall senden Sie uns bitte das ausgefüllte Vollmachtsformular vorab zu.Download: Vollmacht zur Änderung meiner Daten durch Dritte

Plan International vermittelt Patenschaften in über 40 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Sie entscheiden selbst, in welchem Land Sie ein Kind unterstützen möchten. Auf unserer Webseite finden Sie alle Informationen zu unseren Partnerländern: Entdecken Sie die weltweite Hilfe.

Zum Beginn der Patenschaft erhalten Sie Fotos Ihres Patenkindes, eine Beschreibung der Lebenssituation, Informationen zum Land sowie eine persönliche Infomappe. Jährlich folgt ein Fortschrittsbericht mit Neuigkeiten aus dem Leben Ihres Patenkindes und zu Projekten im Umfeld. Im Februar jeden Jahres erhalten Sie automatisch eine Zuwendungsbestätigung für Ihre Steuererklärung. Zweimal jährlich schicken wir Ihnen die „Plan Post“, unser Magazin rund um die Arbeit für Kinderrechte weltweit. Im Frühjahr veröffentlicht Plan International zudem einen Jahresbericht mit genauen Zahlen: Er zeigt detailliert, für was die Patenschaftsbeiträge und Spenden verwendet wurden. Über das Portal „Mein Plan“ können Sie jederzeit die digitalen Nachrichten Ihres Patenkindes abrufen und aktuelle Informationen aus dem Land einsehen.

Eine Patenschaft kostet 28 Euro im Monat, das sind nur 0,92 Euro pro Tag. Ihr Beitrag ist steuerlich absetzbar. Die Zuwendungsbestätigung erhalten Sie automatisch. Ihre Patenschaft können Sie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

So begleichen Sie Ihre Patenschaftsbeiträge einfach und sicher:

Pat:innen aus Deutschland und Österreich bitten wir, das SEPA-Lastschriftverfahren zu nutzen. Die entsprechenden Formulare finden Sie hier: SEPA-Lastschriftformular Deutschland und SEPA-Lastschriftformular Österreich.

Alternativ können Sie per Dauerauftrag oder Überweisung zahlen: Informieren Sie sich hier über unsere Kontoverbindungen. Bitte geben Sie im Verwendungszweck Ihre Referenz- und Patenkindnummer an. Empfänger ist jeweils Plan International Deutschland e.V.

Pat:innen aus dem übrigen Ausland nutzen bitte ebenfalls das angegebene Konto bei der Postbank Hamburg. Wenn Sie eine SEPA-Lastschrift bevorzugen, klären Sie vorab mit Ihrem Kreditinstitut, ob und wie dies möglich ist.

Für Pat:innen aus Deutschland steht hier das SEPA-Lastschriftformular zum Download bereit. Pat:innen aus dem Ausland bitten wir, vorab bei ihrem Kreditinstitut zu klären, ob und wie eine Zahlung per Lastschrift möglich ist.

Als Pat:in gehen Sie keine rechtliche Verpflichtung ein und können Ihre Patenschaft ohne Angabe von Gründen jederzeit zum Monatsende kündigen. 

Eine Patenschaft können Sie auch verschenken, etwa zu Weihnachten, zum Geburtstag, zur Hochzeit, zur Geburt oder zur Taufe. Sie übernehmen die Beiträge, die beschenkte Person erhält alle Informationen zur Patenschaft und zum Patenkind. Die verschenkte Patenschaft ist jederzeit zum Monatsende ohne Angabe von Gründen kündbar. Mehr Informationen: Patenschaft verschenken

Eine Patenschaft ist idealerweise eine langfristige Verbindung. Im besten Fall endet sie mit der Volljährigkeit Ihres Patenkindes. Auch danach profitiert das ehemalige Patenkind weiter von den Projekten in der Gemeinde und kann an den Maßnahmen von Plan teilnehmen. In manchen Fällen endet eine Patenschaft früher als geplant, zum Beispiel, wenn Familien in eine andere Region ziehen oder die Projektarbeit erfolgreich abgeschlossen wurde und die Ziele erreicht sind.

Nachhaltige Hilfe, die ankommt

Ihre Hilfe kommt an

Für uns als Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland e.V. ist Transparenz besonders wichtig: Pat:innen, Förder:innen, Spender:innen sollen erfahren, was mit ihrer Spende geschieht. Um dies zu garantieren, hält sich Plan International an verbindliche Regularien.

Die Ausgaben von Plan International belaufen sich 2025 wie folgt: 83,37% verwenden wir für Projektausgaben. 11,56% sind Werbeaufwendungen. Die restlichen 5,07% sind Verwaltungsaufwendungen.

Geprüfte Transparenz

Unter anderem verpflichten wir uns dazu, transparent zu arbeiten, sparsam zu wirtschaften und sachlich zu informieren. Dafür bekommen wir vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) das Spendensiegel zuerkannt.

Geprüfte Transparenz

Wir sind ausgezeichnet

Bei der Prüfung der Kundenzufriedenheit von TÜV NORD erhält Plan International Deutschland eine Weiterempfehlungsquote von 97%.

Zudem ist Plan International Deutschland mit dem eKomi Siegel ausgezeichnet mit einer Bewertung von 4,9 von 5 Sternen.