Ihre Patenschaft in Vietnam fördert Kinder ethnischer Minderheiten.
Ihre Patenschaft in Vietnam fördert Kinder ethnischer Minderheiten. © Plan/Erik Talhaug

Patenschaft für Kinder in Vietnam

Die schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen des Vietnamkrieges führten 1986 mit der „Politik der Erneuerung“ zu einer wirtschaftlichen Öffnung des Landes. Während der letzten 20 Jahre hat Vietnam einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der auch zu einer deutlichen Verringerung der Armut im Land geführt hat. Jedoch profitiert nur ein Teil der Bevölkerung von dieser Entwicklung. Plan International setzt sich dafür ein, dass alle von diesem Fortschritt profitieren können.

Unser Engagement in Vietnam

Die Länderstrategie von Plan Vietnam bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit im Zeitraum 2011 bis 2016. Sie setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern:

  • Programmarbeit seit 1993
  • 2015 mehr als 35.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Hygiene, Bildung, Kinderschutz, wirtschaftliche Sicherheit, Katastrophenvorsorge

Ja, ich möchte in Vietnam helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Vietnam?

Plan International arbeitet seit 1993 in Vietnam in überwiegend ländlichen Programmgebieten. 2015 erreichte Plan International mit seiner Arbeit über 35.000 Patenkinder und ihre Familien. Die nachhaltige Programmarbeit der vergangenen Jahre hat zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensbedingungen in den Programmgebieten beigetragen. Daher kooperiert Plan International mit Regierungsstellen, um die wertvollen Erfahrungen auch in anderen Gebieten zu nutzen.

In Vietnam konzentrieren wir von Plan International unsere Programmarbeit auf abgelegene ländliche Gebiete sowie Gemeinden in den Bergen, die von großer Armut geprägt sind. Dort unterstützen wir verstärkt Familien ethnischer Minderheiten, die gesellschaftlich ausgegrenzt sind und häufig diskriminiert werden. Wir helfen den Kindern dabei, ihre Rechte auf Bildung, Gesundheit, Schutz und gesellschaftliche Teilhabe durchzusetzen. Zudem entwickeln wir Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge, da Vietnam ein besonders katastrophengefährdetes Land ist.

Aktuelle Programme: Hilfe in Vietnam

In Vietnam realisieren wir mit Ihrer Hilfe Projekte, die das Leben der Kinder vor Ort verbessern. Eine Patenschaft ermöglicht unter anderem den Zugang zu Bildung und vermittelt Jugendlichen weiterführende Kompetenzen. Lesen Sie nachfolgend mehr über die Maßnahmen des Kinderhilfswerks in Vietnam.

Bildergalerie Hanoi

Bildergalerie Ha Giang

Vietnam im Überblick

Vietnam liegt in Südostasien am Südchinesischen Meer. Im Norden befindet sich das teils gebirgige, teils flache Tongking-Gebiet mit dem dicht besiedelten Delta des Roten Flusses. Die Landesmitte Annam ist geprägt von einem mehr als 3.000 Meter hohen Bergrücken. Cochinchina im Süden ist ein sumpfiges Tiefland beiderseits des Mekong-Deltas. Das tropische Monsunklima ist nur in Höhenlagen gemäßigt. Während der Regenzeit kommt es häufig zu Taifunen, die Überflutungen auslösen.

Einwohner 91,7 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 76 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 24 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 1.730 USD (D: 47.640 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 97 %, Männer 97 %
Landesfläche 332.800 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Hanoi
Landessprachen Vietnamesisch
Religion Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus, Christentum, lokale Glaubensrichtungen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2016, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Vietnam war Jahrhunderte lang ein durch Machtkämpfe gespaltenes Land, bis es 1802 unter Kaiser Gia-Long geeint wurde. 1883 wurde Vietnam Teil des französischen Kolonialreichs Indochina. 1945 rief die kommunistische Viet-minh-Bewegung eine unabhängige Republik aus. Dies akzeptierte Frankreich jedoch nicht. Der daraufhin bis 1954 anhaltende Indochina-Krieg führte zur Teilung Vietnams. Die kommunistischen Kräfte zogen sich in den Norden zurück, während die Antikommunisten im Süden verblieben. Daraus erwuchs der Vietnam-Krieg, der durch die militärische Intervention der USA unzählige Tote forderte und den Süden durch chemische Waffen verwüstete. 1975 nahm die nordvietnamesische Armee Saigon ein, benannte es um in Ho-Chi-Minh-Stadt und rief die Sozialistische Republik Vietnam aus.

Die heutige Situation in Vietnam

Anfang der 1990er Jahre begann die vietnamesische Regierung damit, allmählich von der Plan- zur Marktwirtschaft überzugehen. Diese „Doi Moi“-Politik (Erneuerung) führte zu einem rasanten wirtschaftlichen Aufschwung Vietnams. Jedoch profitiert davon nur ein Teil der Bevölkerung – vor allem in den Städten. Nach wie vor beeinflusst das sozialistische Einparteiensystem Rechtsprechung, Religion und Medien. Seit 2011 ist Truong Tan Sang Staatspräsident. Ein Großteil der Vietnamesen lebt in ländlichen Gebieten und betreibt Landwirtschaft. Jugendliche zwischen elf und 16 Jahren bilden derzeit die größte Altersgruppe der Bevölkerung.

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Ulrich Wickert
Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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