Ihre Patenschaft in Ruanda unterstützt nachhaltig Projekte zur frühkindliche Förderung.
Ihre Patenschaft in Ruanda unterstützt nachhaltig Projekte zur frühkindliche Förderung. © Plan

Patenschaft für Kinder in Ruanda

1990 brach in Ruanda ein Bürgerkrieg aus, 1993 beruhigte sich die Lage zunächst. Ein Jahr später wurde mit dem Abschuss des Flugzeugs des Präsidenten Habyarimana ein Völkermord ausgelöst. In drei Monaten wurden bis zu eine Million Tutsi und oppositionelle Hutu getötet. Heute sind 50 Prozent der ruandischen Bevölkerung unter 18 Jahre alt. Wir von Plan International setzen uns für die Kinder und Jugendlichen in Ruanda ein und machen auf Kinderschutz und -rechte aufmerksam.

Unser Engagement in Ruanda

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 2007
  • 2014 mehr als 12.000 Patenkinder
    (657.000 Patenkinder in Afrika)
  • Arbeitsschwerpunkte: Bildung, Gesundheit, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern, wirtschaftliche Sicherheit

Ja, ich möchte in Ruanda helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Ruanda?

Plan International ist seit 2007 in Ruanda tätig. Im Jahr 2015 erreichte das Kinderhilfswerk mit seiner Arbeit das Umfeld von rund 15.000 Patenkindern und ihren Familien. Die Programmgebiete von Plan International sind ländlich geprägt und liegen im Nordosten und Süden des Landes sowie südlich der Hauptstadt Kigali.

Ruanda steht nach dem Völkermord in den 1990er Jahren heute vor einer Reihe entwicklungspolitischer Herausforderungen. Wir von Plan International setzen uns in dem ostafrikanischen Land nachhaltig für die Rechte der Kinder ein. Im Fokus unserer Arbeit steht dabei, Kindern eine altersgerechte Förderung zu ermöglichen und die Bildungschancen für benachteiligte Kinder zu verbessern. Zu diesen zählen unter anderem Kinder mit Behinderungen und Kinder, die durch den Genozid oder aber durch Aids zu Waisen geworden sind. Außerdem fördern wir die Geburtenregistrierung und stärken die Kompetenzen von Jugendlichen.

Aktuelle Programme: Hilfe in Ruanda

Ihre Patenschaft in Ruanda hilft, das Leben von Kindern in diesem Land nachhaltig zu verbessern. Lesen Sie nachfolgend mehr über unsere Programme vor Ort.

Ruanda im Überblick

Ruanda liegt in Zentralafrika südlich des Äquators und gehört zu den kleinsten und zugleich am dichtesten besiedelten Ländern des Kontinents. Das Binnenland wird auch das „Land der tausend Hügel“ genannt, da besonders der Nordwesten aus einer hügeligen Berglandschaft besteht. Im Westen, an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, liegt der große Kivu-See. Es herrscht tropisches Hochlandklima.

Einwohner 11,8 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 64 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 52 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 620 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 78 %, Männer 77 %
Landesfläche 26.340 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Kigali
Landessprachen Kinyarwanda, Englisch, Französisch
Religion Christentum (95 %), Islam
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Im 15. Jahrhundert wanderte das Hirtenvolk der Tutsi in das heutige Gebiet Ruandas und vermischte sich mit den dort lebenden Hutu. Mit der Entwicklung des Staates bildete sich eine herrschende Elite von Tutsi-Viehbesitzern heraus. 1884 fiel das Gebiet unter deutsche Kolonialherrschaft, nach dem Ersten Weltkrieg unter belgische. Die Tutsi wurden systematisch als herrschende Schicht unterstützt. Ab 1959 führte dies zu Auseinandersetzungen. 1962 wurde Ruanda unabhängig und in den Folgejahren gab es vermehrt Massaker an der Tutsi-Bevölkerung. 1990 brach ein Bürgerkrieg aus, der sich nach drei Jahren zunächst wieder beruhigte. Doch 1994 wurde mit dem Abschuss des Flugzeugs des Präsidenten Juvénal Habyarimana ein Völkermord ausgelöst. In drei Monaten wurden bis zu eine Million Tutsi und oppositionelle Hutu getötet. Wirtschaft und Infrastruktur Ruandas brachen vollkommen zusammen.

Die heutige Situation in Ruanda

Der Völkermord, die massenhafte Vertreibung und die spätere Rückkehr von etwa 3,8 Millionen Flüchtlingen haben Ruandas Entwicklung um Jahre zurückgeworfen. Große Teile der Bevölkerung sind noch immer traumatisiert. Trotz bedeutender wirtschaftlicher Erfolge seit dem Genozid lebt der Großteil der Bevölkerung weiterhin in Armut. Die Präsidentschaftswahl 2010 gewann Paul Kagame zum zweiten Mal in Folge. Mit einem Anteil von 55 Prozent sind in Ruandas Parlament weltweit die meisten Frauen vertreten. Das Land hat eine der höchsten Bevölkerungsdichten in Afrika. Fast 50 Prozent der Bevölkerung sind unter 18 Jahre alt.

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Prominente Unterstützer

Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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