Foto © Stiftung Hilfe mit Plan / Alf Berg

Malawi: Neue Ansätze in der Projektarbeit

von Stiftung Hilfe mit Plan

Im Jahr 2014 startete Plan International ein Projekt in Malawi, das auf den ersten Blick wie ein ganz normales Hilfsprojekt wirkt. Doch das Projekt folgt einem ungewöhnlichen Ansatz – und wird damit zu einem Modellprojekt, das wegweisend für die zukünftige Projektarbeit sein kann. Dies ist nur möglich dank des Engagements und Vertrauens von Stiftenden und Fördernden, die das Projekt zusammen mit der Stiftung Hilfe mit Plan unterstützen.

Mit dem Projekt sollen die Menschen in der malawischen Gemeinde Kakungu gegen die Auswirkungen des Klimawandels gestärkt werden. Denn die sind im dem afrikanischen Binnenstaat deutlich spürbar. Immer häufiger kommt es zu schweren Dürren oder Überschwemmungen, die ganze Ernten vernichten. Die Folgen: Familien verlieren ihre Lebensgrundlage und Nahrungsmittel werden knapp. Vor allem Kinder leiden unter Mangelernährung, die sie anfällig für Krankheiten macht und schwere Folgen für ihre Entwicklung haben kann. Ziel des Projekts ist es, die Widerstandsfähigkeit der Menschen zu stärken und ihre Lebensgrundlage langfristig zu sichern.

Foto © Alf Berg

"Wir können uns nicht erinnern, wann wir mit unseren Kindern das letzte Mal in der Klinik waren. Das ist Geschichte, denn wir haben jetzt immer nahrhaftes Essen. Wir sind so dankbar für die Veränderungen, die Plan International gebracht hat. Wir sind nun in der Lage, 60 Säcke Mais zu produzieren, obwohl die klimatischen Bedingungen schlecht sind."

#Mrs. Kachingwe. Sie und ihr Mann sind Landwirte in Kakungu.

Ein außergewöhnlicher Ansatz

Das Besondere an diesem Projekt: Nur die erste Projektphase wurde im Vorfeld geplant. Die zweite Phase wird auf Grundlage der Erfahrungen und Erfolge aus Phase 1 erst im Rahmen des Projekts entwickelt. Das ist nicht üblich. In der Regel werden Projekte von Anfang bis Ende durchgeplant. Nur so kann die Finanzierung gesichert werden, denn kaum ein Geber sagt Geld für eine unbekannte Projektkomponente zu. Dabei hat eine flexiblere Projektplanung viele Vorteile. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Stiftenden und Fördernden ermöglicht es uns als Stiftung Hilfe mit Plan, die Finanzierung dieses außergewöhnlichen Projekts zu gewährleisten.

Frühzeitige Evaluation

Im Mittelpunkt des Projekts stand eine umfangreiche Evaluation, die bereits nach der Hälfte der Laufzeit durchgeführt wurde – eine Maßnahme, die sonst am Ende eines Projekts steht. Dabei wurde die Situation in der Projektgemeinde mit der in einer Nachbargemeinde verglichen, die nicht von dem Projekt profitierte. Auch wurden die Gemeindemitglieder eng eingebunden, um herauszufinden, welche Maßnahmen aus ihrer Sicht am meisten Wirkung bringen. Die Evaluation zeigte, dass sich Lebensbedingungen in Kakungu nachweislich verbessert haben und die Gemeinde über mehr Einkünfte und Lebensmittel verfügt. Auch ist der Zusammenhalt in der Gemeinde gestärkt worden.

Foto © Stiftung Hilfe mit Plan

Ausweitung erfolgreicher Maßnahmen

Auf Grundlage der Evaluationsergebnisse wurden „Best Practices“ identifiziert, die in der zweiten Projektphase nun ausgeweitet und auch in anderen Gemeinden umgesetzt werden. So zeigte sich im Rahmen des Projekts, dass es oft die einfachen Ansätze waren, die die größte Wirkung entfalteten. Andere Maßnahmen, die zunächst nicht zum Erfolg führten, konnten hingegen durch einfache Anpassungen verbessert werden.

Erfolge teilen

Zudem werden erfolgreiche Strategien aus dem Projekt veröffentlicht und geteilt, sodass sie auch in anderen Ländern und Regionen zum Einsatz kommen können und möglichst viele Menschen von ihnen profitieren. Zu diesem Zweck entstand unter anderem der englischsprachige Bericht “Strengthening resilience to climate change in Malawi: An evidence-based participatory approach to community-led adaptation”.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie außerdem auf unserer Projektseite „Gemeinden stärken für den Klimawandel“. Hier gibt es auch die Möglichkeit, mit einer Spende zum Erfolg des Projekts beizutragen.

Sie interessieren sich für die individuelle Förderung von Projekten wie diesem? Sprechen Sie uns gerne an.


Kathrin Hartkopf & Team

Tel.: 040 / 607 716 - 260
E-Mail: info@stiftung-hilfe-mit-plan.de

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