Nothilfe nach Explosion in Beirut

Libanon: Explosion in Beirut

Eine gewaltige Explosion zerstörte im August weite Teile Beiruts. Mehr als 190 Menschen kamen dabei ums Leben, 6.500 wurden verletzt, darunter nach UNICEF-Angaben rund 1.000 Kinder. 80.000 Wohnungen wurden zerstört und hunderttausende Menschen obdachlos. Das Unglück hat den Libanon in einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise getroffen, die von der Covid-19-Pandemie verschärft wurde, und zu einer humanitären Katastrophe geführt. Auch drei Monate danach sind die Menschen dringend auf Hilfe angewiesen.

Nothilfe nach Explosion in BeirutPlan International ist vor Ort.

Aktuelle Lage

  • Viele Kinder leben immer noch bei Verwandten in Wohnungen mit kaputten Fenstern.
  • Mädchen und junge Frauen sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden und ungewollt schwanger zu werden.
  • Es droht eine Hungerkrise im Libanon, denn viele Menschen können sich keine Lebensmittel leisten. Schon vor der Explosion waren mehr als eine halbe Million Kinder in Beirut vom Hunger bedroht.
  • Krankenhäuser sind überlastet, es fehlt an Medikamenten und medizinischen Versorgungs- und Beratungsmöglichkeiten – und die Covid-19 Infektionszahlen steigen täglich.
  • 55 Prozent der Bevölkerung lebte bereits vor dem Unglück unterhalb der Armutsgrenze. Nach Angaben der UN-Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien (ESCWA) könnten durch die Folgen der Explosion mehr als 20 Prozent unter die extreme Armutsgrenze fallen.

Stand: 10. November 2020

Wie helfen wir von Plan International?

  • Plan International hat unmittelbar nach dem Unglück mit der humanitären Hilfe vor Ort gestartet und versorgt die Menschen weiterhin mit Nahrungsmitteln, Decken, Matratzen, Hygiene- und Menstruationsartikeln, Windeln, Handdesinfektionsmittel, Seife, Mund-Nasen-Schutzmasken und Kleidung. Damit wurden bis dato mehr als 3.800 Menschen unterstützt.
  • Viele Kinder sind von ihren Familien getrennt worden, haben mitangesehen, wie ihr Haus zerstört wurde und sind von den Geschehnissen traumatisiert. Wir betreuen und unterstützen sie mit unseren Partnerinnen und Partnern vor Ort psychologisch, sodass sie können. Mehr als 200 Kindern konnten wir so schon helfen, das Erlebte zu verarbeiten.
  • Plan International Libanon arbeitet mit dem Schulnetzwerk von Beirut zusammen, um beschädigte Schulgebäude und Klassenzimmer zu reparieren.
  • Es wurden bereits 279 Pakete von Schulmaterialien für den Wiedereinstieg in die Schule bereitgestellt.
  • Unsere Aktivitäten richten sich an libanesische Familien, zusätzlich zu den in Beirut lebenden Menschen, die aus Syrien und Palästina geflohen sind.

Ja, ich unterstütze die Nothilfe für Beirut!

Hilfe für Menschen in Notsituationen

Jetzt online spenden oder per Überweisung an (wenn vorhanden, unter Angabe Ihrer Paten-/Referenznummer):
Plan International Deutschland e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE 8625 1205 1000 0944 4944
BIC: BFSWDE33HAN
Stichwort: Nothilfe Beirut

Was ist passiert?

Am 4. August 2020 ist ein Lagerhaus im Hafen von Beirut explodiert. Laut Behördenangaben wurden mehr als 190 Menschen getötet und 6.500 verletzt, darunter nach UNICEF-Angaben rund 1.000 Kinder.

Der Hafen und die umliegenden Geschäfts- und Wohnbezirke sind zum Teil stark zerstört worden – die Reparaturen dauern an. Durch die Zerstörung des Hafens ist das Importsystem ins Land stark eingeschränkt, wodurch dringend benötigte Medikamente fehlen. Die Krankenhäuser sind überlastet und haben auf den Intensivstationen kaum noch Kapazitäten für Covid-19-Patient:innen. Die libanesische Regierung schätzt, dass bei der Explosion Wohnungen von 300.000 Menschen im Großraum Beirut beschädigt oder zerstört wurden.


Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (81,22%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (13,65%)
  • Verwaltungsausgaben (5,13%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold
Interessant? Weitersagen: