Weltweite Hilfe
Durch Ihre Kinderpatenschaft in Bolivien ermöglichen wir Kindern den Zugang zu schulischer Bildung. © Plan International
Durch Ihre Kinderpatenschaft in Bolivien ermöglichen wir Kindern den Zugang zu schulischer Bildung. © Plan International

Patenschaft für Kinder in Bolivien

Obgleich Bolivien heute eine gewisse wirtschaftliche Stabilität erreicht hat, zählt es zu den ärmsten Ländern Südamerikas. Von den rund zehn Millionen Einwohnern Boliviens gehören weit mehr als die Hälfte indigenen Volksgruppen an. Wir von Plan International setzen uns in Bolivien unter anderem dafür ein, dass Kinder indigener Völker ihre Rechte wahrnehmen können. Helfen auch Sie mit einer Spende!

Unser Engagement in Bolivien

Unsere Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von benachteiligten Kindern und ihren Familien zu verbessern. Die Länderstrategie wurde zusammen mit Plan-Mitarbeiter:innen, Mädchen und Jungen, Familien, lokalen Gruppen und Initiativen sowie Mitgliedern der lokalen Regierung erarbeitet.

  • Programmarbeit seit 1969
  • 2021 mehr als 40.400 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Bildung, Gesundheit, Hygiene, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern, wirtschaftliche Sicherheit, Katastrophenvorsorge

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  • Mit nur 28 € im Monat unterstützen Sie Ihr Patenkind und seine ganze Gemeinde.
  • Sie können Ihrem Patenkind Briefe schreiben und es besuchen.
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  • Ihre Patenschaft ist jederzeit kündbar und kann steuerlich geltend gemacht werden.

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Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Bolivien?

Wir arbeiten seit 1969 in Bolivien in überwiegend ländlichen Programmgebieten. Im Jahr 2021 erreichte Plan International mit seiner Arbeit das Umfeld von über 40.400 Patenkindern und ihren Familien.

In Bolivien unterstützen wir von Plan International Kinder, Jugendliche, Frauen und indigene Völker dabei, für ihre Rechte einzutreten. Indem wir diesen traditionell sozial benachteiligten Gruppen helfen, sich an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen, tragen wir zu einer demokratischen Zusammenarbeit in den Gemeinden bei. Weitere Schwerpunkte unseres Kinderhilfswerks sind die Förderung grundlegender Gesundheitsdienste für Kinder und Mütter sowie die Verbesserung von Bildungsangeboten. Wir fördern Projekte, die jungen Menschen ein dauerhaftes Einkommen ermöglichen sollen und sind im Katastrophenschutz aktiv.

Lidia - ein Patenkind aus Bolivien erzählt

Ja, ich möchte Kindern in Bolivien helfen!

Aktuelle Programme: Hilfe in Bolivien

Erfahren Sie nachfolgend, wie wir als Kinderrechtsorganisation in Bolivien tätig sind und wie Ihre Patenschaft vor Ort wirkt. Lesen Sie mehr über unsere Programme im Land und gewinnen Sie einen Eindruck von unserer Projektarbeit.

Im Mittelpunkt des Programms stehen die Fürsorge, die Betreuung und der Schutz von Kindern unter fünf Jahren, um sie in ihrer Entwicklung zu fördern. Wir unterstützen Schulungen für medizinisches Personal und die Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen, um die Angebote zur Schwangerschaftsvorsorge und Geburtshilfe zu verbessern, besonders für den Fall von Komplikationen bei der Entbindung.

Mit Lobbymaßnahmen fordern wir die lokalen Behörden auf, Angebote zur frühkindlichen Erziehung zu schaffen und die notwendigen Mittel bereitzustellen. Zudem unterstützen wir Gemeindeprogramme zur Früherziehung, zum Beispiel durch die Schaffung und Instandhaltung von Einrichtungen, in denen die Kinder spielen und lernen und die Eltern an Erziehungskursen teilnehmen können. Ehrenamtliche besuchen die Familien zu Hause und informieren Eltern über Erziehungsthemen. Wir stärken Hygienekomitees, die in den Gemeinden Aufklärungskampagnen durchführen, um gute hygienische Verhältnisse zu gewährleisten.

In einer Pilotinitiative entwickelt Plan International Maßnahmen zur Inklusion von Kindern mit Behinderung. Ehrenamtliche lernen, Behinderungen früh zu erkennen und die Kinder an geeignete Hilfs- und Rehabilitationsangebote in den Gemeinden zu verweisen. In Not- und Katastrophensituationen unterstützen wir die Gemeinden und die Behörden bei der Einrichtung von Kinderschutzzonen, in denen Mädchen und Jungen spielen, lernen und das Erlebte verarbeiten können.

Ziel des Programms ist, dass Jugendliche besseren Zugang zu Informationen und Gesundheitsleistungen haben, um ihre sexuellen und reproduktiven Rechte wahrnehmen zu können. Wir treten bei den Behörden dafür ein, dass sie Programme zur sexuellen Aufklärung, reproduktiven Gesundheit und Prävention von Teenager-Schwangerschaften einführen. Zudem unterstützen wir die Entwicklung kulturell angepasster Leitfäden zur Sexualerziehung, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule genutzt werden können. Lehrkräfte und Schulleitungen werden darin geschult, Sexualkunde in den Lehrplan der Klassen eins bis zwölf zu integrieren und dabei die neuen Leitfäden einzusetzen. 

Wir stärken Mädchen und junge Frauen und fördern neue männliche Rollenbilder. Darüber hinaus unterstützt Plan International Maßnahmen zur Vermeidung früher Schwangerschaften, geschlechtsspezifischer Gewalt und sexuell übertragbarer Krankheiten. Durch Schulungen für Gesundheitspersonal und die Bereitstellung von Ausstattung sorgen wir dafür, dass jugendgerechte Angebote zur sexuellen Gesundheit Teil der medizinischen Grundversorgung werden. Außerdem arbeiten wir mit zivilen Organisationen und Frauenverbänden zusammen, damit sie sich ebenfalls für dieses Thema engagieren. Eltern und Gemeindevorstände lernen, wie sie die Mädchen und Jungen besser beraten und die Qualität der Aufklärungs- und Gesundheitsprogramme zu sexuellen Rechten überwachen können. Auch Jugendgruppen werden einbezogen und geschult, um ihr Wissen anschließend an Gleichaltrige weitergeben zu können. Jugendnetzwerke auf lokaler und nationaler Ebene machen sich mit Lobbymaßnahmen für ihre sexuellen Rechte stark.

Ziel des Programms ist, dass Jugendliche, vor allem junge Frauen, besseren Zugang zu Berufsbildungsangeboten sowie Unterstützung für den Einstieg in den Arbeitsmarkt oder für die Gründung eines eigenen Gewerbes erhalten. Wir bauen Bündnisse mit Lokalregierungen und Unternehmen auf, damit sie Jugendlichen den Beginn des Erwerbslebens erleichtern. Die lokalen Regierungen und Arbeitgeber werden für ihre Verantwortung im Bereich der Jugendbeschäftigung und der Chancengleichheit junger Frauen und Männer sensibilisiert. Familien, Gemeinde- und Produzentenorganisationen erfahren mehr über die Möglichkeiten, junge Menschen in die landwirtschaftliche Produktion einzubeziehen.

Außerdem lernen sie umweltfreundliche und nachhaltige Anbaumethoden kennen, die die Anpassung an den Klimawandel fördern, beispielsweise durch Anlagen zum Auffangen von Regenwasser für die Bewässerung. Zusammen mit Partnerinstitutionen helfen wir Jugendlichen, technische und berufsbildende Kurse zu besuchen. Wir stellen Verbindungen zu Unternehmen her, damit die Jugendlichen Praktika absolvieren können. Darüber hinaus helfen wir den jungen Leuten, Zugang zu Startkapital zu erhalten, um sich selbstständig zu machen. Plan International unterstützt Lobbymaßnahmen, mit denen sich Jugendorganisationen bei den Lokalregierungen dafür einsetzen, dass mehr Mittel für die Förderung der Jugendbeschäftigung bereitgestellt werden.

Mit diesem Programm fördern wir den Zugang zu Vor- und Sekundarschulangeboten. Gemeinsam mit der zivilen Gesellschaft fordern wir die Regierung auf, mehr Gelder in diese beiden Schulformen zu investieren. Plan International unterstützt Schulungen für Bezirksund Bildungsbehörden, um deren Kompetenzen in der Planung und Organisation von Bildungsangeboten zu stärken. Schwerpunkte sind dabei die Themen Gleichberechtigung der Geschlechter, Inklusion, Relevanz des Lehrplans im kulturellen Kontext sowie Gewaltprävention. Bildungsräte der indigenen Bevölkerung werden ebenfalls bei der Entwicklung und Umsetzung regionaler Lehrpläne und Leitfäden für die Bildung an Vor- und Sekundarschulen unterstützt.

Wir stärken lokale Regierungsvertreter:innen und Katastrophenschutz- Einrichtungen, damit sie das Recht der Kinder auf Bildung auch in Katastrophen- und Notsituationen garantieren können. Des Weiteren wollen wir erreichen, dass Lehrkräfte, Eltern und Vertreter der Schülerschaft sich als Schulräte engagieren, damit sie sich an der Leitung der Schulen und an Lobbymaßnahmen beteiligen können. Plan International organisiert Bildungsmaßnahmen für arbeitende Jugendliche und Aufklärungsmaßnahmen für Eltern, um das Risiko von Schulabbrüchen zu senken und die Abschlussraten an weiterführenden Schulen zu erhöhen.

Wir befähigen Kinder und Jugendliche, sich selbst zu schützen, und verbessern die Kinderschutzmechanismen in den Gemeinden. Mit Lobbymaßnahmen machen wir uns bei der Regierung und den lokalen Behörden dafür stark, dass sie Kinderschutzmechanismen einführen und ein entsprechendes Budget zur Verfügung stellen. Verantwortliche Institutionen und Gemeindevereine erhalten Schulungen zu Themen wie Gewaltprävention. Sie lernen, Fälle von Gewalt zu erkennen und bei den zuständigen Behörden zu melden. Kinder und Jugendliche werden in die Lage versetzt, sich vor Gewalt, einschließlich sexualisierter Gewalt, zu schützen. Zusätzlich werden Kinder und Jugendliche sowie lokale Behörden über Katastrophenvorsoge und den Schutz vor Gewalt in Notsituationen informiert.

Bolivien im Überblick

Bolivien wird von zwei großen Ketten der Anden durchzogen, welche das zentrale Hochland, das Altiplano, umschließen. In diesem auf einer Höhe von 3.000 bis 4.000 Metern liegenden Gebiet leben rund 80 Prozent der Bevölkerung. Im Osten finden sich die weniger dicht besiedelten „Llanos“-Ebenen, die sowohl von trockenen, heißen Savannen als auch vom tropischen Regenwald des Amazonas geprägt sind. Von den rund zehn Millionen Einwohner:innen Boliviens gehört ein großer Anteil indigenen Volksgruppen an.

Einwohner:innen 11,70 Mio. (Deutschland [D]: 83,80 Mio.)
Lebenserwartung 72 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 26 pro 1.000 (D: 4 pro 1.000)
BNE pro Kopf** 8.554 USD (D: 55.314 US$)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 99 %, Männer 99 %
Landesfläche 1.098.581 km², (D: 357.050 km²)
Hauptstadt Sucre, Regierungssitz: La Paz
Landessprachen Spanisch, Quechua, Aymara und andere indigene Sprachen
Religion Christentum
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen nach Kaufkraftparität
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF - The State of the World's Children Report 202, UNDP "Bericht über die menschliche Entwicklung 2020"

Die Geschichte von Bolivien

Im 15. Jahrhundert war das Gebiet des heutigen Bolivien Teil des Inka-Reiches, welches sich von Ecuador über Peru bis nach Chile und Argentinien erstreckte. Im 16. Jahrhundert eroberten die Spanier das Gebiet. Heute zählt Bolivien zu den ärmsten Ländern Südamerikas.

Die heutige Situation im Land

1985 fanden die ersten freien Wahlen statt. Die Massenproteste gegen die Privatisierung der Erdgas- und Erdölindustrie zwangen Carlos Mesa 2005 zum Rücktritt. Bis 2019 war Evo Morales Ayma, der erste indigene Präsident des Landes, im Amt. Er setzte sich für eine stärkere staatliche Kontrolle des Wirtschaftssektors ein. Seit 2020 ist Luis Arce der Präsident von Bolivien. Trotz des wirtschaftlichen Wachstums der letzten Jahre ist ein großer Teil der Bevölkerung nach wie vor von Armut betroffen und die sozialen Probleme des Landes sind gravierend.

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Ulrich Wickert
Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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... und Pat:innen für Bolivien

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