Eine ausgewogene Ernährung ist besonders wichtig für ein gesundes Aufwachsen, auch für Kinder in Malawi. © Plan

Patenschaft für Kinder in Malawi

Malawi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und ist in hohem Maße von ausländischen Entwicklungsgeldern abhängig. Das Land steht vor großen wirtschaftlichen Problemen. Eine hohe HIV-Infektionsrate von über zehn Prozent stellt das Land zusätzlich vor große soziale und wirtschaftliche Herausforderungen. Wir von Plan International setzen uns dafür ein, dass die Gesundheit von Kindern und Frauen nachhaltig verbessert und das HI-Virus eingedämmt wird.

Unser Engagement in Malawi

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1994
  • 2014 mehr als 25.500 Patenkinder
    (657.000 Patenschaften in Afrika)
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Hygiene, HIV-Prävention, Bildung, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern, wirtschaftliche Sicherheit

Ja, ich möchte in Malawi helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Malawi?

Plan International arbeitet seit 1994 in Malawi und erreichte im Jahr 2015 das Umfeld von rund 25.000 Patenkindern und ihren Familien in ländlichen Regionen, die zu den ärmsten und strukturschwächsten des Landes zählen. Plan International arbeitet eng mit Regierungsstellen und anderen nationalen Partnern zusammen, um einige seiner besonders erfolgreichen Maßnahmen auch landesweit umzusetzen.

In Malawi stellen wir von Plan International uns der Bekämpfung von HIV und Aids. Mit einer Infektionsrate von über zehn Prozent der Bevölkerung zwischen 15 und 49 Jahren zählt Malawi zu den von der Epidemie weltweit am schwersten betroffenen Ländern. Unser Kinderhilfswerk leistet Präventionsarbeit und unterstützt betroffene Menschen, insbesondere Aids-Waisen. In weiteren Programmen engagieren wir uns für kindgerechte Bildung, die gesellschaftliche Teilhabe von Kindern sowie die Einkommenssicherung von Familien.

Unsere Programme in Malawi tragen zu besseren Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche im Land bei. Erfahren Sie nachfolgend, wofür wir die Mittel, die aus Ihren Patenschaften zusammenkommen, in unseren Projektregionen einsetzen.

Gesundheit von Frauen und Kindern verbessern

Die Kinder- und Müttersterblichkeit in Malawi ist hoch. Malaria sowie Durchfall- und Atemwegserkrankungen sind unter anderem für die hohe Kindersterblichkeitsrate verantwortlich. Über 20 Prozent der Kinder leiden unter Mangelernährung, was sie für Krankheiten besonders anfällig macht. In einigen Regionen ist lediglich die Hälfte der Kinder gegen vermeidbare Krankheiten geimpft. Die medizinische Versorgung ist unzureichend, da Gesundheitsstationen oft weit entfernt sind und es an qualifiziertem Personal mangelt.   

Plan International arbeitet mit dem Gesundheitsministerium und anderen Behörden zusammen, um die medizinische Versorgung in den Gemeinden zu verbessern. Als Kinderhilfswerk setzen wir uns dafür ein, dass Gesundheitsstationen gebaut und mit medizinischem Gerät sowie Medikamenten ausgestattet werden und Gesundheitspersonal geschult wird. Plan International organisiert Selbsthilfegruppen für Schwangere und Mütter, in denen sich die Frauen über Impfungen und gesunde Ernährung von Kleinkindern informieren und lernen, wie sie Durchfallerkrankungen besser vorbeugen können. Auch Männer binden wir gezielt in das Programm mit ein und klären beispielsweise über sexuelle und reproduktive Gesundheit sowie Familienplanung auf.

HIV/Aids und die Folgen bekämpfen

Mit einer Infektionsrate von über zehn Prozent der Bevölkerung zwischen 15 und 49 Jahren zählt Malawi zu den von der Epidemie weltweit am schwersten betroffenen Ländern. Etwa 70 Prozent aller in Krankenhäusern registrierten Todesfälle gehen auf eine Infektion mit dem HI-Virus zurück. In Malawi leben über 500.000 Waisen, die durch Aids ihre Eltern oder einen Elternteil verloren haben.

Plan International engagiert sich im Rahmen seines Programms „Kreislauf der Hoffnung“ dafür, medizinisches Gerät, Medikamente und Fachwissen in Malawi landesweit verfügbar zu machen, und entwickelt zusammen mit anderen Akteuren koordinierte Strategien zur Bekämpfung der Epidemie. Wir setzen uns als Kinderhilfswerk dafür ein, dass in den Gemeinden Beratungszentren eingerichtet werden, in denen auch freiwillige HIV-Tests durchgeführt werden können. Plan International mobilisiert traditionelle Geburtshelferinnen und freiwillige Gesundheitshelfer in den Gemeinden, um betroffene Familien zu unterstützen, und bietet zusammen mit lokalen Partnern psychosoziale Beratung an.

Nachhaltige wirtschaftliche Sicherheit schaffen

Ein Großteil der Bevölkerung in Malawi lebt in Armut. Die Arbeitslosenquote ist hoch und die Einkommen sind gering. In den ländlichen Regionen betreibt die überwiegende Mehrheit der Malawier Landwirtschaft für den Eigenbedarf.

Auf Lobbyebene engagiert sich Plan International beim Landwirtschaftsministerium dafür, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Kleinbauern zu verbessern. Ziel ist es, den Zugang zu Wasser zu erweitern und die Marktchancen der Bauern zu erhöhen.

Malawi im Überblick

Malawi ist ein Binnenland im Südosten Afrikas und verläuft entlang des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Der Malawisee ist der drittgrößte See des Kontinents und erstreckt sich entlang der Ostgrenze des Landes. An den Ufern steigen fruchtbare Hochplateaus bis zu 3.000 Meter auf. Das Klima ist subtropisch und variiert je nach Höhe und Jahreszeit. Ausbleibender Regen führt immer wieder zu Dürren.

Einwohner 16,4 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 63 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 68 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 270 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 70 %, Männer 74 %
Landesfläche 118.484 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Lilongwe
Landessprachen Chichewa, Englisch
Religion Christentum (82%), Islam (11%), lokale Glaubensrichtungen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Im 19. Jahrhundert wurde das heutige Malawi zur britischen Kolonie Nyassaland. 1964 wurde das Land unter Hastings Banda unabhängig, der einen Einparteien-Staat aufbaute und sich zum „Präsidenten auf Lebenszeit“ ernennen ließ. Er regierte 30 Jahre lang autoritär. Die Ölkrise, Dürren und der Bürgerkrieg im benachbarten Mosambik führten zu wirtschaftlichen Einbrüchen. Unruhen, ausgelöst durch eine wachsende Opposition, erzwangen 1992 die Einführung eines Mehrparteien-Systems. 1994 fanden die ersten demokratischen Wahlen statt.

Die heutige Situation in Malawi

Im Juni 2014 löste Peter Mutharika das damals zweite weibliche Staatsoberhaupt in Afrika, Joyce Banda (nach Ellen Johnson Sirleaf in Liberia), als Präsident von Malawi ab. Banda führte eine massive Abwertung der Landeswährung Kwacha durch – ein Schritt, der lange vom IWF und einheimischen Wirtschaftsexperten gefordert worden war, um Malawis schlechte Wirtschaftslage in den Griff zu bekommen. Für die Bevölkerung bedeutete das jedoch eine extreme Verteuerung von Nahrungsmitteln. Armut und Unterentwicklung stellen Malawi vor große Herausforderungen. Das Bevölkerungswachstum ist hoch und über die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als achtzehn Jahre. Viele Menschen sind unterernährt. Die HIV-Infektionsrate ist hoch.

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Prominente Unterstützer

Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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