Foto © Plan International / Duc Nguyen Minh

„Ich möchte, dass Kinder ohne Gewalt und in Frieden aufwachsen können. „

von Stiftung Hilfe mit Plan

Unser Stifter des Monats April ist Marcus Datz. Er lebt mit seiner Frau in Mainz und betreibt ein Café sowie einen eigenen Pferdehof. Er hat bereits viel von der Welt gesehen und erlebt, wie ungleich der Wohlstand verteilt ist. In den 90er-Jahren begann er deshalb, sich mit Patenschaften bei Plan International für Kinder und ihre Rechte weltweit einzusetzen. Über Zustiftungen tastete er sich dann langsam an eine eigene Stiftung heran, die er schließlich 2022 anlässlich des 10. Todestags seiner Mutter gründete. Die Pegasus-Stiftung soll an die einstigen Pläne seiner Eltern erinnern.

Was war der Auslöser für Ihr Engagement?

Ich habe Ende der 90er-Jahre angefangen, mich mit Kinderpatenschaften bei Plan International zu engagieren. Ich wollte unbedingt Kindern und ihren Familien helfen, denen es nicht so gut geht wie uns hier in Deutschland. Dabei fand ich den Ansatz von Plan International sehr gut, ganze Gemeinden zu stärken und in die Arbeit miteinzubeziehen. Dann habe ich irgendwann in der Plan Post gelesen, dass man bei der Stiftung Hilfe mit Plan auch eine eigene Stiftung gründen kann. Der Gedanke an eine eigene Stiftung war also schon früh da, doch ich habe mich zunächst für Zustiftungen entschieden. Die Chancengeber waren da genau das Richtige für mich. Hier konnte ich schon mehr tun als „nur“ Patenschaften zu übernehmen. Ich konnte einen größeren Betrag zustiften und damit langfristig Projekte unterstützen.

Ich veranstalte außerdem immer einmal im Jahr ein Familienfest. Da habe ich dann angefangen, darum zu bitten, mir keine Geschenke zu machen, sondern Geld zu spenden, das ich dann den Chancengeber-Projekten zukommen lassen kann. Mittlerweile haben meine Frau und ich entschieden, eine eigene Stiftung zu gründen, um darüber auch unseren eigenen Nachlass zu gestalten. Das Gründungsdatum der Pegasus-Stiftung ist der 10. Todestag meiner Mutter. Sie und mein Vater wollten einst selbst als Entwicklungshelfer:innen nach Südamerika gehen, als meine Schwester noch ganz klein war. Ich war zu dem Zeitpunkt noch nicht auf der Welt. Sie hatten schon Spanischkurse belegt und alles vorbereitet, als sie plötzlich eine Immobilie erbten und dann von einem Tag auf den anderen örtlich gebunden waren.

Was liegt Ihnen dabei besonders am Herzen?

Mir ist Bildung besonders wichtig. Erfahren junge Menschen Bildung, dann kann sich daraus so viel entwickeln. Sie sind dadurch selbstbewusster und selbstbestimmter − und können als Erwachsene so viel in ihrem eigenen Land bewegen. Ich habe es sowohl der Stiftung Hilfe mit Plan als auch Plan International immer überlassen, ob ich Mädchen oder Jungen als Patenkinder bekomme oder ob ich dieses oder jenes Projekt unterstützen soll. Ich vertraue den Mitarbeiter:innen voll und ganz in der Projektauswahl, denn sie sind die Expert:innen und wissen, welche Projekte oder Gemeinden noch ganz besonderen Förderbedarf haben. Ich bin bei meinem Engagement deshalb auch nicht auf besondere Länder festgelegt, auch wenn ich selbst sehr gerne nach Südamerika gereist bin, aber auch nach Indien, Vietnam oder Kambodscha. Persönlich haben wir auch Kontakte auf den Philippinen. Hier unterstützen wir eine Frau bei ihrer sozialen Arbeit für Kinder.

Warum sind Sie gerne Teil unserer Stiftungsfamilie?

Ich mag es sehr, auf Stiftungstreffen auf Gleichgesinnte zu treffen und sich mit anderen über das eigene Engagement auszutauschen. Ich schätze die Transparenz der Organisation und dass ich auf die Mitarbeiter:innen vertrauen kann, die einem sehr viel Arbeit abnehmen. Ich habe in meinem Leben sehr viel um die Ohren und musste mich auch lange Zeit um meine Mutter kümmern, wollte mich aber gleichzeitig engagieren. Das war mit der Stiftung Hilfe mit Plan immer möglich.

Was war bisher Ihr größtes Highlight?

Auch hier fallen mir sofort die Stiftungstreffen ein, vor allem die dortigen Workshops. Wir haben dabei immer sehr fachkundige Auskünfte erhalten, konnten uns sehr gut informieren und so auch Starthilfe für unsere eigene Stiftung bekommen. Wir haben uns sehr gerne mit anderen Stifter:innen und Förder:innen ausgetauscht und auch den Rahmen genossen, in dem die Treffen stattfanden.

Was raten Sie anderen, die sich engagieren möchten?

Ich rate dazu, sich am besten direkt bei der Stiftung Hilfe mit Plan oder Plan International zu informieren. Man kann erst einmal mit Patenkindern anfangen. Das ist ganz leicht und dann kann man sich langsam vortasten. Vielleicht möchte man den ersten größeren Schritt mit einer Zustiftung über die Chancengeber machen und dann vielleicht sogar seine eigene Stiftung gründen. Das ergibt sich dann im Laufe des Lebens. Die Stiftungstreffen zu besuchen, ist auch sehr hilfreich. Hier kann man ebenfalls viel erfahren und mitnehmen.

Was ist Ihr größter Traum für die Kinder der Welt?

Ich möchte, dass Kinder ohne Gewalt und in Frieden aufwachsen können. Mädchen und Jungen sollen gleichberechtigt sein und sich frei entfalten können. Es soll einfach mehr Chancengleichheit auf der Welt geben. Es gibt so viele Länder, in denen reiche Menschen sich private Schulen leisten können, während ärmere Menschen entscheiden müssen, welches Kind zur Schule gehen kann und welches arbeiten muss. Da müssen Regierungen in den einzelnen Ländern viel mehr für Kinder tun und gerechte Grundvoraussetzungen schaffen.

Sie möchten sich für Kinder weltweit engagieren? Sprechen Sie uns gerne an.

Julia Hammer & Team

Engagementberatung
Tel.: 040 / 607 716 - 260
E-Mail: info@stiftung-hilfe-mit-plan.de

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