Foto © Lucas Stoppel / Senatskanzlei

Aktiv gegen FGM: der Schutzbrief

von Kim Ducho

 

Heute wurde im Hamburger Rathaus der sogenannte Schutzbrief vorgestellt. Der Schutzbrief wurde von unserer Projektkoordinatorin Gwladys Awo im Rahmen des Projektes "Let's CHANGE" initiiert, um Frauen und Mädchen bei Reisen in ihre Heimatländer zu schützen. Deutschland zählt - wie Frankreich und die Niederlande - zu den europäischen Ländern mit einer besonders hohen Anzahl an Frauen und Mädchen, die aus Ländern kommen, die Beschneidung praktizieren.

Was ist der Schutzbrief? Dieses Statement hilft überall, auch bei Reisen ins Ausland, eindeutig zu erklären, dass weibliche Genitalverstümmelung  in Deutschland eine Straftat ist, die mit einer Gefängnisstrafe bis zu 15 Jahren geahndet wird. Dies gilt auch dann, wenn der Tatort im Ausland liegt!

Betroffene Familien können, wenn sie auf Heimatbesuch sind, diesen Schutzbrief vorzeigen. Eltern soll damit ermöglicht werden, sich durch den Hinweis auf rechtlichen Folgen dem sozialen Druck im Heimatland zu entziehen und so die generationenübergreifende Kette von Traumatisierungen durch Genitalverstümmelung zu durchbrechen.

Um eine möglichst breite Wirksamkeit zu entfalten, steht der Schutzbrief ab dem 6. Februar als Download in den Sprachen Deutsch, Englisch sowie Französisch zur Verfügung und kann als Printversion unter publikationen@basfi.hamburg.de bestellt werden.

 

Großes Foto: Justizsenator Till Steffen, Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks, Gwladys Awo, Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard und Innensetor Andy Grote (v.l.).

Foto © Ulrike Schmidt