Weltweite Hilfe
Sie haben Fragen?

Unser Team in der Patenbetreuung beantwortet Ihnen gern Ihre Fragen rund um Ihre bestehende Patenschaft, Ihr Patenkind und die Projekte vor Ort.

Mo. - Fr.
08:30 - 18:00 Uhr
Eine Patenschaft in Sri Lanka hilft dabei, Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen. © Plan
Eine Patenschaft in Sri Lanka hilft dabei, Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen. © Plan

Patenschaft Sri Lanka

Unser Engagement in Sri Lanka

Unsere Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern. Die Länderstrategie haben wir zusammen mit Mädchen und Jungen, Familien, lokalen Gruppen und Initiativen sowie Mitgliedern der lokalen Regierung erarbeitet.

  • Programmarbeit seit 1981
  • 2017 über 20.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Bildung, Kinderschutz, wirtschaftliche Sicherheit

Ja, ich möchte Kindern helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Sri Lanka?

Plan International arbeitet seit 1981 in Sri Lanka und erreichte 2017 das Umfeld von über 20.000 Patenkindern und ihren Familien. Die dortige Bevölkerung ist durch die Folgen des Bürgerkrieges besonders arm. Wir konzentrieren uns insbesondere auf die Gemeinden in den abgelegenen und ländlichen Gebieten, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Imalsha - ein Patenkind aus Sri Lanka erzählt

Ja, ich möchte Kindern helfen!

Aktuelle Programme: Hilfe in Sri Lanka

Mit Ihrer Hilfe können wir Kindern in Sri Lanka die Chance auf ein besseres Leben geben. Eine Patenschaft fördert Projekte direkt vor Ort und sorgt für die Umsetzung von nachhaltig verbessernden Maßnahmen.

Wir schulen Elterngruppen und vermitteln ihnen, wie wichtig es ist, Kinder zu Hause altersgerecht zu fördern und wie sie die Gesundheitssituation ihrer Kinder verbessern können. In den Gemeinden geben sie dann ihr Wissen an andere Familien weiter und tragen so dazu bei, dass alle Kinder in einem förderlichen und gesunden Umfeld aufwachsen können. Eltern von Kindern mit Behinderungen bieten wir gezielt Hilfestellung, damit sie den besonderen Bedürfnissen ihrer Kinder gerecht werden können.

Durch regelmäßige Untersuchungen wird der Entwicklungsstand sowie die gesundheitliche Situation der Kinder festgestellt und dokumentiert. Uns ist besonders wichtig, dass die Kinder schnell behandelt und – sofern nötig – an spezialisierte Krankenhäuser überwiesen werden. Daher setzen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern dafür ein, dass Gesundheitspersonal besser ausgebildet wird und auch lokale Gesundheitsdienste moderne Datenverarbeitungssysteme nutzen. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir darauf, Fälle von Mangelernährung frühzeitig zu erkennen und Familien gezielt Hilfsangebote zu unterbreiten, um die Ernährungssituation der Kinder zu verbessern. Dazu binden wir auch pädagogisches Personal und Lehrkräfte ein und schärfen über Trainingsmaßnahmen ihren Blick für Entwicklungsdefizite.

Wir setzen uns dafür ein, die Bildungschancen von benachteiligten Kindern zu verbessern. Kinder mit Behinderungen oder Lerndefiziten müssen ebenso wie Kinder, die dem Unterricht aufgrund von häuslichen Pflichten häufig fern bleiben, gezielt gefördert werden. Mit unseren Partnern führen wir dazu Untersuchungen an Vorschulen und Schulen durch. Dies ist auch wichtig, um den individuellen Förderbedarf der Kinder zu bestimmen. Wir schulen Lehrkräfte, damit sie Lerndefizite erkennen und entsprechende Förderangebote im Unterricht unterbreiten können.

Außerdem stärken wir die Kompetenzen der Eltern, so dass sie ihre Kinder auch zu Hause in ihrer Lernentwicklung unterstützen, beispielweise über innovative webbasierte Trainings. Gemeinsam mit dem Bildungsministerium arbeiten wir daran, dass die Integration benachteiligter Kinder besser im Lehrplan verankert wird und sich die Schulen mehr für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzen. Dazu gehört auch, die sanitäre Versorgung an Schulen zu verbessern, da Mädchen häufig nicht zur Schule gehen, wenn keine nach Geschlechtern getrennten Latrinen zur Verfügung stehen. Außerdem setzen wir uns gegen Gewalt an Schulen ein und entwickeln Hilfsangebote für Betroffene. Gemeinsam mit Bildungsbehörden, Eltern und Lehrkräften unterstützen wir außerschulische Aktivitäten, wie Musikveranstaltungen oder Feste, die dazu beitragen, den Zusammenhalt innerhalb der Klasse zu stärken und Integration und Gleichberechtigung zu fördern.

Wir von Plan International klären Kinder und Jugendliche über Risiken auf und vermitteln ihnen Strategien, wie sie sich selbst und andere gegen Gewalt und Missbrauch schützen können. Wir stärken ihr Selbstbewusstsein und informieren über Anlaufstellen, so dass sie Fälle von Gewalt und Missbrauch melden und zur Anzeige bringen können. Kindern, die besonderen Risiken ausgesetzt sind, wie Waisen oder Jugendliche, die arbeiten müssen, bieten wir gezielte soziale Hilfsangebote und berufliche Qualifizierungsmaßnahmen an. Außerdem unterstützen wir Kinder und Jugendliche dabei Komitees zu gründen, die sich für die Verbesserung der Kinderschutz-Situation in ihren Gemeinden einsetzen. Gemeinsam mit den Gemeinden entwickeln wir darüber hinaus Konzepte, um Familien kurz- und langfristige Unterstützung anbieten zu können, wie ein Online-Beratungsangebot. Wir sensibilisieren Polizeikräfte für Kinderschutzaspekte und setzen uns vehement dafür ein, dass Kinderrechtsverletzungen konsequent von den zuständigen Behörden verfolgt werden.

Gemeinsam mit Regierungsstellen und privaten Unternehmen bieten wir für Jugendliche aus benachteiligen Gebieten und besonders für die Mädchen Bildungsmaßnahmen an, um ihnen berufliche Qualifikationen und allgemeine Alltagskompetenzen zu vermitteln. Einen inhaltlichen Schwerpunkt legen wir auf den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Es ist außerdem wichtig, dabei die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu berücksichtigen und den Jugendlichen weitere Hilfestellungen zu bieten, so dass sie im Anschluss auch eine Beschäftigung finden. Gleichzeitig entwickeln wir gemeinsam mit Jugendlichen Perspektiven für eine wirtschaftliche Selbstständigkeit und unterstützen sie dabei, in den Gemeinden kleine Unternehmen zu gründen und erfolgreich zu führen. Dies gelingt uns beispielsweise über Internetplattformen zur Vermarktung von Produkten oder Dienstleistungen. Frauen und Jugendliche wollen wir zudem in die Lage versetzen, Ansprüche gegenüber den Behörden geltend zu machen und behördliche Dienste in Anspruch zu nehmen. Wir bestärken sie darin, mehr an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen teilzuhaben als bisher.

Sri Lanka im Überblick

Sri Lanka liegt im Indischen Ozean vor der Südspitze des indischen Subkontinents. Im Norden und Osten verlaufen ausgedehnte Tiefländer, während sich in der Inselmitte das Bergland bis auf 2.518 Meter erhebt. Das Klima ist tropisch und wird vom Monsun beeinflusst. Im Südwesten, wo besonders viel Regen fällt, herrscht tropischer Regenwald vor, im Osten hingegen prägt Buschvegetation das Landschaftsbild. Nicht zuletzt die Sandstrände der Küstenregion machen Sri Lanka touristisch attraktiv. Die Gruppe der Singhalesen stellt knapp 75 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Tamilen sind die größte Minderheit im Land und siedeln überwiegend im Norden des Landes.

Einwohner 20,80 Mio. (Deutschland [D]: 82,70 Mio.)
Lebenserwartung 75 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 9 pro 1.000 (D: 4 pro 1.000)
BNE pro Kopf** 10.789 USD (D: 47.640 US$)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 99 %, Männer 98 %
Landesfläche 65.610 km², (D: 357.050 km²)
Hauptstadt offiziell: Sri Jayewardenepura-Kotte, de facto: Colombo
Landessprachen Singhalesisch, Tamilisch
Religion Buddhismus (69%), Hinduismus (15%)
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen nach Kaufkraftparität
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF Report 2018, UNDP „Bericht über menschliche Entwicklung 2016“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes 

Nachdem verschiedene europäische Mächte die Küstenregionen unter ihre Kontrolle gebracht hatten, eroberten schließlich die Briten 1818 das gesamte Land. Während des ersten Weltkrieges kamen erste nationale Bewegungen auf und 1948 wurde das Land schließlich als Ceylon unabhängig. Es etablierte sich ein stabiles demokratisches System, das allerdings bis heute durch Konfl ikte zwischen Singhalesen und Tamilen belastet ist. Unter dem 26 Jahre währenden Bürgerkrieg zwischen der tamilischen Separatistenorganisation und der Regierung litt besonders die Bevölkerung im Norden und Osten. Tausende Menschen starben während dieser Auseinandersetzungen oder wurden vertrieben. Seit 2009 gilt der bewaffnete Konflikt als beendet.

Die heutige Situation in Sri Lanka

Seit der vorgezogenen Wahl im Jahre 2015 ist Maithripala Sirisena Präsident des Landes. Immer noch spürt die Zivilbevölkerung die Nachwirkungen des Bürgerkrieges und die von Naturkatastrophen, wie dem Tsunami, welcher tausenden Menschen jegliche Lebensgrundlage nahm. Das Land profitiert von einem stetigen wirtschaftlichen Wachstum, besonders in den städtischen Gebieten. Die abgelegenen und ländlichen Regionen erreicht der Aufschwung allerdings kaum. Hier ist die Armut nach wie vor besonders groß.

Das könnte Sie auch interessieren:
Maike Harms und ihr Patenkind Senuri pflanzen gemeinsamen einen Paradiesbaum.
Patenbesuch bei Patenkind Senuri in Sri Lanka Weiterlesen
Patenbesuch bei Saumya
Ein Wiedersehen und ein Kennenlernen Weiterlesen
Interessant? Weitersagen: