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Eine Gemeinde in der Zentralafrikanischen Republik. © Plan International
Eine Gemeinde in der Zentralafrikanischen Republik. © Plan International

Unsere Arbeit in der Zentralafrikanischen Republik

Die Zentralafrikanische Republik zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die politische Lage im Land ist instabil. Mehr als 2,3 Millionen Menschen, davon 1,1 Millionen Kinder, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Wir von Plan International möchten die Kinder und ihre Familien im Land dabei unterstützen, ein besseres Leben führen zu können.

Wie wir in der Zentralafrikanischen Republik helfen

Plan International ist seit der humanitären Katastrophe 2014 in den Verwaltungsbezirken Ombela M’poko/Bangui, Mamberi Kadei, Ouham und Lobay in zwei Bereichen tätig: Bildung sowie Kinderschutz (im Speziellen: Kinderschutz für Mädchen und Jungen im Katastrophenfall).

Nachdem sich die Lage in der Zentralafrikanischen Republik im Jahr 2016 etwas stabilisierte, richtete Plan International in der Zentralafrikanischen Republik ein Länderbüro ein. Bereits in den letzten zwei Jahren konnten wir uns als humanitäre Organisation im Land etablieren. Gemeinsam mit örtlichen Organisationen setzen wir uns für die nachhaltige Projektarbeit ein, um das Leben in den Gemeinden stetig zu verbessern.

Mit unseren Programmen wollen wir Kindern in den Regionen einen sicheren Zugang zu Bildung ermöglichen, ihre gesellschaftliche Teilhabe erweitern und sie vor Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch zu schützen. In der Zentralafrikanischen Republik bieten wir keine Kinderpatenschaften an.

Plan International unterstützt Kinder und Jugendliche in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) mit Bildungsangeboten. Credit: © Ina Thiam
Eine Generation darf nicht weiter verlieren

Die Zentralafrikanische Republik gilt als einer der gefährlichsten Orte der Welt, auch und gerade für Kinder.

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Zentralafrikanische Republik im Überblick

Die Zentralafrikanische Republik gehört trotz seines Rohstoffreichtums (Erdöl, Uran und Diamanten) zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Infrastruktur weist deutliche Mängel auf. So fehlen vielerorts Straßen, Krankenhäuser, Schulen sowie eine gesicherte Stromversorgung. Der Lebensstandard der Menschen im Land ist sehr niedrig. Die Zentralafrikanische Republik ist auf internationale Hilfe angewiesen.
 

Einwohner:innen4,80 Mio. (Deutschland [D]: 83,80 Mio.)
Lebenserwartung54 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit*110 pro 1.000 (D: 4 pro 1.000)
BNE pro Kopf**993 USD (D: 55.314 US$)
Alphabetisierungsrate***Frauen 29 %, Männer 48 %
Landesfläche623.000 km², (D: 357.050 km²)
HauptstadtBangui
LandessprachenFranzösisch und Sango, andere lokale Sprachen
Religionchristliche Religionen (79 Prozent), Islam (10 Prozent), animistische Religionen (5 Prozent)
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen nach Kaufkraftparität
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF - The State of the World's Children Report 202, UNDP "Bericht über die menschliche Entwicklung 2020"

Die Geschichte des Landes

Seit der Unabhängigkeit von den Kolonialmächten im Jahr 1960 hat es in der Zentralafrikanischen Republik noch keinen friedlichen Machtwechsel gegeben. 2003 wurde der bisherige Präsident Ange-Félix Patassé von seinem Generalstabschef François Bozizé mit Unterstützung des Tschads gestürzt. Seither gab es gegen den neuen Präsidenten immer wieder gewaltsame Aufstände, die 2013 durch die rebellische Allianz SELEKA zu dessen Sturz führten. Der Rebellenchef Michel Djotodia rief sich selbst zum Präsidenten aus. Es kam zu Kämpfen zwischen SELEKA und der aus Bürger:innen gebildeten Gegenmiliz, die christlich-animistische Anti-Balaka. Anfang 2014 wurde Djotodia auf Betreiben Frankreichs und des Tschads, seines Amtes enthoben. In der darauf ins Leben gerufenen Übergangsregierung sind Mitglieder sowohl der SELEKA, der Anti-Balaka als auch der ehemaligen Bozizé-Regierung vertreten. Präsidentin wurde die Bürgermeisterin von Banguin, Catherine Samba-Panza.

 

Die heutige Situation in der zentralafrikanischen Republik

Heute ist das Land immer noch in Unruhe. Um das Land zu befrieden wurden 2013 die Stabilisierungsmission „MISCA“ unter der Führung der Afrikanischen Union sowie die französische Mission „Sangaris“ ins Leben gerufen. 2014 wurden die Maßnahmen durch die Friedensmission „MINUSCA“ abgelöst, bei der die Vereinten Nationen Blauhelm-Soldat:innen ins Land schickten. Bisher schaffte es jedoch weder die Übergangsregierung unter Samba-Panza, noch die UN-Friedensmission dauerhaft für Frieden im Land zu sorgen.

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