Ihre Kinderpatenschaft hilft dabei, Kinder im Sudan vor Gewalt und Missbrauch zu schützen.
Ihre Kinderpatenschaft hilft dabei, Kinder im Sudan vor Gewalt und Missbrauch zu schützen. © Plan/Mackenzie Knowles-Coursin

Patenschaft für Kinder im Sudan

Sudan gehört zu den ärmsten und dabei am höchsten verschuldeten Ländern der Welt. Der Darfur-Konflikt, die Folgen des Bürgerkriegs und das Fehlen grundlegender Infrastruktur in weiten Teilen des Landes tragen zu einer vielerorts kritischen Versorgungslage der Bevölkerung bei. Wir von Plan International setzen uns im Sudan gezielt für eine bessere gesundheitliche Versorgung von Kindern und Müttern ein und sorgen für bessere Wasser- und Hygienebedingungen.

Unser Engagement im Sudan

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1977
  • 2015 mehr als 31.000 Patenkinder
    (657.000 Kinderpatenschaften in Afrika)
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Wasser und Hygiene, Bildung, wirtschaftliche Sicherheit

Ja, ich möchte im Sudan helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft im Sudan?

Plan International arbeitet seit 1977 im Sudan in vorwiegend ländlichen und halbstädtischen Programmgebieten. Im Jahr 2015 erreichte Plan International mit seiner Arbeit über 31.000 Patenkinder und ihre Gemeinden.

Im Sudan helfen wir von Plan International, die Grundbedürfnisse von Kindern und ihren Familien zu erfüllen. Dazu zählt der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen, zu Gesundheitsvorsorge sowie zu Vorschul- und Schulbildung. Wichtig ist uns außerdem, Kinder - vor allem Mädchen - vor schädlichen traditionellen Praktiken, wie zum Beispiel der weiblichen Genitalverstümmelung, zu schützen. In einem weiteren Programm unterstützen wir Familien dabei, dauerhaft ihre Nahrung und ihr Einkommen zu sichern.

Aktuelle Programme im Sudan

Mit Ihrer Hilfe können wir Kindern im Sudan die Chance auf ein besseres Leben geben. Eine Patenschaft fördert Projekte direkt vor Ort und sorgt für die Umsetzung von lebensverbessernden Maßnahmen.

Sudan im Überblick

Sudan liegt im Nordosten Afrikas und ist etwa fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land grenzt im Norden an Ägypten, im Osten an Eritrea und Äthiopien. Im Westen liegen die Zentralafrikanische Republik und der Tschad sowie im Nordwesten Libyen. Im Süden teilt das Land eine Grenze mit dem Südsudan, der seit Juli 2011 ein eigenständiger Staat ist. Der Nil bildet die Lebensader des Landes – er ist die wichtigste Wasserquelle und ermöglicht den Menschen in den angrenzenden Regionen einen intensiven Ackerbau. Im Norden erstreckt sich zu beiden Seiten des Nils die Wüste der Sahara. Im Nordosten liegt die rund 750 Kilometer lange Küste zum Roten Meer.

Einwohner 38,0 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 64 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 70 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 1.710 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 86 %, Männer 91 %
Landesfläche 1.850.000 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Khartoum
Landessprachen Arabisch
Religion überwiegend Muslime – der Islam ist Staatsreligion. In südlichen Landesteilen leben christliche Minderheiten.
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Die Geschichte des Sudans reicht bis ins Alte Ägypten zurück. Um 600 bis 700 n. Chr. verbreiteten sich das Christentum von Ägypten und der Islam von Arabien aus. Unter türkisch-ägyptischer Herrschaft im 19. Jahrhundert wuchsen die verschiedenen Völker und Regionen zum Sudan zusammen. 1898 wurde der Sudan bis 1956 britisch-ägyptisches Kondominium, faktisch also britische Kolonie. Nach seiner Unabhängigkeit durchlief der Sudan verschiedene Stadien vom Mehrparteien- zum Einparteiensystem bis hin zur Militärdiktatur. Von 1956 bis 2005 herrschte im Süden des Landes ein Bürgerkrieg, ausgenommen die Jahre 1972 bis 1983. 1986 wurde der Sudan Islamische Republik. Eine radikale Islamisierungspolitik unter Omar Hassan al-Bashir folgte, der bis heute Präsident ist.

Die heutige Situation im Sudan

Seit 1993 ist Umar al-Bashir Staatspräsident. 2003 eskalierten Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und einer Rebellenbewegung in Darfur im Westen des Landes. Der Konflikt dauert bis heute an. In den Grenzregionen zum Südsudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Truppen der beiden Länder. Besonders die Grenzziehung in der ölreichen Region Abyei ist umstritten. Sudan gehört zu den ärmsten und dabei am höchsten verschuldeten Ländern der Welt.

Wichtigster Wirtschaftszweig ist der Ölsektor. Dessen weitere Entwicklung ist allerdings noch nicht abzusehen, da ein Großteil der Erdölfelder in Südsudan liegt. Der Darfur-Konflikt, die Folgen des Bürgerkriegs und das Fehlen grundlegender Infrastruktur in weiten Teilen des Landes tragen zu einer vielerorts kritischen Versorgungslage der Bevölkerung bei, welche zum überwiegenden Teil von landwirtschaftlicher Selbstversorgung lebt.

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Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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