Mädchen und Jungen haben ein Recht auf Schutz. Auch die Kinder im Sudan. © Plan/Mackenzie Knowles-Coursin

Patenschaft für Kinder im Sudan

Sudan gehört zu den ärmsten und dabei am höchsten verschuldeten Ländern der Welt. Der Darfur-Konflikt, die Folgen des Bürgerkriegs und das Fehlen grundlegender Infrastruktur in weiten Teilen des Landes tragen zu einer vielerorts kritischen Versorgungslage der Bevölkerung bei. Wir von Plan International setzen uns im Sudan gezielt für eine bessere gesundheitliche Versorgung von Kindern und Müttern ein und sorgen für bessere Wasser- und Hygienebedingungen.

Unser Engagement im Sudan

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1977
  • 2014 mehr als 32.000 Patenkinder
    (657.000 Kinderpatenschaften in Afrika)
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Wasser und Hygiene, Bildung, wirtschaftliche Sicherheit

Ja, ich möchte im Sudan helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft im Sudan?

Plan International arbeitet seit 1977 im Sudan in vorwiegend ländlichen und halbstädtischen Programmgebieten. Im Jahr 2015 erreichte Plan International mit seiner Arbeit über 31.000 Patenkinder und ihre Gemeinden.

Im Sudan helfen wir von Plan International, die Grundbedürfnisse von Kindern und ihren Familien zu erfüllen. Dazu zählt der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen, zu Gesundheitsvorsorge sowie zu Vorschul- und Schulbildung. Wichtig ist uns außerdem, Kinder - vor allem Mädchen - vor schädlichen traditionellen Praktiken, wie zum Beispiel der weiblichen Genitalverstümmelung, zu schützen. In einem weiteren Programm unterstützen wir Familien dabei, dauerhaft ihre Nahrung und ihr Einkommen zu sichern.

Aktuelle Programme im Sudan

Mit Ihrer Hilfe können wir Kindern im Sudan die Chance auf ein besseres Leben geben. Eine Patenschaft fördert Projekte direkt vor Ort und sorgt für die Umsetzung von lebensverbessernden Maßnahmen.

Sudan im Überblick

Der Sudan liegt im Nordosten Afrikas. Im Norden des Landes erstrecken sich die Nubische und die Libysche Wüste der Sahara. Im Nordosten verläuft die rund 750 Kilometer lange Küste zum Roten Meer. Der Nil ist die wichtigste Lebensader des Landes und ermöglicht in den angrenzenden Regionen intensiven Ackerbau. Im Westen des Landes erhebt sich das Marra-Gebirge.

Einwohner 38,0 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 64 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 77 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 1.130 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 85 %, Männer 90 %
Landesfläche 1.850.000 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Khartoum
Landessprachen Arabisch
Religion Islam (65%), Christentum (5%), lokale Glaubensrichtungen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Die Geschichte des Sudans reicht bis ins Alte Ägypten zurück. Um 600 bis 700 n. Chr. verbreiteten sich das Christentum von Ägypten und der Islam von Arabien aus. Unter türkisch-ägyptischer Herrschaft im 19. Jahrhundert wuchsen die verschiedenen Völker und Regionen zum Sudan zusammen. 1898 wurde der Sudan bis 1956 britisch-ägyptisches Kondominium, faktisch also britische Kolonie. Nach seiner Unabhängigkeit durchlief der Sudan verschiedene Stadien vom Mehrparteien- zum Einparteiensystem bis hin zur Militärdiktatur. Von 1956 bis 2005 herrschte im Süden des Landes ein Bürgerkrieg, ausgenommen die Jahre 1972 bis 1983. 1986 wurde der Sudan Islamische Republik. Eine radikale Islamisierungspolitik unter Omar Hassan al-Bashir folgte, der bis heute Präsident ist.

Die heutige Situation im Sudan

2003 eskalierten Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und einer Rebellenbewegung in der westlichen Region Darfur. Der Konflikt dauert bis heute an. Die Lage im Süden beruhigte sich nach einem Friedensabkommen 2005. Seit 2011 ist der Südsudan infolge einer Abstimmung offiziell unabhängig. In der Grenzregion kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Besonders die Grenzziehung in der ölreichen Region Abyei ist umstritten. Der Sudan gehört zu den ärmsten und dabei am höchsten verschuldeten Ländern der Welt. Der Darfur-Konflikt, die Folgen des Bürgerkriegs und das Fehlen grundlegender Infrastruktur tragen zu einer vielerorts kritischen Versorgungslage der Bevölkerung bei.

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Prominente Unterstützer

Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (12,4%)
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  • TÜV NORD
  • Website des Jahres 2015 in der Kategorie Wohltätigkeitsorganisationen
  • Transparenzpreis von PricewaterhouseCoopers 2012
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