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Eine Patenschaft in Sierra Leone hilft die Gesundheit von Kindern und ihren Familien sicherzustellen.
Eine Patenschaft in Sierra Leone hilft die Gesundheit von Kindern und ihren Familien sicherzustellen. © Plan/Antje Schroeder

Patenschaft für Kinder in Sierra Leone

Nach dem Ende des Bürgerkriegs ist die Situation in Sierra Leone weiterhin schwierig. Die Armut weiter Bevölkerungsteile und die hohe Arbeitslosigkeit, die besonders die Jugend betrifft, sind große soziale Herausforderungen. Wir von Plan International setzen uns als Kinderhilfswerk für die Bildung von Kindern und Jugendlichen vor Ort aktiv ein und sorgen damit für eine gute Perspektive. Geben auch Sie mit Ihrer Spende Chancen.

Unser Engagement in Sierra Leone

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1976
  • 2017 um die 13.000 Patenkinder
    (657.000 Patenkinder in Afrika)
  • Arbeitsschwerpunkte: Bildung, Gesundheit, Hygiene, Kinderschutz, wirtschaftliche Sicherheit

Ja, ich möchte in Sierra Leone helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Sierra Leone?

Plan International arbeitet seit 1976 in Sierra Leone und unterbrach während des Bürgerkrieges sein Patenschaftsprogramm. Im Jahr 2017 erreichen wir das Umfeld von 13.000 Patenkindern und ihren Familien. Plan International engagiert sich vor allem im westlichen Teil des Landes aber auch ganz im Osten. Immer noch sind diese Gebiete besonders schwer von den Auswirkungen des Bürgerkrieges betroffen.

Sierra Leone steht auch mehr als zehn Jahre nach Ende des Bürgerkriegs vor zahlreichen entwicklungspolitischen Herausforderungen. Wir von Plan International fördern den Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur und helfen, die Zukunftsperspektiven von Kindern zu verbessern. Mit dem Ausbau der medizinischen Versorgung gehen wir gegen die hohe Kinder- und Müttersterblichkeit in dem westafrikanischen Land an. Indem wir zudem ein kinderfreundliches Schulwesen fördern, stärken wir das Bildungssystem. Zudem helfen wir Kindern, sich vor Gewalt zu schützen und Familien, ihre wirtschaftliche Situation zu stärken.

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Ja, ich möchte Kindern in Sierra Leone helfen!

Aktuelle Programme: Hilfe in Sierra Leone

Als Kinderhilfswerk sind wir in Sierra Leone mit verschiedenen Programmen aktiv, die zum Wohl der Kinder beitragen. Lesen Sie nachfolgend, wie wir uns für Kinder und Jugendliche direkt vor Ort mit Hilfsprojekten engagieren.

Mit unserem Programm verfolgen wir zwei Hauptziele. Zum einen klären wir die Familien über wichtige Aspekte der frühkindlichen Förderung und Fürsorge auf. Zum anderen arbeiten wir daran, das Gesundheitssystem auszubauen, sodass die Familien Zugang zu medizinischer Hilfe erhalten. In den Gemeinden schulen wir Mitglieder von Gemeindekomitees sowie Erziehungsberechtigte. Dabei wird beispielsweise vermittelt, wie Malaria vorgebeugt und behandelt werden kann, wie die Familien gesunde und kindgerechte Nahrung zubereiten können und wie wichtig es ist, hygienische Standards einzuhalten und für sauberes Trinkwasser zu sorgen. Wir wenden uns auch an die Schulen mit dem Ziel, dass diese Themen im Unterricht aufgegriffen werden.

Plan International unterstützt die Familien dabei, eigene Gärten zu kultivieren, um Feldfrüchte für den täglichen Bedarf zu ernten. Gemeinsam mit Gemeindemitgliedern, verbessern wir die Trinkwasserversorgung und setzen uns dafür ein, dass die Familien Verantwortung für die Instandsetzung und Wartung übernehmen.

Mit den zuständigen Behörden arbeiten wir zusammen, um den Wirkungsgrad von Gesundheitsstationen zu verbessern, etwa durch die Ausstattung mit Mobiliar, technischem Gerät, Arzneimittel sowie Spielzeug, aber auch durch Schulungen von Gesundheitspersonal. Ein besonders wichtiges Ziel ist es, Fieberkrankheiten bei Kleinkindern umgehend zu diagnostizieren und zu behandeln sowie mangelernährte Kinder mit einer therapeutischen Nahrung zu versorgen

Wir wollen erreichen, dass jedes Kind zur Schule gehen kann. Wichtig ist dabei, dass der Unterricht integrativ gestaltet wird und benachteiligte Kinder, wie Mädchen oder Kinder mit Behinderung, gefördert werden. Bei Gemeindetreffen informieren wir darüber, wie wichtig Schulbildung und eine frühzeitige Einschulung sind und sensibilisieren die Familien für die Folgen von früher Verheiratung sowie frühen Schwangerschaften.

Plan International setzt sich für eine bessere Ausstattung der Schulen ein. Dazu gehören beispielsweise sanitäre Anlagen, die nach Geschlechtern getrennt sind, sowie behindertengerechte Zugänge, aber auch die Bereitstellung von kindgerechten Lernmaterialien. Ein anderer Schwerpunkt ist die Lehrerqualifizierung. Wir engagieren uns dafür, dass das Lehrpersonal grundlegend fachlich geschult wird. Lehrerinnen und Lehrer erfahren, wie sie Mädchen in ihren beruflichen Werdegängen unterstützen und fördern können. Wir arbeiten auf vielfältige Weise gegen Gewalt an Schulen. Diskussionsgruppen und Kummerkästen sind Instrumente, die helfen, die Beziehung zwischen den Lehrkräften und der Schülerschaft zu verbessern. Außerdem unterstützen wir Kinderclubs, die sich dafür einsetzen, dass Gewaltdelikte an Schulen öffentlich gemacht werden. Den Lehrerinnen und Lehrern vermitteln wir gewaltfreie und kindgerechte Methoden der Unterrichtsgestaltung.

Plan International konzentriert sich darauf, den Kindesschutz auf Landesebene sowie in den Gemeinden zu stärken und die dafür notwendigen Mechanismen einzurichten. Zu diesem Zweck suchen wir die Zusammenarbeit mit den lokalen Kindesfürsorge-Einrichtungen und Behörden. Es soll erreicht werden, dass Fälle von Kindermissbrauch, -arbeit und -vernachlässigung sowie schädliche Praktiken, wie weibliche Genitalverstümmelung, dokumentiert und verfolgt werden.

Um die gesellschaftliche Einstellung zur weiblichen Genitalverstümmelung zu ändern, klären wir auf und binden dabei gezielt die Männer mit ein. Auf nationaler Ebene setzen wir uns dafür ein, die Geburtenregistrierung voranzutreiben. Plan International berät das Gesundheitsministerium und hilft dabei, das nationale zivile Registrierungssystem zu modernisieren. Außerdem unterstützen wir die Gemeinden darin, Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen und Schutzmechanismen zu entwickeln, um die Risiken von Katastrophen oder politischen Unruhen in den Gemeinden zu minimieren und bestmöglich auf drohende Gefahren vorbereitet zu sein.

Unser Ziel ist es, dass die Familien über genügend Einkommen verfügen, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Darüber hinaus sollen sie gestärkt werden, um auch krisenhafte Ausnahmesituationen besser zu bewältigen. Gemeinsam mit unseren Partnern gründen wir Spargruppen und vernetzt diese mit örtlichen Banken. Die Mitglieder können finanzielle Rücklagen bilden und über Mikrokredite Gelder aufnehmen, um wichtige Investitionen zu tätigen. Außerdem finden umfassende Workshops statt. Neben Maßnahmen zur Verbesserung der Lese-, Schreib- und Rechenkompetenz erlernen Jugendliche, junge Frauen, Familien und Gemeindeverantwortliche die Grundlagen der Buchhaltung, der Gewinnbeteiligung, des Konflikt- und Führungsmanagements sowie der Datenverarbeitung.

Ein weiterer Programmschwerpunkt sind Einkommen schaffende Maßnahmen. Wir vermitteln Arbeitsplätze und Praktika für junge Menschen und entwickelt Perspektiven für eine selbstständige Tätigkeit. Über eine Internetplattform bieten wir eine Ausbildungsberatung für Jugendliche an. Schulungen für junge Frauen und Männer zur Verbesserung der wirtschaftlichen Kompetenz runden das Programm ab.

Sierra Leone im Überblick

Sierra Leone liegt an der Westküste Afrikas und ist im Norden von Guinea und südlich von Liberia umschlossen. Das Land ist überwiegend von Regenwäldern bedeckt. Entlang der atlantischen Küste erstrecken sich bis zu 100 Kilometer lange Sandbänke. Zum Landesinneren erheben sich Plateaus zu einer Höhe von bis zu 2000 Metern. Das Klima ist tropisch und geprägt durch eine lange Regenzeit mit starken Niederschlägen.

Einwohner 7,40 Mio. (Deutschland [D]: 82,70 Mio.)
Lebenserwartung 52 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 114 pro 1.000 (D: 4 pro 1.000)
BNE pro Kopf** 1.529 USD (D: 47.640 US$)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 51 %, Männer 65 %
Landesfläche 71.740 km², (D: 357.050 km²)
Hauptstadt Freetown
Landessprachen Englisch, Krio, Temne, Mende
Religion Islam (70%), Christentum (20%), lokale Glaubensrichtungen (10%)
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen nach Kaufkraftparität
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF Report 2018, UNDP „Bericht über menschliche Entwicklung 2016“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Ehemalige Sklaven aus England wurden 1787 in den Gebieten des heutigen Sierra Leones angesiedelt. Das Land wurde zuvor von einheimischen Völkern erworben. Aufgrund strittiger Besitzansprüche kam es immer wieder zu Kämpfen, die sich über Jahrzehnte hinzogen. 1961 erlangte Sierra Leone schließlich seine Unabhängigkeit. Die folgenden Jahre waren durch gewaltsame Auseinandersetzungen und Militärputsche geprägt. 1991 begann ein Bürgerkrieg der „Revolutionary United Front“ gegen die wechselnden Regierungen des Landes, der elf Jahre andauerte und etwa 50.000 Menschen das Leben kostete. Die Infrastruktur des Landes wurde dabei fast völlig zerstört. Im Jahre 2002 wurde der Krieg offi ziell für beendet erklärt. Daraufhin fanden erste Wahlen unter Aufsicht der UN statt.

Die heutige Situation in Sierra Leone

2007 konnte die Oppositionspartei „All People’s Congress“ die Wahl als stärkste politische Kraft für sich entscheiden. Staatspräsident wurde Ernest Bai Koroma, der im November 2012 erneut in seinem Amt bestätigt wurde. Auch nach dem Bürgerkrieg ist die Situation in Sierra Leone weiterhin schwierig. Die Armut weiter Bevölkerungsteile und die hohe Arbeitslosigkeit, die besonders die Jugend betrifft, sind große soziale Herausforderungen.

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Prominente Unterstützer

Ulrich Wickert
Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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... und Paten für Sierra Leone

Wie hoch ist der Beitrag für eine Kinderpatenschaft?

Mit nur 92 Cent am Tag (das sind 28 Euro pro Monat) unterstützen Sie ein Kind, dessen Familie und die Gemeinde. Ihren Patenschaftsbeitrag können Sie bei Ihrer Steuererklärung geltend machen.

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Erfahre ich, wie sich mein Patenkind entwickelt?

Mit keiner anderen Spendenform als einer Kinderpatenschaft erleben Sie so konkret, wie und wo Ihre Hilfe wirkt. Denn Ihre Hilfe bekommt ein Gesicht. So informieren wir Sie regelmäßig über Ihr Patenkind und Sie können ihm schreiben und es sogar besuchen.

Was bewirkt meine Patenschaft für das Kind?

Mit einer Kinderpatenschaft unterstützen Sie Selbsthilfeprojekte, die das Kind, seine Familie und Gemeinde stärken. Unser Ziel ist es, über diese Projekte die Lebensumstände und das gesamte Lebensumfeld der Kinder dauerhaft zu verbessern und ihre Existenz langfristig zu sichern.

Wie lange dauert meine Kinderpatenschaft?

Die Patenschaft läuft längstens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr des Patenkindes. Manchmal muss eine Patenschaft auch vorher von uns aus beendet werden, beispielsweise wenn die Familie des Patenkindes dauerhaft aus dem Projektgebiet fortzieht und somit nicht mehr an den Projekten beteiligt ist.

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