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Ihre Patenschaft in Guinea trägt dazu bei, dass Kinder in ihren Gemeinden gesund aufwachsen.
Ihre Patenschaft in Guinea trägt dazu bei, dass Kinder in ihren Gemeinden gesund aufwachsen. © Plan International / Vincent Tremeau

Patenschaft für Kinder in Guinea

Guinea ist reich an Rohstoffen und verfügt daher über großes wirtschaftliches Potential. Dennoch zählt das Land zu den ärmsten der Welt. Der Grund sind vor allem die jahrelange Misswirtschaft und die weit verbreitete Korruption. Wir von Plan International setzen uns dafür ein, dass Kinder sich trotz der schwierigen Situation im Land gesund entwickeln können. Fördern auch Sie die Entwicklung von Kindern in Guinea mit Ihrer Spende.

Unser Engagement in Guinea

Unsere Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von benachteiligten Kindern und ihren Familien zu verbessern. Die Länderstrategie wurde zusammen mit Plan-Mitarbeiter:innen, Mädchen und Jungen, Familien, lokalen Gruppen und Initiativen sowie Mitgliedern der lokalen Regierung erarbeitet.

  • Programmarbeit seit 1989
  • 2015 fast 32.000 Patenkinder
    (657.000 Patenschaften in Afrika)
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Hygiene, Bildung, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern

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Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Guinea?

Wir arbeiten seit 1989 in Guinea und erreichten 2018 das Umfeld von über 31.000 Patenkindern und ihren Familien. Wir engagieren uns überwiegend in ländlichen Gebieten, die von besonderer Armut geprägt sind.

Yaya - ein Patenkind aus Guinea erzählt

Ja, ich möchte Kindern in Guinea helfen!

Aktuelle Programme: Hilfe in Guinea

Ihre Spenden und Patenschaften unterstützen unsere Hilfsprojekte in Guinea. Erfahren Sie nachfolgend mit welchen Programmen wir in unseren Projektgebieten vor Ort aktiv sind.

Wir stellen in den Gemeinden Informationen zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit bereit, so dass Jugendliche umfassend informiert und aufgeklärt sind. Wir wollen junge Frauen dabei unterstützen, Beziehungen selbstbestimmt zu führen und insbesondere selbst zu entscheiden, ob sie heiraten möchten oder Kinder bekommen wollen. Jugendliche und speziell Mädchen sollen in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden und dabei unterstützt werden, an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen teilzuhaben. Entsprechende Kenntnisse und Kompetenzen, die über Jugend- oder Frauengruppen vermittelt werden, können dann von den Teilnehmenden an andere Jugendliche weitergegeben werden.

Ziel ist, tradierte Normen dahingehend zu verändern, dass Entwicklung und Teilhabe von Mädchen gesellschaftlich eine breite Zustimmung findet. Wir wenden uns auch gezielt an Gemeindevorstände und religiöse Würdenträger, um sie dafür zu gewinnen, weibliche Genitalverstümmelung und frühe Verheiratung in den Gemeinden abzuschaffen. In diesem Zusammenhang führen wir beispielsweise alternative Initiationsriten ein, um in den Gemeinden den Schritt in das Erwachsenenalter zu begehen. Gemeinsam mit der Regierung arbeiten wir daran, dass in den Gemeinden für die Jugendlichen mehr Angebote zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit zur Verfügung stehen. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass von staatlicher Seite ein höheres Budget für entsprechende Gesundheitseinrichtungen in den Gemeinden bereitgestellt wird.

Wir vermitteln Kindern und Jugendlichen Strategien zum Schutz gegen Gewalt und Missbrauch und bestärken sie darin, selbst gewaltfreie Beziehungen zu anderen aufzubauen. Es ist wichtig sie in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, so dass sie sich aktiv gegen Gewalt in der Schule und in den Gemeinden einsetzen. Dazu schaffen wir Orte der Sicherheit für Kinder und Jugendliche, wo sie sich austauschen können, sich gegenseitig bestärken und für ihre Rechte eintreten können. Wir arbeiten mit Paaren und Familien zusammen und klären über Mechanismen der familiären Gewalt sowie die große Bedeutung von positiven Vorbildern in der Kindeserziehung auf.

Eltern wollen wir überzeugen, gewaltfreie Erziehung zu praktizieren und ihre Kinder eher positiv zu bestärken anstatt sie zu bestrafen. Gemeinsam mit Gemeindevorständen stärken wir Kinderschutzmechanismen und sprechen uns öffentlich gegen Gewalt und Missbrauch in Gemeinden aus. Auf Regierungsebene engagieren wir uns für eine verbesserte Gesetzgebung zum Kindesschutz und machen uns dafür stark, dass zuständige Behörden sich wirksamer gegen Gewalt und Missbrauch einsetzen. Verstößen muss zügig und konsequent nachgegangen werden.

Die Familien in den Gemeinden sollen eine führende Rolle dabei übernehmen, die Bildungssituation ihrer Kinder zu verbessern und sich für Bildungsgleichheit einsetzen. Wir unterstützen Eltern dabei, ihre Kinder schon in jungen Jahren altersgemäß zu fördern und in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Zusammen mit verbesserten Vorschulangeboten ist dies eine wichtige Vorbereitung auf die Grundschule.

Außerdem sollen sich Eltern aktiv in der Schule einbringen und sich für die Bildung ihrer Kinder engagieren. Zusammen mit der Bildungsbehörde arbeiten wir daran, das schulische Bildungsangebot von der Vorschule bis zur weiterführenden Schule zu erweitern. Dazu gehört auch, dass wir uns bei der Regierung für ein höheres landesweites Bildungsbudget stark machen. Wir wollen, dass der Lehrplan in Hinblick auf die Gleichberechtigung der Geschlechter erneuert wird und auch Themen wie sexuelle und reproduktive Gesundheit im Unterricht behandelt werden. Um die Qualität des Unterrichts zu verbessern, lernen Lehrkräfte neue schülerzentrierte Unterrichtsmethoden kennen.

Wir legen besonderen Wert darauf, dass auch Mädchen aus wirtschaftlich stark benachteiligten Familien die Möglichkeit haben, die Schule zu besuchen und unterbreiten alternative Bildungsangebote für Kinder, die die Schule abgebrochen haben. Jugendliche und junge Frauen unterstützen wir dabei, Perspektiven für eine wirtschaftliche Selbständigkeit zu entwickeln und vermitteln ihnen entsprechende unternehmerische Kompetenzen und wirtschaftliches Grundwissen.

Wir unterstützen die Gemeinden darin, Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen und Schutzmechanismen zu entwickeln, um die Risiken von Katastrophen oder Epidemien in den Gemeinden zu minimieren und bestmöglich auf drohende Gefahren vorbereitet zu sein. Dazu zählen insbesondere Notfallpläne für den Ausbruch von Epidemien wie Ebola oder Gelbfieber. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist dabei die Stärkung der Kompetenzen der Familien in unseren Projektgemeinden. Die Familien eignen sich beispielsweise Wissen an, um die Gesundheitssituation ihrer Kinder zu verbessern. Sie lernen wie sie Kinderkrankheiten vorbeugen und Anzeichen einer Erkrankung erkennen können, um schnell ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Außerdem vermitteln wir, wie wichtig eine gesunde und kindgerechte Ernährung sowie Hygienestandards für ein gesundes Aufwachsen der Kinder ist. Auf nationaler Ebene arbeiten wir mit Behörden daran, das landesweite Katastrophen-Management zu verbessern. Außerdem setzen wir in Kooperation mit der Regierung unsere breit angelegten Maßnahmen fort, das lokale Gesundheitswesen insbesondere im Kampf gegen Malaria zu stärken.

Guinea im Überblick

Guinea liegt in Westafrika und grenzt an die Länder Guinea-Bissau, Senegal, Mali, die Elfenbeinküste, Liberia und Sierra Leone. Die Küste zum Atlantik erstreckt sich über eine Länge von 300 Kilometern. Östlich der Küste und im Südosten des Landes erheben sich Berglandschaften, dessen höchste Gipfel bis über 1.700 Meter reichen. Savannen und höher gelegene Regenwälder prägen das Landschaftsbild. Zahlreiche Völker leben in Guinea. Die Bevölkerung ist sehr jung und die überwiegende Mehrheit der Menschen lebt in ländlichen Gebieten. 

Einwohner12,40 Mio. (Deutschland [D]: 82,70 Mio.)
Lebenserwartung61 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit*101 pro 1.000 (D: 4 pro 1.000)
BNE pro Kopf**2.211 USD (D: 47.640 US$)
Alphabetisierungsrate***Frauen 37 %, Männer 57 %
Landesfläche245.857 km², (D: 357.050 km²)
HauptstadtConakry
LandessprachenFranzösisch, Peul, Malinke, Soussou
ReligionIslam (ca. 90%), Christentum, lokale Glaubensrichtungen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen nach Kaufkraftparität
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF Report 2018, UNDP „Bericht über menschliche Entwicklung 2016“, Auswärtiges Amt


Die Geschichte des Landes

1958 erlangte die ehemals französische Kolonie ihre Unabhängigkeit. Zunächst etablierte sich ein sozialistisch orientiertes System unter Sekou Touré, das bald autoritäre Züge annahm. Viele Menschen verließen daraufhin das Land. 1984 putschte sich eine Militärjunta an die Macht. Diese Militärdiktatur wurde 1993 in ein ziviles Regime überführt, ohne aber zu einer Demokratisierung des Landes beizutragen. Die ersten freien Wahlen seit der Unabhängigkeit fanden erst 2010 statt. Guinea wurde ab dem Jahre 2000 zunehmend in die Bürgerkriege der Nachbarländer Sierra Leone und Liberia verwickelt und nahm mehrere hundertausende Flüchtlinge auf.


Die heutige Situation in Guinea

Guinea ist reich an Rohstoffen und verfügt daher über großes wirtschaftliches Potential. Dennoch zählt das Land zu den ärmsten der Welt. Der Grund sind vor allem die jahrelange Misswirtschaft und die weit verbreitete Korruption. Es bestehen erhebliche infrastrukturelle Mängel in wichtigen Bereichen wie Verkehr, Kommunikation oder Verwaltung. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung betreibt Ackerbau und Viehzucht für den Eigenbedarf. Verschiedene gesellschaftliche Konfliktlinien erschweren den politischen Konsens und führen immer wieder zu offenen, gewalttätigen Auseinandersetzungen. Im Oktober 2015 wurde Alpha Condé als Präsident in seinem Amt bestätigt.

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Ulrich Wickert
Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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... und Pat:innen für Guinea

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