Mädchen in Burkina Faso werden seltener eingeschult als Jungen. Wir unterstützen die Mädchen dabei, eine Schule zu besuchen. © Plan/Kathrin Hartkopf

Patenschaft für Kinder in Burkina Faso

Trotz einiger wirtschaftlicher Fortschritte zählt Burkina Faso zu den ärmsten Ländern Afrikas. Vor allem in den ländlichen Regionen nimmt die Armut unter der Bevölkerung zu. Lange Dürreperioden und fortschreitende Wüstenbildung haben zur Folge, dass die landwirtschaftlichen Erträge rückläufig sind. Wir von Plan International setzen und dafür ein, dass Kinder sich, trotz der schwierigen Umstände, gesund in Burkina Faso entwickeln können.

Unser Engagement in Burkina Faso

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1976
  • 2015 fast 41.000 Patenkinder
    (657.000 Patenschaften in Afrika)
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, HIV-Prävention, Wasser und Hygiene, Bildung, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern, wirtschaftliche Sicherheit, Katastrophenvorsorge

Ja, ich möchte in Burkina Faso helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Burkina Faso?

Seit 1976 arbeitet Plan International in Burkina Faso. 2015 erreichte das Kinderhilfswerk das Umfeld von mehr als 41.000 Patenkindern und ihrer Familien in überwiegend ländlichen Regionen. Aufbauend auf die Erfolge der vergangenen Jahre führt Plan International die Programmarbeit in diesen Gebieten weiter. Wir verstärken das Engagement in den Regionen, die besonders arm und strukturschwach sind, um extrem benachteiligte Gruppen zu erreichen.

 In Burkina Faso konzentrieren wir von Plan International unsere Arbeit insbesondere auf den Bereich Gesundheit und Hygiene. Das Land hat eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten weltweit. Häufigste Ursachen sind Mangelernährung und vermeidbare Krankheiten wie Atemwegsinfektionen und Durchfall. Unser Kinderhilfswerk arbeitet daran, das lokale Gesundheitswesen zu stärken. Mit Aufklärung zu sexueller Gesundheit und reproduktiven Rechten betreiben wir zudem Präventionsarbeit in Bezug auf HIV/Aids. Des Weiteren engagieren wir uns für ein kindgerechtes Bildungswesen sowie für den Kinderschutz.

Ihre Patenschaft in Burkina Faso hilft, das Leben von Kindern in diesem Land nachhaltig zu verbessern. Lesen Sie nachfolgend mehr über unsere Programme vor Ort.

Gesundheit und Entwicklung in Burkina Faso

Die Kindersterblichkeit in Burkina Faso ist eine der höchsten weltweit. Häufigste Ursachen sind Malaria, Mangelernährung, Atemwegs- und Durchfallerkrankungen. Immer wieder brechen Epidemien der Hirnhautentzündung aus, die für Kinder besonders gefährlich ist. Die medizinische Versorgung sowie die hygienischen Standards sind unzureichend. Außerdem decken staatliche Impfkampagnen nicht alle Regionen des Landes gleichermaßen ab.

Das Kinderhilfswerk arbeitet mit Regierungsstellen zusammen, um das lokale Gesundheitswesen zu stärken und die medizinische Versorgung von Müttern und Kindern zu erweitern. Wichtige Ziele sind, für Kinder bis zu fünf Jahren eine kostenlose medizinische Grundversorgung zu gewährleisten sowie flächendeckende Impfkampagnen zu unterstützen.

Sexuelle und reproduktive Gesundheit

Jugendliche in Burkina Faso sind vor allem in ländlichen Regionen kaum aufgeklärt und wissen nur wenig über reproduktive und sexuelle Gesundheit. Ungewollte und zu frühe Schwangerschaften sowie unsachgemäße Abtreibungen kommen häufig vor.

Plan International wendet sich mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen an die Jugendlichen, um sie über Risiken aufzuklären. Ziel ist es, dass sie Verantwortung für ihr Handeln übernehmen, um sich und andere zu schützen. Besonderes Augenmerk wird auf die Infektionswege des HI-Virus gelegt. Die Familien werden darin unterstützt, ihre Kinder bereits frühzeitig aufzuklären. Plan International setzt sich dafür ein, dass Aufklärung in die Lehrpläne der Schulen integriert wird, und organisiert Trainings, um Lehrkräfte entsprechend zu qualifizieren.

Beteiligung von Kindern und Kinderschutz

Obwohl auf nationaler und kommunaler Ebene Strukturen für Kinder- und Jugendbeteiligung existieren, werden diese wenig genutzt. Die Bevölkerung ist sich kaum bewusst, dass es wichtig ist, Kinder an Entwicklungsprozessen zu beteiligen.
Plan International arbeitet daran, die Partizipation von Kindern und Jugendlichen weiter voranzutreiben und das gesellschaftliche Bewusstsein dafür zu schärfen. Besonders wichtig ist es, den Kindern und Jugendlichen Wissen zu vermitteln sowie ihre Kompetenzen auszubilden, um sie handlungsfähig zu machen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Das Kinderhilfswerk fördert den Aufbau von Kinder- und Jugendgruppen und stärkt die Partizipationsstrukturen in den Schulen.

Burkina Faso im Überblick

Burkina Faso, das „Land der Aufrechten", liegt im trockenen und flachen Savannengürtel Westafrikas. Im Süden herrscht ein feuchtes Klima mit einer fünfmonatigen Trockenzeit. Zum Norden hin wird es trockener; im äußersten Norden liegen Halbwüsten des Sahel. Aufgrund langer Dürreperioden und der fortschreitenden Wüstenbildung ziehen viele Burkiner in den Süden des Landes oder wandern in Nachbarländer aus.

Einwohner 16,9 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 59 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 98 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 670 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 33 %, Männer 47 %
Landesfläche 274.000 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Ouagadougou
Landessprachen Französisch (Amtssprache), Moré, Dioula, Ful
Religion Islam (50 %), Christentum (10-20 %), lokale Glaubensrichtungen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Mit der französischen Eroberung Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet des heutigen Burkina Faso als Obervolta Teil Französisch-Westafrikas. 1960 wurde das Land unabhängig. 1966 kam es zum ersten Militärputsch, danach wechselten sich verschiedene Zivil- und Militärregierungen ab. 1983 putschte sich Thomas Sankara an die Spitze eines sozialistischen Systems. Grund und Boden wurden verstaatlicht, Sozialleistungen erweitert und das Land in Burkina Faso umbenannt.

Die heutige Situation in Burkina Faso

Von 1987 an war Blaise Compaoré mehr als 25 Jahre lang Staatschef Burkina Fasos, bis er am 31. Oktober 2014 nach Massenprotesten zurück trat. Vertreter der Zivilgesellschaft, der Politik, der Kirchen, des Militärs und traditionelle Führer bestimmten nach eingehenden Beratungen und Unterzeichnung einer Übergangscharta im November 2014 den Diplomaten Michel Kafando zum Übergangspräsidenten. Er soll das Land zu freien und fairen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im November 2015 führen. Trotz eigener und internationaler Entwicklungsanstrengungen gehört Burkina Faso nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt. Der Großteil der Bevölkerung lebt als Bauern auf dem Land. Jugendliche bis 18 Jahren bilden derzeit die größte Altersgruppe.

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Ulrich Wickert, Autor

„Die unabhängige und konfessionell nicht gebundene Organisation überzeugt mich durch ihre nachhaltigen Selbsthilfe-Projekte. Deshalb engagiere ich mich für Plan.“

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