Foto © Plan International | Corina aus Guatemala erhielt im Rahmen eines ähnlichen Plan-Projekts einen Mikrokredit.

El Salvador, Guatemala und Peru – Sichere und faire Arbeit für alle

In El Salvador, Guatemala und Peru haben junge Menschen bei ihrem Einstieg in den Arbeitsmarkt mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Bildungssysteme in der Region weisen erhebliche Defizite auf und so fehlt es an privaten und öffentlichen Ausbildungsprogrammen. In allen drei Länder gibt es eine hohe Anzahl von Jugendlichen, die weder arbeiten, noch studieren oder eine Ausbildung machen. Dabei bieten die Bereiche Landwirtschaft, Handel, Dienstleistungen und Agrarindustrie viele Möglichkeiten für die Eingliederung von jungen Menschen in den Arbeitsmarkt und den Aufbau von Unternehmen.

Mädchen und Frauen sind bei der Arbeitssuche besonders benachteiligt. Denn in den patriarchalisch geprägten Gesellschaften herrschen stereotype Rollenvorstellungen vor, welche die Beteiligung von Frauen am Berufs- und Wirtschaftsleben einschränken. Darüber hinaus fehlt es vielerorts an Kenntnissen über die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie entsprechenden Rahmenbedingungen und Richtlinien.

Ziel dieses Projekts ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsene im Alter von 16 bis 29 Jahren Zugang zu Ausbildung und fairer Arbeit zu ermöglichen, damit sie ein regelmäßiges Einkommen erwirtschaften und ihre Lebensbedingungen verbessern können.

Themenschwerpunkt

Ausbildung,
Arbeit,
Einkommenssicherung

 

Projektzeitraum

von November 2019
bis Januar 2023

Zielgruppe

2.440 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 29 Jahren in El Salvador, Guatemala und Peru


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So hilft das Projekt

Foto © Plan International | Edith macht im Rahmen eines ähnlichen Plan-Projekts in Peru eine Ausbildung zur Automechanikerin.

 

  • Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Jugendliche und junge Erwachsene werden bei Informationsveranstaltungen, über Kirchen und Bildungseinrichtungen sowie über Poster und Flyer auf das Projekt aufmerksam gemacht. Interessierte Jugendliche, die dem Einstiegsprofil entsprechen, können sich für das Projekt bewerben. An den Projektaktivitäten nehmen insgesamt 2.440 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 29 Jahren teil.
In Guatemala profitieren 750 junge Frauen und Männer aus dem Departement Baja Verapaz von den Aktivitäten. Sie leben in ländlichen Regionen mit einem hohen Anteil indigener Bevölkerung. In ihren Gemeinden gibt es lokale Unternehmen in der Landwirtschaft und im Dienstleistungssektor weisen der Tourismus, die Hotelbranche und Gastronomie sowie Transport ein hohes Wachstumspotenzial auf.
In El Salvador nehmen 1.090 Jugendliche und junge Erwachsene aus den Departements Sonsonate, La Libertad, San Salvador und Chalatenango an den Aktivitäten teil. Dort bieten Fischzucht, Imkerei, Tourismus, Handel, der Anbau von Kaffee und Gemüse und die Agrarindustrie gute Verdienstmöglichkeiten.
In Peru erreichen die Maßnahmen 600 junge Frauen und Männer aus Ventanilla und Puente Piedra in der Metropolregion Lima. Hier leben besonders viele junge Menschen, die weder arbeiten noch eine Ausbildung machen. Dabei bieten die Industrie- und Dienstleistungsbranche ein hohes Beschäftigungspotenzial.

 

Foto © Plan International | Nach der Teilnahme an einem ähnlichen Plan-Projekt in El Salvador gründete Ronald seine eigene Weberei.

 

  • Regionale Modelle zur Förderung der Jugendbeschäftigung

Um jungen Menschen bessere Bildungs- und Arbeitsperspektiven zu ermöglichen, werden im Rahmen dieses Projekts länderübergreifend Methoden und Strategien zur Förderung der Jugendbeschäftigung mit einem Schwerpunkt auf der Gleichstellung der Geschlechter entwickelt. Mehrere Workshops werden durchgeführt, um die Strategien an die regionalen Kontexte der Länder anzupassen. Gemeinsam mit lokalen Projektträgern werden dabei bewährte Praktiken und Erfahrungen gesammelt und systematisiert, um daraus regionale Modelle zur Förderung der Jugendbeschäftigung zu erarbeiten. In allen drei Projektländern werden ausführliche Analysen über den Arbeitsmarkt, die Marktchancen für Unternehmen und den Bedarf an Arbeitskräften durchgeführt.

Die erarbeiteten Modelle werden anschließend mit Vertreterinnen und Vertretern der zuständigen Arbeits- und Bildungsministerien überprüft, bevor es im zweiten Projektjahr an die praktische Umsetzung geht. Die lokalen Behörden unterstützen die Projektmaßnahmen, um Ausbildungsangebote zu schaffen sowie Jugendbeschäftigung und Unternehmertum nachhaltig zu fördern. Lehrpläne in den Ausbildungszentren sollen so verbessert werden, sodass junge Menschen dort die technischen Fähigkeiten erwerben, die der Nachfrage des Arbeitsmarktes entsprechen. Auch Unternehmen und Handelskammern spielen eine bedeute Rolle bei der Ausbildung und Arbeitsvermittlung.

Foto © Plan International | Lizbeth wurde dank eines ähnlichen Plan-Projekts in Peru Näherin.

 

  • Soziale und berufliche Fähigkeiten vermitteln

Im Rahmen des Projekts nehmen die jungen Frauen und Männer an Schulungen zur Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen und zur Berufsvorbereitung teil. Dabei lernen sie Vertrauensaufbau und Teamwork sowie sich sicher in einem beruflichen Umfeld zu bewegen und verbessern ihre Kommunikationsfähigkeiten. Anschließend erhält ein Teil von ihnen technische Ausbildungen, welche auf die jeweilige Marktsituation ihrer Region abgestimmt sind. Arbeitsmessen und Praktika sorgen für den Kontakt zu möglichen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. Außerdem werden Online-Jobbörsen geschaffen, auf denen Unternehmen ihre Stellengesuche veröffentlichen und sich mit den Jugendlichen vernetzen.

Der andere Teil der jungen Frauen und Männer nimmt an Fortbildungen zur Unternehmensgründung teil. Dort lernen sie unter anderem Geschäftsmodelle und Finanzierungspläne zu erstellen. Zur Gründung ihrer Unternehmen erhalten sie ein Startkapital in Form von Sachgütern. Messen, Geschäftsrunden und Unterstützung bei der Entwicklung von Werbemitteln helfen ihnen, Kontakt zu Kunden aufzubauen.

Foto © Plan International | Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt in Peru.

 

  • Netzwerke schaffen

Damit Jugendliche sich selbst für Gesetze und Maßnahmen einsetzen können, die ihren Zugang zu menschenwürdiger Arbeit verbessern, unterstützen wir sie bei der Gründung von Jugendnetzwerken. So können sie zusammen mit anderen Organisationen ihre Anliegen bei Institutionen und Unternehmen vertreten. In Abstimmung mit den Handelskammern und Ausbildungszentren trägt auch das Projektteam die erarbeiteten Vorschläge an die verantwortlichen Gremien und Behörden heran, wie beispielsweise die Wirtschafts- und Arbeitsministerien. Bei allen Vorschlägen liegt ein besonderer Fokus auf der Gleichstellung der Geschlechter.

Foto © Meeri Koutaniemi | Norma hat nur einen Grundschulabschluss. Nach ihrer Teilnahme an einem Plan-Projekt fand sie Arbeit in der Fischzucht.

Fischzucht in El Salvador stärkt junge Frauen

Gemeinsam mit anderen Frauen nahmen Norma und Ana Isabel an einem ähnlichen Plan-Projekt teil, das den Status von Mädchen und Frauen in ihrer Gemeinde in San Jorge in El Salvador verbessert hat. Seit einigen Jahren arbeiten sie in der Fischzucht. Der Teich ist eine reiche Quelle für Barsche, die Ana Isabel, Norma und sieben weiteren jungen Menschen in den vergangenen fünf Jahren ein gutes Einkommen beschert haben. Wenn Ana Isabel am Fischteich ankommt ist sie glücklich. „Früher gab es hier gar keine Möglichkeiten für uns, einen Job zu finden“, sagt sie. „Jetzt haben wir einen Teich voller Fische, die wir aufziehen und verkaufen. Das ganze Dorf ist begeistert von der Fischzucht.“


Helfen Sie die Zukunftsperspektiven Jugendlicher in Guatemala, El Salvador und Peru zu verbessern und unterstützen auch Sie dieses Projekt mit Ihrer Spende!


Spendenkonto
Stiftung Hilfe mit Plan
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